Eduard Dörrenberg verdient gutes Geld mit der Angst der Deutschen vor der Glatze

Von Erich Reimann
Dörrenberg, ein Urenkel des Firmengründers, übernahm vor rund 14 Jahren im Alter von 29 Jahren die Leitung des Bielefelder Spezialisten für Haut- und Haarprobleme. „Geplant war das nicht. Aber im Nachhinein gesehen war es sicher die richtige Entscheidung“, sagt er im Rückblick. Der Manager hatte Maschinenbau und Management studiert und mit einer Karriere als Internetpionier geliebäugelt.
Doch dann rief die Familie. Denn das Bielefelder Unternehmen mit den Marken Alpecin, Linola und Alcina war zwar nicht in der Krise, doch drohte es, mit seiner in die Jahre gekommenen Produktpalette den Anschluss zu verlieren. „Die Zukunftsperspektive fehlte damals etwas. Die Innovationskraft hatte nachgelassen“, erinnert sich Dörrenberg heute an die Situation, die er vorfand.
Er spuckte in die Hände und setzte mit einiger Risikobereitschaft auf neue Produkte und aggressive Werbung. Der Dauerbrenner Alpecin erhielt nicht nur zeitgemäßere Verpackungen und eine neue Wirkformel. Wirksam spielte der neue Firmenchef auch auf der Klaviatur der Ängste: So erfand das Unternehmen den „Glatzenrechner“, der den Männern ihre künftige Haarentwicklung drastisch vor Augen führte und versprach „Doping für das Haar“.
„Meine Frau sagt, ich arbeite Tag und Nacht“
Außerdem suchte und fand das Unternehmen neue Nischenmärkte . Es entwickelte mit Plantur 39 ein Mittel gegen Haarausfall für Frauen nach der Menopause und brachte mit Biorepair eine Zahncreme ohne Fluor auf den Markt. Neue Produkte haben dank Dörrenberg heute schrille Namen wie „Akne-Attack“ oder „Schuppen-Killer-Shampoo“.
Das Rezept funktioniert: Trotz scheinbar übermächtiger Konkurrenten wie Procter & Gamble oder Henkel steigerte das Unternehmen aus der westfälischen Provinz im vergangenen Jahr seinen Umsatz um zehn Prozent auf 181 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2011 lag das Plus bei sieben Prozent. „Ich vergleiche uns gerne mit Asterix im Kampf gegen die Römer“, sagt Dörrenberg. Zum Gewinn schweigt sich der Wahlgallier allerdings aus. „Wir sind da ganz zufrieden“, ist Dörrenberg nur zu entlocken.
Zweifel an der Wirksamkeit einiger Präparate, wie sie etwa von der Stiftung Warentest formuliert wurden, wischt der Manager vom Tisch. „Wir haben genug wissenschaftliche Daten, die die Leistung belegen.“ Außerdem sprächen ja die guten Verkaufszahlen für die Wirksamkeit der Mittel. „Millionen Verwender können nicht irren.“
Mitarbeiter bezeichnen den 43-Jährigen als „Workaholic“. Er trägt es gelassen. „Meine Frau sagt, ich arbeite Tag und Nacht. Aber so schlimm ist das gar nicht“, meint er. Zehn Stunden verbringe er im Durchschnitt an den Wochentagen im Büro. Und natürlich arbeite er auch zu Hause noch ein bisschen. Dennoch sei es für ihn wichtig, genug Zeit für seine drei Kinder zu haben. Sein geliebtes Golfspiel hat er dagegen stark eingeschränkt.
Tatsächlich gibt es für den Manager noch Einiges zu tun. Vor allem im Exportgeschäft hat das Familienunternehmen beträchtlichen Nachholbedarf. Das Umsatzvolumen des Auslandsgeschäfts beträgt gerade einmal zwölf Prozent. In dieser Woche flog Dörrenberg nach Brasilien, um den Markt dort zu studieren.
dapd
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
ArbeitslebenArbeitssicherheit ist ein Erfolgsfaktor. Sie schützt die Gesundheit der Mitarbeiter, stabilisiert Abläufe und senkt Ausfallzeiten sowie Kosten. Wer Unfallrisiken im Betrieb früh erkennt und systematisch bewertet, verbessert den Schutz im Arbeitsalltag. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und wirtschaftlich sinnvoll. Gerade bei hoher Belastung, knapper Personaldecke und wachsendem Dokumentationsaufwand wird ein gut organisierter Mitarbeiterschutz für viele Unternehmen immer wichtiger. Arbeitsschutz entscheidet über Stabilität im Betrieb Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass Mitarbeiter ihre Arbeit sicher und ohne vermeidbare Gesundheitsrisiken ausüben können. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen, passende Maßnahmen festzulegen, deren Wirkung zu prüfen und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.
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