Energieverbrauch & erneuerbare Energien: Zahlen und Entwicklungen

Energieverbrauch hat zwei Seiten
Der gewerbliche Energieverbrauch wird von der Öffentlichkeit meist kritisch beäugt. Der Grund: Damit wird auch der Verbrauch von Ressourcen und der Ausstoß von Emissionen in Verbund gebracht. Allerdings besteht eine äußerst komplexe Abhängigkeit der Wirtschaftssektoren von den Energieversorgern, was in der öffentlichen Wahrnehmung häufig unter den Tisch fällt. Zunächst ist eine leistungsfähige und zuverlässige Versorgung mit Strom mittlerweile eine Grundvoraussetzung für jede Firma, um überhaupt existieren zu können.
Es gibt einige Branchen, in denen besonders viel Energie verbraucht wird. Anhand einer Kurzstudie zu ökonomischen Trends aus dem Jahr 2018 des IHK-Bezirks Aachen, Köln und Mittlerer Niederrhein lassen sich konkrete Zahlen nennen:
- Die energieintensivsten Branchen Baustoffe, Chemie, Papier, Stahl sowie Glas, Nicht-Edelmetalle, Nahrungs- und Futtermittel erzielen jährlich einen durchschnittlichen Umsatz von 32 Milliarden Euro.
- Der Anteil dieser energieintensiven Industrien an der Wertschöpfung beträgt 7,1 Milliarden Euro.
- In diesen Branchen sind mehr als 90.000 Menschen beschäftigt – dies macht einen Anteil von 5,4 % aller Beschäftigten in den drei IHK-Bezirken aus.
- Der Stromverbrauch liegt jährlich etwa bei 15.000 GWh. Heruntergebrochen auf einen Beschäftigten sind das 82,9 MWh, was in etwa das Zweieinhalbfache dessen ist, was ein Beschäftigter mit 36,3 MWh durchschnittlich in Deutschland jährlich verbraucht.
Diese Betriebe müssen sich darauf verlassen können, ihre Energie zuverlässig zu bekommen, um konkurrenzfähig zu arbeiten und damit Arbeitsplätze zu erhalten. Dennoch macht es insbesondere für diese Unternehmen Sinn, Maßnahmen zur Minderung des Energieverbrauchs zu setzen, da sich diese oft schnell bezahlt machen. Außerdem sollte der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch stetig erhöht werden.
Multiplikator-Effekt bei energieintensiven Firmen
Die Verflechtung von Fertigung, Absatz- und Lieferketten ist sehr eng und praktisch unauflösbar. Deshalb reichen die ökonomischen Folgen des Energieverbrauchs der im Zentrum stehenden energieintensiven Firmen bis weit hinein in die Regionen des gesamten Bundesgebiets und damit auch zu kleinen Firmen. Experten sprechen dabei vom Multiplikator-Effekt. Beispielhaft bezogen auf die IHK-Region Köln, Aachen und Mittlerer Niederrhein lässt sich der Multiplikator-Effekt konkret beziffern. Dieser liegt bei 2,7 und das bedeutet, dass aus 1 Euro in energieintensiven Betrieben entlang der Wertschöpfungskette ein Wert von 2,70 Euro wird. Der Zuwachs beträgt real somit 1,70 Euro. Bundesweit betrachtet liegt die durchschnittliche Wertschöpfung sogar bei 3,5. Damit wird ein Euro ausgehend von initialen Aktivitäten in energieintensiven Firmen im Laufe der Wertschöpfungskette auf das Dreieinhalbfache gesteigert.
Beispiel Elektromobilität: Neue Produzenten entlang der Wertschöpfungskette
Mit der Elektromobilität soll ein nachhaltiges und klimaschonendes Verkehrssystem auf Basis erneuerbarer Energien Realität werden. Elektrofahrzeuge sind bereits auf dem Vormarsch. Oft kommen dann mehrere Bordcomputer zum Einsatz, zahlreiche Sensoren, viel Software und künstliche Intelligenz. All das muss miteinander kommunizieren und harmonieren, damit das Elektrofahrzeug zuverlässig und sicher ist.
