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23. Juli 2020

Die fünf wichtigsten Trends im E-Mail-Marketing

1. Marketing-Automation

Im Arbeitsprozess des E-Mail-Marketings sind Newsletter-Tools ein wichtiger Baustein der Automatisierung. Sie ermöglichen es, Zielgruppen zu segmentieren, Empfängerlisten zu erstellen und Versandzeiten festzulegen. Marketing-Software ist der Ort, an dem alle Kundendaten gesammelt gespeichert sind – egal ob Kaufverhalten, personenbezogene Daten oder Klickraten. Erst Automatisierungsprozesse machen große Datenmengen handhabbar. Ein neuer Trend sind sogenannte trigger-basierte Kampagnen. Das bedeutet, dass Versandzeiten von Newslettern sich nicht mehr nach voreingestellten Zeiträumen richten, sondern vielmehr nach dem konkreten Nutzungsverhalten der Empfänger.

Um dieses Prinzip an einem Beispiel zu verdeutlichen: Stellen Sie sich vor, Sie versenden eine Willkommensmail. 24 Stunden danach schicken Sie – wie im Tool festgelegt – eine zweite heraus. Die Gefahr ist recht groß, dass der Empfänger sie zu einer unpassenden Zeit erhält, beispielsweise 12 Uhr mittags. Trigger-basierte Kampagnen berücksichtigen hingegen den Zeitpunkt, zu dem die Willkommensmail tatsächlich geöffnet wurde. Die zweite Mail wird dann 24 Stunden nach dem Öffnen, also zur gleichen Zeit einen Tag später losgeschickt – beispielsweise abends um 20 Uhr. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Empfänger Zeit hat, sie in Ruhe zu lesen, ist dadurch deutlich größer.

2. Interaktive Newsletter

Ein großer Vorteil des Mediums E-Mail ist die flexible Gestaltung. Es ist ohne großen Aufwand möglich, in einen Text Verlinkungen zu weiterführenden Informationen oder Social-Media-Kanälen zu integrieren. Der Kunde kann dadurch den Newsletter so nutzen, dass er für ihn relevant ist. Interaktive Mails gehen 2020 aber sogar noch einen Schritt weiter. Heutzutage können Produkte, die im Newsletter angeboten werden, direkt in der E-Mail in den Warenkorb gelegt und bezahlt werden. Der Kunde tätigt einen Einkauf, ohne die Nachricht verlassen zu müssen. Somit entfällt ein Handlungsschritt, was die Interaktionsrate steigern kann.

3. Predictive Analytics

Künstliche Intelligenz ist keine Science-Fiction mehr. Auch im Marketing spielt sie eine zunehmend bedeutende Rolle, unter anderem bei Predictive Analytics. Hierbei trifft eine KI auf Grundlage vorhandener Kundendaten Vorhersagen über zukünftiges Kaufverhalten. Indem vorhergesagt wird, wann ein Kunde sich in welcher Weise verhält, können auch Versandzeiten und Inhalte angepasst werden. Newsletter-Marketing erreicht so ein ganz neues Level an Personalisierung.

4. Storytelling

Das Newsletter-Marketing durch personalisierte Inhalte zu optimieren, ist eine Seite. Die andere – noch viele wichtigere – ist der Inhalt und seine Vermittlung. Newsletter, die weder spannend geschrieben noch aufschlussreich sind, landen schnell im Papierkorb. Bedenken Sie, dass jeder Leser täglich eine Flut an digitalen Informationen zu bewältigen hat. Wirklich gute Inhalte sind ein Alleinstellungsmerkmal. Erwiesenermaßen bleiben Inhalte deutlich besser im Gedächtnis, wenn der Leser emotional beteiligt ist. Und wie werden Emotionen erzeugt? Genau – durch Geschichten. Produkte, die in spannende oder bewegende Storys verpackt sind, stellen direkt einen Bezug zum Leser her. Sie werden dadurch greifbarer und sind länger für den Kunden präsent.

5. Datenschutz

Die Umsetzung der Datenschutzverordnung in Unternehmen ist oftmals mühsam. Dennoch spielt sie eine maßgebliche Rolle dabei, ob Kunden Vertrauen entwickeln. Der Trend der letzten Jahre, vermehrt personenbezogene Daten zu nutzen und künstliche Intelligenz einzusetzen, stößt oftmals auf Misstrauen. Je mehr konkretes Konsumverhalten evaluiert werden kann, umso wichtiger ist es, Datenschutzbestimmungen im Blick zu behalten. So signalisieren Sie dem Kunden, dass Sie seine Privatsphäre wichtig und ernst nehmen. Andernfalls ist die Gefahr groß – rechtliche Konsequenzen außen vor gelassen –, unseriös und wenig vertrauenswürdig zu wirken.

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