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business-on.de Redaktion
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25. Oktober 2021

Alte Möbel raus, Ergonomie rein! Tipps von Experten für neue Bürogestaltung

Ergonomie am Arbeitsplatz: Gesundheit und Wirtschaftlichkeit fördern
Um zu verstehen, was mit einem Arbeitsplatz nach ergonomischen Gesichtspunkten gemeint ist, braucht es zunächst eine Definition. Unter Arbeitsplatz-Ergonomie versteht man die Gestaltung und Anpassung der Arbeitsbedingungen und -anforderungen, sodass sie der Erbringung guter Arbeitsleistungen (Wirtschaftlichkeit) und den gesundheitlichen Bedürfnissen des Mitarbeitenden (Humanität) entsprechen. Das ist insofern wichtig, als täglich falsches Sitzen am Schreibtisch zu einer Belastung für die Gesundheit werden kann.

Vor allem Rückenschmerzen sowie Verspannungen der Schulter-, Nacken- und Halsmuskulatur können beim stundenlangen Arbeiten in sitzender Haltung auftreten, wenn man nicht die korrekte Haltung einnimmt. Deshalb wurden Vorschriften zum Thema Ergonomie am Arbeitsplatz erlassen. Laut § 3 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) ist der Arbeitgeber aufgefordert, bei der Gestaltung der Arbeitsplätze ergonomische Gesichtspunkte zu berücksichtigen.

Professionelle Bürogestaltung

Wegweiser Bildschirmarbeitsplatz

Infografik Gesund im Büro.

Natürlich kann man als Unternehmen einfach ein paar Tische und Stühle für die Büros der Mitarbeitenden kaufen, die nach ergonomischen Gesichtspunkten sinnvoll gestaltet sind. Sehr viel hilfreicher ist es allerdings, sich einen Experten auf dem Gebiet der Bürogestaltung zu suchen und sich von ihm ein Gesamtkonzept erarbeiten zu lassen. Mithilfe einer durchdachten Büroplanung, in der nicht nur der Arbeitsplatz selbst, sondern die Raumgestaltung als Ganzes entwickelt wird, entstehen moderne Arbeitsplätze. An ihnen bleiben die Mitarbeitenden länger konzentriert und fühlen sich zudem wohl, was die Motivation und damit die Bereitschaft zu noch besserer Arbeitsleistung fördert.

Büromöbel-Experte ist beispielsweise solch ein auf Büroeinrichtungen spezialisiertes Unternehmen. Es bietet moderne, ergonomisch sinnvoll konstruierte Büromöbel an, z.B. höhenverstellbare Schreibtische sowie an die anatomischen Bedürfnisse des Nutzers anpassbare Bürostühle. Darüber hinaus gibt es augenschonende Beleuchtungssysteme sowie Schränke, Rollcontainer und weiteres Zubehör, das sich in einem modernen Büro finden sollte. Zudem finden sich Homeoffice-Möbel und das Experten-Team kann zum Thema Ergonomie am Arbeitsplatz umfassend beraten.

Spielraum für Füße als ergonomischer Aspekt

Bei der Wahl von Schreibtischen und Bürostühlen wird zwar stets darauf geachtet, dass der Nutzer gerade sitzt und die richtige Armhaltung beim Arbeiten am Tisch einnehmen kann, die Füße hingegen kommen manchmal im wahrsten Sinne zu kurz. Ein Bürostuhl muss sich so einstellen lassen, dass beide Füße ohne Probleme auf dem Boden stehen können. Das lässt sich bei den meisten Stühlen ohne großen Aufwand durch die Höhenverstellung anpassen.

Schwieriger kann es sich gestalten, unter dem Schreibtisch bzw. vor dem Bürostuhl für ausreichende „Fußfreiheit“ zu sorgen. Vor allem, wenn aufgrund von Platzmangel in einem kleinen Büro unter dem Schreibtisch auf beiden Seiten Rollcontainer stehen, ein Computer platziert ist oder sich ein großflächiger Kabelsalat ausbreitet, finden die Füße oft wenig Platz.

Tastatur und Maus als Hindernisse am ergonomischen Arbeitsplatz
Gerade zu sitzen und den Schreibtisch auf die richtige Höhe einzustellen, ist mit modernem Büromobiliar relativ einfach zu bewerkstelligen. Aber auch, wenn es um die Nutzung von Tastatur und Maus geht, gibt es für Unternehmen hinsichtlich der Gesundheit der Mitarbeitenden und mit Blick auf die Ergonomie am Arbeitsplatz einige Dinge zu beachten.

