News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
6. Juli 2020

Bridgestone kooperiert mit Microsoft bei der Entwicklung eines intelligenten Reifenüberwachungssystems für erhöhte Sicherheit

Ein wichtiger Beitrag zur Erfassung von Reifenpannen
Reifenpannen treten in vier Hauptformen auf: Druckverlust, Ermüdung, ungleichmäßige Abnutzung oder Schäden durch Bordsteine, Schlaglöcher oder Gegenstände auf der Fahrbahn. Einige dieser können jedoch bereits zuverlässig abgemildert werden.

Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) sind für alle seit 2012 neu zugelassenen Fahrzeuge Pflicht. Sie unterstützen Autofahrer dabei, Probleme aufgrund eines zu niedrigen Reifendrucks zu vermeiden. Eine regelmäßige Wartung sowie ein rechtzeitiger Reifenwechsel schützen zudem vor Verschleiß und Ermüdung. Reifenpannen stellten jedoch bisher die Ausnahme und Sicherheitslücke dar, die zu Unfällen führen und sich auch nachteilig auf andere Fahrzeugkomponenten auswirken können. Bislang konnten Reifenpannen nur durch eine manuelle Inspektion aus der Nähe erkannt werden.

Diese Lücke wird jetzt geschlossen. Das „Tyre Damage Monitoring System“ von Bridgestone liefert eine Schadenserkennung in Echtzeit. Es nutzt das Cloud-Gerüst des MCVP zusammen mit bereits erfassten Fahrzeugdaten ohne den Einsatz zusätzlicher Sensoren. Darüber hinaus verwendet es Algorithmen zur Erkennung von Ereignissen, die sich auf die Reifenoberfläche und die Karkasse auswirken. Der Fahrer wird daraufhin unmittelbar über die Defekte informiert und kann entsprechend handeln, um die Situation zu kontrollieren. Derzeit ist es das erste Überwachungssystem seiner Art, das ohne zusätzliche Hardware funktioniert.

Dynamische Weiterentwicklung

Das System zur Überwachung von Reifenpannen weist noch weitere wertvolle Anwendungen auf. Es erfasst nicht nur, wenn ein Schaden entstanden ist, sondern auch wo sich dieser befindet. Damit ermöglicht es einen tieferen Einblick in die Straßenbedingungen und Infrastruktur. Die Erkenntnis kann dazu genutzt werden, die zuständigen Behörden auf Schlaglöcher und andere Gefahren hinzuweisen. Auch autonome Fahrzeuge könnten zukünftig ihren Nutzen aus diesem System ziehen, da sie Informationen über lokale Gefahren an andere Fahrzeuge in der Umgebung sowie Cloudspeicher weitergeben könnten.

Derzeit ist das neue „Tyre Damage Monitoring System“ von Bridgestone für alle Fahrzeugflotten und Erstausrüster (OEM) verfügbar, die MCVP verwenden. Die Partnerschaft mit Microsoft ermöglicht es Bridgestone außerdem, seine Mobilitätslösungen weiterzuentwickeln, um den Anforderungen der wichtigsten Fahrzeugflotten und OEM-Partner weltweit gerecht zu werden.

Eine digitale Partnerschaft für die Mobilität der Zukunft

MCVP bietet eine beständige, mit der Cloud vernetzte, horizontale Plattform, auf der kundenorientierten Lösungen aufgesetzt werden können. Dazu gehören Infotainment im Fahrzeug, fortgeschrittene Navigation, autonomes Fahren, Telematik- und Prognosedienste sowie Over-the-Air-Updates (OTA). Die Plattform verfügt zudem über unternehmensweite globale Erreichbarkeit und eine Reichweite, die mit Microsoft Azure geliefert werden.

Die „Microsoft Connected Vehicle Platform“ wird Bridgestone eine digitale Infrastruktur bieten, welche die Bereitstellung vernetzter Mobilitätslösungen beschleunigt und Zugang zu einer Vielzahl von Microsoft Azure-Cloud-, KI- und IoT-Funktionen bietet. Im Gegenzug unterstützt Bridgestone Microsoft dabei, sein Netzwerk an Partnern zu erweitern. Dies ermöglicht MCVP-Kunden, die Lösungen dieser Partner in ihre eigenen Angebote zu integrieren.

