Über das Gehalt spricht man … sehr wohl!
Die Deutschen reden über Kinder, Hobbys oder das Wetter – aber niemals öffentlich über ihr Gehalt. Ganz anders etwa als die US-Amerikaner, die offen mit ihren Einkünften umgehen. Das mag man noch als kulturelle Eigenheit und Zurückhaltung der Germanen abtun. Doch um den Dichter und Schriftsteller Wilhelm Busch („Max und Moritz“) an dieser Stelle zu zitieren: „Ausdauer wird früher oder später belohnt – meistens aber später.“ Neudeutsch übersetzt: Arbeitsbienen, die verschämt einen Bogen um ihr eigenes Gehalt machen, bekommen nicht wirklich das, was sie verdienen.
„Gehalt nicht länger als Tabuthema sehen“
Das will der 2021 gestartete Gehalts- und Karriereratgeber Slected.me nun ändern. Die gemeinsame Vision von Gründer Pirathipan Nanthakumar und seiner zwei Mitgründer Santhosh Kumar und David Forino: „Wir wollen Menschen dabei helfen, Gehalt nicht länger als Tabuthema zu sehen. Unser Team ist davon überzeugt, dass jeder Mensch die gleichen Lebenschancen verdient, unabhängig von sozialem Alter, Geschlecht, Religion und sozialem Hintergrund. Dafür fördern wir die Gleichstellung der Geschlechter in der Arbeitswelt und unterstützen Menschen auf ihrem Karriereweg.“
Herzstück des Geschäftsmodells der Berliner ist ein KI-gesteuerter Karriere- und Gehaltsratgeber. Auf Basis von smart programmierter Künstlicher Intelligenz evaluiert dieser nicht nur die individuelle Arbeitserfahrung, sondern vor allem auch andere Skills und rechnet anhand dessen den entsprechenden Gehaltswert der Kandidatinnen und Kandidaten aus.
Erste Plattform, die den individuellen Marktwert dank KI objektiv berechnet
Mit diesem KI-basierten Karriere-Ansatz ist Slected.me nach eigenen Angaben Vorreiter und Pionier in Deutschland. Gründer Pirathipan Nanthakumar: „Wir sind die erste Plattform, die den individuellen Marktwert objektiv berechnet. Unser Ziel ist es, allen einen erfolgreichen und flexiblen Karriereweg zu ermöglichen. Dafür geben wir unseren Nutzerinnen und Nutzern die Tools und das Wissen, das eigene Gehalt besser zu verstehen und den eigenen Marktwert im Vergleich mit anderen Usern zu erkennen.“
Für private Kundinnen und Kunden ist das Basisprodukt, das unter anderem die Marktwertkalkulation enthält, kostenfrei. Ergänzen lässt sich das durch kostenpflichtige Premium-Features wie den „AI-Coach“ für 39,90 Euro.
Geld, das langfristig bei entsprechenden Gehaltssteigerungen gut investiert sein kann: Das Team hinter Slected.me will das Gehalt enttabuisieren und nicht mehr hinnehmen, dass „gute Leute zehn Jahre lang für das gleiche Gehalt“ arbeiten.
Zwei Kernzielgruppen: Bewerber und mittelständische Unternehmen
Steckt dahinter also eine gut getarnte, KI-basierte Angriffsstrategie auf die Gehaltskassen der mittelständischen Unternehmen und Konzerne? Nein, das wäre viel zu kurz gedacht. Viele Personalverantwortliche wären regelrecht froh, wenn mehr Transparenz beim Thema Gehalt Einzug hält und sie starke Tools für die Berechnung individueller Marktwerte an die Hand bekämen.
Daher ist die B2B-Kundschaft in den Unternehmen für Slected.me ebenso wichtig und stellt die zweite starke Kundensäule dar. Unternehmen können Profile erstellen, Stellenanzeigen veröffentlichen und erhalten mittels Smart Recruiting Zugriff auf den gesamten Kandidatenpool. Zusätzlich können sie KI-basiertes Job-Matching nutzen. Die Funktionen werden auf monatlicher beziehungsweise jährlicher Abonnementbasis zur Verfügung gestellt. Gerade das vollautomatisierte Job-Matching der Plattform spart Unternehmen im Wachstum und entsprechend konstant großem Personalbedarf Zeit und Geld.
Die Wurzeln von Slected.me liegen im IT-Bereich. Hier ist die Plattform des E-Recruiters und E-Headhunters aus Berlin noch immer stark vertreten, doch hat sie sich längst für Unternehmen und Jobaspiranten aus allen, aber überwiegend mittelständischen Branchen geöffnet.