Zunächst einmal sollten die Steuerelemente für den Computer (Maus und Tastatur) so positioniert sein, dass der Nutzer seine Handgelenke beim Schreiben oder Scrollen nicht abknicken muss. Der sogenannte DPI-Wert der Maus ist so einzustellen, dass man den Cursor ohne viel mechanischen Aufwand bewegen kann.

Hinsichtlich der Position der Tastatur empfehlen Experten, diese nahe am Körper zu platzieren. Dadurch muss man sich nicht vorbeugen und nicht ständig eine Haltung einnehmen, bei sich ein Rundrücken bildet. Auf das Ausklappen der Hinterbeine der Tastatur sollte man verzichten. Zwar sieht man die Tasten besser, muss aber die Handgelenke abknicken, um zu tippen.

Ergonomische Gesichtspunkte für Bildschirmarbeitsplätze
Die deutsche Arbeitsstättenverordnung enthält nicht nur Vorgaben für den Arbeitsplatz insgesamt, sondern regelt auch die Gestaltung und Nutzung von Bildschirmarbeitsplätzen. Dazu zählen etwa Vorgaben hinsichtlich der Positionierung der Monitore. Sie sollten, je nach Größe des Mitarbeitenden, zwischen 50 und 80 cm von ihm entfernt sein (etwas mehr als eine Armlänge). Der obere Rand des Bildschirms liegt im Idealfall unterhalb der Augenhöhe. Den ergonomisch korrekten Winkel hat der Bildschirm, wenn der Nutzer seinen Kopf leicht nach unten senken muss, um senkrecht auf die Mitte des Bildschirms zu schauen.

Neben der Positionierung des Monitors spielt auch die Arbeitsfläche des Schreibtisches eine große Rolle. Die Oberfläche sollte nicht zu dunkel sein und möglichst nicht reflektieren. Zudem ist es sinnvoll, den Schreibtisch so zu platzieren, dass nicht unnötig viel Licht direkt auf die Oberfläche oder den Monitor fällt. Das bedeutet, dass der Tisch nicht unmittelbar unter der Lichtquelle im Raum und auch nicht so am Fenster stehen sollte, dass das hereinfallende Tageslicht nicht direkt auf den Monitor trifft.

Haltung bewahren ist gut, sie zu verändern, ist besser

Chefetage

Vorteilhaft, wenn die Chefetage vor der Gestaltung eines Büros auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingeht.

Unter ergonomischen Gesichtspunkten ist das Sprichwort, dass man Haltung bewahren soll, nur bedingt richtig. Denn gerade bei täglichem Sitzen am Schreibtisch ist es für die Gesundheit förderlicher, wenn man seine Haltung immer wieder verändert. Neben dem aufrechten Sitzen sollte man hin und wieder aufstehen, ein paar Schritte gehen oder kleine Dehnübungen machen.

So sorgt man dafür, dass die Blutzirkulation wieder in Gang kommt, die Beinvenen entlastet werden und die lange inaktive Muskulatur gefordert wird. Idealerweise ist das Büro mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch ausgestattet, der sich manuell oder elektronisch in ein Stehpult verwandeln lässt. So kann man zwischen sitzender und stehender Arbeitshaltung wechseln.

Fazit: Ergonomie am Arbeitsplatz ist Garant für mehr Gesundheit und bessere Arbeitsleistung

Wer als Unternehmen die Dienste eines Experten für Bürogestaltung wie Büromöbel-Experte in Anspruch nimmt, der stellt sich, dass die Mitarbeitenden optimale Arbeitsbedingungen vorfinden. Die Einrichtung ergonomischer Arbeitsplätze fördert nicht nur die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Motivation derer, die an solchen Arbeitsplätzen tätig sind. Sie gewährleisten auch eine höhere Arbeitsleistung und weniger Fehltage aufgrund von Erkrankungen wie etwa Rücken- oder Kopfschmerzen. Damit tragen sie letztlich auch zum größeren wirtschaftlichen Erfolg für das gesamte Unternehmen bei. Obwohl eine moderne Bürogestaltung zunächst einmal kostenintensiv ist, wird sich die Investition in eine moderne Büroeinrichtung langfristig auszahlen.

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