Wirtschaft·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
28. April 2023

Mit der Sonne zur finanziellen Freiheit

In nur zwölf Jahren, bis 2035, will die Bundesregierung die Treibhausgasneutralität im Stromsektor erreichen. Bereits 2030 sollen 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, drückt massiv aufs Tempo beim Umstieg von fossilen, klimaschädlichen Energieträgern wie Gas oder Öl auf erneuerbare Alternativen: „Wir müssen den Ausbau erneuerbarer Energien mit ganzer Kraft vorantreiben. Wir haben mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im vergangenen Jahr, der Anhebung der Höchstsätze in den Ausschreibungen für Wind- und Solarenergie und einer Reihe von weiteren Änderungen den Weg für die Beschleunigung freigeräumt. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Und hier bietet vor allem der Solarausbau große Chancen.“

Photovoltaik-Ausbau muss sich bis 2026 verdreifachen

Im Erneuerbare-Energien-Gesetz sind 215 Gigawatt installierter Photovoltaik-Leistung (PV) im Jahr 2030 als Zwischenziel gesetzt. Hierfür muss sich der jährliche PV-Ausbau auf 22 Gigawatt im Jahr 2026 verdreifachen. Große und hehre Ziele – doch wie werden sie Wirklichkeit? Bereits vor mehr als 20 Jahren startete vormals die Solarindustrie in Deutschland durch. Doch von den einstigen Marktplayern wie Solarworld und Co. haben wenige bis heute überlebt.

Jetzt schickt sich eine neue Generation von innovativen Unternehmen an, die Solarwende wirklich zu vollenden. Was diese Firmen von den Solarworlds und Co. von einst unterscheidet, sind in der Regel viel ausgefeiltere, flexiblere und auch digitalisiertere Geschäftsmodelle. Die Chancen stehen damit mehr als gut, dass dieses Mal die Energiewende auch zum großen unternehmerischen Erfolg führt.

Ein Name, der in diesem Zusammenhang nicht fehlen darf, ist JES.Group. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Broderstorf bei Rostock und wurde in seinen Ursprüngen 2013 von Jonas Holtz gegründet.

Heute gibt es hierzulande wenige große, bekannte Anbieter für Photovoltaik-Lösungen. Holtz will das ändern. Aus mehreren Einzelfirmen schmiedete er die JES.Group und sagte jüngst dem „Handelsblatt“: „Wir wollen ganz klarer Marktführer bei Photovoltaik-Installationen und der innovativste Energiedienstleister in Deutschland werden.“ Für große Ziele schnappt man sich am besten starke, finanzstarke und bestens vernetzte Partner. Laut Informationen des „Handelsblatts“ ist die C&A-Eigner Familie Brenninkmeijer über ihren familieneigenen Fonds Skopos Impact mit einem zweistelligen Millionenbetrag bei JES Group eingestiegen.

Die Vision: Photovoltaik für alle

Einen besseren Zeitpunkt hätten sich die Brenninkmeijers wohl nicht ausdenken können: JES.Group startet gerade mit gepachteten Photovoltaikanlagen im Privatkundensegment durch, nachdem der Fokus bisher stärker auf dem PV-Dachausbau von Gewerbeimmobilien lag. Auch Privathaushalte mit entsprechendem Platz auf ihren Dächern können ihre Dachfläche jetzt dank JES.Group verpachten und sich kostenlos eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Sie machen sich damit unabhängig von den örtlichen Stromanbietern und zahlen während der 20-jährigen Laufzeit des Pachtvertrags nur eine überschaubare Gebühr. Für Installation und Wartung ist JES.Group verantwortlich. Unter dem Strich können damit auch Haushalte von den Chancen der Sonnenkraft und dem grünen Gratisstrom profitieren, die selbst nicht genug Kapital haben, sich selbst eine PV-Anlage aufs Dach setzen zu lassen. „JES.Solarflat“ nennt das Unternehmen dieses Pachtmodell.

Im ersten Quartal 2023 blickt Firmenchef Holtz auf Rekordzahlen: Mit 915 realisierten Photovoltaikanlagen allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres ist das Solartech-Unternehmen mit einem neuen Rekordergebnis ins laufende Geschäftsjahr gestartet. Damit konnte das Unternehmen aus dem hohen Norden das Ergebnis des Vorjahresquartals verdreifachen.

Die installierten Anlagen produzieren zukünftig jährlich rund 8.900 Megawattstunden Ökostrom. Mit derzeit rund 100 PV-Anlagen, die die Gruppe bundesweit pro Woche installiert, ist der Trend im weiteren Jahresverlauf deutlich positiv und unterstreicht die ambitionierten Wachstumsziele des Unternehmens. Für das laufende Jahr plant die JES.Group den Bau von weiteren 4.000 Photovoltaikanlagen.

Die Berater von Roland Berger erwarten für die kommenden Jahre ein jährliches Wachstum des Solarmarkts von rund 20 Prozent. Für Jonas Holtz gut, aber nicht gut genug. „Wir wollen stärker zulegen“, zitiert ihn das „Handelsblatt“.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Druckkosten im Unternehmen optimieren: So lassen sich Druckprojekte wirtschaftlich planen
Wirtschaftslexikon
Druckkosten im Unternehmen optimieren: So lassen sich Druckprojekte wirtschaftlich planen

Flyer, Broschüren, Geschäftsausstattung und Produktkataloge gehören in vielen Unternehmen weiterhin zum Marketingalltag. Doch bei der Produktion entstehen häufig vermeidbare Kosten: ungeeignete Formate, kurzfristige Änderungen oder falsch kalkulierte Auflagen können das Budget belasten. Wer Druckprojekte systematisch plant, schafft bessere Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Produktion und überzeugende Ergebnisse. Entscheidend sind dabei die Abstimmung von Kommunikationsziel, Druckverfahren, Material und Weiterverarbeitung sowie klar geregelte Abläufe zwischen Auftraggeber und Druckerei. Druckprojekte beginnen mit einer klaren Zielsetzung

7 Min. LesezeitLesen
Landmaschinen wirtschaftlich betreiben: So lassen sich Wartung, Reparaturen und Neuanschaffungen besser planen
Wirtschaftslexikon
Landmaschinen wirtschaftlich betreiben: So lassen sich Wartung, Reparaturen und Neuanschaffungen besser planen

Ein ausgefallener Traktor während der Ernte kann für landwirtschaftliche Betriebe erhebliche Kosten verursachen. Neben der eigentlichen Reparatur entstehen Verzögerungen, zusätzlicher Personalaufwand und möglicherweise Ertragsverluste. Umso wichtiger ist ein durchdachtes Maschinenmanagement. Wer Wartungsintervalle berücksichtigt, Reparaturkosten dokumentiert und Investitionen langfristig plant, kann die Wirtschaftlichkeit seines Maschinenparks verbessern. Welche Maßnahmen sich im Betriebsalltag bewähren und wann eine Neuanschaffung sinnvoll ist, zeigt dieser Ratgeber. Warum Maschinenstillstände schnell teuer werden Landwirtschaftliche Betriebe sind auf funktionierende Technik angewiesen. Traktoren, Mähwerke, Pressen und andere Landmaschinen müssen besonders während der Aussaat, Futterernte oder Erntezeit zuverlässig arbeiten. Fällt eine wichtige Maschine aus, gerät häufig die gesamte Arbeitsplanung durcheinander.

7 Min. LesezeitLesen
Kompass für den Trauerfall: Klare Strukturen für die administrative Bewältigung
Guide's
Kompass für den Trauerfall: Klare Strukturen für die administrative Bewältigung

Ein Todesfall verändert das Leben von einem Moment auf den anderen. Während die eigene Welt stillzustehen scheint, verlangt der Alltag plötzlich das genaue Gegenteil: rasches, planvolles Handeln. Zwischen dem Schmerz über den Verlust und dem Bedürfnis nach Ruhe drängen bürokratische Fristen, Ämter und unzählige Formalitäten in das Bewusstsein. Viele Entscheidungen müssen zeitgleich getroffen werden, obwohl die Gedanken ganz woanders sind. In dieser Ausnahmesituation kann eine klare Orientierung Halt geben. Wer die anstehenden Aufgaben Schritt für Schritt ordnet, behält die Übersicht und schafft sich den nötigen Freiraum, um dem Abschied den Raum zu geben, den er braucht.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite