Skonto – Preisnachlass bei gesonderten Zahlungsbedingungen
Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen handelt es sich beim Skonto um den Preis, der für die Kreditnutzung oder Vorfinanzierung anfällt. Sie wird dem Abnehmer bei der Warenlieferung eingeräumt. Da es in der Regel sogar noch eine Prämie für das Kreditrisiko gibt, erhält der Käufer einen Zahlungsanreiz.
Die Basis und der Skontosatz
Als Bemessungsgrundlage für ein Skonto dient der Brutto- oder Netto-Umsatz, jeweils mit oder ohne Umsatzsteuer . Allerdings überwiegt die Brutto-Skontierung. Als Basis dient beispielsweise im Handwerk der Materialkostenanteil. Nicht skontiert werden dürfen Lohnarbeiten oder Wartungsrechnungen. Über die Basis lässt sich frei verhandeln. Der Skontosatz beträgt dabei zwischen zwei und drei Prozent. Ob es sich bei dem Satz um einen konstanten oder zeitlich gestaffelten Skontosatz handelt, ist ebenfalls beliebig festlegbar. Bei einer kürzeren Skontofrist fällt der Skontosatz bei einer Staffelung allerdings höher aus.
Bezahlung und Verzugszinserlass
Nur wenn man die Forderung innerhalb der gesetzten Frist bezahlt, kommt man in den Genuss des Preisnachlasses. Läuft die Frist ab, ist der volle Rechnungsbetrag fällig. Häufig lohnt es sich, einen Kredit aufzunehmen, um die Vorzüge des Skontos auszunutzen. Das Skonto ist wie ein Verzugszinserlass. Eine Sonderform des Skontos ist das Warenskonto, bei dem der Nachlass nicht in Form von Geld (zur Geld Definition), sondern in Form von Waren gewährt wird.
Zahlungsbedingungen
Die Zahlungsbedingungen sind auf der Rechnung angegeben. Dabei stehen Angaben wie die folgenden:
“zahlbar innerhalb von sechs Tagen abzüglich drei Prozent Skonto, innerhalb von 30 Tagen netto“
Das bedeutet, dass dem Zahlungspflichtigen drei Prozent des Rechnungsbetrags erlassen werden, wenn er seine Rechnung innerhalb von sechs Tagen begleicht. Die zweite Angabe teilt dem Käufer mit, wie viel Zeit er maximal zum Bezahlen hat. In diesem Beispiel hätte er nach Ablauf der Frist von 30 Tagen eine Mahngebühr oder Verzugszinsen zu zahlen.
Die Skontokalkulation
Das Skonto gehört der Einstandspreiskalkulation an. Dabei entspricht der Preis vor Skontoabzug dem Zielverkaufspreis. Der Preis nach dem Abzug des Skonto ist der Barverkaufspreis.
Barverkaufspreis=Zielverkaufspreis x (1-Skontosatz)
Zielverkaufspreis=Barverkaufspreis / (1-Skontosatz)
Beispiel für eine Skontoberechnung:
Nehmen wir an, einem Unternehmen bekommt von seinem Steuerberater eine Rechnung über 100 Euro zzgl. 19 Euro Umsatzsteuer. Der Bruttorechnungsbetrag liegt entsprechend bei 119 Euro. Begleicht das Unternehmen seine Verbindlichkeiten innerhalb von 14 Tagen, kann es 2% des Brutto-Rechnungsbetrages abziehen.
119 x 0,02 = 2,38 Euro
Es ist hierbei wichtig, dass man den Nettobetrag von den Steuern trennt. Durch den Abzug reduziert sich der Nettobetrag um 2 auf 98 Euro. Die Umsatzsteuer sinkt um 0,38 auf 18,62 Euro. Das Unternehmen müsste also 98 Euro für den Steuerberater unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbuchen.
Unterschied zwischen Kundenskonto und Lieferantenskonto
Man unterscheidet zwei verschiedene Arten von Skonti, das Kundenskonto und das Lieferantenskonto. Bei Ersterem gewährt das Unternehmen dem Kunden einen Nachlass auf den Kaufpreis. Dabei wirkt das Skonto als Erlösschmälerung auf den Umsatzerlös. Rechtliche Grundlage ist § 277 Abs. 1 HGB
Die zweite Art des Skonto ist das Lieferantenskonto. Dabei gewährt ein Lieferant einem Unternehmen einen Nachlass. In diesem Zusammenhang sagt man auch, ‚das Unternehmen zieht Skonto‘. Das Skonto wirkt hierbei als Anschaffungspreisminderung auf die Anschaffungskosten. Rechtliche Grundlage ist § 255 Abs. 1 HGB.
