Studie: Deutsche Industrie kommt organisatorisch nicht zur Ruhe

Die Integration neuer Arbeitsmodelle wie Remote Work, das Anpassen der Jobprofile für eine Industrie 4.0, Aufbrechen von Team- und Standortsilos, Veränderung der Führungskultur: Die Liste der abgeschlossenen und anstehenden Veränderungen der verarbeitenden Industrie in Deutschland ist lang. Und die Reformen betreffen nicht nur die internen Abläufe und die Zusammenarbeit. Jedes dritte Unternehmen öffnet sich beispielsweise für externe Partner und weitet das Engagement in Netzwerken und Plattformen aus. Jedes fünfte baut die Organisation in Richtung einer 24/7-Erreichbarkeit für Kunden aus.
Die verarbeitende Industrie hat organisatorisch viel vor
„Wohl nie war der Transformationsdruck im verarbeitenden Gewerbe selbst für erfolgsverwöhnte Unternehmen so groß wie heute“, sagt Kris Steinberg, Head of Strategy Consulting bei Sopra Steria Next, der Management-Consulting-Einheit von Sopra Steria. Mehr als die Hälfte der befragten Managerinnen und Manager sieht speziell im härteren Wettbewerb einen Zwang zur organisatorischen Veränderung. 60 Prozent nennen den Kostendruck als Treiber. In den Strategieabteilungen festigt sich die Einsicht: Kostenführerschaft und Innovationskraft sind bald keine Alleinstellungsmerkmale mehr für die deutschen Weltmarktführer. Die bewährten Geschäftsmodelle sind bedroht. Steigende Rohstoffpreise, die Umstellung auf eine klimaneutrale Produktion und transparente Lieferketten belasten die Bilanzen.
Eine Ruhepause für den organisatorischen Wandel ist nicht in Sicht – auch langfristig nicht. Schocks und Entwicklungen, beispielsweise die Pandemie oder politische Konflikte, bringen Lieferketten immer wieder durcheinander. „Eine stabile Organisation, die sich über Zeiträume von fünf bis zehn Jahren lediglich evolutionär verändert, ist kein realistisches Szenario mehr“, sagt Managementberater Kris Steinberg. Die Folge: Die Unternehmen wollen und müssen sich deutlich beweglicher aufstellen. Dazu gehört, dass sie diverse Organisationsmodelle in der Schublade parat haben, auf die sie schnell zurückgreifen können.
Digitaler Zwilling simuliert Organisation der Zukunft
Die Entwicklung dieser Organisationsvarianten ist mit erheblichen Investitionen verbunden und birgt das Risiko, auf das falsche Pferd zu setzen. Hier profitieren Unternehmen allerdings von der zunehmenden Digitalisierung von Prozessen. Dadurch haben sie die Möglichkeit, ihre Organisation mit Hilfe sogenannter Digital Twins zu modellieren. Ein digitaler Zwilling ermöglicht die virtuelle Simulation von Prozessen, Produkten und des Zusammenspiels von Menschen. „Das wird der neue Trend beim Organisationswandel“, sagt Kris Steinberg voraus. Anhand von Datenspuren lässt sich herausfinden, wie sich beispielsweise Verarbeitungsverfahren oder Lieferprozesse zu den geringsten Kosten gestalten lassen.
Betriebe wissen damit künftig im Voraus, ob organisatorische Veränderungen auch den gewünschten Effekt erzielen werden. „Reformen gehen erst dann live, wenn die Unternehmen wissen, dass sie funktionieren. So sparen die Firmen Kosten und schonen die Nerven ihrer Mitarbeitenden“, so Steinberg.
(ots)
BusinessNutzfahrzeuge sind für viele Unternehmen unverzichtbar. Ob im Handwerk, in der Logistik, im Baugewerbe oder im Dienstleistungssektor sie müssen täglich zuverlässig einsatzbereit sein, damit Abläufe reibungslos funktionieren. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Ungeplante Ausfälle führen nicht nur zu Reparaturkosten, sondern oft auch zu Terminverschiebungen, Produktionsunterbrechungen oder Lieferverzögerungen. Eine präventive Instandhaltung hilft dabei, Verschleiß frühzeitig zu erkennen, Wartungen planbar durchzuführen und die Einsatzbereitschaft des Fuhrparks dauerhaft zu sichern. So lassen sich Kosten reduzieren und die Lebensdauer der Fahrzeuge nachhaltig verlängern. Präventive Wartung statt teurer Reparaturen Viele Unternehmen reagieren erst dann auf Probleme, wenn ein Fahrzeug bereits ausgefallen ist. Diese reaktive Vorgehensweise verursacht häufig hohe Reparaturkosten und ungeplante Standzeiten. Eine präventive Instandhaltung verfolgt einen anderen Ansatz: Regelmäßige Inspektionen und Wartungen helfen dabei, Verschleiß frühzeitig zu erkennen und Bauteile rechtzeitig auszutauschen, bevor größere Schäden entstehen.
VerbraucherEine Fenstermodernisierung kann in Wohn- und Gewerbeobjekten spürbar zur Senkung der Heizkosten beitragen, das Raumklima verbessern und langfristig den Immobilienwert sichern vorausgesetzt, Verglasung, Rahmen und Montage passen zur tatsächlichen Nutzung. Steigende Energiepreise, neue Anforderungen an die Gebäudeeffizienz und ein angespannter Handwerkermarkt setzen Eigentümer, Bauherren und Architekten zusätzlich unter Druck. Wer ein Wohnhaus, ein Bürogebäude, ein Ladengeschäft oder eine vermietete Immobilie betreut, kommt um die Frage nach dem Zustand der Fenster kaum herum. Eine durchdachte Modernisierung ist deshalb keine reine Optikfrage, sondern eine wirtschaftliche Entscheidung und sie sollte mit einem erfahrenen Partner geplant werden, etwa mit den Experten für Fensterbau in Augsburg, die seit 1985 Privatkunden, Bauherren und Architekten in der Region betreuen. Warum Fenster eine unterschätzte Stellschraube sind In vielen Bestandsgebäuden stammen Fenster noch aus älteren Bauphasen, etwa aus den 1980er- oder 1990er-Jahren. Ihre Wärmedämmwerte liegen in der Regel über dem, was moderne Verglasungen leisten. Das kann sich in der Heiz- und Betriebskostenabrechnung niederschlagen: Wärmeverluste über veraltete Rahmen und ältere Verglasungen gehören zu den Posten, die sich durch eine Sanierung gezielt reduzieren lassen. Hinzu kommen Themen wie Schallschutz an verkehrsreichen Standorten, Einbruchsicherheit für Erdgeschossräume und sommerlicher Wärmeschutz in stark verglasten Flächen.
KarriereWer Sozialpädagoge werden will, braucht in Deutschland in der Regel ein Studium. Der klassische Weg führt heute meist über Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder einen eng verwandten Studiengang an einer Hochschule. Dazu kommen Praxisphasen, häufig ein Anerkennungsjahr oder eine staatliche Anerkennung, je nachdem, wie die Hochschule den Studiengang aufgebaut hat und in welchem Bundesland der Berufseinstieg erfolgt. Eine einheitliche, bundesweit geregelte Sozialpädagogik-Ausbildung als klassischer Ausbildungsberuf ist dagegen nicht der typische Zugang. Damit beginnt die eigentliche Entscheidung aber erst. Denn die Frage, wie man Sozialpädagoge wird, lässt sich nicht allein mit dem Wort Studium beantworten. Wichtig ist auch, in welchem Bereich später gearbeitet werden soll, etwa mit Kindern und Jugendlichen, in der Familienhilfe, an Schulen, in der Jugendhilfe, in der Beratungsarbeit oder im Feld von Menschen mit Behinderung. Wer diese Unterschiede früh versteht, trifft die bessere Studienwahl und vermeidet Umwege. Wie wird man Sozialpädagoge in Deutschland?
