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Hiring Manager: Schlüsselrolle im Recruiting

Hiring Manager

Hiring Manager entscheiden in vielen Fällen darüber, ob eine offene Stelle zur echten Verstärkung oder zum kostspieligen Risiko für ein Unternehmen wird. Sie sitzen an der Schnittstelle zwischen Fachbereich, HR und Recruiting-Team und tragen Verantwortung dafür, dass die richtige Person für den richtigen Job gefunden wird.

In einem Arbeitsmarkt, in dem qualifizierte Talente selten sind und sich Bewerbende ihre Arbeitgeber aussuchen können, gewinnt diese Rolle an Bedeutung. Ein gut aufgestellter Hiring Manager gestaltet den Recruiting-Prozess aktiv mit, definiert Anforderungen, bewertet Bewerbungen und führt strukturierte Gespräche, die mehr liefern als nette Eindrücke.

Der folgende Beitrag zeigt, was einen professionellen Hiring Manager ausmacht, wie die Zusammenarbeit mit Recruitern und HR-Abteilung organisiert werden kann und welche Kennzahlen helfen, den Einstellungsprozess langfristig erfolgreicher zu machen.

Warum Hiring Manager im Recruiting zur Schlüsselrolle werden

Hiring Manager sind nicht einfach nur eine formale Instanz, die am Ende des Prozesses eine Unterschrift unter den Vertrag setzt. Sie sind vielmehr die fachlich verantwortliche Führungskraft, die am besten einschätzen kann, ob ein Kandidat oder eine Kandidatin die Anforderungen einer Stelle wirklich erfüllt und in das Team passt.

Gleichzeitig steigen die Erwartungen an das Recruiting:

  • offene Positionen sollen schnell besetzt werden
  • die Qualität der Einstellungen muss steigen
  • Fehlbesetzungen verursachen hohe Kosten und binden Ressourcen

Der Recruiting-Prozess lässt sich deshalb nicht mehr sinnvoll allein in der HR-Abteilung verorten. Erfolgreiche Unternehmen setzen auf eng verzahnte Hiring Teams, in denen Führungskräfte, Recruiter und HR gemeinsam arbeiten. Der Hiring Manager bringt das tiefste Verständnis für den Fachbereich ein, während das Recruiting-Team Prozesse steuert und geeignete Kandidaten identifiziert.

Hinzu kommt: In vielen Branchen verschiebt sich der Arbeitsmarkt zugunsten der Bewerber. Talente können auswählen, mit welchem Unternehmen sie zusammenarbeiten möchten. Der persönliche Eindruck im Vorstellungsgespräch, die Transparenz im Einstellungsprozess und die Geschwindigkeit bei Entscheidungen werden damit zu entscheidenden Faktoren. Genau an diesen Punkten hat der Hiring Manager direkten Einfluss.

Was ist ein Hiring Manager und worin unterscheidet sich die Rolle von HR und Recruiter?

Ein Hiring Manager ist in der Regel die verantwortliche Führungskraft oder der Abteilungsleiter, der für eine zu besetzende Position fachlich zuständig ist. Diese Führungskraft trägt die Verantwortung für die Personalauswahl im eigenen Bereich und entscheidet zusammen mit HR und Recruiting über die Einstellung.

Während der Begriff im internationalen Umfeld längst etabliert ist, wird in deutschen Unternehmen häufig noch von „vorgesetzter Führungskraft“ oder „abteilungsverantwortlichem Manager“ gesprochen. Inhaltlich geht es aber immer um dieselbe Funktion: die Person, die am besten beurteilen kann, welche Kompetenzen und welches Profil für den Erfolg in der konkreten Stelle nötig sind.

Abgrenzung zu Recruiter und HR-Team

Im Recruiting-Prozess arbeiten mehrere Rollen zusammen, die sich ergänzen:

  • Hiring Manager: kennt den Fachbereich, definiert Anforderungen und beurteilt die Eignung aus inhaltlicher Sicht.
  • Recruiter: steuert den operativen Recruiting-Prozess, koordiniert Bewerbungen, organisiert Interviews und berät Fachbereiche.
  • HR-Team / Personalabteilung: achtet auf arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen, Vergütungsstrukturen, interne Regeln und sorgt für einheitliche Prozesse.

