fbpx
Connect with us

Hi, what are you looking for?

Recht & Steuern

Umsatzsteuervoranmeldung: Mehr Zeit durch eine Dauerfristverlängerung

Eine Umsatzsteuervoranmeldung muss gründlich vorbereitet werden und kann je nach Größe des Unternehmens viel wertvolle Zeit in Anspruch nehmen – dennoch muss sie jeder Unternehmer einmal im Monat fristgerecht erledigen. Werden die Formulare zu spät an das Finanzamt übermittelt, drohen hohe Säumniszuschläge. Wer mit seiner Umsatzsteuervoranmeldung regelmäßig zu spät dran ist, kann sich mit einer Dauerfristverlängerung mehr Zeit verschaffen.

Eine Umsatzsteuervoranmeldung muss gründlich vorbereitet werden und kann je nach Größe des Unternehmens viel wertvolle Zeit in Anspruch nehmen - dennoch muss sie jeder Unternehmer einmal im Monat fristgerecht erledigen. Werden die Formulare zu spät an das Finanzamt übermittelt, drohen hohe Säumniszuschläge. Wer mit seiner Umsatzsteuervoranmeldung regelmäßig zu spät dran ist, kann sich mit einer Dauerfristverlängerung mehr Zeit verschaffen.

Bildrechte: Flickr icon_uhr_hires Hans Dorsch CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Eine verspätete Umsatzsteuervoranmeldung kann teuer werden

Vielen Unternehmern bereitet der bloße Gedanke an die Umsatzsteuervoranmeldung (UST-VA) Unbehagen. Je nach Umsatzsteuerlast des Vorjahres muss diese per Gesetz allerdings monatlich oder quartalsweise erfolgen – Kleinunternehmer und bestimmte Berufsgruppen wie Versicherungsmakler, Ärzte oder Physiotherapeuten sind von der Regelung ausgenommen. Bei der Umsatzsteuervoranmeldung gibt es einiges zu beachten, insbesondere die Fristen gilt es einzuhalten: Die Umsatzsteuervoranmeldung hat immer bis zum 10. des Folgemonats zu erfolgen. Verpasst man die Frist, kann das Finanzamt einen Aufschlag von bis zu 10 Prozent der Umsatzsteuerlast einfordern. Bei einer Umsatzsteuerlast von beispielsweise 8.000 Euro würde die Strafe somit rund 800 Euro betragen – und das für lediglich eine nicht eingehaltene Frist.

Dauerfristverlängerung – welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Unternehmer können sich jedoch mehr Zeit verschaffen – nämlich einen ganzen Monat zusätzlich -, indem sie einen Antrag auf Dauerfristverlängerung beim Finanzamt stellen. Wird dieser genehmigt, darf beispielsweise die Voranmeldung für den Monat September statt bis zum 10. Oktober auch bis zum 10. November erfolgen. Damit die Dauerfristverlängerung genehmigt wird, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Der Antrag sollte nach § 48 Umsatzsteuerdurchführungsverordnung (UStDV) per Elster Online – das offizielle Internetportal der Finanzverwaltung – erfolgen. Eine nicht elektronische Übertragung des Antrags wird nur in Ausnahmefällen genehmigt. Der Antrag muss nicht zwingend am Anfang des Jahres für das ganze Jahr erfolgen, sondern kann jederzeit zum Stichtag der Voranmeldung gestellt werden. Wird die Dauerfristverlängerung beispielsweise zum 10. September beantragt, gilt sie erstmals für die Umsatzsteuervoranmeldung für August.

Alle Unternehmen, die ihre Voranmeldung vierteljährlich abwickeln, müssen die Dauerfristverlängerung bis zum 10. Januar beantragen, wenn sie noch für das letzte Quartal gelten soll.

Die Dauerfristverlängerung gilt dann als genehmigt, wenn vom Finanzamt keine Antwort kommt – eine Antwort erhält man nur, wenn der Antrag auf Dauerfristverlängerung abgelehnt wird. Die Dauerfristverlängerung gilt so lange, bis das Finanzamt sie widerruft oder der Unternehmer sie zurücknimmt.

Wer seine Umsatzsteuervoranmeldung monatlich abgibt, muss eine Sondervorauszahlung – die ein Elftel der Umsatzsteuerzahllast des Vorjahres beträgt – an das Finanzamt leisten. Neugründer, die ihr Unternehmen im Vorjahr gegründet und noch kein volles Jahr Umsatzsteuer abgeführt haben, müssen die Summe der gezahlten Steuer auf das Jahr hochrechnen und ein Elftel davon als Sondervorauszahlung leisten. Ein Beispiel:

Frau Dauer hat im August 2017 ihr Unternehmen gegründet und möchte 2018 eine Dauerfristverlängerung beantragen. Von August bis Dezember 2017 hat sie 3.000 Euro Umsatzsteuer vorausgezahlt, woraus sich eine Sonderzahlung von 655 Euro ergibt. Und so hat Frau Dauer die Sondervorauszahlung berechnet:

  • 3.000 Euro / 5 Monate = 600 Euro
  • 600 Euro x 12 Monate = 7.200 Euro
  • 7.200 Euro / 11 (ein Elftel) = 655 Euro

Bei der Sondervorauszahlung handelt es sich aber nicht etwa um eine Gebühr, sondern eher um eine Art Kaution, die auf die Umsatzsteuer der letzten Umsatzsteuervoranmeldung des Jahres angerechnet wird. Der Betrag geht also nicht verloren. Beachten sollten Unternehmer allerdings, dass die Sondervorauszahlung jährlich neu bis zum 10. Februar zu berechnen, anzumelden und zu entrichten ist.

 

Kontakt zu business-on.de

Wir berichten tagesaktuell über News, die die Wirtschaft bewegen und verändern – sprechen Sie uns gerne an wenn Sie Ihr Unternehmen auf business-on.de präsentieren möchten.

Über business-on.de

✉️ Redaktion:
[email protected]

✉️ Werbung:
[email protected]

Personal

Ein positives Arbeitsklima ist entscheidend für die Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeitenden. Unternehmen, die aktiv daran arbeiten, das Arbeitsumfeld zu verbessern, profitieren von motivierten...

Aktuell

In unserem heutigen Expertentalk sprechen wir mit Gerhard Meier, Geschäftsführer und Mitgründer der Pro-Aqua Deutschland GmbH & Co. KG, der  im Jahr 2000 gemeinsam...

Finanzen

Wer sich als Privatperson im Besitz von einer oder mehreren vermieteten Immobilien befindet, steht eines Tages vor der Frage, mit welcher Besteuerung bei den...

IT & Telekommunikation

Die Telefonie-Branche hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt, insbesondere im Geschäftsumfeld. Mit dem Aufstieg des Internets und der Digitalisierung hat die VoIP-Technologie...

Personal

Geschäftsessen spielen eine zentrale Rolle im Berufsalltag, sei es zur Kundenpflege oder als Teil der internen Teamkommunikation. Doch die Abgrenzung zwischen Arbeitszeit und privaten...

Finanzen

Die Eröffnung eines Geschäftskontos ist für die meisten Unternehmen, Gründer und Selbstständige unerlässlich, führt jedoch oft zu hohen Kosten und administrativen Hürden. Traditionelle Filialbanken...

Werbung

Balkonkraftwerk

Balkonkraftwerk – Alles, was Sie 2023 wissen müssen

Weitere Beiträge

Ratgeber

Ein Geschäftskonto bildet das finanzielle Rückgrat jedes Unternehmens. Es beeinflusst die Effizienz des täglichen Betriebs wesentlich und kann bei der Wahl der richtigen Konditionen...

Marketing

Der Fachkräftemangel heizt den Wettbewerb um Arbeitskräfte immer weiter an. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, um Top-Talente...

Finanzen

Unternehmer zu sein, ist ein Abenteuer voller Herausforderungen, Risiken und Chancen. Daher ist es in diesem Umfeld besonders entscheidend, dass Unternehmer sich vor unvorhergesehenen...

Lifestyle

Luxusuhren sind auf der ganzen Welt ein beliebtes Gut. Doch welche Modelle standen bei Uhrenenthusiasten im Jahr 2023 besonders hoch im Kurs? Ein Blick...

News

Anwaltskanzleien stehen vor der Herausforderung, die Diskretion und den Schutz der Vertraulichkeit von Mandantengesprächen zu gewährleisten und gleichzeitig Fälle innerhalb des Teams effektiv zu...

News

In Unternehmen geht mit der Digitalisierung vor allem einher, dass die bestehenden Geschäftsmodelle und etablierten Prozesse durch die Implementierung digitaler Technologien ergänzt beziehungsweise optimiert...

Wirtschaft

Ob wir alt werden und lange fit bleiben, hängt nach allgemeiner Auffassung neben dem eigenen Lebensstil entscheidend von den vererbten Genen ab. „Das stimmt...

News

Baukompressoren sind auch unter dem Namen “Druckluftkompressoren” bekannt und vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff. Es handelt sich dabei um ein Gerät, das...

Werbung