News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
22. September 2022

Größter Sorgen-Faktor? Energieversorgung und Inflation!

Durchschnittliche Inflationsrate 2023: 44 % richten sich auf 9 % und mehr ein

Für das kommende Jahr geht die Bevölkerung mehrheitlich von einer hohen durchschnittlichen Inflationsrate aus: 44 % der Befragten sieht sie bei 9 % oder noch höher. Mit einer Rate von 7 % bis unter 9 % rechnen 20 %. Nur 9 % der Menschen glauben an eine Rate von 3 bis unter 5 %. Je nach Beschäftigungsstatus der Befragten gab es unterschiedliche Einschätzungen zur Inflation. Bei Arbeitslosen und Studierenden liegt der Anteil derer, die eine Inflationsrate von mindestens 9 % erwarten, besonders hoch (Arbeitslose 68 %, Studierende 63 %).

Fast die Hälfte spart derzeit nicht

Die Inflation hält viele Menschen vom Sparen ab oder verunsichert sie. Fast die Hälfte (48 %) der Umfrage-Teilnehmer beantwortet die Frage, wieviel sie angesichts der Inflation sparen, mit „Nichts“. Die zweithäufigste Antwortet lautet „Weiß nicht“ (13 %). Es wählen also weniger als die Hälfte der Befragten konkrete Sparbeträge als Antwort. Immerhin: 35 % der Befragten legen monatlich mehr als 100 Euro auf die hohe Kante. Weitere 6 % sparen weniger als 100 Euro im Monat. „Angesichts des aktuellen Marktumfeldes ist die Zurückhaltung beim Sparen verständlich. Wenn man doch sparen kann, kommt es umso mehr auf das Wie an,“ sagt Dr. Igor Radovic, Direktor Produkt- und Vertriebsmanagement Canada Life Europe.

Sparen für alle Fälle statt Konsum

Derzeit haben Sparer vor allem eines im Sinn: 48 % legen momentan am ehesten Geld für Unvorhergesehenes zur Seite. In Regionen mit sehr niedriger Kaufkraft liegt dieser Anteil sogar bei 58 %. Mit einigem Abstand folgt die Altersvorsorge (25 %). Bei den Jüngeren spielt diese sogar eine größere Rolle als beim bundesweiten Durchschnitt: Der Anteil bei den 18-29jährigen, die für die Altersvorsorge Geld zurücklegen, liegt hier bei 45 %, bei den 30-39jährigen sogar bei 47 %. Hinter der Altersvorsorge folgt ein recht großer Teil Unschlüssiger ohne konkretes Sparziel (22 %). Je 16 % haben andere Pläne mit dem Geld oder legen es beiseite, um die Urlaubskasse aufzubessern. Eine untergeordnete Rolle spielen größere Anschaffungen wie Auto oder Möbel: Nur 11 % sparen momentan hierfür. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.

„Dass die Menschen sich beim Sparen jetzt auf Unvorhergesehenes einrichten, kann ich absolut nachvollziehen“ erklärt Radovic. „Besonders erfreulich finde ich, dass die Altersvorsorge bei den Sparenden dennoch so hoch im Kurs steht! Die Schätzungen zur Höhe der Inflation zeigen aber auch: Wer spart, braucht renditefähige Anlageklassen wie Sachwerte. Sie sorgen dafür, dass Altersvorsorge auch die nötigen Wachstumschancen bekommt!“

Über die Umfrage

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag von Canada Life 2500 Personen zwischen dem 08. und dem 12.09.2022 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Einwohner ab 18 Jahren. Alle Ergebnisse wurden auf ganze Zahlen gerundet. Bei zwei speziellen Zielgruppenfragen (Personen, die Geld sparen können, und Personen, die aufgrund der Inflation weniger Geld für ihre freiwilligen Versicherungen ausgeben) wurden 1000 Personen befragt (volljährige Bundesbürger). Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 2,7 %.

(ots)

Teilen:
Weitere Artikel
Industrielle Vakuumarchitektur: Prozesssicherheit und Hygiene in sensiblen Produktionsbereichen
Business
Industrielle Vakuumarchitektur: Prozesssicherheit und Hygiene in sensiblen Produktionsbereichen

Reinheit und Prozessstabilität gehören in vielen Industrie- und Verarbeitungsbetrieben zu den Voraussetzungen für eine zuverlässige Produktion sensibler und hochwertiger Güter. Ob bei der Verpackung frischer Lebensmittel unter Schutzatmosphäre, bei der Tablettierung in der Pharmaindustrie oder bei der Beschichtung von Halbleiterkomponenten: Verunreinigungen, Druckschwankungen oder unerwünschte Einträge können die Produktqualität beeinträchtigen und im Einzelfall ganze Chargen gefährden. Für Geschäftsführer, Betriebsleiter und Produktionsingenieure stellt sich daher nicht allein die Frage, wie an einer einzelnen Arbeitsstation der benötigte Unterdruck erzeugt wird. Entscheidend ist vielmehr, wie die Vakuumversorgung in die Produktionsabläufe eingebunden wird. Neben der erforderlichen Leistung zählen dabei Hygieneanforderungen, Energieeffizienz, Wartung, räumliche Gegebenheiten und spätere Erweiterungsmöglichkeiten. Trockenlaufende Vakuumtechnik für sensible Produktionsbereiche

3 Min. LesezeitLesen
Digitales Aufmaß im Bau: Wie Scanflow Solutions Bestandsdaten nutzbar macht
Business
Digitales Aufmaß im Bau: Wie Scanflow Solutions Bestandsdaten nutzbar macht

Wer in Bau, Planung oder Handwerk arbeitet, kennt das Bild: Zollstock, Lasermessgerät und eine handschriftliche Skizze gelten seit Jahrzehnten als Standardwerkzeuge bei der Bestandserfassung. Doch gerade bei komplexen Räumen, verwinkelten Gebäuden oder großen Außenanlagen stößt das klassische Aufmaß immer häufiger an Grenzen. Maße fehlen, Nachmessungen werden nötig, und Unsicherheiten tauchen oft erst auf, wenn die Planung schon fortgeschritten oder die Ausführung angelaufen ist. Immer mehr Betriebe setzen deshalb auf 3D-Scanner, um Bestandsdaten vollständig und digital zu erfassen und genau auf diesen Wandel hat sich Scanflow Solutions spezialisiert. Warum klassisches Aufmaß an seine Grenzen stößt Das manuelle Aufmaß ist in der Theorie einfach: Vor Ort messen, Werte notieren, im Büro übertragen. In der Praxis zeigen sich jedoch wiederkehrende Schwachstellen. Bei unregelmäßigen Grundrissen, schrägen Wänden oder technisch dicht belegten Räumen lassen sich relevante Maße leicht übersehen. Fehlt später ein Wert für die Planung, bedeutet das häufig einen zweiten Vor-Ort-Termin mit entsprechendem Zeit- und Kostenaufwand.

6 Min. LesezeitLesen
Glas im Gewerberaum: Worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten
Guide's
Glas im Gewerberaum: Worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten

In Büros, Praxen, Verkaufsflächen und Eingangsbereichen prägt die Raumgestaltung maßgeblich, wie ein Standort genutzt wird und wie er auf Kunden, Patienten und Mitarbeitende wirkt. Glas kann dabei eine besondere Rolle spielen: Es trennt Bereiche, ohne Räume optisch zu verkleinern, lässt Tageslicht tief ins Gebäude und wirkt wertig, ohne aufdringlich zu sein. Die kurze Antwort auf die Frage, worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten, lautet deshalb: Funktion schlägt Optik. Eine Glaslösung erfüllt ihre Aufgabe im Alltag nur dann zuverlässig, wenn Konstruktion, Ausführung und Einbausituation zur konkreten Nutzung passen und wenn Maße, Anschlüsse und Sicherheitsanforderungen früh mit einem Fachbetrieb geklärt werden. Dieser Beitrag ordnet die wesentlichen Überlegungen ein, bevor Unternehmen ein Glasbauteil neu planen, modernisieren oder reparieren lassen. Warum Glas im Gewerberaum mehr als Gestaltung ist Glas wird in gewerblichen Räumen häufig zuerst als gestalterisches Element wahrgenommen. Tatsächlich ist der Werkstoff vor allem eine funktionale Entscheidung. Eine Glastrennwand grenzt Arbeitsbereiche ab, ohne die Sichtachsen im Raum zu unterbrechen. Große Fensterflächen und verglaste Eingangsbereiche bringen Tageslicht in Zonen, die sonst künstlich beleuchtet werden müssten. Mattierte oder strukturierte Ausführungen schaffen Sichtschutz, wo Vertraulichkeit nötig ist, etwa in Besprechungs- oder Behandlungszimmern. Je nach Aufbau kann eine Verglasung auch die Geräuschübertragung dämpfen oder kaum, wenn die Konstruktion nicht dafür ausgelegt ist. Zudem lassen sich Glasflächen in der Regel unkompliziert reinigen, was in Praxen und stark frequentierten Empfangsbereichen ein praktischer Vorteil ist.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite