Business·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
29. April 2024

Handwerk im Wandel – Expertentalk mit Fred Bauer, Geschäftsführer der FKB Schwimmbadtechnik

n einer digitalen Dienstleistungsgesellschaft stehen viele traditionelle Handwerksbetriebe vor der Herausforderung, ihre etablierten Geschäftsmodelle zu überdenken. Das Internet hat nicht nur die Art und Weise revolutioniert, wie wir kommunizieren und Informationen austauschen, sondern auch, wie Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten und vermarkten. Insbesondere im Bereich des Handwerks, einem Sektor, der tief in traditionellen Methoden verwurzelt ist, wirft die rasante Entwicklung der Online-Dienstleistungen Fragen bezüglich Anpassungsfähigkeit, Kundenreichweite und Wettbewerbsfähigkeit auf.

Eines der Unternehmen, das diesen Wandel erfolgreich gemeistert hat und mittlerweile einen Großteil seines Umsatzes aus Onlineanfragen generiert, ist FKB Schwimmbadtechnik. Als führender Anbieter in der Schwimmbadtechnik- und Poolbranche hat FKB gezeigt, wie wichtig es ist, innovative Technologien und das Internet zu nutzen, um sowohl die Effizienz als auch die Kundenzufriedenheit zu steigern. Durch die Kombination aus Fachwissen im Schwimmbadbau und einem umfangreichen Online-Angebot mit Rundumservice setzt das Unternehmen in seiner Branche neue Maßstäbe.

In unserem Interview mit Fred Bauer, dem Geschäftsführer von FKB Schwimmbadtechnik, werfen wir einen Blick hinter die Kulissen des dynamischen Unternehmens und lassen uns die Veränderungen und das Erfolgskonzept der letzten Jahre erklären.

Business-on.de: Herr Bauer, die FKB Schwimmbadtechnik bietet eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen von der Planung bis zur Realisierung von Schwimmbädern. Was sind die Schlüsselelemente Ihres Leistungskatalogs, und wie passen Sie Ihre Angebote an die individuellen Bedürfnisse Ihrer Kunden an?

Fred Bauer: Unsere Expertise bei FKB Schwimmbadtechnik basiert auf mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Realisierung von Poolprojekten. Unser Leistungskatalog reicht von einfachem Poolzubehör bis zu kompletten Schwimmbadsystemen, Hallenbädern und SPAs. Ein wesentlicher Aspekt unseres Angebots ist die individuelle Planung und der Bau von Schwimmbädern, die genau auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden zugeschnitten sind.

Unser Sortiment umfasst dabei PP-Pools, Edelstahl- und Massiv-Schwimmbecken sowie Poolüberdachungen und eigens in Deutschland entwickelte Filtertechnik-Pakete. Dabei bieten wir nicht nur Produkte und Dienstleistungen aus einer Hand, sondern auch hochwertiges und günstiges Zubehör. Kunden können in unserem Onlineshop beispielsweisePool-Wärmepumpen kaufen, unabhängig davon, ob sie ihren Pool auch von uns bezogen haben.

Business-on.de: Sie haben es angesprochen, der Online-Handel hat in vielen Branchen zu bedeutenden Veränderungen und teilweise auch zu schweren Krisen geführt. Wie hat sich das Online-Angebot von FKB Schwimmbadtechnik entwickelt, und welche Auswirkungen sehen Sie auf das traditionelle Handwerk im Schwimmbadbau durch die zunehmende Digitalisierung?

Fred Bauer: Die fortschreitende Digitalisierung hat unser Geschäftsfeld nachhaltig geprägt. Bereits vor der Corona-Pandemie haben wir einen klaren Trend zur verstärkten Online-Aktivität verzeichnet, welcher sich in den letzten Jahren noch intensiviert hat. Eine Vielzahl unserer Produkte wird ausschließlich online verkauft und vermarktet. Unser Showroom in Weinböhla dient dabei primär einer umfassenden Beratung, die aufgrund ihrer Komplexität nach Vereinbarung stattfindet. Dies ermöglicht es uns, speziell auf die individuellen Bedürfnisse und Fragen unserer Kunden einzugehen.

Die Digitalisierung erlaubt uns, Planung, Ausführung, Beratung und Verkauf effizient zu vernetzen. Unsere Mitarbeiter sind umfassend in der Nutzung digitaler Werkzeuge geschult, was den Informationsfluss und das Projektmanagement auf den Baustellen revolutioniert hat. Die Möglichkeit, jederzeit auf aktuelle Daten zu Baufortschritten oder Materialbeständen zugreifen zu können, verbessert die Prozesse erheblich und erlaubt eine flexible und dynamische Projektanpassung.

Business-on.de: Neben dem Trend zum Onlinehandel ist auch DIY ein beständiger Trend der letzten Jahre. Versuchen sich viele Ihrer Kunden daran, Ihre Produkte selbst zu installieren oder beziehen vielleicht sogar nur bestimmte Einzelteile von Ihnen?

Fred Bauer: Der DIY-Trend zeigt sich durchaus auch im Bereich des Schwimmbadbaus, jedoch erfordert die Komplexität der modernen Pooltechnik oft professionelle Unterstützung. Unser Unternehmen hat darauf mit einem umfassenden Angebot reagiert, das den Kunden von der ersten Planung bis zur finalen Inbetriebnahme begleitet. Die Komplexität der Technologien und die notwendigen technischen Kenntnisse für Installation und Wartung führen dazu, dass wir unseren Kunden nicht nur Produkte, sondern auch Fachwissen und Unterstützung anbieten. Dies garantiert, dass sie langfristig von ihren Schwimmbädern profitieren können, ohne sich überfordert zu fühlen.

Business-on.de: Momentan haben Sie also ein gutes Geschäftsmodell gefunden, aber wie beurteilen Sie Ihre Zukunftsaussichten? Werden Sie beispielsweise versuchen, Ihre jetzige Betriebsgröße aufrechtzuerhalten oder planen Sie einen noch größeren Teil des mitteleuropäischen Marktes zu erobern?

Fred Bauer:Die Zukunft sieht für FKB Schwimmbadtechnik vielversprechend aus. Die Nachfrage nach individuell angepassten Schwimmbädern mit besonderen Ausstattungen und ökologisch nachhaltigen Konzepten steigt stetig. In diesem Bereich möchten wir unser Angebot weiter ausbauen. Besonders die Entwicklung von wassersparenden Technologien und automatisierten Dosieranlagen zur präzisen Chemikalien-Zufuhr sind gefragt, da sie die Wassernutzung optimieren und die Umweltbelastung minimieren. Unser Ziel ist es, unsere Marktpräsenz in Mitteleuropa weiter zu stärken und als führendes Unternehmen für innovative Pooltechnik bekannt zu werden.

Business-on.de: Vielen Dank für die Einblicke in eine sich stark verändernde Branche, Fred Bauer, Geschäftsführer der FKB Schwimmbadtechnik.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Café eröffnen – was es kostet und wann es sich lohnt
Ratgeber
Café eröffnen – was es kostet und wann es sich lohnt

Wer ein Café eröffnen will, durchläuft fünf zentrale Stationen. Am Anfang stehen Konzept und Standort, dann folgen Genehmigungen, Businessplan und Finanzierung. Realistisch braucht es dafür zwischen 50.000 und 150.000 Euro Kapital, je nach Größe, Lage und Ausstattung. Beim Risiko sollte man ehrlich bleiben. Das Gastgewerbe verzeichnet seit 2025 überdurchschnittlich viele Insolvenzen, und wer zu knapp kalkuliert, verschwindet oft schon im ersten Jahr wieder vom Markt. Entscheidend ist deshalb weniger die Leidenschaft für guten Kaffee als eine belastbare Rechnung. Genau die liefert dieser Beitrag mit Kostentabelle, Kalkulation pro Tasse und Break-even-Betrachtung. Alles Wichtige im Überblick Der Kapitalbedarf für ein eigenes Café liegt realistisch zwischen 50.000 und 150.000 Euro je nach Größe und Lage.

Lesen
Worauf Patienten heute bei der Wahl ihrer Zahnarztpraxis achten, ein Interview aus Murnau
Business
Worauf Patienten heute bei der Wahl ihrer Zahnarztpraxis achten, ein Interview aus Murnau

Eine gute Zahnarztpraxis in Murnau zeichnet sich heute durch moderne Technik, transparente Beratung, kurze Wege bei Zahnersatz und persönliche Betreuung aus. Die Wahl der richtigen Praxis ist längst mehr als eine Frage der Entfernung zum Wohnort. Wie sich dieser Anspruch im Alltag umsetzen lässt, zeigt ein Blick nach Oberbayern. In der beliebten Zahnarztpraxis in Murnau sprechen wir über Trends, Patientenerwartungen und die Frage, warum ein eigenes Dentallabor heute wieder ein Standortvorteil sein kann. Interview: Vom Routinetermin zum Vertrauensverhältnis – Moderne Zahnheilkunde in Murnau Die moderne Zahnmedizin hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Hightech-Verfahren, ganzheitliche Ansätze und der Wunsch nach mehr Transparenz prägen heute den Praxisalltag. Unsere Redaktion sprach mit Dr. Kai Uwe Lau, Dr. Martina Zeyer und Dr. Gero Böthig von der Zahnarztpraxis in Murnau am Staffelsee darüber, was eine zeitgemäße Patientenbetreuung auszeichnet, wie die Praxis der Zukunft aussieht und warum ein eigenes Labor ein echter Standortvorteil ist.

5 Min. LesezeitLesen
„Metall ist ehrliches Material" – Doris Wilhelm-Höfler im Interview über Handwerk, Verantwortung und drei Generationen Familienbetrieb
Business
„Metall ist ehrliches Material" – Doris Wilhelm-Höfler im Interview über Handwerk, Verantwortung und drei Generationen Familienbetrieb

Was hält einen Familienbetrieb über mehrere Generationen zusammen? Für Doris Wilhelm-Höfler, Chefin der seit 1946 bestehenden Wilhelm Bauschlosserei in München, sind es Kontinuität, Meisterqualität, Fleiß und der Mut zur Veränderung. Im Gespräch erklärt sie, warum Metallbau heute mehr ist als Schweißen und Schrauben, wie ein Meisterbetrieb in Feldkirchen bei München gegen Preisdruck besteht und was private wie gewerbliche Auftraggeber bei der Wahl ihres Metallbaubetriebs beachten sollten. Handwerk in der dritten Generation: Zwischen bewährter Qualität und neuen Kundenerwartungen business-on.de: Frau Wilhelm-Höfler, Ihr Betrieb existiert seit 1946. Was hält ein Familienunternehmen so lange am Leben?

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite