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business-on.de Redaktion
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9. September 2024

Expertentalk mit Bjoern Christophersen vom Gerätehändler ADR AG

Unter der Leitung von Bjoern Christophersen hat sich die ADR AG als bedeutender Anbieter auf dem Markt für Computerzubehör und insbesondere für den Etikettendruck etabliert. Nach einem betriebswirtschaftlichen Studium an der Universität Hamburg begann Christophersen seine Karriere bei einem namhaften Hersteller, wo er wertvolle Kenntnisse in Vertrieb und Marketing erwarb und zudem Einblicke in die fortschrittlichsten Techniken nehmen konnte. Dort übernahm er schrittweise verantwortungsvolle Führungsrollen, die maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitrugen.

Mit klaren Ambitionen gründete Christophersen schließlich die ADR AG. Seine umfassende Fachkompetenz und innovative Denkweise sind die Eckpfeiler des unternehmerischen Erfolgs. Durch strategische Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie enge Kooperationen mit Herstellern hat die ADR AG ihre Marktanteile in den letzten Jahren signifikant gesteigert.

Christophersen setzt auf eine Unternehmenskultur, die Innovation und Kundenzufriedenheit fördert und somit die Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens bildet. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Produkte zu entwickeln und zu vertreiben, die den höchsten Qualitätsanforderungen gerecht werden. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Herstellern wird nicht nur die Qualität gewährleistet, sondern auch sichergestellt, dass die angebotenen Geräte genau die Kundenerwartungen erfüllen.

Ein weiterer entscheidender Aspekt in der Entwicklung der ADR AG ist der hervorragende Service. Langfristige Beziehungen zu den Kunden sind von zentraler Bedeutung, was zu einer hohen Kundenzufriedenheit führt. Zudem ermöglicht der gut strukturierte Online-Shop, dass die Kunden mühelos auf das gesamte Produktportfolio zugreifen können. Diese Kombination aus innovativen Produkten und einem engagierten Team hat es der ADR AG ermöglicht, sich fest am Markt zu etablieren und gleichzeitig flexibel auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren. Die Fähigkeit, ständig neue Ideen zu entwickeln und sich an den Wandel der Branche anzupassen, ist eine der Stärken der ADR AG. Damit wird nicht nur die Marktfähigkeit sichergestellt, sondern auch das Potenzial für künftiges Wachstum und Erfolg deutlich erhöht. Wir sprachen über erfolgversprechende Strategien, Herausforderungen und Zukunftsaussichten mit Bjoern Christophersen, Geschäftsführer und Gründer des Computer Zubehörhändlers ADR AG.

Business-On: Herzlich Willkommen, Herr Christophersen. Beim ersten Blick auf Ihren Online-Shop könnte man denken, man blättere im Onlinekatalog eines x-beliebigen Fachhändlers für Computerzubehör. Bei näherem Hinsehen wird jedoch schnell klar, dass Sie hochspezialisierte Geräte anbieten und sich im Wesentlichen auf den Bereich Etikettierung beschränken. Wer beispielsweise erwartet, einen Farbetikettendrucker für 200 Euro bei Ihnen zu finden, irrt sich gewaltig. In diesem Preissegment finden sich bei Ihnen höchstens Ersatzteile oder Zubehör. Sind Endkonsumenten überhaupt Ihre Zielgruppe?

Bjoern Christophersen: 95 % unserer Kunden kommen mittlerweile aus der Industrie und Medizin. Wir haben aus der Historie noch einige Privatkunden und Musiker in unserem Kundenkreis die über unser Label Mediaburn bei uns CD Produktionen in Auftrag geben aber der Fokus ist ganz klar Flash Kopiersysteme, Löschgeräte, Verpackungsmaschinen und Etikettiersysteme und Drucker.

Business-On: Sie wenden sich also an Unternehmen aus der Verpackungsindustrie sowie an professionelle Verkäufer. Wenn der Konsum und die Investitionen ins Stocken geraten, wie es derzeit im Zuge der weltweiten Unsicherheit und den relativ hohen Leitzinsen der Fall ist, bemerkt ein Unternehmen, wie das Ihre, dies sicherlich sofort?

