Lifestyle·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
7. März 2022

Wie Berufstätige nach dem Feierabend besser einschlafen

Ständige Erreichbarkeit und hohe Smartphone-Nutzung als Stressfaktoren

Viele Berufstätige haben permanent einen aufgeladenen Akku im Smartphone, aber schaffen es selbst nicht, ihre persönlichen „Batterien” aufzutanken. Vor allem die sogenannten „Flexbeschäftigen”, die unregelmäßige Arbeitszeiten oder Schichtdienst ausüben, klagen vielfach über verzögertes Einschlafen. Die Folgen sind gravierend: Sobald das Gehirn seinen Zwischenspeicher nicht mehr sortieren kann, da es dauerhaft zu wenig Schlaf bekommt, leiden Betroffene vielfach unter den gesundheitlichen Folgen: So sind „Schlechtschläfer“, die Probleme beim Ein- und Durchschlafen haben, häufiger von körperlichen Beschwerden wie Muskelverspannungen oder Rückenschmerzen betroffen. Bleibt der Schlafmangel dauerhaft bestehen, haben Beschäftige nicht nur mit einer enormen Tagesmüdigkeit zu kämpfen. Sie haben zudem ein erhöhtes Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder andere schwere gesundheitliche Schäden zu entwickeln.

Dabei gibt es einige externe Faktoren, die sich besonders gravierend auf die Schlafqualität und den Einschlafprozess auswirken. Allem voran stehen die dynamischen Arbeitsbedingungen, die vielfach stetige Erreichbarkeit erfordern. Immer straffere Terminkalender, stetiger Leistungsdruck, permanente Erreichbarkeit nach dem Feierabend sind gewichtige Risikofaktoren, die ein schnelles Einschlafen erschweren. Arbeitnehmer tun folglich gut daran, gelegentlich auf Überstunden zu verzichten und nach dem Feierabend konsequent (oder dann, wenn es die Situation erlaubt) keine geschäftlichen Telefonate oder E-Mails zu beantworten.

Damit einhergehend, sollten Arbeitnehmer auch die Nutzung ihrer Smartphones und elektrischen Geräte überdenken: besser Einschlafen nach der Arbeit gelingt nur, wenn der Körper bereits vor der Nachtruhe Zeit zum Regenerieren findet und vom stressigen Tag abschalten kann.

Natürliche Schlafmittel anstelle von Schlafräubern

Berufstätige, die stark eingespannt sind, finden nach dem Feierabend oft keine Zeit zum Kochen. Anstelle eines gesunden Abendessens stehen in vielen Fällen dann häufig Fertigprodukte auf dem Speiseplan. Doch diese sind nicht nur ungesund, sie können sich auch als „Schlafräuber” erweisen und das Einschlafen hinauszögern. Dazu gehören vor allem zuckerhaltige Lebensmittel, die Blutdruckschwankungen begünstigen und durch ein „Energiehoch” das Einschlafen erschweren.

Auch auf harntreibende, besonders scharfe oder saure Lebensmittel sollten Berufstätige, die besser einschlafen möchten, abends besser verzichten. Gurken, Melonen, Zitrusfrüchte und andere harntreibende Lebensmittel stören die Produktion des Hormons ADH (Adiuretin), das den nächtlichen Harndrang reduziert. Die Folge: Eine gefüllte Blase und der ständige Gang auf die Toilette, durch den sich das Einschlafen verzögert. Scharfe und saure Lebensmittel wie Ingwer, Chili, Orangen und Essig sind für Schlechtschläfer ebenfalls nicht zu empfehlen. Einerseits können sie die Körpertemperatur erhöhen und den Kreislauf anregen, was wiederum zu einem unruhigen Schlaf beiträgt. Andererseits verursachen mache Stoffe sogar Sodbrennen, was das schnelle Einschlafen ebenfalls nicht fördert.

Tipp: Neben den „schlafraubenden” Lebensmitteln gibt es umgekehrt förderliche Nahrungsmittel, die einen gesunden Schlaf unterstützen. Hierbei sind vor allem Baldrian und Lavendel zu nennen. Baldrian wirkt auf bestimmte Neurotransmitter im Gehirn ein, sodass sich ein Entspannungszustand einstellt und der Stress nachlässt. Auch Lavendel soll in Form eines ätherischen Öls den Stress lösen und somit den Einschlafprozess beschleunigen. Die altbewährte Milch mit Honig wirkt sich wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge nicht spürbar auf die Einschlafzeit aus, kann aber als abendliches Ritual beim Entspannen helfen.

Die richtige Schlafumgebung beschleunigt den Einschlafprozess

Grelles Licht, Straßenlärm, ein extrem warmes oder kaltes Schlafzimmer: Wer so schläft, schläft garantiert schlecht. Damit das Einschlafen gelingt, muss sich der Körper entspannen können. Zudem hemmt helles Licht die natürliche Produktion des Schlafhormons Melatonin im Körper, das wie von selbst bei Dunkelheit ausgeschüttet wird. Daher sollten insbesondere Schichtarbeiter, die gezwungenermaßen zu ungewöhnlichen Zeiten ins Bett gehen, auf eine behagliche Schlafumgebung achten.

Dazu gehört eine weder zu warme noch zu niedrige Temperatur im Schlafzimmer, die idealerweise zwischen 16 und 19 Grad Celsius beträgt. Auch das Bettzeug und die Matratze sollten hochwertig beschaffen sein und einen Härtegrad haben, der das individuelle Wohlbefinden fördert. Um das Straßenlicht auszusperren, helfen schwere Vorhänge, Rollos oder Jalousien vor den Fenstern. Damit auch der Lärm der Nachbarn nicht zu den eigenen Ohren durchdringt, sollten Schichtarbeiter bei Bedarf Ohrstöpsel bereithalten.

Teilen:
Weitere Artikel
Welche Quellen vertraut KI? Was Unternehmen über Erwähnungen, Verlinkungen und digitale Autorität wissen sollten
Künstliche Intelligenz
Welche Quellen vertraut KI? Was Unternehmen über Erwähnungen, Verlinkungen und digitale Autorität wissen sollten

KI-gestützte Suchsysteme verändern, wie Menschen Informationen recherchieren und Unternehmen wahrnehmen. Dabei bewerten sie verfügbare Informationen nach eigenen Kriterien und wählen daraus gezielt Quellen für ihre Antworten aus. Damit rückt eine neue Frage in den Mittelpunkt: Welche Quellen werden von KI-Systemen für eine Antwort ausgewählt und zitiert? Dabei gibt es keine allgemeingültige Liste vertrauenswürdiger Websites. Google AI Overviews und der KI-Modus greifen auf Webinhalte zurück, zerlegen komplexe Fragen in Teilthemen und verknüpfen Informationen aus mehreren Quellen. Untersuchungen zu Generative Engine Optimization zeigen zudem, dass sich die Quellenauswahl zwischen ChatGPT, Google und Perplexity deutlich unterscheiden kann. Wissenswertes in Kürze

8 Min. LesezeitLesen
„Das teuerste Wort im Lager heißt‚ austauschen" – Daniel Plapp im Interview über Regalsicherheit als unterschätzten Kostenhebel
Wirtschaft
„Das teuerste Wort im Lager heißt‚ austauschen" – Daniel Plapp im Interview über Regalsicherheit als unterschätzten Kostenhebel

Neukauf oder Reparatur? Ein Rechenfehler, der Lager Millionen kostet Daniel Plapp, Geschäftsführer der ROS Deutschland GmbH, über Regalsicherheit als unterschätzten Kostenhebel – und warum sich Inspektion, Reparatur und Schutz doppelt rechnen: für die Bilanz und für die Haftung. business on: Herr Plapp, ROS Deutschland kümmert sich seit 2009 um die Sicherheit von Lagerregalen. In vielen Unternehmen klingt das nach einem Randthema. Zu Unrecht? Daniel Plapp: Eindeutig zu Unrecht. Das Lager ist das pochende Herz der Lieferkette – und gleichzeitig oft ihr blinder Fleck. Solange alles läuft, schaut niemand hin. Genau das ist das Problem: Eine angefahrene Regalstütze, eine verformte Strebe – das sieht harmlos aus, bis die Tragkraft kippt. Dann reden wir nicht über eine Reparatur, sondern über einen Stillstand, eine Sperrung ganzer Gassen oder im Extremfall über einen Einsturz. Wir holen dieses Thema aus der Ecke „lästige Pflicht" heraus und machen daraus, was es ist: eine strategische Führungsaufgabe.

5 Min. LesezeitLesen
Leimeister Immobilien: Ein Makler mit langer Geschichte in Aschaffenburg
Growing Business
Leimeister Immobilien: Ein Makler mit langer Geschichte in Aschaffenburg

Ein Immobilienverkauf gehört für die meisten Eigentümer zu den größten finanziellen Entscheidungen ihres Lebens. Wer ein Haus oder eine Wohnung verkaufen oder vermieten möchte, sucht deshalb einen Partner, der den regionalen Markt kennt, transparent kommuniziert und auch in schwierigen Verhandlungssituationen einen kühlen Kopf bewahrt. Gerade weil solche Entscheidungen selten wiederholt werden, lohnt sich ein genauer Blick auf die Frage, welche Kriterien einen professionellen Immobilienpartner tatsächlich ausmachen. In Aschaffenburg und dem Rhein-Main-Gebiet zählt Leimeister Immobilien zu den Unternehmen, die sich seit Jahrzehnten genau darauf spezialisiert haben Anlass genug, einen Blick auf das Leistungsspektrum eines etablierten regionalen Maklers zu werfen. Ein Makler mit langer regionaler Geschichte Kontinuität spielt bei der Wahl eines Immobilienpartners eine größere Rolle, als es auf den ersten Blick scheint. Wer eine Immobilie verkauft oder vermietet, profitiert von einem Makler, der die lokalen Preisentwicklungen, Baugebiete und Nachfragetrends über einen längeren Zeitraum beobachtet hat und nicht erst seit Kurzem im Markt aktiv ist. Leimeister Immobilien ist seit über 50 Jahren in Aschaffenburg tätig und hat sein Geschäft im Laufe der Zeit auf das gesamte Rhein-Main-Gebiet sowie den Landkreis Aschaffenburg ausgeweitet.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite