Expertentalk·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
13. August 2024

Erfolgreich bloggen: Jochen Gererstorfer im Interview

Die Zeiten, in denen das Veröffentlichen wöchentlicher Blog-Beiträge allein zum Erfolg führte, sind gezählt. Dennoch kann sich das Bloggen nach wie vor als lukrativ erweisen, sofern Blogger über das notwendige Fachwissen verfügen. So ist es beispielsweise von Bedeutung, die Länge der Artikel zu berücksichtigen, SEO zu betreiben und Kooperationen einzugehen.

Jochen Gererstorfer ist als erfolgreicher Blogger, Online-Marketer und Head of SEO tätig. Der engagierte Experte führt den Blog “bloggerpilot.com”. Hier veröffentlicht er in regelmäßigen Abständen Tipps und Tricks für Blogger-Neulinge.

Doch wie wurde Jochen Gererstorfer zum Blog-Experten und welche Ratschläge hätte er sich in seinen Anfangszeiten gewünscht? Die Redaktion hat den ambitionierten Spezialisten zum Interview getroffen!

Redaktion: Willkommen zu diesem Interview, Herr Jochen Gererstorfer von bloggerpilot.com! Würden Sie sich einmal selbst vorstellen?

Jochen Gererstorfer: Ja, natürlich. Mein Name ist Jochen Gererstorfer. Ich komme aus der schönen Stadt St. Pölten in Österreich. Ich lebe allein mit meinen drei Kindern, die mich jung halten.

Im Jahr 2000 habe ich meine erste Website erstellt. Es war eine statische Seite, die mit dem Editor programmiert wurde. Das Projekt war zwar öffentlich zugänglich, aber eigentlich als Informationssystem für eine Ausbildung gedacht, die ich damals gemacht habe.

Schnell folgten weitere Online-Projekte. Ich hatte Blut geleckt. Kurze Zeit später habe ich auch meinen beruflichen Schwerpunkt auf das Betreiben von Webseiten gelegt und lebe seitdem auch davon.

Redaktion: Sie sind erfolgreicher Blogger, Marketer und Webdesigner. Unter anderem betreiben Sie einen Blog, auf dem Sie Interessenten Tipps zum Bloggen und der Vermarktung von Inhalten bereitstellen. Welchen Rat hätten Sie sich zu Beginn Ihrer Karriere gewünscht?

Jochen Gererstorfer: Beim Bloggen sind zwei Dinge wichtig. Erstens: Beginne mit einem Projekt, in das du deine ganze Leidenschaft und Arbeit steckst. Zweitens: Starte mit einem Paukenschlag. Damit Google auf deinen neuen Blog aufmerksam wird, musst du am Anfang richtig Gas geben. Am besten veröffentlichst du jeden Tag einen Beitrag oder so oft du kannst.

Mit diesen zwei Tipps habe ich mein neuestes Projekt in nur sechs Monaten von 0 auf über 2.000 Besucher täglich gebracht.

Redaktion: Was würden Sie Einsteigern raten, die ihren ersten Blog betreiben und noch keine nennenswerten Umsätze erzielen?

Jochen Gererstorfer: Das Wichtigste ist, deine Nische zu definieren. Je kleiner du sie wählst, desto wahrscheinlicher wird dein Blog erfolgreich sein. Wenn du also 20 Kategorien anlegst, sind deine Themen zu breit gefächert. Starte lieber mit zwei oder drei Kategorien und etabliere dich hier als Spezialist.

Redaktion: Was zeichnet eine professionelle Website für einen Blog aus? Wie sollte diese gestaltet werden?

Jochen Gererstorfer: Schon seit Jahren liegen einfache, cleane Designs mit viel Weißraum im Trend. Dies ist vor allem für Blogs wichtig. Dadurch rücken Navigation und Sidebars in den Hintergrund und der Inhaltsbereich in den Vordergrund. Auch Sidebars werden immer seltener eingesetzt. Stattdessen erleichtert eine durchdachte Breadcrumb-Navigation den Weg durch die Website.

Gerade bei längeren Texten sollte auch die Struktur auffällig sein. Damit meine ich eine deutlich größere Schrift für Überschriften. Für die Startseite gilt immer: Das Thema des Webauftritts muss sofort erkenntlich sein.

Redaktion: Welche typischen Fehler im Webdesign sind Ihnen im Laufe Ihrer Karriere begegnet?