Bjoern Christophersen: Dem ist selbstverständlich so insbesondere im Bereich der teureren Investitionsgüter. Da spielt die Zinspolitik eine große Rolle, wenn man berechnet, wie schnell denn die Wirtschaftlichkeit von einer Maschine erreicht ist. Dennoch wird in der Regel jeder, der langfristig handelt, schnell die Vorteile von Automatisierung gegenüber Outsourcing erkennen. Immerhin behält man damit kostengünstig die Produktionskapazität im Haus und macht sich nicht von Dritten abhängig. Setzt man die monatlichen Leasingkosten an, statt des Kaufpreises, ist schnell klar, dass sich eine solche Anschaffung oft ab dem ersten Monat rechnet. Für kurzfristigen Bedarf bieten wir auch Mietgeräte an und überlegen gerade, einen Fulfillment Service ins Leben zu rufen.

Business-On: Was tun Sie, um neue Kunden zu gewinnen und profitieren Sie auch vom Trend zum Nichen-Onlineshop, wie er sich etwa in den Bereichen Handarbeit und Kunsthandwerk oder auch in der Beauty- und Fitnessbranche etabliert hat?

Bjoern Christophersen: Da wir nicht nur die grossen Automatisierungslösungen vertreiben sondern auch kleinere Desktop Lösungen für Manufakturen und kleine Unternehmen profitieren wir aktuell auch von diesem Trend. Wir verkaufen z.B. manuelle Zellophanier Lösungen für kleine Seifen-Manufakturen um die Duftstoffe zu erhalten. Oder semi automatische Flaschen Etikettierer für das Belabeln von Kerzen oder Honiggläsern auch in Kleinstauflagen.

Business-On: Bemerken Sie bereits Veränderungen im Einkaufsverhalten der großen Player? Stichworte: Resilienz und Zuverlässigkeit der Lieferketten?

Bjoern Christophersen: Wir bemerken im Bereich Maschinenbau, dass diverse große Unternehmen wieder zurückrudern und die Globalisierung nicht mehr als den großen Heilsbringer und Kostensenker empfinden. Waren die letzten Jahre die Just-in-time Produktion und Outsourcing in Billiglohnländer im Vordergrund, ist mittlerweile klar, dass jede noch so kleine Verzögerung in den Lieferketten, wie wir sie in Corona-Zeiten erfahren haben, die Produktivität eines Unternehmens empfindlich treffen kann. Gerade im Bereich Maschinenbau haben wir daher wieder enorme Zuläufe zu verzeichnen.

Business-On: Weshalb glauben Sie, gelingt es Ihnen erfolgreich zu sein und zu bleiben, während andere Händler zunehmend durch die Konkurrenz aus China oder die Vormachtstellung von Amazon bedroht sind? Ist es Ihre Zusammenarbeit mit namhaften Herstellern oder gelingt es Ihnen einfach sehr gut, Kunden langfristig an Sie zu binden?

Bjoern Christophersen: Es ist vor allem die hauseigene Produktion und Entwicklung, die es uns erlaubt, maßgeschneiderte Lösungen auf Basis unserer Standard Maschinen anzubieten. Ein aus Asien importiertes Gerät passt oft nur zu 90 % für die Bedürfnisse eines Kunden, auch wenn die Qualität in den letzten Jahren tatsächlich enorm zugenommen hat. Und natürlich ist der After Sales und Reparatur Service ein großes Thema. In der Regel fliegen chinesische Techniker nicht nach Europa um dort Geräte zu warten oder in Betrieb zu nehmen, das heißt der Benutzer wird damit erst einmal alleine gelassen und wird gezwungen sich das Know How selbst anzueignen was mit zusätzlichen Kosten und Downtimes verbunden ist die erstmal nicht ersichtlich sind.

Hier ist es eine Wette auf die Zukunft. Läuft das Gerät in den nächsten Jahren einwandfrei oder habe ich nach 6 Monaten eine defekte Maschine, für die ich nirgends Ersatzteile oder Service erhalte ? Das hat ein bisschen was von Glücksspiel und das hat in einer ordentlichen Produktionsplanung keinen Platz.

Business-On: Vielen Dank für diese interessanten Einblicke in ein hochgradig spezialisiertes Marktsegment, welches wir hier näher kennenlernen durften, Bjoern Christophersen,Geschäftsführer und Gründer des Gerätehändlers ADR AG.

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