Egal, ob Baumaschine, Landmaschine oder andere Einsatzbereiche – Hydraulikschläuche sind in unterschiedlichen hydraulischen Systemen zu finden. Hinsichtlich der Betriebskosten und einem reibungslosen Betriebsablauf ist die Auswahl des passenden Schlauches entscheidend. Denn Schlauchverbindungen gehören zu den Bauteilen, die im täglichen Dauerbetrieb hohen Belastungen ausgesetzt sind. Reißt oder platzt ein Hydraulikschlauch, zeigt sich das in der Regel zunächst im Ausfall der betroffenen Maschine und anschließend in einer Unterbrechung der gesamten Produktionskette. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Wahl des passenden Hydraulikschlauches sorgfältig vorgehen. Wie dieses Bauteil im Detail aufgebaut ist und worauf zu achten ist, haben wir für Sie zusammengefasst.
Hydraulikschläuche beinhalten 3 unterschiedliche Schichten
Betrachtet man den Aufbau bei Hydraulikschläuchen von innen nach außen, weisen diese Bauteile insgesamt 3 Schichten auf, aus denen sie sich zusammensetzen. Was die jeweilige Schicht ausmacht, zeigt unsere Zusammenfassung.
Innenauskleidung (= Seele)
Von innen ist ein Hydraulikschlauch mit der sogenannten Seele ausgekleidet. Ausschließlich mit dieser ersten Schicht kommen Fluide, die durch den Schlauch fließen, direkt in Kontakt. Das Material der Innenauskleidung muss daher auf die Fluide abgestimmt sein. Es sollten daher die Eigenschaften der Flüssigkeiten bekannt sein, für die der Hydraulikschlauch zum Einsatz kommen soll. Dazu zählen deren chemische Zusammensetzung sowie physikalische Charakteristika. Hierbei ist speziell die Abrasivität entscheidend. Der Fachbegriff bezeichnet die Abreibung bzw. den Verschleiß. Die maximale Durchflussmenge wird bei Hydraulikschläuchen durch den Durchmesser der Seele bestimmt. Daher muss der Durchmesser in Abstimmung mit der erforderlichen Durchflussmenge der jeweiligen Maschinerie gewählt werden.
Einlage (= Armierung)
Den größten Teil des Flüssigkeitsdrucks muss die Schlauchschicht aufnehmen, die zwischen Seele und Decke liegt, die sogenannte Armierung. Sie besteht aus verschiedenen Geweben, massiven Stahldrähten und Spiralen. Die Beschaffenheit der Einlage hat direkten Einfluss auf die Flexibilität bzw. den Grad der Biegsamkeit des Hydraulikschlauches. Wichtige Kennzahlen sind hinsichtlich der Einlage der durchschnittliche und maximale Betriebsdruck und Unterdruck. Darüber hinaus sollte auch berücksichtigt werden, ob bestimmte Anforderungen an die elektrische Leitfähigkeit erfüllt sein müssen, wenn es sich um entzündliche Fluide handelt, die durch den Hydraulikschlauch fließen sollen.
Schlauchdecke
Damit der Schlauch vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt wird, ist er von einer Deckschicht umhüllt bzw. ummantelt. Soll der Hydraulikschlauch in extremer Umgebung zum Einsatz kommen, ist eine robuste Schlauchdecke von besonderer Bedeutung. Für die Schlauchauswahl sollten daher die Umgebungstemperaturen berücksichtigt werden und auch die chemischen Bedingungen am Einsatzort. Welchen Gesamtdurchmesser der Hydraulikschlauch aufweist, wird maßgeblich durch dessen Deckschicht beeinflusst. Der Durchmesser ist eine wichtige Kennzahl, wenn geprüft wird, ob der Schlauch mit vorhandenen Armaturen und Klemmschalen kompatibel ist.
Zusammenfassung der wichtigsten Fragen für die Schlauchauswahl
Welcher Hydraulikschlauch für den Betrieb geeignet ist, wird unter anderem durch die Umgebung und die verwendeten Fluide bedingt. Für die Anwendung sollten die folgenden Fragen zunächst geklärt werden, um den richtigen Hydraulikschlauch zu finden:
- Welches Fluid kommt zum Einsatz und welche chemischen Eigenschaften weist es auf? (Hierbei Hydraulikflüssigkeit und Reinigungsmittel berücksichtigen)
- Höhe des durchschnittlichen Betriebsdrucks sowie die zu erwartenden Minimal- und Maximaldrücke?
- Welchen Umwelteinflüssen ist der Schlauch im Betrieb ausgesetzt?
- Wie soll der Schlauch verbaut werden?
- Gelten spezifische gesetzliche Vorschriften und müssen Industrienormen eingehalten werden?
- Titelbild: Bild von Bruno /Germany auf Pixabay
ArbeitslebenArbeitssicherheit ist ein Erfolgsfaktor. Sie schützt die Gesundheit der Mitarbeiter, stabilisiert Abläufe und senkt Ausfallzeiten sowie Kosten. Wer Unfallrisiken im Betrieb früh erkennt und systematisch bewertet, verbessert den Schutz im Arbeitsalltag. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und wirtschaftlich sinnvoll. Gerade bei hoher Belastung, knapper Personaldecke und wachsendem Dokumentationsaufwand wird ein gut organisierter Mitarbeiterschutz für viele Unternehmen immer wichtiger. Arbeitsschutz entscheidet über Stabilität im Betrieb Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass Mitarbeiter ihre Arbeit sicher und ohne vermeidbare Gesundheitsrisiken ausüben können. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen, passende Maßnahmen festzulegen, deren Wirkung zu prüfen und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.
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