Damit wird deutlich: Der Hiring Manager ist kein Ersatz für die HR-Abteilung, sondern ein zusätzlicher, unverzichtbarer Teil im Rekrutierungsprozess. Unternehmen profitieren, wenn diese Rollen sauber definiert und abgestimmt werden.

Ein Praxisbeispiel: In einer IT Abteilung soll ein neuer Softwareentwickler eingestellt werden. Die HR-Abteilung verantwortet den formalen Ablauf und die internen Regeln, der Recruiter steuert Kanäle, sucht Talente und führt erste Gespräche. Der Hiring Manager – in diesem Fall die verantwortliche Führungskraft der IT – entscheidet mit, wie die Stelle zugeschnitten wird, welche Programmiersprachen unverzichtbar sind und welche Erfahrungen für das Team am wichtigsten sind.

Welche Aufgaben hat ein Hiring Manager im Recruiting-Prozess?

Das Aufgabenprofil eines Hiring Managers umfasst weit mehr als die Teilnahme an einem einzelnen Interview. Es beginnt mit der ersten Idee für eine neue Stelle und reicht bis zur Integration des neuen Mitarbeiters in das Team.

Zu den typischen Aufgaben gehören unter anderem:

  • Identifikation des Personalbedarfs im eigenen Fachbereich
  • Definition der Anforderungen an die Position und das notwendige Fachwissen
  • Mitarbeit an der Stellenausschreibung und Formulierung der Aufgabenbeschreibung
  • Abstimmung mit HR-Abteilung und Recruiting-Team zu Zielen, Zeitplan und Prozess
  • fachliche Sichtung der Bewerbungen und Auswahl geeigneter Kandidaten für Interviews
  • Teilnahme an Bewerbungsgesprächen und Fachinterviews
  • Mitwirkung an der finalen Entscheidung über die Einstellung
  • Unterstützung beim Onboarding und fachliche Begleitung in der Probezeit

Im Detail bedeutet das: Bereits vor der offiziellen Stellenausschreibung muss die Führungskraft sehr genau beschreiben, welche Aufgaben die Person übernehmen soll. Aus dieser Analyse ergibt sich, welche Kompetenzen, Erfahrungen und Soft Skills erforderlich sind. Wird diese Phase zu oberflächlich gestaltet, bleibt der gesamte Einstellungsprozess unscharf.

Darauf aufbauend entsteht gemeinsam mit dem HR-Team eine Stellenausschreibung, die den Job realistisch abbildet, aber gleichzeitig attraktiv bleibt. Der Hiring Manager sollte kontrollieren, ob die Aufgabenbeschreibung die wirkliche Arbeit im Team widerspiegelt. Nur dann lassen sich Bewerber ansprechen, die fachlich und persönlich passen.

Wenn erste Bewerbungen eingehen, prüft der Hiring Manager zusammen mit dem Recruiting-Team, welche Personen in die engere Auswahl kommen. Recruiter liefern dabei oft eine Vorselektion, der Hiring Manager bewertet diese Kandidaten aus der Sicht des Fachbereichs. Auch in den Vorstellungsgesprächen übernimmt er eine zentrale Rolle: Er stellt gezielte Fragen zu fachlichen Themen, erläutert den Arbeitsalltag im Team und gibt einen Eindruck von den künftigen Projekten.

Nach den Gesprächen fließen die Eindrücke aus HR, Recruiting und Fachbereich zusammen. Am Ende steht eine gemeinsame Entscheidung über die Einstellung, formal trägt der Hiring Manager dabei meist die größte Verantwortung in Bezug auf die Eignung.

Wie arbeiten Hiring Manager, HR -Team und Recruiting-Team effizient zusammen?

