News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
15. Februar 2023

DGUV Prüfung für Elektrogeräte

DGUV Prüfung – Sicherheit für den Betrieb von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln

Hinter dem Kürzel der DGUV Prüfung steckt die Vorschrift zur Prüfung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln, die in Unternehmen genutzt werden. Hintergrund dieser Prüfung, die im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben turnusmäßig durchgeführt und nachgewiesen werden muss, ist die Sicherheit in Unternehmen im Umgang mit elektrischen Anlagen. Maschinen mit Elektromotor sind in fester und mobiler Bauweise aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Sie leisten bei vielen Arbeitsaufgaben eine wichtige Unterstützung. Ein sicheres Arbeiten ist aber nur möglich, wenn die Betriebsmittel und Anlagen keine Defekte aufweisen. Andernfalls können die Maschinen eine Gefahr für die Belegschaft sein. Um dieser Gefahr vorzubeugen, schreibt die Gesetzgebung Prüfzyklen vor, die vom Unternehmer zwingend eingehalten werden müssen.

Prüfung erfolgt durch eine zertifizierte Elektrofachkraft

Zur Durchführung der DGUV Prüfung ist nicht jeder Elektrobetrieb berechtigt. Es muss eine Zertifizierung vorliegen, um die Prüfung durchführen zu können. Es reicht nicht aus, wenn eine Fachkraft des Elektrobetriebes die Zertifizierung erhalten hat. Der Mitarbeiter, der die Prüfung durchführt, muss dazu berechtigt sein. Hat in einem Unternehmen nur der Chef die Berechtigung, muss dieser die Prüfung zwingend selbst durchführen.

Ablauf der DGUV Prüfung

Die DGUV Prüfung ist nicht nur in Bezug auf die Fristen und die Personen fest bestimmt, sondern auch in ihrem Ablauf. Jedes Betriebsmittel wird in drei Schritten geprüft:

  • Im ersten Schritt erfolgt eine Sichtprüfung
  • Im zweiten Schritt ist eine Funktionsprüfung erforderlich
  • Die Messprüfung stellt den dritten Schritt der DGUV Prüfung
  • Erst, nachdem der Prüfer alle drei Schritte erfolgreich durchgeführt hat, gilt die gesamte Prüfung als abgeschlossen.

Prüfzyklen für die DGUV Prüfung

Die Prüfzyklen werden für jedes Unternehmen individuell festgelegt. Sobald ein Unternehmer elektrische Geräte oder Betriebsmittel nutzt, ist er verpflichtet, eine Prüfung anzumelden. Die erste der Prüfungen erfolgt vor der Inbetriebnahme der Geräte. Der Prüfer legt im zweiten Schritt DGUV Prüfzyklen fest. Diese orientieren sich vorrangig an der Art der Betriebsmittel. Für Geräte, die mobil verwendet und immer wieder neu mit dem Stromnetz verbunden werden, ist die Prüfung häufiger erforderlich als bei Anlagen, die fest verbaut sind und in der Regel nicht vom Stromnetz getrennt werden.

Alle Maschinen und Betriebsmittel werden in die Prüfung einbezogen
Von der Notwendigkeit einer DGUV Prüfung ist kein Betriebsmittel ausgenommen. Neben den Maschinen und Anlagen und Kleingeräten wie Werkzeugmaschinen können auch Industriewagen oder andere Anlagen in die Prüfung einbezogen werden, sobald diese am Stromnetz betrieben werden.

DGUV Prüfung – Fazit

Im Rahmen der DGUV Prüfung werden alle fest verbauten und mobilen Elektrogeräte auf ihre Sicherheit und Funktionsfähigkeit geprüft. Die turnusmäßige Durchführung der Überprüfung ist Vorschrift. Als Unternehmer müssen Sie die Zertifikate auf Verlangen vorlegen. Sie können Prüftermine individuell mit einem Prüfer vereinbaren. Achten Sie jedoch auf eine Zertifizierung, denn nicht jedes Unternehmen ist berechtigt, die DGUV Prüfung durchzuführen.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Nachfolgekrise im Mittelstand: Warum immer mehr Betriebe vor dem Aus stehen
Aktuell
Nachfolgekrise im Mittelstand: Warum immer mehr Betriebe vor dem Aus stehen

Viele Verantwortliche in mittelständischen Unternehmen stehen vor einer Entscheidung, die sich nicht aufschieben lässt: Wer führt den Betrieb weiter, wenn der Inhaber ausscheidet? Laut KfW streben Eigentümer bis Ende 2029 im Jahresdurchschnitt rund 109.000 Unternehmensnachfolgen an. Zugleich planen oder erwägen Inhaber jährlich etwa 114.000 Geschäftsaufgaben. Beides sind hochgerechnete Absichten, keine bereits vollzogenen Übergaben oder Schließungen. Dass immer mehr Unternehmer in den Ruhestand gehen, erklärt allerdings nur einen Teil des Problems. Ein Betrieb kann seit Jahrzehnten am Markt etabliert sein und dennoch schwer einen Käufer finden – etwa weil Erträge, Kaufpreisvorstellungen und Investitionsbedarf nicht zusammenpassen. Damit stellt sich auch die Frage, welche Folgen ausbleibende Übergaben für Beschäftigte, Regionen und den Wirtschaftsstandort Deutschland haben. Mehr Stilllegungspläne als Nachfolgewünsche: Wie groß ist das Problem?

Lesen
Empathie und Struktur: Die stille Professionalität im Bestattungswesen
Ratgeber
Empathie und Struktur: Die stille Professionalität im Bestattungswesen

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, gerät die gewohnte Welt aus den Fugen. Für die Angehörigen steht die Zeit für einen Moment still, während Schmerz, Leere und Ratlosigkeit den Alltag überlagern. Gleichzeitig verlangt genau dieser sensible Augenblick viele sachliche Entscheidungen. Formulare müssen ausgefüllt, Fristen beachtet und erste Schritte in die Wege geleitet werden. In diesem Spannungsfeld zwischen persönlicher Trauer und praktischen Notwendigkeiten übernimmt das Bestattungswesen eine zentrale Aufgabe. Mit Ruhe, Einfühlungsvermögen und einer verlässlichen Ordnung schaffen Bestatter in den ersten Stunden den nötigen Halt. Sie nehmen den Angehörigen die Last der Organisation von den Schultern, damit Raum bleibt für das, was jetzt wirklich zählt: ein würdevolles und persönliches Abschiednehmen.

4 Min. LesezeitLesen
Zwischen Anteilnahme und Arbeitsalltag: Ein Leitfaden für Trauerfälle im Team
Arbeitsleben
Zwischen Anteilnahme und Arbeitsalltag: Ein Leitfaden für Trauerfälle im Team

Der Tod eines nahen Menschen reißt Betroffenen den Boden unter den Füßen weg. Erleidet ein Mitarbeiter einen solchen Schicksalsschlag, bleibt diese Erschütterung nicht an der Bürotür stehen. Tiefe persönliche Trauer und die Anforderungen des Berufslebens treffen unvermittelt aufeinander. In diesem Moment geraten gewohnte Abläufe ins Wanken. Für Vorgesetzte entsteht eine Situation, auf die herkömmliche Management-Leitfäden selten vorbereiten. Es geht darum, Raum für Schmerz und Rückzug zu schaffen, während der Betrieb geordnet weiterlaufen muss. Gelebte Unternehmenskultur zeigt sich nicht in Erfolgsphasen, sondern im Umgang mit menschlichen Krisen. Echtes Verständnis, Verlässlichkeit und der Verzicht auf leere Floskeln geben Halt und beweisen, dass die Menschen hinter den Arbeitsergebnissen an erster Stelle stehen.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite