Wirtschaft·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
13. September 2023

Digitalisierung auch für Kleinunternehmen unverzichtbar

Mehr Zeit für Kernaufgaben dank Digitalisierung

Trotz vierzig Jahren mit Bildschirmarbeitsplätzen verlangen beispielsweise Deutsche Gerichte immer noch das Telefax (mit darauf folgender Postsendung) für die Unterlagenübermittlung. Klagen per E-Mail kommen so gut wie nicht vor, da hier eine rechtliche Verbindlichkeit nur mittels „qualifizierter elektronischer Signatur“ akzeptiert wird. Aber auch im ganz normalen Büro ist die papierene Ablage immer noch höchst beliebt. Das führt schon mal zu Kuriositäten wie einer doppelten Ablage: Alle Dokumente werden liebevoll gescannt und digital abgelegt, während die Originale nicht etwa geschreddert werden, sondern in Papierordner wandern. Verschlankt hat sich hier gar nichts. Auch digitalen Mechanismen wird immer noch nicht einhundertprozentig vertraut. So etwa stellt man beim Social Media Management, ohne das kaum noch ein Unternehmen auskommt die Firmennews gern noch händisch ein, anstatt dies den zahlreich vorhandenen digitalen Möglichkeiten zu überlassen. Denn genau darum geht es bei der Digitalisierung: Dass sie dem Menschen Zeit spart für seine eigentlichen Aufgaben, die ihm keine KI abnehmen kann. Etwa der Entwicklung von Unternehmensvisionen und -strategien.

Die Dank Digitalisierung eingesparte Zeit hat einen weiteren großen Vorteil: Unternehmer werden befähigt, schneller auf Veränderungen zu reagieren, wenn sie digitale Instrumente an der Hand haben. Egal, ob es um ein neues Buchhaltungsprogramm geht, einen Ressourcenengpass oder eine Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg – die Vernetzung durch professionelles Digitalisierungsmanagement erlaubt reibungsarme Übergänge. Hier hinken vor allem kleine Unternehmen noch nach. Um beim Beispiel Social Media zu bleiben: Natürlich scheint es erstmal machbar, eine Neuigkeit per Woche nach Feierabend händisch in die entsprechenden Kanäle einzupflegen – ganz im Gegensatz zu digital gut aufgestellten Konzernen, die gefühlt stündlich etwas posten. Irgendwann aber wird auch der Kleinunternehmer das Gefühl haben, dass ihm die ansteigenden Aufgaben in einer immer komplexer werdenden Welt zunehmend über den Kopf wachsen. Je mehr er sich im Social Media Management verzettelt, je mehr er sich in die Online-Werbung hineinarbeitet, umso weniger Zeit bleibt ihm für sein eigentliches Geschäft.

Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil an sich

Nun ist es aber heutzutage auch keine Option, auf all die Möglichkeiten, die das Internet so einfach gemacht hat, zu verzichten. Dies gelingt vielleicht einem hochspezialisierten Goldschmied, dessen Auftragsbücher für zwei Jahre im Voraus gefüllt sind und ähnlichen Experten ihres Bereichs. Alle anderen sehen sich zunehmenden, auch internationalem, Konkurrenzdruck ausgesetzt. Wer hier im Netz nicht gefunden wird, existiert schlicht nicht – Stichwort: Reichweite. Kümmert man sich hingegen nur noch um sein Online-Marketing, leiden Kernprodukte bzw. Dienstleistungen.

Da kann es eine gute Idee sein, den Prozess der Digitalisierung des eigenen Unternehmens Profis zu überlassen. Nicht nur wegen der Zeit, die dadurch freigesetzt wird und in die eigentlichen Kernaufgaben gesteckt werden kann – Digitalisierung, haben Wissenschaftler erforscht, ist ein Wettbewerbsvorteil an sich. Neben den offenkundigen Vorteilen wie Schnelligkeit und Flexibilität spart sie nämlich auch Ressourcen und damit Kosten. Nicht zuletzt hat sie sich als Kundenbindungstool bewährt, erwartet die heutige Kundschaft doch digitale Services – beispielsweise Status-Updates zur Bestellung oder professionelle Angebote/Rechnungen per E-Mail – von den Unternehmen, wie sie es von großen Online-Kaufhäusern gewohnt ist.

Teilen:
Weitere Artikel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
Handel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

5 Min. LesezeitLesen
Trennwände im Büro – ein „Muss“ für Unternehmen?
Business
Trennwände im Büro – ein „Muss“ für Unternehmen?

Die Gestaltung moderner Arbeitsplätze hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Offene Bürokonzepte, flexible Arbeitsplätze und hybride Arbeitsmodelle prägen den Alltag vieler Unternehmen. Gleichzeitig wächst der Bedarf nach Struktur, Privatsphäre und funktionalen Lösungen, die den unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. In diesem Spannungsfeld bieten Trennwände im Büro die Möglichkeit, Räume flexibel zu gestalten, ohne auf die Vorteile offener Arbeitsumgebungen verzichten zu müssen. Ob als Sichtschutz, zur Schalldämmung oder zur klaren Strukturierung von Arbeitsbereichen – Trennwände erfüllen mehrere Funktionen gleichzeitig. Dabei stellt sich die Frage, ob sie inzwischen zur Standardausstattung moderner Büros gehören oder eher als ergänzendes Element zu betrachten sind. Die folgenden Abschnitte gehen dieser Überlegung noch ein wenig genauer auf den Grund. Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten im Überblick

6 Min. LesezeitLesen
Unfallrisiken im Betrieb – so schützen Unternehmen ihre Mitarbeiter
Arbeitsleben
Unfallrisiken im Betrieb – so schützen Unternehmen ihre Mitarbeiter

Arbeitssicherheit ist ein Erfolgsfaktor. Sie schützt die Gesundheit der Mitarbeiter, stabilisiert Abläufe und senkt Ausfallzeiten sowie Kosten. Wer Unfallrisiken im Betrieb früh erkennt und systematisch bewertet, verbessert den Schutz im Arbeitsalltag. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und wirtschaftlich sinnvoll. Gerade bei hoher Belastung, knapper Personaldecke und wachsendem Dokumentationsaufwand wird ein gut organisierter Mitarbeiterschutz für viele Unternehmen immer wichtiger. Arbeitsschutz entscheidet über Stabilität im Betrieb Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass Mitarbeiter ihre Arbeit sicher und ohne vermeidbare Gesundheitsrisiken ausüben können. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen, passende Maßnahmen festzulegen, deren Wirkung zu prüfen und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.

8 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite