Personal·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
24. September 2023

Fiverr Umfrage: Knapp zwei Drittel schaffen Arbeitsvolumen auch in vier Tagen

Arbeitszeit und Produktivität

Knapp zwei Drittel (62 %) der Befragten aus Deutschland sind überzeugt1, dass sie die gleiche Menge Arbeit in vier statt in fünf Arbeitstagen erledigen können. Im länderübergreifenden Durchschnitt sind sogar fast 7 von 10 Befragten (69 %) dieser Meinung. In Deutschland sind vor allem die jüngeren Umfrageteilnehmer:innen dieser Ansicht: Bei der GenZ und bei der GenY sind es 68 % bzw. sogar 74 %. Innerhalb der Generation der Babyboomer ist weniger als jeder Zweite (47 %) von diesem Konzept überzeugt.

Auch in der aktuellen Diskussion geht es um die Frage, ob ein Absenken der Arbeitszeit mit einer signifikanten Produktivitätssteigerung einhergeht. Andernfalls wäre das Modell besonders für kleine und mittelständische Unternehmen langfristig kaum tragbar. Laut Umfrage sind die Befragten in Deutschland im Durchschnitt 29 Stunden pro Woche produktiv.

„Produktivität lässt sich nicht an der Arbeitszeit oder den geleisteten Stunden festmachen. Mehr und mehr steht der Output der geleisteten Arbeit im Fokus“, sagt Florian Müller, Country Manager DACH bei Fiverr. „Einige Unternehmen setzen bereits neue Arbeitsmodelle um, die an die Arbeitsweise sowie die individuellen Präferenzen der Mitarbeiter:innen und ihre Produktivitätszyklen angepasst sind. Gerade im Hinblick auf die GenZ, die den Arbeitsmarkt betritt, wird sich die Flexibilität von Arbeitgeber:innen auszahlen.“

Das Ende von 9 to 5

Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen das schrittweise Ende des traditionellen „9 to 5“-Arbeitsmodells. Schließlich fühlen sich innerhalb der üblichen Bürostunden (9to5) nur knapp über ein Drittel (37 %) der Befragten besonders kreativ. Bei der GenZ sind es sogar nur gut 3 von 10 Umfrageteilnehmer:innen (31 %).

Dabei ist knapp die Hälfte (47 %) der Befragten in den Morgenstunden (zwischen 7 und 10 Uhr) am produktivsten. Dieses Muster verstärkt sich mit dem Alter der Befragten, ältere Angestellte sind tendenziell früher morgens produktiv. Allerdings arbeitet ein Viertel (25 %) der GenZ sogar schon vor 7 Uhr am effektivsten. Dies verdeutlicht das steigende Interesse an flexiblen Abreitszeitmodellen – besonders bei den jüngeren Generationen.

Remote Work

Die Studie unterstreicht auch den weiter anhaltenden Wunsch nach ortsunabhängigem Arbeiten. Ein Viertel der Befragten aus Deutschland gibt an, am liebsten remote von zu Hause aus zu arbeiten. Die Hauptgründe hierfür sind Zeit- und Geldersparnis aufgrund des Wegfalls des Pendelns (71 %), sowie die Möglichkeit, neben der Arbeit zu Hause verschiedene Aufgaben erledigen zu können (46 %). Zusätzlich gaben 37 % der Befragten an, sich im Büro leichter ablenken zu lassen.

Zusammenarbeit im Team

Jeder Fünfte (20 %) zieht es vor, allein zu arbeiten. Hier ist Deutschland Spitzenreiter, der länderübergreifende Durchschnitt liegt lediglich bei 13 %. 43 % möchten hingegen ab und zu mit den Kollegen zusammenarbeiten.

Dabei spielen persönliche Meetings eine bedeutende Rolle. 42 % möchten sich zweimal oder häufiger pro Tag mit ihren Kollegen treffen, 33 % ein paar Mal pro Woche bis zu einmal täglich.