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Hiring Manager, Recruiter und HR ist entscheidend für einen effizienten Einstellungsprozess. Wo Rollen unklar sind oder Informationen unvollständig weitergegeben werden, entstehen Verzögerungen, doppelte Arbeit und im schlimmsten Fall eine unpassende Besetzung.

Optimal ist ein gemeinsamer Prozess, in dem Zuständigkeiten und Kommunikationswege von Beginn an festgelegt sind. Dazu gehören unter anderem:

  • ein abgestimmter Zeitplan vom Start der Suche bis zur Einstellung
  • vereinbarte Reaktionsfristen, etwa für Feedback zu Bewerbungen
  • ein gemeinsames Verständnis der wichtigsten Kennzahlen im Recruiting
  • klar definierte Gesprächsrollen in Bewerbungsgesprächen

Hilfreich ist eine einfache Übersicht, wer welchen Beitrag leistet:

Rolle Schwerpunkt im Prozess
Hiring Manager Definition des Profils, fachliche Bewertung, Entscheidung
Recruiter Kandidatensuche, Bewerbermanagement, Organisation
HR-Team Richtlinien, Vertragsgestaltung, Einhaltung interner Regeln

In vielen Unternehmen werden regelmäßige Abstimmungsrunden etabliert, in denen der Status aktueller Suchen besprochen wird. Dort werden Engpässe identifiziert, etwa zu wenige geeignete Bewerbungen für eine Stelle oder zu lange Reaktionszeiten im Interviewprozess.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist eine transparente Kommunikation mit den Bewerbern. Wenn der Hiring Manager bei Terminverschiebungen, ausstehender Rückmeldung oder inhaltlichen Fragen eng mit dem Recruiting-Team zusammenarbeitet, entsteht ein professioneller Gesamteindruck. Dieser wirkt sich direkt auf die Wahrnehmung des Unternehmens als Arbeitgeber aus.

Schwächen in der Zusammenarbeit werden dagegen schnell spürbar: unklare Anforderungen führen zu unscharfen Stellenausschreibungen, unstrukturierte Interviews erschweren die Vergleichbarkeit der Kandidaten, und fehlendes Feedback blockiert den weiteren Prozess. Deshalb lohnt es sich, die Schnittstellen zwischen Fachbereich, HR und Recruiting-Team bewusst zu gestalten.

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Wie gestaltet der Hiring Manager den Rekrutierungsprozess von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung?

Aus Sicht eines Hiring Managers lässt sich der Rekrutierungsprozess in mehrere Schritte gliedern. In jeder Phase gibt es Entscheidungen, die den späteren Erfolg der Besetzung prägen:

  1. Bedarfsklärung im Fachbereich
  2. Definition von Aufgaben, Anforderungen und Zielen der Position
  3. Abstimmung der Stellenausschreibung mit HR-Team und Recruiting-Team
  4. Vorauswahl geeigneter Bewerber anhand der Unterlagen
  5. Durchführung von Bewerbungsgesprächen und Fachinterviews
  6. Bewertung der Eignung und des Potenzials jedes Kandidaten
  7. gemeinsame Entscheidung über die Einstellung und Angebotserstellung
  8. fachliche Begleitung im Onboarding und während der Probezeit

In der Bedarfsklärung wird festgelegt, warum eine Stelle neu geschaffen oder nachbesetzt wird und welche Ziele damit verbunden sind. Ein sorgfältig geführter Austausch zwischen abteilungsverantwortlicher Führungskraft und HR bildet hier die Grundlage für einen schlüssigen Einstellungsprozess.

In der Phase der Stellenausschreibung bestimmt der Hiring Manager, welche inhaltlichen Schwerpunkte die Position hat und welche Kompetenzen unverzichtbar sind. Das Recruiting-Team übersetzt diese Informationen in eine ansprechende Stellenausschreibung und entscheidet über geeignete Kanäle.

Während des Bewerbungsprozesses müssen Unterlagen nicht nur formal geprüft werden. Der Hiring Manager achtet auf fachliche Qualifikation, Berufsverlauf und Hinweise auf Arbeitsweise oder Teamfähigkeit. In Bewerbungsgesprächen trägt er Verantwortung für die inhaltliche Tiefe der Fragen und für eine realistische Beschreibung des Arbeitsumfelds.

Bei mehreren geeigneten Kandidaten steht am Ende eine Abwägung verschiedener Kriterien: fachliche Eignung, erwartete Zusammenarbeit im Team, Entwicklungspotenzial und Rahmenbedingungen wie Verfügbarkeit oder Gehaltsvorstellungen. Hier hilft eine strukturierte Bewertung, um Entscheidungen nachvollziehbar zu machen und den Prozess auch für künftige Einstellungen nutzbar zu machen.

Kennzahlen und KPIs: Woran wird ein erfolgreicher Hiring Manager gemessen?

Ein erfolgreicher Hiring Manager steuert den Rekrutierungsprozess nicht nur über Bauchgefühl, sondern nutzt Kennzahlen, um Status und Qualität der Personalauswahl zu beurteilen. Gemeinsam mit HR-Abteilung und Recruiting-Team entsteht so ein Bild, wie wirksam der Einstellungsprozess wirklich ist und an welchen Stellen nachjustiert werden muss.

Wichtige Kennzahlen im Überblick sind zum Beispiel:

  • Time-to-Hire: Zeitraum von der Veröffentlichung der Stellenausschreibung bis zur unterschriebenen Einstellung.
  • Time-to-Interview: Zeitspanne von der ersten Bewerbung bis zum ersten Interview oder Bewerbungsgespräch.
  • Conversion-Rate zwischen Bewerbungen und Einstellungen: Verhältnis von eingehenden Bewerbungen zu tatsächlich besetzten Stellen.
  • Offer-Acceptance-Rate: Anteil der Kandidaten, die ein Vertragsangebot annehmen.
  • Fluktuation in den ersten zwölf Monaten: Hinweis darauf, wie gut die Auswahl im Einstellungsprozess getroffen wurde.
  • Candidate-Experience-Indikatoren: Rückmeldungen von Bewerbenden, etwa zur Kommunikation im Bewerbungsprozess oder zu Vorstellungsgesprächen.

Solche KPIs helfen, die Wirksamkeit einzelner Schritte im Recruiting-Prozess zu bewerten. Eine sehr hohe Zahl an Bewerbungen bei gleichzeitig wenigen Einstellungen kann darauf hinweisen, dass das Anforderungsprofil unpräzise formuliert oder die Stellenausschreibung zu unscharf ist. Eine lange Time-to-Hire bei knapper Besetzung im Team gefährdet hingegen die Effizienz der täglichen Arbeit.

Wichtig ist, Kennzahlen nie isoliert zu interpretieren. Eine extrem kurze Time-to-Hire wirkt auf den ersten Blick positiv, kann aber bei gleichzeitig hoher Frühfluktuation bedeuten, dass Entscheidungen übereilt getroffen wurden. Umgekehrt kann eine längere Dauer im Rekrutierungsprozess gerechtfertigt sein, wenn am Ende eine besonders gute Passung zwischen Kandidat und Stelle entsteht.

Für den Hiring Manager sind diese Daten ein Instrument, um den eigenen Beitrag im Prozess zu reflektieren. Wie schnell werden Bewerbungen fachlich geprüft? Wie zügig werden Rückfragen beantwortet? Wie viele Interviewrunden sind tatsächlich nötig, bis eine fundierte Entscheidung möglich ist? Auch vermeintlich weiche Faktoren wie die Lesezeit interner Reports oder die Kürze von E-Mail-Antworten spielen eine Rolle, wenn sie Einfluss auf Durchlaufzeiten und Zufriedenheit der Bewerbenden haben.

In vielen deutschen Unternehmen wächst das Bewusstsein dafür, dass datenbasierte Entscheidungen im Recruiting ein Wettbewerbsvorteil sind. Wenn HR-Team, Recruiting-Team und Hiring Manager Kennzahlen gemeinsam nutzen, lässt sich der gesamte Prozess kontinuierlich verbessern.

Welche Kompetenzen zeichnen starke Hiring Manager aus?

Die Rolle des Hiring Managers erfordert ein besonderes Profil. Es reicht nicht aus, fachlich überzeugend zu sein und als Führungskraft die eigene Abteilung zu leiten. Wer im Recruiting Verantwortung übernimmt, benötigt zusätzliche Kompetenzen, die es ermöglichen, Talente gezielt zu erkennen und Entscheidungen nachvollziehbar zu treffen.

Zu den wichtigsten Kompetenzen gehören:

  • Fachwissen im eigenen Bereich: Die Führungskraft muss die Aufgaben der Position so gut kennen, dass Anforderungen realistisch beschrieben und im Interview überprüft werden können.
  • Analytische Stärke: Fähigkeit, Profile, Lebensläufe, Projekterfahrungen und Daten aus dem Rekrutierungsprozess zu beurteilen und daraus fundierte Schlüsse zu ziehen.
  • Kommunikation: Ein Hiring Manager muss in Bewerbungsgesprächen und Vorstellungsgesprächen verständlich erläutern, was die Stelle beinhaltet, welche Ziele gelten und wie die Zusammenarbeit im Team organisiert ist.
  • Entscheidungsfähigkeit: Am Ende einer Reihe von Interviews und Feedbackrunden braucht es eine klare Entscheidung, die sowohl fachliche Eignung als auch Teamdynamik berücksichtigt.
  • Offenheit und Unvoreingenommenheit: Gute Hiring Manager achten bewusst darauf, Vorurteile zu hinterfragen und Bewerbende nach objektiven Kriterien zu bewerten.
  • Strukturierte Arbeitsweise: Ein geordneter Einstellungsprozess mit nachvollziehbarer Dokumentation hilft, faire und rechtssichere Entscheidungen zu treffen.

In der Praxis bedeutet das: Eine Managerin oder ein Manager, der als Hiring Manager agiert, sollte sowohl souverän durch ein Interview führen als auch gezielte Fragen stellen können, die über Standardfloskeln hinausgehen. Dazu gehört etwa, konkrete Projektsituationen nachzufragen, Beispiele aus der bisherigen Arbeit der Kandidaten zu beleuchten und zu prüfen, wie diese Person in kritischen Phasen handeln würde.

Auch das Thema Feedback ist zentral. Ein professioneller Hiring Manager gibt dem Recruiting-Team nach jedem Gespräch strukturiertes Feedback, das nicht nur ein Bauchgefühl wiedergibt, sondern begründet, warum ein Kandidat weiter im Prozess bleibt oder ausscheidet. So wird die Zusammenarbeit im Hiring Team verlässlicher und effizienter.

Viele Unternehmen investieren inzwischen bewusst in Trainings für Führungskräfte, um Kompetenzen in Interviewtechnik, Personalauswahl und Kommunikation mit Bewerbenden auszubauen. Ein solches Training hilft vor allem jenen Führungskräften, die bisher wenig Erfahrungen im Recruiting gesammelt haben, sich in ihrer neuen Rolle sicher zu bewegen.

Welche Fragen sollten Unternehmen intern klären, um Hiring Teams effektiv aufzustellen?

Damit Hiring Teams gut funktionieren, muss die interne Organisation stimmen. Unternehmen, die frühzeitig einige zentrale Fragen beantworten, schaffen eine stabile Grundlage für jeden zukünftigen Einstellungsprozess.

Wichtige Leitfragen sind unter anderem:

  • Wer übernimmt in welcher Abteilung regelmäßig die Rolle des Hiring Managers?
  • Welche Entscheidungsbefugnisse hat diese Person im Vergleich zu vorgesetzten Führungskräften und Geschäftsführung?
  • Wie viele Ressourcen stehen für Recruiting Aufgaben zur Verfügung, etwa zeitliche Freiräume neben dem Tagesgeschäft?
  • Welche KPIs und Ziele werden gemeinsam mit HR und Recruiting-Team verfolgt?
  • Über welche Tools und Kanäle läuft die Kommunikation – etwa Bewerbermanagementsystem, E-Mail, interne Chatlösungen?
  • Wer informiert Bewerbende über den Status ihrer Bewerbung und in welchem Rhythmus?
  • Welche Regeln gelten für die Anzahl der Interviewrunden und die Zusammensetzung der Gesprächspartner?
  • Wie werden Erfahrungen aus vergangenen Besetzungen dokumentiert, um daraus zu lernen?

Eine gut strukturierte Zusammenarbeit beginnt häufig damit, dass die Personalabteilung die Prozesse dokumentiert und in enger Abstimmung mit den Fachbereichen festlegt, wie ein typischer Bewerbungsprozess abläuft. Der Hiring Manager weiß dann von Beginn an, an welchen Stellen er eingebunden ist, welche Unterlagen wann benötigt werden und bis wann Rückmeldungen erwartet werden.

Besonders hilfreich ist ein einfaches, aber verbindliches Zusammenspiel: Bewerbungen gehen zentral im Recruiting ein, werden zügig vorgeprüft und mit einer Empfehlung an den Hiring Manager weitergeleitet. Dieser gibt innerhalb einer vereinbarten Frist Rückmeldung, welche Kandidaten in die nächste Runde kommen. So bleibt der Status des Prozesses transparent, und Bewerbende erhalten zeitnah Informationen.

Auch die Anzahl der Beteiligten an den Gesprächen sollte im Vorfeld festgelegt werden. Zu viele Menschen im Interview erschweren eine konzentrierte Atmosphäre und führen zu langsamen Entscheidungen. Zu wenige Beteiligte können hingegen dazu führen, dass wichtige Perspektiven fehlen. Eine ausgewogene Besetzung aus Hiring Manager, Recruiter und gegebenenfalls einem erfahrenen Teammitglied hat sich in vielen Fällen als praktikabel erwiesen.

Hier helfen klare Regeln, die allen Beteiligten die Arbeit erleichtern. Je besser diese Strukturen stehen, desto stärker können sich Führungskräfte und Hiring Manager darauf konzentrieren, die fachlich und persönlich passenden Talente für ihren Bereich zu finden.

Fazit: Warum die Rolle des Hiring Managers über den Erfolg von Einstellungen entscheidet

Die Rolle des Hiring Managers ist ein zentrales Element professioneller Personalauswahl. Wer diese Funktion nur als formalen Schritt im Prozess versteht, verschenkt Potenzial. Erst wenn die fachlich verantwortliche Führungskraft aktiv in Suche, Auswahl und Entscheidung eingebunden ist, entsteht ein wirklich passgenauer Einstellungsprozess.

Hiring Manager bringen das Wissen über Aufgaben, Ziele und Herausforderungen einer Position ein. Sie bewerten Bewerbende aus Sicht des Fachbereichs, treffen fundierte Entscheidungen und tragen Verantwortung für die Besetzung. In Kombination mit einer gut organisierten Personalabteilung und einem professionellen Recruiting-Team bilden sie ein Hiring Team, das den gesamten Prozess vom ersten Entwurf der Stellenausschreibung bis zur Integration des neuen Mitarbeiters in der Abteilung steuert.

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Unternehmen, die diese Rolle stärken, profitieren gleich mehrfach:

  • bessere Eignung von Kandidaten für die jeweilige Stelle
  • höhere Effizienz im Prozess durch klare Zuständigkeiten
  • geringere Kosten durch weniger Fehlbesetzungen
  • positivere Wahrnehmung bei Talenten durch strukturierte Kommunikation im Bewerbungsprozess

Für Führungskräfte bedeutet das, Hiring nicht als lästige Zusatzaufgabe zu sehen, sondern als strategischen Teil der eigenen Arbeit. Wer sich intensiv mit Profilen, Kompetenzen, Fragen im Interview und passenden Kennzahlen beschäftigt, legt den Grundstein für den Erfolg des eigenen Teams.

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