Mit BWL-Studium die Tür zu vielen Branchen öffnen

Diese Inhalte erwarten Studierende
Ein Studium der Betriebswirtschaftslehre vermittelt alles Basiswissen, das notwendig ist, um Prozesse in der Wirtschaft und in Unternehmen zu verstehen und zu optimieren. Durch die internationale Ausrichtung bieten viele Hochschulen ihre Veranstaltungen auf Englisch an und weitere Fremdsprachenkenntnisse sind gern gesehen.
Studierende lernen in den ersten Semestern die Grundlagen über Finanzierung, Personalwesen, Produktion, Marketing, Management, Controlling , Steuerwesen und Produktion. Statistik, Mathematik und Rechtswissenschaft ergänzen das Fundament. Anschließend kann aus verschiedenen Schwerpunkten gewählt werden, in denen die Kenntnisse vertieft werden. Hier bieten sich auch erste Möglichkeiten, sich auf einen Berufszweig zu spezialisieren. Wer seine Praxis-Projekte ergänzend dazu wählt und gestaltet, vermittelt bei der Jobsuche später einen zielstrebigen Eindruck und hat schon während des Studiums die Gelegenheit, den angestrebten Arbeitsbereich umfassend zu erkunden.
Auf www.bwl-studieren.com finden Interessierte eine Übersicht über Studiengänge in der Wirtschaft in Deutschland. Außerdem werden hier verschiedene Studienschwerpunkte genauer vorgestellt, denn ein BWL-Studium bietet eine wertvolle Basis, die sehr gut mit anderen Fächern ergänzt werden kann.
Schwerpunktsetzung durch Praktika
BWL gehört inzwischen zu den beliebtesten Studienfächern überhaupt in Deutschland. Im Wintersemester 2013/2014 entschieden sich 222.594 Menschen dazu, ein solches Studium aufzunehmen.
Wer das Fach erfolgreich studieren möchte, sollte eine Reihe von Voraussetzungen mitbringen:
- Ausdauer
- Affinität zu Zahlen
- Fleiß
- Zielstrebigkeit
- Gute Englischkenntnisse
Das Fach ist äußerst lernintensiv und insbesondere in den mathematischen Bereichen ist die Durchfallquote in den Prüfungen relativ hoch. Entsprechend müssen Studierende sich auf stetiges Wiederholen und Üben großer Stoffmengen einstellen. Hausarbeiten, Präsentationen und Workshops beanspruchen auch außerhalb der Vorlesungszeiten einen Großteil der Zeit, sodass außerdem ein gutes Selbstmanagement gefordert ist. Zwar sind durch den Bachelor und Master viele Stundenpläne inzwischen weitgehend festgelegt, doch wer sein Profil schärfen und die Berufschancen verbessern will, kommt nicht umhin, neben dem Studium Zusatzqualifikationen zu erwerben. Werkstudierende können neben dem Studium in einem Betrieb die ersten Erfahrungen sammeln und verdienen damit gleichzeitig noch etwas Geld dazu.
Beim Praktikum sollten Studierende darauf achten, dass sie währenddessen auch weitgehend in den Betrieb integriert werden und nicht nur Kaffee kochen oder Botengänge erledigen. Je mehr Praxiserfahrung während des Studiums gesammelt werden kann, desto besser. Im besten Fall wissen Studierende bereits vorab, in welchem Berufszweig sie später tätig sein möchten, etwa Marketing, Einkauf oder Personalwesen. Dann können sie gezielt Praktika auswählen, die in diese Richtung passen. Das vermittelt Zielstrebigkeit und die Betriebe wissen bei einer späteren Bewerbung, dass der Bewerber im ausgeschriebenen Bereich Erfahrung gesammelt hat, was die Einarbeitungszeit enorm beschleunigen kann.
Absolvierende der BWL arbeiten später häufig in Führungspositionen. Entsprechend legen Personaler einen hohen Wert auf Soft Skills wie Sozialkompetenz, Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit. Solche Soft Skills lassen sich ebenfalls am besten durch Praktika erwerben und nachweisen.
