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8. Dezember 2020

Handel 2021: Corona-Pandemie treibt Digitalisierung weiter voran

Die im Rahmen des „Digital Commerce Research Network“ (DCRN) durchgeführte Befragung verdeutlicht, welche Auswirkungen Corona auf den deutschen Einzelhandel hat: Während mehr als die Hälfte der stationären Händler in den kommenden zwölf Monaten mit sinkenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr rechnet, planen 45 Prozent der Online-Händler sogar mit steigenden Umsätzen.

Der Einzelhandel ist vor allem durch die Schließung der Ladengeschäfte im Frühjahr dieses Jahres stark beeinträchtigt worden. In einer Umfrage unter rund 200 Händlern hat ibi research zusammen mit dem DCRN eruiert, welche Lehren Handelsunternehmen aus dieser Zeit gezogen haben und in welche Bereiche zukünftig Investitionen fließen sollen. Dabei wurde deutlich, dass vor allem bei Social-Media-Aktivitäten und digitaler Sichtbarkeit Verbesserungspotential vorhanden ist. „Nicht für jeden Händler ist Online-Vertrieb die richtige Lösung“, berichtet Nils Deichner, Handelsexperte bei ibi research und Mitautor der Studie. „Die Krise macht aber klar, dass der Handel die Digitalisierung nicht vernachlässigen darf, um auch weiterhin geschäftsfähig bleiben zu können.“

Stationärer Handel erwartet Umsatzrückgang

Über die Hälfte der stationären Einzelhändler geht davon aus, dass ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr sinken. Bei den Multikanal-Händlern lässt sich keine eindeutige Tendenz erkennen: Der Anteil der Befragten, der mit steigenden Umsätzen rechnet (30 Prozent), entspricht dem derjenigen, die mit gleichbleibendem oder sinkendem Umsatz planen. Lediglich bei den reinen Online-Händlern ist das Stimmungsbild positiv. Fast die Hälfte schätzt, dass sich ihr Umsatz in den nächsten zwölf Monaten erhöht.

Neue Vertriebskanäle erschließen

Fast ein Drittel der Befragten plant zukünftig neue Vertriebswege zu etablieren – unabhängig davon, ob bereits heute mehrere Kanäle genutzt werden. Besonders reine Online-Händler gehen in diesem Zusammenhang von einem steigenden Mitarbeiterbedarf und einer Vergrößerung des Sortiments aus.

Investitionen in die IT-Infrastruktur und -Ausstattung an erster Stelle

„Gerade im Lockdown wurden der Stellenwert der Digitalisierung und die damit verbundenen Defizite der Unternehmen besonders deutlich. Viele Händler möchten daher im kommenden Jahr in ihre IT-Infrastruktur und -Ausstattung (58 Prozent) und ins Marketing investieren“, so Deichner weiter. Dennoch ist auch zu bemerken, dass aufgrund der Ungewissheit der zukünftigen Entwicklung entweder keine Investitionen getätigt werden oder mit Kurzarbeit (22 Prozent der befragten stationären Unternehmen) und Insolvenz (16 Prozent) gerechnet wird.

Fazit: Digitalisierung für viele Händler unumgänglich

Der Einzelhandel leidet unter der Corona-Pandemie. Um den Schaden zu verringern, scheint die Digitalisierung für viele Händler unumgänglich zu sein. Doch oft stoßen die Unternehmen dabei auf Hürden wie Kosten-und Zeitaufwand oder eine fehlende Strategie. Die Corona-Pandemie hat vielen Unternehmen auch gezeigt, dass sie in Krisenzeiten auf ihre Mitarbeiter zählen können.

Die vollständige Studie „Der Handel im Jahr 2021: Lehren und Folgen aus der Corona-Pandemie für den deutschen Einzelhandel“ steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter: https://www.ibi.de/DCRN2020

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Corona als Grund: Unternehmen übernehmen weniger Azubis

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