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22. März 2021

Was beim Auto-Tuning erlaubt ist und was nicht – Darauf sollten Sie achten!

Der Wunsch nach einem absolut einzigartigen Auto oder mehr Leistung

Ob gebraucht oder neu: Schon beim Kauf warten unzählige Möglichkeiten, ein sehr individuelles oder leistungsstarkes Auto zu erwerben. Mehrere Dutzend Hersteller bieten eine ganze Reihe von Modellen in vielen verschiedenen Farben, Motorisierungen oder Ausstattungsvarianten an. Doch manchen genügt das noch nicht. Sie wollen ihr Auto optisch verändern und einzigartig machen oder wünschen sich zusätzliche PS und mehr Beschleunigung. Dieser Wunsch führt dann schnell zum Auto-Tuning, Tuningmethoden, Spezialanbietern und in die Tuning-Szene mit ihrem ganzen Profiwissen. Für einige dort ist das Tuning ein Hobby, für andere Herausforderung oder Leidenschaft. Im Prinzip kann dabei alles am Auto verändert werden:

  • Design
  • Farbe
  • Motor
  • Auspuff
  • Licht
  • Felgen oder
  • Reifen und der
  • Innenraum sowie die
  • Scheiben

Jedoch sind nicht alle Erweiterungen, Umbauten oder Tuningmethoden erlaubt. Grenzen setzen in Deutschland unter anderem:

  • das Straßenverkehrsgesetz (StVG),
  • die Straßenverkehrszulassungsverordnung (StVZO) oder
  • die Fahrzeugzulassungsverordnung (FVZ).

Außerdem gefährden einige Tuningmethoden – besonders ein Chip-Tuning des Motors – die Herstellergarantie.

Sicherheit und die amtlich genehmigte Bauart

Im Mittelpunkt aller Regelungen steht die Verkehrssicherheit eines Fahrzeugs und damit die Sicherheit des Fahrers, von Mitfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern. Um diese Verkehrssicherheit zu gewährleisten, gibt es für alle sicherheitsrelevanten Bauteile oder Komponenten eines Fahrzeugs eine amtlich genehmigte Bauart. Diese Teile decken sich weitgehend mit der gesamten Palette der Tuning-Möglichkeiten. In der Konsequenz bedeutet das: Auto-Tuning verändert nahezu immer die amtlich genehmigte Bauart und erfordert deswegen neue Genehmigungen. Das unterscheidet Tuning-Teile von gewöhnlichen Ersatzteilen zum Austausch defekter oder verschlissener Komponenten.

Sie können diese Autoersatzteile gebraucht kaufen oder hier bei Daparto ebenso als Neuteile für alle Marken und Modelle finden. Ein Preisvergleich spart dabei regelmäßig bares Geld. Dieser Preisvergleich ist bei Daparto bereits inklusive und sorgt für bis zu 80 Prozent Ersparnis bei einzelnen Autoersatzteilen. Falls erforderlich erhalten Sie die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) gleich dazu. Sie hat auch beim Auto-Tuning große Bedeutung.

Auto-Tuning: allgemeine Betriebserlaubnis und individuelle Gutachten

Achten Sie beim Kauf, An- oder Einbau von Tuning-Teilen immer auf ein amtliches Prüfzeichen wie:

  • die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE),
  • eine Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG),
  • eine EG-Betriebserlaubnis oder eine
  • ECE-Genehmigung.

Alle diese Genehmigungen bescheinigen Ihnen die Prüfung der Zulässigkeit der Teile. Bewahren Sie sie am besten im Fahrzeug auf. Liefert Ihnen der Hersteller des Tuning-Teils keine dieser Bescheinigungen mit, benötigen Sie ein Gutachten von Prüforganisationen wie TÜV oder Dekra, die Sie schon von den regelmäßigen Hauptuntersuchungen kennen. Diese individuelle Betriebserlaubnis oder Einzelbetriebserlaubnis (EBE) wird in aller Regel auch erforderlich, wenn sie mehrere Teile Ihres Fahrzeugs zugleich verändern. Die einzelnen Genehmigungen genügen dann oft nicht mehr, weil sich die Veränderungen umfangreicher auf Fahreigenschaften oder Sicherheit auswirken könnten. Hier entscheidet der Einzelfall, ob eine Änderungsabnahme beziehungsweise Anbaubegutachtung genügt oder eine Einzelbetriebserlaubnis erforderlich ist.

Eintragung von Veränderungen am Wagen durch Tuning und die Autoversicherung

Außerdem erfordern alle Maßnahmen eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere, wenn sie die Abgas- oder Fahreigenschaften, die Akustik oder Fahrzeugsicherheit beeinflussen. So können Sie bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle durch die Polizei dann auch leicht nachweisen, dass alle Umbauten den Vorschriften entsprechen. Abschließend informieren Sie noch Ihre Autoversicherung, um auch hier im Falle eines Schadens möglichen Komplikationen vorzubeugen. Denn das Tuning verändert häufig den Wert des Fahrzeugs nachhaltig. Im Kasko-Bereich verlangen Versicherungen dafür oft höhere Beiträge. Gleiches gilt für die Eingruppierung bei Leistungs- oder Motortuning. Hier kann deswegen die Einstufung in eine höhere Typklasse erfolgen oder es wird ein Risikozuschlag fällig. Die Versicherung sollte grundsätzlich immer über ein Tuning informiert werden. Ansonsten droht der Verlust des Versicherungsschutzes. Bei der Kfz-Haftpflicht zahlen Versicherer zwar trotzdem bei einem Schaden, nehmen die Versicherungsnehmer später jedoch nach einem nicht gemeldeten Tuning oft in Regress.

Bußgelder und Stilllegung: die Folgen von illegalem Auto-Tuning

Wer beim Auto-Tuning nicht auf Genehmigungen oder Eintragungen achtet, riskiert viel. Zuerst drohen Bußgelder. Zu deren Höhe oder den Strafen für andere Verkehrsverstöße informiert ein Bußgeldrechner detailliert und schnell. Hier und in vielen anderen Fällen kommt zum Bußgeld dann noch die Eintragung von Punkten im Flensburger Fahreignungsregister. In schweren Fällen bei einem umfangreichen nicht genehmigten Tuning droht sogar das Erlöschen der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs. Dann darf es auf öffentlichen Straßen überhaupt nicht mehr bewegt werden. Um das sicherzustellen, kann die Polizei im Einzelfall den Wagen sogar beschlagnahmen. Zudem kann der Versicherungsschutz entfallen.

Die Konsequenzen illegalen oder unerlaubten Auto-Tunings sind damit weitreichend und teuer. Dagegen fallen Aufwand und Kosten für Abnahme und Eintragung von Tuning-Umbauten minimal aus. Achten Sie deswegen beim Auto-Tuning besser immer darauf, dass Sie alle Vorschriften einhalten.

[QUELLEN]
https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/tuning-deutschland-ist-erlaubt-3142916
https://www.t-online.de/auto/technik/id_46567670/tuning-am-auto-was-ist-erlaubt-.html
https://www.allianzdirect.de/kfz-versicherung/zahlt-die-versicherung/tuning/

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