Besonders vorteilhaft sind Praktika im Ausland. Hier vertiefen Studierende zeitgleich noch ihre Fremdsprachenkenntnisse, die in einem internationalen Umfeld besonders wichtig sind. Zudem sind Auslandsaufenthalte bei zukünftigen Bewerbungen auf dem Lebenslauf von den meisten Personalern gern gesehen. Wer nach dem Bachelor noch einen Master machen möchte, profitiert häufig auch von einem Wechsel der Hochschule. Gerade im Master sind die Studiengänge häufig sehr spezialisiert, was Studierenden die Möglichkeit gibt, sich aus der Masse an Bewerbern abzuheben. Auch ein Masterstudium im Ausland kommt in Frage.
Ob Praktikum oder passender Nebenjob, die ersten beruflichen Erfahrungen eröffnen auch die ersten beruflichen Kontakte. Wer früh lernt, geschickt zu netzwerken, hat es bei der Jobsuche später deutlich leichter. So besteht nach einem erfolgreichen Praktikum etwa die Möglichkeit, nach dem Abschluss erneut anzuklopfen und nach einer festen Anstellung zu fragen.
Eine sehr gute Möglichkeit, Studium und praktische Erfahrung zu verbinden, ist ein duales Studium. Hierbei wechseln sich Studien- und Praxisphasen ab, ähnlich wie in einer Ausbildung. Die Studierenden sind dabei fest in den Betrieb eingebunden, durchlaufen verschiedene Stationen und übernehmen mit der Zeit mehr und mehr Verantwortung. Viele Unternehmen haben außerdem ein großes Interesse daran, den so ausgebildeten Nachwuchs selbst zu übernehmen, was die Jobsuche für Absolventen erleichtert. Zudem verdienen Studierende so schon während des Studiums festes, eigenes Gehalt und sind nicht auf andere Finanzierungsmöglichkeiten angewiesen.
Berufsaussichten
BWL-Absolventen kommen in einer großen Bandbreite an Berufen unter, entsprechend gut sind die Berufsaussichten, auch wenn laut rp-online.de aktuell Absolventen anderer Studiengänge bessere Chancen haben. Durch die große Masse an Studierenden ist die Konkurrenz (zur Definition Konkurrenz) allerdings entsprechend hoch, daher sollten Berufsanfänger ein möglichst klares Profil bieten und gute Vorstellungen von ihrem zukünftigen Arbeitsbereich haben. Besonders gut kommen Fächerkombinationen mit Informatik oder Mathematik an, denn gerade die Teilbereiche der BWL, die eng mit Zahlen verknüpft sind, erfreuen sich meist weniger großer Beliebtheit unter den Studierenden. Die Berufschancen sind in diesen Bereichen also deutlich höher.
BWL-Studierende sind sich ihres Marktwertes meist sehr bewusst und sehen dem Ende ihrer Studienzeit gelassen entgegen. Überhaupt sind Berufsanfänger in Deutschland derzeit sehr positiv gestimmt, wie eine Umfrage ergab.
Das Einstiegsgehalt von Berufsanfängern der BWL liegt bei etwa 40.000 Euro im Jahr und auch die Aufstiegschancen sind meist sehr gut, sodass Absolventen schnell Führungspositionen und entsprechend höhere Gehälter erreichen. Insbesondere Banken, Versicherungen und Unternehmen der Telekommunikation entlohnen ihre Angestellten überdurchschnittlich gut.
Auch wer sich mit einem Start-up-Unternehmen selbstständig machen möchte, ist mit einem BWL-Studium gut beraten, denn hier werden die notwendigen Kenntnisse zur Führung eines Betriebes vermittelt, was Gründern den Einstieg erleichtert und hilft, das eigene Ziel realistisch einzuschätzen, sowie Prozesse zu planen und umzusetzen.
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