Deutschland: Wandel vom Arbeitsmarkt zum Bewerbermarkt
Viele Unternehmen in Deutschland suchen derzeit händeringend qualifiziertes Personal. Der Fachkräftemangel stellt eines der größten Geschäftsrisiken dar. Schließlich kann der Mangel an geeigneten Fachkräften zum betrieblichen Stillstand führen. Die Zahl der offenen Stellen auf dem Arbeitsmarkt stieg im Jahr 2022 gegenüber den Krisenjahren 2020 und 2021 deutlich an. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze allein im Handwerk betrug im Jahr 2021 fast 60.000, meldet Statista.
Arbeitssuchende und alle, die sich beruflich verändern wollen, haben es 2022 und vermutlich auch in den kommenden Jahren so leicht wie nie zuvor, einen neuen Job zu finden. Konnten sich Unternehmen früher entspannt zurücklehnen und neue Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter frei auswählen, müssen sie heute aktiv Werbung für sich und ihre Arbeitsplätze betreiben. Der alte Arbeitsmarkt hat sich zu einem Bewerbermarkt gewandelt. Und damit rückt auch das Thema Gehalt verstärkt in den Fokus.
Ziel: Zehn Millionen Nutzer bis 2025
Klare Vorstellungen besitzen die drei Macher von Slected.me, Pirathipan Nanthakumar, Santhosh Kumar und David Forino, auch für die eigene Zukunft und die ihres Unternehmens: 2025 soll die Marke von zehn Millionen Nutzerinnen und Nutzern erreicht sein. Bei so viel Zukunftsoptimismus würde Altmeister Wilhelm Busch heute wohl auch applaudieren und sein Zitat von einst wiederholen: „Wer leben will, der muss was tun.“
KarriereDer Wunsch nach einem beruflichen Neuanfang trifft längst nicht mehr nur Berufseinsteiger. Fachkräfte in der Lebensmitte, Rückkehrer nach einer Familienphase und Menschen nach einer Kündigung stellen sich dieselbe Frage. Passt der eingeschlagene Weg noch zu dem, was sie können und wollen? Eine berufliche Neuorientierung wirkt im ersten Moment oft einschüchternd. Wer sie planvoll angeht, gewinnt jedoch schnell an Sicherheit. Der Arbeitsmarkt bietet mehr Einstiegswege als viele vermuten und mit der richtigen Vorbereitung wird aus der Unsicherheit ein tragfähiger Plan. Das Wichtigste in Kürze
VerbraucherDie schwankenden Rohstoffpreise und neue energiepolitische Vorgaben rücken die Heizkosten vermehrt in den Fokus. Trotz des Wandels auf dem Energiemarkt spielt die bewährte Ölheizung in vielen Bestandsgebäuden und Gewerbeimmobilien weiterhin eine zentrale Rolle. Ein kompletter Austausch der Heizanlage ist dabei nicht zwingend die einzige Lösung, um wirtschaftlicher zu heizen. Oft lassen sich bereits durch gezielte Optimierungen an der bestehenden Technik greifbare Einsparungen erzielen. Wer das System klug anpasst, reduziert den Ölverbrauch nachhaltig und schont das Budget auf lange Sicht.
Guide'sWenn der LKW-Führerschein eines Mitarbeiters zur Verlängerung ansteht oder eine neue Mitarbeiterin im Schichtbetrieb beginnt, wird es für viele Unternehmen konkret: Arbeitsmedizinische Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen gehören zum betrieblichen Alltag, werden aber oft erst organisiert, wenn Fristen drücken. Dabei sind sie mehr als eine Pflichtaufgabe. Gerade kleine und mittlere Betriebe ohne eigene Personalabteilung stehen vor der Frage, welche Untersuchungen wirklich nötig sind und wer sie durchführen darf. Dieser Beitrag erklärt, welche Untersuchungen für Betriebe mit Fahrpersonal, Außendienst oder Schichtarbeit relevant sind, wie sich die Organisation vereinfachen lässt und worauf Unternehmen bei der Wahl eines betriebsärztlichen Ansprechpartners achten sollten. Warum Betriebsmedizin für Unternehmen kein Nebenthema ist Arbeitgeber sind grundsätzlich verpflichtet, Gefährdungen am Arbeitsplatz zu beurteilen und für bestimmte Tätigkeiten arbeitsmedizinische Vorsorge sicherzustellen. Je nach Arbeitsplatz kann es sich dabei um Pflichtvorsorge handeln etwa bei besonderen gesundheitlichen Belastungen oder um Vorsorge, die der Arbeitgeber anbieten muss und die Beschäftigte freiwillig wahrnehmen können. Wer diese Unterscheidung nicht kennt, verschenkt entweder Gestaltungsspielraum oder gerät in Erklärungsnot, wenn Behörden oder die Berufsgenossenschaft nachfragen.