Speziell die Motoren solcher Fahrzeuge werden durch eine leistungsstarke Traktionsbatterie angetrieben. Auch die Bordcomputer und die KI-Programme benötigen Strom aus Batterien. Allerdings werden die Abnehmer der Energie mit niedriger Spannung betrieben, die je nach Gerät etwa bei 12, 18 oder 24 Volt liegt. DC/DC-Wandler sind der Schlüssel, damit dennoch alles reibungslos funktioniert. Diese kleinen Bauteile müssen so robust und leistungsfähig sein wie die Rechnertechnik, für die sie eingesetzt werden. Genau deswegen wird auf diesem Feld stets weitergeforscht und Neues kreiert.
AC/DC-Netzteile, DC/DC-Wandler und Schaltregler werden aber nicht nur bei den Fahrzeugen selbst eingesetzt, sondern auch bei den Ladestationen. Die Wallboxen befinden sich oftmals in Umgebungen mit Überspannungskategorie 3, in denen massive Einbrüche oder Spannungsspitzen möglich sind. Die Netzteile müssen diesen standhalten.
Massiver Umbau der deutschen Wirtschaft bietet neue Chancen
Die Energiewende beeinflusst nicht nur den Bereich des Stroms. Auch die Themen Wärme und Mobilität spielen eine große Rolle. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem massiven Umbruch und die Auswirkungen sind schwer absehbar. Die Automobilbranche etwa lässt erkennen, welche Veränderungen sich dadurch ergeben und inwiefern sich die Wertschöpfungsketten verändern. Beispielsweise wird der Elektromotor für den Tesla nicht in Deutschland hergestellt. War früher das Chassis ein zentrales Thema für deutsche Automobilhersteller, hat sich der Fokus auf die Motorisierung verschoben. Unternehmen müssen sich neu ausrichten und neue Wege gehen. Das bedeutet auch, neue Motoren zu entwickeln und bislang wenig erprobte Technologien zu forcieren.
Firmen entlang der Lieferkette dürfen diesen globalen Umbau nicht negieren, sondern müssen ihn aktiv mitgestalten, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. Wie am Beispiel des wachsenden Einsatzbereichs von DC/DC-Wandlern beschrieben, müssen Firmen sich den Herausforderungen stellen und innovativ handeln. Die Abhängigkeit der Betriebe entlang der Wertschöpfungskette ist keine abstrakte Größe, sondern greifbare Realität.
- Titelbild: Bild von A. Krebs auf Pixabay
ExpertentalkWohnanlagen und Gewerbeobjekte sind anspruchsvolle Immobilien: Treppenhäuser sollen sauber bleiben, Grünflächen gepflegt aussehen und technische Anlagen zuverlässig laufen. Für Hausverwaltungen und Eigentümer heißt das im Alltag oft, mehrere Dienstleister gleichzeitig zu koordinieren. Wie sich diese Aufgaben sinnvoll bündeln lassen und worauf es bei der Auswahl eines Dienstleisters ankommt, erklärt Nenad Tomic, Inhaber von N.D Service aus Neufahrn bei Freising, im Gespräch. Seine Kernthese: Wer Reinigung, Grünpflege und die Betreuung der Haustechnik aus einer Hand vergibt, reduziert den Abstimmungsaufwand und weiß im Zweifel immer, wer für das Gesamtbild der Immobilie verantwortlich ist. Im Gespräch mit Nenad Tomic von N.D Service N.D Service ist ein Hausmeister- und Reinigungsdienstleister mit Sitz in der Thomastraße 19 in Neufahrn bei Freising, unweit der Kreisstadt Freising und des Flughafens München. Das Unternehmen betreut nach eigenen Angaben Wohnanlagen und gewerbliche Objekte in der Region und bündelt dabei Leistungen, die sonst häufig auf mehrere Firmen verteilt sind: von der Gebäudereinigung über die Treppenhaus- und Fensterreinigung bis hin zur Pflege von Grün- und Außenanlagen und der Betreuung haustechnischer Anlagen. Immobilieneigentümer und Hausverwaltungen, die einen Hausmeisterservice in Freising und Umgebung suchen, finden in dem Betrieb einen Ansprechpartner für die laufende Pflege ihrer Objekte. Im Interview beschreibt Inhaber Nenad Tomic, wie die einzelnen Leistungsbausteine zusammenhängen und was Auftraggeber bei der Vergabe beachten sollten.
ExpertentalkWer heute über eine neue Heizung nachdenkt, kommt an der Wärmepumpe kaum vorbei. Steigende Energiekosten, staatliche Förderprogramme und der Wunsch nach klimafreundlichem Wohnen machen die Technik für Eigentümer von Bestandsgebäuden und Neubauten gleichermaßen interessant. Doch wie läuft der Umstieg von der alten Öl- oder Gasheizung in der Praxis tatsächlich ab und worauf sollten Hausbesitzer achten? Die kurze Antwort: in klar geordneten Schritten von der Gebäudeanalyse über Planung und Förderantrag bis zur Montage, die erfahrungsgemäß nur wenige Tage dauert. Antworten aus dem Handwerksalltag liefert Okan Bal, Inhaber eines Heizungs- und Sanitärbetriebs in Bad Salzuflen, der seit über 15 Jahren Wärmepumpen plant und installiert und bei der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld eingetragen ist. Im Gespräch erklärt er, wie eine Modernisierung Schritt für Schritt gelingt, welche Förderung möglich ist und warum Sanitär und Heizung oft zusammengehören. Wer steht hinter Bal Heizung & Sanitär? business-on.de: Herr Bal, stellen Sie sich und Ihren Betrieb kurz vor. Wer steht hinter Bal Heizung & Sanitär, und welche Leistungen bieten Sie an?
ArbeitslebenDas Malerhandwerk hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. War früher vor allem der klassische Anstrich gefragt, reicht das Spektrum heute von der energetischen Fassadensanierung über die Restaurierung historischer Gebäude bis hin zur Werbetechnik. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Eigentümer erwarten langlebige Ergebnisse und öffentliche Auftraggeber strukturierte Abläufe; bei vielen Sanierungen spielen zudem energetische Fragen eine zentrale Rolle. Parallel dazu sucht die Branche händeringend qualifizierte Fachkräfte. Wie sich diese doppelte Herausforderung meistern lässt, zeigt ein Beispiel aus Sachsen: Die SPEKTRUM Malerwerkstätten GmbH, ein Malerbetrieb aus Chemnitz mit Niederlassung in Dresden, verbindet ein breites Leistungsangebot mit konsequenter Nachwuchsarbeit und steht damit beispielhaft für ein Handwerk im Wandel. Ein Malerbetrieb mit breitem Leistungsspektrum Der Betrieb ist für Kunden in Dresden und Umgebung tätig und beschäftigt nach Unternehmensangaben rund 60 qualifizierte Mitarbeitende. Betreut werden Privatkunden ebenso wie Unternehmen und öffentliche Auftraggeber. Sechs Leistungsfelder bilden das Angebot: Maler- und Tapezierarbeiten, Fassadenarbeiten, Bodenbeläge, Fallschutzbeschichtungen, Objektrestaurierung und Werbebeschriftung. Damit deckt das Unternehmen ein Spektrum ab, das deutlich über das Angebot eines klassischen Malerbetriebs hinausgeht. Wer für ein Bauvorhaben einen Maler mit Erfahrung in Dresden sucht, findet hier einen Ansprechpartner für all diese Gewerke von der einzelnen Renovierung bis zur umfassenden Sanierung.
