Stellungnahme der Pro-Bono-Initiative „Händler helfen Händlern“ zur bundesweiten Einführung der 2G-Regel im Handel

Marcus Diekmann, Geschäftsführer Rose Bikes und Gründer von „Händler helfen Händlern“:
„Corona ist schlimm, Menschen werden krank, Menschen sterben und wir müssen das Leben schützen, dann aber konsequent. Es ist aus Sicht des Handels unerträglich, dass in Sachen Gastronomie und Handel immer Symbolpolitik betrieben wird, obwohl nachweislich Produktionsbetriebe und Großraumbüros die schlimmeren Infektionsherde sind. Bis heute müssen viele Mitarbeiter vom staatlichen und stastsnahen Einrichtungen im Büro erscheinen.
Ebenso ist die Ungleichbehandlung dramatisch und nicht verständlich – ich würde es verstehen, wenn auch Supermärkte gleichbehandelt oder wirklich nur auf Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs beschränkt würden. Aus Sicht von Händler helfen Händlern fordern wir hier endlich eine zuverlässige und gerechte Coronapolitik, dann schaffen wir das gemeinsam als Gesellschaft.“
Dr. Alexander von Preen, Vorstandsvorsitzender, Intersport Deutschland eG:
„Wie viele andere haben auch unsere Händler bei der INTERSPORT seit Beginn der Corona-Krise erhebliche Sonderopfer gebracht, nationale Impfkampagnen unterstützt und ausgereifte Hygienekonzepte etabliert. Der Handel hat damit der Politik zur Seite gestanden in den letzten Monaten, um proaktiv Maßnahmen gegen steigende Inzidenzen zu ergreifen. Da wirkt die bundesweite und flächendeckende Einführung von 2G im Handel wie ein Schlag ins Gesicht. Die gefassten Beschlüsse sind unverhältnismäßig, gehen am Ziel der Eindämmung der Pandemie vorbei und diskriminieren erneut viele fachhandelsorientierte Geschäfte. Zudem wird diskutiert die Kontrolle der 2G-Kritieren auf unsere Händler zu übertragen, die dafür wertvolles Personal abstellen müssen, das den frustrierten Kunden gegenüber die Lage erklären soll und dann an anderer Stelle für Beratung und Verkauf fehlt. Diese Kontrollen dürfen unserer Meinung nach nicht dem stationärem Einzelhandel aufgebürdet werden, sondern sind von staatlichen Organen wie Polizei und Ordnungsamt durchzuführen. Kurzum: 2G ist Feigenblatt für die inkonsequente und unkoordinierte Corona-Politik der letzten Monate, die jetzt auf dem Rücken des Handels ausgetragen wird und in der Konsequenz vielen Händlern das Weihnachtsgeschäft kostet.“
- Titelbild: Image by Gerd Altmann from Pixabay
AktuellViele Verantwortliche in mittelständischen Unternehmen stehen vor einer Entscheidung, die sich nicht aufschieben lässt: Wer führt den Betrieb weiter, wenn der Inhaber ausscheidet? Laut KfW streben Eigentümer bis Ende 2029 im Jahresdurchschnitt rund 109.000 Unternehmensnachfolgen an. Zugleich planen oder erwägen Inhaber jährlich etwa 114.000 Geschäftsaufgaben. Beides sind hochgerechnete Absichten, keine bereits vollzogenen Übergaben oder Schließungen. Dass immer mehr Unternehmer in den Ruhestand gehen, erklärt allerdings nur einen Teil des Problems. Ein Betrieb kann seit Jahrzehnten am Markt etabliert sein und dennoch schwer einen Käufer finden – etwa weil Erträge, Kaufpreisvorstellungen und Investitionsbedarf nicht zusammenpassen. Damit stellt sich auch die Frage, welche Folgen ausbleibende Übergaben für Beschäftigte, Regionen und den Wirtschaftsstandort Deutschland haben. Mehr Stilllegungspläne als Nachfolgewünsche: Wie groß ist das Problem?
RatgeberWenn ein geliebter Mensch stirbt, gerät die gewohnte Welt aus den Fugen. Für die Angehörigen steht die Zeit für einen Moment still, während Schmerz, Leere und Ratlosigkeit den Alltag überlagern. Gleichzeitig verlangt genau dieser sensible Augenblick viele sachliche Entscheidungen. Formulare müssen ausgefüllt, Fristen beachtet und erste Schritte in die Wege geleitet werden. In diesem Spannungsfeld zwischen persönlicher Trauer und praktischen Notwendigkeiten übernimmt das Bestattungswesen eine zentrale Aufgabe. Mit Ruhe, Einfühlungsvermögen und einer verlässlichen Ordnung schaffen Bestatter in den ersten Stunden den nötigen Halt. Sie nehmen den Angehörigen die Last der Organisation von den Schultern, damit Raum bleibt für das, was jetzt wirklich zählt: ein würdevolles und persönliches Abschiednehmen.
ArbeitslebenDer Tod eines nahen Menschen reißt Betroffenen den Boden unter den Füßen weg. Erleidet ein Mitarbeiter einen solchen Schicksalsschlag, bleibt diese Erschütterung nicht an der Bürotür stehen. Tiefe persönliche Trauer und die Anforderungen des Berufslebens treffen unvermittelt aufeinander. In diesem Moment geraten gewohnte Abläufe ins Wanken. Für Vorgesetzte entsteht eine Situation, auf die herkömmliche Management-Leitfäden selten vorbereiten. Es geht darum, Raum für Schmerz und Rückzug zu schaffen, während der Betrieb geordnet weiterlaufen muss. Gelebte Unternehmenskultur zeigt sich nicht in Erfolgsphasen, sondern im Umgang mit menschlichen Krisen. Echtes Verständnis, Verlässlichkeit und der Verzicht auf leere Floskeln geben Halt und beweisen, dass die Menschen hinter den Arbeitsergebnissen an erster Stelle stehen.