Christian Weis
BusinessWer in Bau, Planung oder Handwerk arbeitet, kennt das Bild: Zollstock, Lasermessgerät und eine handschriftliche Skizze gelten seit Jahrzehnten als Standardwerkzeuge bei der Bestandserfassung. Doch gerade bei komplexen Räumen, verwinkelten Gebäuden oder großen Außenanlagen stößt das klassische Aufmaß immer häufiger an Grenzen. Maße fehlen, Nachmessungen werden nötig, und Unsicherheiten tauchen oft erst auf, wenn die Planung schon fortgeschritten oder die Ausführung angelaufen ist. Immer mehr Betriebe setzen deshalb auf 3D-Scanner, um Bestandsdaten vollständig und digital zu erfassen und genau auf diesen Wandel hat sich Scanflow Solutions spezialisiert. Warum klassisches Aufmaß an seine Grenzen stößt Das manuelle Aufmaß ist in der Theorie einfach: Vor Ort messen, Werte notieren, im Büro übertragen. In der Praxis zeigen sich jedoch wiederkehrende Schwachstellen. Bei unregelmäßigen Grundrissen, schrägen Wänden oder technisch dicht belegten Räumen lassen sich relevante Maße leicht übersehen. Fehlt später ein Wert für die Planung, bedeutet das häufig einen zweiten Vor-Ort-Termin mit entsprechendem Zeit- und Kostenaufwand.
Guide'sIn Büros, Praxen, Verkaufsflächen und Eingangsbereichen prägt die Raumgestaltung maßgeblich, wie ein Standort genutzt wird und wie er auf Kunden, Patienten und Mitarbeitende wirkt. Glas kann dabei eine besondere Rolle spielen: Es trennt Bereiche, ohne Räume optisch zu verkleinern, lässt Tageslicht tief ins Gebäude und wirkt wertig, ohne aufdringlich zu sein. Die kurze Antwort auf die Frage, worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten, lautet deshalb: Funktion schlägt Optik. Eine Glaslösung erfüllt ihre Aufgabe im Alltag nur dann zuverlässig, wenn Konstruktion, Ausführung und Einbausituation zur konkreten Nutzung passen und wenn Maße, Anschlüsse und Sicherheitsanforderungen früh mit einem Fachbetrieb geklärt werden. Dieser Beitrag ordnet die wesentlichen Überlegungen ein, bevor Unternehmen ein Glasbauteil neu planen, modernisieren oder reparieren lassen. Warum Glas im Gewerberaum mehr als Gestaltung ist Glas wird in gewerblichen Räumen häufig zuerst als gestalterisches Element wahrgenommen. Tatsächlich ist der Werkstoff vor allem eine funktionale Entscheidung. Eine Glastrennwand grenzt Arbeitsbereiche ab, ohne die Sichtachsen im Raum zu unterbrechen. Große Fensterflächen und verglaste Eingangsbereiche bringen Tageslicht in Zonen, die sonst künstlich beleuchtet werden müssten. Mattierte oder strukturierte Ausführungen schaffen Sichtschutz, wo Vertraulichkeit nötig ist, etwa in Besprechungs- oder Behandlungszimmern. Je nach Aufbau kann eine Verglasung auch die Geräuschübertragung dämpfen oder kaum, wenn die Konstruktion nicht dafür ausgelegt ist. Zudem lassen sich Glasflächen in der Regel unkompliziert reinigen, was in Praxen und stark frequentierten Empfangsbereichen ein praktischer Vorteil ist.
RatgeberWer eine Wohnung, ein Haus oder Geschäftsräume renovieren lässt, denkt meist zuerst an das sichtbare Ergebnis: glatte Wände, neue Oberflächen, eine durchdachte Raumaufteilung. Ob ein Vorhaben tatsächlich gelingt, entscheidet sich jedoch lange vor dem letzten Anstrich. Die Abstimmung der beteiligten Gewerke, ein nachvollziehbarer Ablauf und feste Ansprechpartner bestimmen maßgeblich, ob ein Projekt für Eigentümer planbar bleibt insbesondere dann, wenn Innenausbau, Trockenbau und Verputzarbeiten zusammenkommen. Dieses Porträt zeigt, wie ein regionaler Handwerksbetrieb diesen gebündelten Ansatz umsetzt, und benennt die Punkte, die Auftraggeber vor dem Projektstart klären sollten. Renovieren als Organisationsaufgabe Eine Renovierung ist selten eine einzelne Maßnahme. Wer etwa die Aufteilung einer Altbauwohnung verändern möchte, benötigt zunächst neue Wände im Trockenbau, anschließend Putz und Oberflächen, häufig ergänzt um weitere Arbeiten im Innenausbau. Jedes Gewerk baut auf dem vorherigen auf und jede Unklarheit an einer Schnittstelle wirkt sich auf das Gesamtergebnis aus.