Mehr als die Hälfte (51 %) der Umfrageteilnehmer:innen bevorzugen dafür persönliche Meetings im Büro. Je älter die Befragten sind, desto eher sind persönliche Treffen gewünscht – bei der GenZ liegt der Anteil bei 41 % und bei den Babyboomern bei 60 %. Weitere bevorzugte Kommunikationsmittel für die Zusammenarbeit sind

  • Telefonate (35 %)
  • Videotelefonie (21 %)
  • persönliche Treffen außerhalb des Büros in Cafés oder Co-Working Spaces (21 %)

____________

1 Antworten „stimme voll und ganz zu“ und „stimme eher zu“ kombiniert

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Energetische Sanierung als Gesamtprojekt: CF Baumanagement über die Gebäudehülle
    Expertentalk
    Energetische Sanierung als Gesamtprojekt: CF Baumanagement über die Gebäudehülle

    Neue Fenster, eine gedämmte Fassade oder ein besser geschützter Dachboden: Wer ein Gebäude energetisch sanieren möchte, steht schnell vor mehreren möglichen Maßnahmen. Die entscheidende Frage ist selten, welches Bauteil für sich genommen am meisten Aufmerksamkeit verdient. Vielmehr kommt es darauf an, den Zustand des Hauses zu verstehen und anstehende Arbeiten aufeinander abzustimmen. Im Gespräch mit der Geschäftsführung Claus Fenkl vom CF Baumanagement geht es darum, welche Bereiche der Gebäudehülle Eigentümer betrachten sollten und wie sie Entscheidungen für ein Sanierungsprojekt vorbereiten können. Erst den Bestand verstehen business-on.de: Womit sollten Eigentümer beginnen, bevor sie über eine konkrete Dämmmaßnahme entscheiden?

    6 Min. LesezeitLesen
    Fliesen auswählen: Wie Raumidee, Format und Sortiment zusammenfinden
    Expertentalk
    Fliesen auswählen: Wie Raumidee, Format und Sortiment zusammenfinden

    Eine Fliese kann auf dem Bildschirm genau richtig wirken und im vorgesehenen Raum dennoch anders erscheinen. Licht, angrenzende Möbel und die Größe der belegten Fläche verändern den Eindruck. Hinzu kommen praktische Fragen: Welches Format passt zum Entwurf, wie viel Material wird benötigt und welche Produkte gehören zum Vorhaben? Im Gespräch mit FliesenXXL NRW geht es darum, die Auswahl Schritt für Schritt vorzubereiten von der ersten Raumidee bis zum Vergleich konkreter Fliesen. Vom Bildschirm zur Entscheidung im Raum business-on.de: Viele Menschen beginnen die Fliesensuche mit Bildern. Was sollte aus einer ersten Raumidee werden, bevor einzelne Produkte ausgewählt werden?

    6 Min. LesezeitLesen
    KI verändert die Suche: Worauf sich mittelständische Unternehmen einstellen müssen
    Business
    KI verändert die Suche: Worauf sich mittelständische Unternehmen einstellen müssen

    Die Google-Suche liefert zunehmend KI-generierte Antworten, die Informationen zusammenfassen und auf relevante Websites sowie weiterführende Inhalte verweisen. Unternehmen müssen sich heute darauf einstellen, dass potenzielle Kunden andere Wege zu ihren Angeboten finden. Mittelständische Betriebe müssen deshalb nicht ihre gesamte SEO-Strategie neu ausrichten. Eine technisch saubere Website, relevante Inhalte und eine klare Ausrichtung auf die Informationsbedürfnisse potenzieller Kunden bleiben wichtige Voraussetzungen. Eine Analyse der eigenen Präsenz in KI-Suchergebnissen zeigt, wo Unternehmen bereits sichtbar sind und welche Inhalte noch Potenzial bieten. Auf dieser Grundlage lassen sich Maßnahmen priorisieren und Budgets gezielt einsetzen. Was sich bei der Suche für Unternehmen verändert

    5 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite