Connect with us

Hi, what are you looking for?

Lifestyle

Konsumenten wenden sich von Fleisch ab

Der Fleischverbrauch in Nordamerika, Europa und den deutschsprachigen Ländern ist auf einem Rekordhoch. Doch veranlasst durch ein erhöhtes Gesundheits- und Umweltbewusstsein, wenden sich Konsumenten zunehmend Fleischalternativen zu. Schon 25% der Bevölkerung greifen Woche für Woche zu unterschiedlichen Fleischersatzprodukten.

Bevorzugte Fleischersatzprodukte der Konsumenten

Noch wird weltweit jährlich mit etwa 325 Millionen Tonnen so viel Fleisch konsumiert wie nie zuvor. Mit über 95 Kilogramm jährlich verbrauchen die Nordamerikaner das meiste Fleisch pro Kopf und auch der jährliche Fleischkonsum in Europa ist mit 65 Kilogramm pro Person beachtlich. Doch der Anteil der Bevölkerung, der auf eine gesunde Ernährung achtet und versucht, den Fleischkonsum einzuschränken, nimmt stetig zu.

„Die veränderte Nachfrage ermutigt Produzenten, Fleischalternativen zu entwickeln, und Einzelhändler, ihr Angebot zu erweitern“, so Carsten Gerhardt, einer der Autoren der Studie „Fleischersatzprodukte 2021“ von Kearney. „Verbraucher profitieren dadurch von einem immer vielfältigeren Angebot, was den Wandel der Konsumgewohnheiten weiter beschleunigt.“

Die aktuelle Studie von Kearney zeigt, dass gemäß der Selbstauskunft der Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz etwa die Hälfte (45 %) nur einmal oder seltener pro Woche Fleisch konsumiert, wobei sich über 15 Prozent entweder als Vegetarier (8 %), Veganer (5 %) oder Pescetarier (4 %) bezeichnen. Interessant: 60% der Befragten geben an, bereits einen Anteil der konsumierten Fleischprodukte durch vegetarische Alternativen zu ersetzen oder vollständig auf herkömmliche Produkte zu verzichten.

Kearney prognostiziert, dass in 20 Jahren nur noch 40 Prozent des weltweit konsumierten Fleischs aus konventionellen Quellen stammen wird. Während im Jahr 2040 Produkte auf Zellbasis oder Insektenbasis vorherrschen werden, werden die Konsumenten bis 2030 vor allem auf pflanzenbasierte Alternativen setzen. Neben Lifestyle-Trends und regulatorischen Anforderungen wird auch die geschmackliche Gleichwertigkeit von zellbasiertem Fleisch und konventionellen Produkten eine Rolle spielen.

Bei den Verbraucherpreisen ist nicht nur eine Angleichung von Fleisch und alternativen Produkten realistisch, zudem werden die Produktionskosten von Fleischalternativen zunehmend unter das Niveau von herkömmlichem Fleisch sinken.

Der Wandel beinhaltet großes Marktpotenzial für Fleischersatzprodukte mit einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate von 20 bis 30 Prozent (je nach Region) für die nächsten Jahre.

(ots)

Bildquellen

  • Konsumenten wenden sich von Fleisch ab: Kearney
Anzeige

News

Der Krieg in der Ukraine geht alle an. Verbraucher und Unternehmen bekommen die massiven Preissteigerungen, den Mangel an Vorprodukten und die Energieknappheit zu spüren....

News

Die Energieversorgung ist für die Menschen in Deutschland derzeit Sorge Nummer Eins. Das sagen mit 68 % mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in...

News

Die vergangenen Monate waren auch in Deutschland geprägt von hohen Temperaturen. In den letzten Jahren wurden die Sommer deutlich heißer – und auch zukünftig...

Wirtschaftslexikon

Beim Marketing-Mix handelt es sich um eine Kombination von marketingpolitischen Instrumenten, die markt- oder zeitraumbezogen eingesetzt werden können. Die so entwickelten Pläne und Strategien...

News

Markus Söder, Marina Weisband, Hans Rudolf Wöhrl, Tabea Kemme, Dietmar Bartsch und Florian Schnitzhofer sind nur einige prominente Persönlichkeiten, die im Rahmen des diesjährigen...

News

Influencer*innen spielen eine wichtige Rolle für das Einkaufsverhalten von Jugendlichen: Zwei von fünf Jungen und sogar jedes zweite Mädchen zwischen 16 und 18 Jahren...

Threema als sichere Alternative zu Whatsapp & Co.?

Threema Messenger

Viele Menschen nutzen die Kurznachrichtendienste Whatsapp oder Telegram zur Kommunikation. Allerdings gibt es inzwischen sichere und bessere Alternativen wie den Schweizer Messenger Threema auf dem Markt.

ZIM Förderung

ZIM Förderung

ZIM Förderung – Programm für mehr Innovation und Wachstum im Mittelstand

Weitere Beiträge

News

Das Bewusstsein für ethische Fragestellungen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ist in Unternehmen und Verwaltungen gestiegen. Dennoch fällt die diesjährige Erfolgsbilanz gemischt aus,...

News

IFH Köln und Capgemini analysieren Neukunden im eCommerce seit Beginn der Coronapandemie und zeigen: Bei Online-Neulingen besteht eine hohe Zufriedenheit und damit großes Potenzial...

E-Commerce

Im Kampf um Neukunden müssen Internethändler mehrere Zahlungsarten bereitstellen. Im Idealfall diejenigen, die von der Zielgruppe auch gewünscht werden. Mangelt es an Auswahl, sind...

Restaurants & Co.

Das Peter-Luger-Steakhouse in New York City ist eine Institution. Die Wurzeln des Restaurants reichen bis in das Jahr 1887 zurück. Es liegt am Broadway,...

Startups

Fleisch aus Pflanzen ist zunehmend in aller Munde. Das deutsche Food-Start-up PLANTY-OF-MEAT bringt mit dem PLANTY-OF-BURGER nun erstmals ein lokal entwickeltes Produkt auf den...

News

Die Esport-Branche verzeichnet nach wie vor rasante Umsatzzuwächse. Dies ist eines der Kernergebnisse der Studie "Digital Trend Outlook 2019: Esport", die die Wirtschaftsprüfungs- und...

Fachwissen

Die Erschließung neuer Märkte und der damit einhergehende Schritt ins fremdsprachige Ausland werden für viele kleine und mittlere Unternehmen schnell zu einer großen Herausforderung....

Fachwissen

In der schnelllebigen und anspruchsvollen Welt des E-Commerce haben Konsumenten mittlerweile unzählige Möglichkeiten beim Onlineshopping. Für Marken und Shopanbieter wird es dadurch immer schwieriger,...

Anzeige