„Digitalisierung spielt heutzutage eine enorm große Rolle bei Bridgestone. Daher ist es unerlässlich, dass wir mit branchenführenden Partnern zusammenarbeiten, die unseren Premium-Gedanken teilen“, sagt Laurent Dartoux, CEO und Präsident von Bridgestone EMIA. „Durch die Zusammenarbeit mit Microsoft haben wir die Möglichkeit, unser ‚Tyre Damage Monitoring System‘ Millionen von Fahrern zur Verfügung zu stellen, um sie so sicherer und komfortabel ans Ziel zu bringen.“

„Microsoft geht Partnerschaften mit Unternehmen ein, um deren Wandel zu innovativen Mobilitätsanbietern zu unterstützen. Mit der ‚Microsoft Connected Vehicle Platform‘ wollen wir Unternehmen dabei helfen, Mobilitätsdienstleistungen sicherer, personalisiert und vor allem schneller bereitzustellen“, sagte Tara Prakriya, General Manager, Azure Mobility und
Microsoft Connected Vehicle Platform von Microsoft. „Mit MCVP hat Bridgestone das ‚Tyre Damage Monitoring System‘ geschaffen, das einen bemerkenswerten Beitrag zur Verkehrssicherheit leistet. Damit beweist der Reifenhersteller, wie die Zusammenarbeit zwischen Branchenführern neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen kann.“

Weitere Infos unter: https://youtu.be/4E8jvLlvcDk.

Teilen:
Weitere Artikel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
Handel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

5 Min. LesezeitLesen
Sanierungsstau in der WEG: Wenn kleine Bauteile plötzlich große Kosten verursachen
Wirtschaft
Sanierungsstau in der WEG: Wenn kleine Bauteile plötzlich große Kosten verursachen

Bei Eigentumswohnungen wird beim Kauf oft zuerst auf Lage, Grundriss, Kaufpreis und monatliches Hausgeld geschaut. Das ist verständlich, reicht aber nicht aus. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft können Kosten entstehen, die nicht direkt in der eigenen Wohnung sichtbar sind. Ein undichtes Dach, alte Leitungen, eine marode Fassade oder verschlissene Fenster betreffen schnell die ganze Gemeinschaft. Wer diese Punkte zu spät erkennt, erlebt Sanierungsstau nicht als abstraktes Immobilienthema, sondern als konkrete Rechnung. Warum Sanierungsstau in WEGs oft unterschätzt wird Sanierungsstau entsteht selten über Nacht. Meist werden kleine Mängel jahrelang vertagt, weil die Rücklage knapp ist, die Eigentümer sich nicht einigen oder größere Maßnahmen unangenehm teuer wirken. Irgendwann wird aus dem kleinen Problem ein Beschluss mit fünfstelligen Kosten. Für Selbstnutzer ist das ärgerlich, für Kapitalanleger kann es die Rendite deutlich verändern.

4 Min. LesezeitLesen
Investforwomen Kritik im Faktencheck 2026: Was an den Vorwürfen dran ist
Frauen im Business
Investforwomen Kritik im Faktencheck 2026: Was an den Vorwürfen dran ist

Investforwomen Kritik sorgt für Diskussionen, weil das Angebot ungewöhnlich wirkt: kostenlose Investmentberatung nur für Frauen. Für diesen Faktencheck wurden mehrere Quellen ausgewertet, darunter Bewertungsportale, Unternehmensdaten und Medienberichte. Kostenlose Finanzberatung nur für Frauen damit sorgt Investforwomen regelmäßig für Diskussionen. Während viele Kundinnen von positiven Erfahrungen berichten, gibt es auch kritische Stimmen, die das Geschäftsmodell hinterfragen. Genau hier setzt dieser Faktencheck an: Wir haben die häufigsten Vorwürfe rund um Investforwomen Kritik recherchiert, geprüft und mit Daten, Bewertungen sowie öffentlich zugänglichen Informationen abgeglichen.

13 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite
Bridgestone kooperiert mit Microsoft bei der Entwicklung eines intelligenten Reifenüberwachungssystems für erhöhte Sicherheit | business-on.de