Jochen Gererstorfer: Tatsächlich habe ich schon einige Kundenprojekte übernommen, wo so einiges im Argen lag. Gerade nicht professionell erstellte Websites sind oft zu überladen oder generell zu dunkel. Das wirkt nicht einladend und der Besucher hat Mühe, die gesuchten Informationen zu finden. In solchen Fällen ist es ratsam, die gesamte Struktur beziehungsweise das Design zu überdenken.

Auf der technischen Seite sehe ich immer wieder Blogs, die mit Plugins und Funktionen überladen sind, die den Besucher nur verwirren und keinen Mehrwert bieten. Die Herausforderung besteht dann darin, die Site gemeinsam mit dem Betreiber auf die Kernfunktionen zu reduzieren. Das ist oft gar nicht so einfach!

Redaktion: Sie raten Ihren Lesern dazu, sich nicht von Softwares und Social-Media-Plattformen abhängig zu machen. Warum ist es wichtig, unabhängig zu bleiben?

Jochen Gererstorfer: Kein Anbieter und kein System bleibt für immer erhalten. Ein Business sollte so weit es geht, unabhängig von anderen Einflüssen sein.

Beim Bloggen setzte ich gerne auf WordPress.org. Mit zusätzlichen Backups bin ich auch vor einem Providerausfall geschützt. Sogar die Domains trenne ich von meinem Hosting-Provider.

Wer sein Geschäft rein auf einem Social-Media-Kanal wie Instagram aufbaut, hat sich zu 100 Prozent abhängig gemacht. Das bedeutet aber nicht, dass externe Kanäle nicht genutzt werden sollten. Gerade Social-Media gehört einfach zum Marketing-Mix.

Redaktion: Auf Ihrer Website weisen Sie auch mehrfach darauf hin, dass die Suchmaschinenoptimierung ein zentrales Element im Bereich Suchmaschinenmarketing darstellt. Warum ist die SEO von Bedeutung?

Jochen Gererstorfer: Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist entscheidend, um die Sichtbarkeit einer Website in den organischen Suchergebnissen zu verbessern. Eine hohe Platzierung in den Suchergebnissen führt zu mehr Traffic, Glaubwürdigkeit und potenziellen Kunden. SEO ist daher ein zentrales Element des Suchmaschinenmarketings, da es im Gegensatz zu bezahlten Werbekampagnen, die auf lange Sicht kostspielig sein können, nachhaltigen und kostenlosen Traffic liefert.

Für Neulinge mit einer neuen Website ist es wichtig, mit den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung zu beginnen. Zunächst sollten sie eine gründliche Keyword-Recherche durchführen, um die Suchbegriffe zu ermitteln, nach denen ihre Zielgruppe sucht.

Der nächste Schritt besteht darin, die Struktur und den Inhalt der Website zu optimieren. Dazu gehören die Optimierung von Meta-Tags und Alt-Texten sowie die Erstellung von qualitativ hochwertigem und relevantem Content.

Zudem ist es wichtig, Backlinks von vertrauenswürdigen Seiten zu erhalten, da diese das Ranking erheblich verbessern können. Langfristig sollte der Fokus auf kontinuierlicher Optimierung und Analyse liegen.

Aber das Wichtigste: Schaffe einen Mehrwert für deine Besucher. Ein Tipp: Interessierte sollten sich auch über das Helpful Content Update von Google informieren.

Redaktion: Vielen Dank für das spannende Interview, Herr Gererstorfer. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg!

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Industrielle Vakuumarchitektur: Prozesssicherheit und Hygiene in sensiblen Produktionsbereichen
Business
Industrielle Vakuumarchitektur: Prozesssicherheit und Hygiene in sensiblen Produktionsbereichen

Reinheit und Prozessstabilität gehören in vielen Industrie- und Verarbeitungsbetrieben zu den Voraussetzungen für eine zuverlässige Produktion sensibler und hochwertiger Güter. Ob bei der Verpackung frischer Lebensmittel unter Schutzatmosphäre, bei der Tablettierung in der Pharmaindustrie oder bei der Beschichtung von Halbleiterkomponenten: Verunreinigungen, Druckschwankungen oder unerwünschte Einträge können die Produktqualität beeinträchtigen und im Einzelfall ganze Chargen gefährden. Für Geschäftsführer, Betriebsleiter und Produktionsingenieure stellt sich daher nicht allein die Frage, wie an einer einzelnen Arbeitsstation der benötigte Unterdruck erzeugt wird. Entscheidend ist vielmehr, wie die Vakuumversorgung in die Produktionsabläufe eingebunden wird. Neben der erforderlichen Leistung zählen dabei Hygieneanforderungen, Energieeffizienz, Wartung, räumliche Gegebenheiten und spätere Erweiterungsmöglichkeiten. Trockenlaufende Vakuumtechnik für sensible Produktionsbereiche

3 Min. LesezeitLesen
Digitales Aufmaß im Bau: Wie Scanflow Solutions Bestandsdaten nutzbar macht
Business
Digitales Aufmaß im Bau: Wie Scanflow Solutions Bestandsdaten nutzbar macht

Wer in Bau, Planung oder Handwerk arbeitet, kennt das Bild: Zollstock, Lasermessgerät und eine handschriftliche Skizze gelten seit Jahrzehnten als Standardwerkzeuge bei der Bestandserfassung. Doch gerade bei komplexen Räumen, verwinkelten Gebäuden oder großen Außenanlagen stößt das klassische Aufmaß immer häufiger an Grenzen. Maße fehlen, Nachmessungen werden nötig, und Unsicherheiten tauchen oft erst auf, wenn die Planung schon fortgeschritten oder die Ausführung angelaufen ist. Immer mehr Betriebe setzen deshalb auf 3D-Scanner, um Bestandsdaten vollständig und digital zu erfassen und genau auf diesen Wandel hat sich Scanflow Solutions spezialisiert. Warum klassisches Aufmaß an seine Grenzen stößt Das manuelle Aufmaß ist in der Theorie einfach: Vor Ort messen, Werte notieren, im Büro übertragen. In der Praxis zeigen sich jedoch wiederkehrende Schwachstellen. Bei unregelmäßigen Grundrissen, schrägen Wänden oder technisch dicht belegten Räumen lassen sich relevante Maße leicht übersehen. Fehlt später ein Wert für die Planung, bedeutet das häufig einen zweiten Vor-Ort-Termin mit entsprechendem Zeit- und Kostenaufwand.

6 Min. LesezeitLesen
Glas im Gewerberaum: Worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten
Guide's
Glas im Gewerberaum: Worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten

In Büros, Praxen, Verkaufsflächen und Eingangsbereichen prägt die Raumgestaltung maßgeblich, wie ein Standort genutzt wird und wie er auf Kunden, Patienten und Mitarbeitende wirkt. Glas kann dabei eine besondere Rolle spielen: Es trennt Bereiche, ohne Räume optisch zu verkleinern, lässt Tageslicht tief ins Gebäude und wirkt wertig, ohne aufdringlich zu sein. Die kurze Antwort auf die Frage, worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten, lautet deshalb: Funktion schlägt Optik. Eine Glaslösung erfüllt ihre Aufgabe im Alltag nur dann zuverlässig, wenn Konstruktion, Ausführung und Einbausituation zur konkreten Nutzung passen und wenn Maße, Anschlüsse und Sicherheitsanforderungen früh mit einem Fachbetrieb geklärt werden. Dieser Beitrag ordnet die wesentlichen Überlegungen ein, bevor Unternehmen ein Glasbauteil neu planen, modernisieren oder reparieren lassen. Warum Glas im Gewerberaum mehr als Gestaltung ist Glas wird in gewerblichen Räumen häufig zuerst als gestalterisches Element wahrgenommen. Tatsächlich ist der Werkstoff vor allem eine funktionale Entscheidung. Eine Glastrennwand grenzt Arbeitsbereiche ab, ohne die Sichtachsen im Raum zu unterbrechen. Große Fensterflächen und verglaste Eingangsbereiche bringen Tageslicht in Zonen, die sonst künstlich beleuchtet werden müssten. Mattierte oder strukturierte Ausführungen schaffen Sichtschutz, wo Vertraulichkeit nötig ist, etwa in Besprechungs- oder Behandlungszimmern. Je nach Aufbau kann eine Verglasung auch die Geräuschübertragung dämpfen oder kaum, wenn die Konstruktion nicht dafür ausgelegt ist. Zudem lassen sich Glasflächen in der Regel unkompliziert reinigen, was in Praxen und stark frequentierten Empfangsbereichen ein praktischer Vorteil ist.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite