Fiverr Umfrage: Knapp zwei Drittel schaffen Arbeitsvolumen auch in vier Tagen

Arbeitszeit und Produktivität
Knapp zwei Drittel (62 %) der Befragten aus Deutschland sind überzeugt1, dass sie die gleiche Menge Arbeit in vier statt in fünf Arbeitstagen erledigen können. Im länderübergreifenden Durchschnitt sind sogar fast 7 von 10 Befragten (69 %) dieser Meinung. In Deutschland sind vor allem die jüngeren Umfrageteilnehmer:innen dieser Ansicht: Bei der GenZ und bei der GenY sind es 68 % bzw. sogar 74 %. Innerhalb der Generation der Babyboomer ist weniger als jeder Zweite (47 %) von diesem Konzept überzeugt.
Auch in der aktuellen Diskussion geht es um die Frage, ob ein Absenken der Arbeitszeit mit einer signifikanten Produktivitätssteigerung einhergeht. Andernfalls wäre das Modell besonders für kleine und mittelständische Unternehmen langfristig kaum tragbar. Laut Umfrage sind die Befragten in Deutschland im Durchschnitt 29 Stunden pro Woche produktiv.
„Produktivität lässt sich nicht an der Arbeitszeit oder den geleisteten Stunden festmachen. Mehr und mehr steht der Output der geleisteten Arbeit im Fokus“, sagt Florian Müller, Country Manager DACH bei Fiverr. „Einige Unternehmen setzen bereits neue Arbeitsmodelle um, die an die Arbeitsweise sowie die individuellen Präferenzen der Mitarbeiter:innen und ihre Produktivitätszyklen angepasst sind. Gerade im Hinblick auf die GenZ, die den Arbeitsmarkt betritt, wird sich die Flexibilität von Arbeitgeber:innen auszahlen.“
Das Ende von 9 to 5
Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen das schrittweise Ende des traditionellen „9 to 5“-Arbeitsmodells. Schließlich fühlen sich innerhalb der üblichen Bürostunden (9to5) nur knapp über ein Drittel (37 %) der Befragten besonders kreativ. Bei der GenZ sind es sogar nur gut 3 von 10 Umfrageteilnehmer:innen (31 %).
Dabei ist knapp die Hälfte (47 %) der Befragten in den Morgenstunden (zwischen 7 und 10 Uhr) am produktivsten. Dieses Muster verstärkt sich mit dem Alter der Befragten, ältere Angestellte sind tendenziell früher morgens produktiv. Allerdings arbeitet ein Viertel (25 %) der GenZ sogar schon vor 7 Uhr am effektivsten. Dies verdeutlicht das steigende Interesse an flexiblen Abreitszeitmodellen – besonders bei den jüngeren Generationen.
Remote Work
Die Studie unterstreicht auch den weiter anhaltenden Wunsch nach ortsunabhängigem Arbeiten. Ein Viertel der Befragten aus Deutschland gibt an, am liebsten remote von zu Hause aus zu arbeiten. Die Hauptgründe hierfür sind Zeit- und Geldersparnis aufgrund des Wegfalls des Pendelns (71 %), sowie die Möglichkeit, neben der Arbeit zu Hause verschiedene Aufgaben erledigen zu können (46 %). Zusätzlich gaben 37 % der Befragten an, sich im Büro leichter ablenken zu lassen.
Zusammenarbeit im Team
Jeder Fünfte (20 %) zieht es vor, allein zu arbeiten. Hier ist Deutschland Spitzenreiter, der länderübergreifende Durchschnitt liegt lediglich bei 13 %. 43 % möchten hingegen ab und zu mit den Kollegen zusammenarbeiten.
Dabei spielen persönliche Meetings eine bedeutende Rolle. 42 % möchten sich zweimal oder häufiger pro Tag mit ihren Kollegen treffen, 33 % ein paar Mal pro Woche bis zu einmal täglich.
Mehr als die Hälfte (51 %) der Umfrageteilnehmer:innen bevorzugen dafür persönliche Meetings im Büro. Je älter die Befragten sind, desto eher sind persönliche Treffen gewünscht – bei der GenZ liegt der Anteil bei 41 % und bei den Babyboomern bei 60 %. Weitere bevorzugte Kommunikationsmittel für die Zusammenarbeit sind
- Telefonate (35 %)
- Videotelefonie (21 %)
- persönliche Treffen außerhalb des Büros in Cafés oder Co-Working Spaces (21 %)
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1 Antworten „stimme voll und ganz zu“ und „stimme eher zu“ kombiniert
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