News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
30. März 2023

Verdi: Tarifverhandlungen sind gescheitert! Wie geht es weiter?

Seit Januar haben Arbeitgeber und Gewerkschaften über die Einkommen im öffentlichen Dienst für Bund und Kommunen verhandelt. Begleitet wurden die Zusammenkünfte durch zum Teil massive Warnstreiks. Nun erklärte Verdi-Chef Frank Werneke die Tarifverhandlungen als gescheitert. Die Unterschiede seien “unüberbrückbar” gewesen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser bedauerte den Abbruch. Während der dreitägigen Schlussrunde sei man “bis an die Grenze des Verantwortbaren für die öffentliche Haushalte gegangen”. Mehr sei nicht drin.

Wie geht es weiter? Sind neue Streiks geplant?

Chef des Beamtenbundes (dbb), Ulrich Silberbach, erklärte, die öffentlich Beschäftigten seien mit klaren Forderungen an die Gewerkschaften getreten. Es ginge dabei nicht allein um einen Inflationsausgleich, sondern auch um eine Reallohnerhöhung.

Im Folgenden übernehmen unabhängige Schlichter, einberufen von Innenministerin Faeser, die Suche nach einer Lösung. Zeit sei dafür bis Mitte April; bis dahin herrsche eine Friedenspflicht. Zumindest bis über die Ostertage werde es keine neuen Streiks geben. Werneke Werneke behielt sich einzig das Recht auf vereinzelte, kleinere Warnstreiks für diese Zeit vor.

Wie es nach der Schlichtung weitergeht, bleibt ungewiss. Frühestens am 18. April können neue Tarifverhandlungen der Parteien aufgenommen werden.

Unüberbrückbare Unterschiede: Wie weit lagen Angebot und Forderung auseinander?

Die von dbb und Verdi gestellten Forderungen lauten 10,5 Prozent mehr Einkommen.

Das Angebot seitens der Arbeitgeber lag im Februar noch bei fünf Prozent mehr Lohn. Dazu sei eine Einmalzahlung von 1.500 Euro angeboten worden. Im Laufe der Verhandlungen erhöhten die Arbeitgeber um weitere 1.000 Euro Einmalzahlung.

Abgewiesen wurde das damalige Angebot aufgrund des fehlenden Mindestbetrags, welchen Verdi und dbb mit 500 Euro angaben.

Die Schlussrunde der Tarifverhandlungen beendeten die Parteien mit einem Angebot von acht Prozent mehr Lohn, plus einer Einmalzahlung von 3.000 Euro sowie dem geforderten Mindestbetrag in Höhe von 300 Euro, der für die unteren Einkommensgruppen 15 Prozent mehr an Gehalt ausgemacht hätte.

Betroffen von den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst sind Angehörige unter anderem Erzieherinnen, Busfahrer, Angestellte von Bädern, Feuerwehrleute, Krankenschwestern, Verwaltungsangestellte, Altenpflegerinnen, Klärwerksmitarbeiter, Förster und Ärzte. Bis zum Ende der letzten Verhandlungsrunde konnten die Gewerkschaften auf Rückendeckung von über 500.000 Teilnehmer:innen hinweisen. Zusätzlich wurden 70.000 neue Gewerkschaftseintritte verzeichnet.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Interview mit Regina Käser: Wie Beratung und Handwerk den Friseurbesuch prägen
Expertentalk
Interview mit Regina Käser: Wie Beratung und Handwerk den Friseurbesuch prägen

Ein Friseurbesuch beginnt selten mit einer fertigen Lösung. Er beginnt mit Fragen: Welcher Schnitt trägt sich im Alltag gut? Welche Farbe passt zum Typ? Wie viel Pflegeaufwand ist realistisch? Gerade regionale Salons stehen für eine Verbindung aus Handwerk, Beratung und persönlicher Nähe, die über die reine Dienstleistung hinausgeht. Wie sich dieser Anspruch im Arbeitsalltag umsetzen lässt, erklärt Regina Käser im Gespräch. Die Friseurmeisterin betreibt den Salon Föhnlage in Tauting bei Murnau und verbindet dort klassisches Handwerk mit einer naturorientierten Arbeitsweise. Außerdem verrät sie, worauf Gäste vor einem Termin achten sollten. Zwischen Handwerk, Beratung und persönlichem Stil Regina Käser ist Friseurmeisterin. Ihr Salon liegt in Tauting, einer ruhigen Ortslage nahe dem Staffelsee mit Blick auf die Berge. Der Salon richtet sich an Kundinnen und Kunden aus Tauting, Murnau und der regionalen Umgebung. Wer beispielsweise einen professionellen Friseur in Murnau und Umgebung sucht, findet in Tauting einen persönlich geführten Betrieb mit festem Team.

6 Min. LesezeitLesen
Wie mittelständische Unternehmen Entscheidungen ganzheitlich planen: Fragen an Jakoby Dr. Baumhof
Expertentalk
Wie mittelständische Unternehmen Entscheidungen ganzheitlich planen: Fragen an Jakoby Dr. Baumhof

Eine Investition berührt selten nur eine betriebliche Frage. Sie verändert womöglich die Liquiditätsplanung, wirkt sich steuerlich aus und verlangt neue Verträge. Werden diese Punkte erst nacheinander geprüft, fehlen bei der Entscheidung leicht wichtige Informationen. Was sollten mittelständische Unternehmen frühzeitig zusammenführen? Das folgende Interview mit der Partnerin Dr. Angelika Baumhof der Kanzlei Jakoby Dr. Baumhof ordnet das Thema redaktionell ein. Unternehmensentscheidungen beginnen mit einem vollständigen Bild business-on.de: Warum reicht es bei größeren Entscheidungen nicht, Steuer-, Rechts- und Finanzierungsfragen getrennt zu betrachten?

6 Min. LesezeitLesen
Haarverlust im Arbeitsleben: Marcel Brunnet über diskrete Zweithaarlösungen
Arbeitsleben
Haarverlust im Arbeitsleben: Marcel Brunnet über diskrete Zweithaarlösungen

Haarverlust ist im Berufsleben mehr als eine ästhetische Frage. Wer in Meetings, Kundengesprächen oder im Team souverän auftreten möchte, erlebt dünner werdendes Haar oder kahle Stellen oft als zusätzliche Belastung. Welche Lösung passt, hängt von vielen Faktoren ab: der Ursache des Haarverlusts, dem gewünschten Erscheinungsbild, dem Tragekomfort, dem Pflegeaufwand und dem persönlichen Alltag. Im Interview erklärt Marcel Brunnet, worauf Betroffene bei der Auswahl einer Zweithaarlösung achten sollten und welche Rolle eine persönliche Beratung dabei spielt. Interview mit Marcel Brunnet: Wenn Haarverlust den Arbeitsalltag berührt Marcel Brunnet ist Betriebsinhaber, Friseurmeister sowie Zweithaar- und Perückenspezialist bei meister brunnet in Weinsberg, das seit über 60 Jahren für Zweithaar, Perücken und Haarersatz steht. Im Gespräch ordnet er ein, warum die Entscheidung für eine Zweithaarlösung immer eine individuelle ist.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite