Zinsen weiterhin auf Niedrigniveau: Was bedeutet das 2020 für Kreditnehmer?

Der Markt für Ratenkredite reagiert eher langsam auf die Leitzinsen
Ein genauerer Blick auf den Markt für Ratenkredite zeigt: Die Kreditzinsen sind in den letzten Jahren durchaus deutlich gesunken. Lag der Durchschnittszins für Konsumentenkredite mit mittlerer Laufzeit Anfang 2011 noch bei 5,51%, ist er bis November 2019 auf 4,36% gesunken. Angesichts der Zinssenkungen im Bereich der Baufinanzierungen scheint dies jedoch eher eine moderate Entwicklung zu sein. Doch warum reagiert der Markt für Ratenkredite verhaltener auf die niedrigen Leitzinsen?
Die hat mehrere Gründe:
1. Die Zinssätze hängen von der Bonität der Kreditnehmer ab
Banken vergeben Kredite mit dem Risiko, dass Kreditnehmer diese eventuell nicht zurückzahlen können. Aus diesem Grund prüfen sie vor einer Kreditvergabe stets die Bonität des Kreditnehmers. Fällt das Scoring dabei eher mittelmäßig aus, erheben Kreditgeber Risikoaufschläge auf den Zinssatz. Somit hängen die Durchschnittswerte für Zinsen vergebener Kredite immer auch davon ab, wer einen Kredit aufnimmt. Gibt es viele Kreditnehmer mit hervorragender Bonität, sinkt der Durchschnittszins schneller als in dem Fall, wenn viele Kreditnehmer mit schlechter Bonität anfragen. Dieser Effekt wirkt sich zudem bei Konsumentendarlehen deutlich stärker aus als bei Baufinanzierungen, da dort die Immobilie selbst die Hauptsicherheit darstellt.
2. Ein Zinswettbewerb wäre für viele Banken ruinös
Es gibt auf dem Markt für Konsumentendarlehen eine ausgeprägte Konkurrenzsituation. Neben Filialbanken streben auch immer mehr reine Onlinebanken auf den Markt. Darüber hinaus sind die Vergleichsmöglichkeiten für Kreditnehmer gerade online sehr gut. Eigentlich wären dies starke Argumente dafür, dass das Zinsniveau besonders schnell sinkt. Doch ein solcher Preiskampf wäre für alle Beteiligten ruinös.
3. Es herrscht keine vollkommene Transparenz
Wenn jemand einen Kredit aufnehmen möchte, hat er zunächst attraktive Vergleichsmöglichkeiten. Doch die dort angegebenen Zinssätze bilden häufig den bestmöglichen Fall. Werbezinsen erhalten dabei oft nur die Kreditnehmer mit einer Top-Bonität. Nur wer genauer hinschaut, nimmt auch andere Werte wahr:
- Zinsspanne: Banken geben heute den Minimal- und den Maximalzinssatz (von…bis…) an. Daraus lässt sich erkennen, welche Konditionen Kunden mit sehr gutem Scoring und besonders schlechtem Scoring erhalten.
- Repräsentatives Beispiel: Das Repräsentative Beispiel zeigt einen Durchschnittszinssatz an. Diesen müssen die Banken so wählen, dass er in ihrem Scoring-System für durchschnittlich zwei Drittel aller potenziellen Kreditnehmer erreichbar ist. Gerade dieser Zins hat schon eine gewisse Aussagekraft und unterscheidet sich nicht selten von den Werbezinssätzen. Trotzdem ist und bleibt das Scoring eine gewisse Black-Box, so dass die tatsächlichen Konditionen eines Darlehens auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Deshalb gibt es für Banken weniger Druck, die Konditionen allzu stark zu senken.
Welche Schlüsse sollten Kreditnehmer daraus ziehen?
Die Zinsentwicklung scheint also 2020 weiterhin günstig für Kreditnehmer auszufallen. Wer ein Darlehen aufnehmen, kann also weiterhin auf attraktive Konditionen bauen. Aus diesem Grund kann ein Kredit also durchaus eine interessante Möglichkeit darstellen, wichtige Anschaffungen oder Investitionen frühzeitig zu treffen. Trotzdem sollten Interessenten dabei gewisse Aspekte beachten, um am Ende nicht zu viel zu zahlen:
1. Kredite vergleichen und die richtigen Werte ins Auge fassen
Zunächst ist es entscheidend, auch in Niedrigzinsphasen die einzelnen Kreditanbieter zu vergleichen. Dies gilt sowohl für Konsumentendarlehen als auch für Firmenkredite. Der Vergleich sollte dabei nicht nur den effektiven Jahreszins, sondern auch die Zinssätze aus dem repräsentativen Beispiel umfassen. So lässt sich einfacher erkennen, welche Banken auch Personen mit normaler Bonität gute Konditionen bieten.
Tipp: Wer ein eher niedriges Einkommen aufweist, kann auch gleich auf einen Kredit mit bonitätsunabhängigen Zinsen setzen. Bei solchen Angeboten erhalten alle Kreditnehmer den gleichen Zinssatz, sofern sie eine gewisse Mindestbonität erfüllen.
2. Die Möglichkeit kostenfreier Sondertilgungen prüfen
Eine schnelle Tilgung von Krediten ist der Schlüssel, um die Zinskosten niedrig zu halten. Dies gilt zwar vor allem bei Baukrediten, lässt sich jedoch in gewisser Weise auch auf Ratendarlehen übertragen. Wer als Kreditnehmer absehen kann, dass sich in Zukunft zusätzliche einnahmen ergeben, sollte ein Kreditangebot wählen, welches kostenfreie Sondertilgungen umfasst.
3. Fördermöglichkeiten nutzen (vor allem für Firmenkredite)
Herkömmliche Ratenkredite werden vom Staat im Normalfall nicht gefördert. Bei Firmenkrediten sieht dies hingegen anders aus. Gerade die KfW hat mit dem Unternehmerkredit und ähnlichen Förderprogrammen Möglichkeiten geschaffen, vergünstigte Darlehen zu attraktiven Konditionen zu erhalten. Wer also einen Firmenkredit benötigt, sollte sich die Förderbedingungen genau anschauen. Oft vereinfacht eine Haftungsübernahme von 50% des Kreditbetrags durch die KfW die Kreditaufnahme.
Durch eine sorgfältige Anbieterwahl ist es also auch in Niedrigzinsphasen möglich, dem Markt die bestmöglichen Konditionen abzuringen.
Auch 2020 ist eine Kreditaufnahme zu günstigen Konditionen möglich
Abschließend lässt sich festhalten, dass das Zinsniveau wohl auch im Jahr 2020 auf einem niedrigen Niveau verbleiben wird. Gerade die Zinsen für Ratenkredite hängen stark vom Leitzinsniveau ab. Die EZB sendet aktuell jedoch keinerlei Signale, dass die Zinsen absehbarer Zeit steigen könnten. Wer also einen Kredit aufnehmen möchte, findet im Jahr 2020 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit attraktive Konditionen vor.
Trotzdem kann es sich lohnen, vorher die verschiedenen Angebote zu checken und die Zinssätze aus den repräsentativen Beispielen zu vergleichen. Auf diesem Weg lässt sich am Ende wirklich das Angebot finden, welches gut zu den eigenen Vorstellungen passt und zudem auch die eigenen finanziellen Möglichkeiten nicht allzu sehr belastet. Unternehmer sollten zudem Fördermöglichkeiten mit einbeziehen, da sich hier sehr häufig attraktive Optionen ergeben.
Guide'sWenn Räume im Sommer zu warm werden, Waren definierte Lagerbedingungen brauchen oder Technik zuverlässig laufen muss, rückt eine neue Kühl- oder Klimaanlage auf die Investitionsliste. Vor der Geräteauswahl steht jedoch eine andere Aufgabe: Unternehmen müssen beschreiben, welche Bereiche unter welchen Bedingungen gekühlt werden sollen. Erst daraus lassen sich Anforderungen an Leistung, Regelung und späteren Betrieb ableiten. Erst den betrieblichen Bedarf beschreiben Ein Anforderungsprofil hält fest, welches Ergebnis die Anlage im jeweiligen Bereich erreichen soll. Dazu gehören gewünschte Temperatur- und Feuchtebereiche ebenso wie die Frage, wie stark die Bedingungen schwanken dürfen. In einem Büro kann es vor allem um angenehme Arbeitsbedingungen während der Nutzungszeit gehen. Bei empfindlichem Lagergut oder einem technischen Prozess können engere Vorgaben entscheidend sein. Solche Unterschiede sollten vor der Dimensionierung sichtbar werden, statt später durch nachträgliche Einstellungen ausgeglichen werden zu müssen.
BusinessEin Handelsregisterauszug für eine Auslandsniederlassung, ein Zeugnis für eine neue Fachkraft oder eine Vollmacht für einen Geschäftspartner: Sobald Dokumente Grenzen überschreiten, reicht die sprachliche Verständlichkeit allein nicht immer aus. Die empfangende Stelle kann eine beglaubigte Übersetzung verlangen; bei öffentlichen Urkunden kommen mitunter weitere Formalitäten hinzu. Unternehmen sparen Nacharbeit, wenn sie vor der Übersetzung klären, welche Unterlagen in welcher Form tatsächlich einzureichen sind. Wann eine beglaubigte Übersetzung im Geschäftsalltag relevant wird Für die interne Prüfung eines Vertrags oder die Abstimmung mit einem ausländischen Partner genügt häufig eine fachlich sorgfältige, aber nicht beglaubigte Übersetzung. Anders kann es aussehen, wenn ein Dokument bei einer Behörde, einem Gericht oder einer anderen Institution vorgelegt werden soll. Bei Gründungen und Niederlassungen betrifft das beispielsweise Registerauszüge oder Gesellschaftsunterlagen. Im Personalbereich können Abschlusszeugnisse und Qualifikationsnachweise relevant werden. Auch Vollmachten und Zertifikate können je nach Verfahren besondere Formanforderungen auslösen.
BusinessEin Firmenfahrzeug wird schnell über den Kaufpreis, die Leasingrate oder die Fahrzeugklasse diskutiert. Im Arbeitsalltag zählen jedoch andere Fragen: Welche Wege fährt es regelmäßig? Was muss hineinpassen? Wie gut lässt sich ein Werkstatttermin mit den betrieblichen Abläufen vereinbaren? Wer solche Anforderungen vor der Suche festhält, kann Fahrzeuge und Angebote gezielter vergleichen. Das gilt für den einzelnen Wagen eines Selbstständigen ebenso wie für mehrere Fahrzeuge eines kleinen Betriebs. Vom Arbeitsalltag zum Anforderungsprofil Am Anfang steht keine Modellliste, sondern ein Blick auf die tatsächlichen Fahrten. Ein Fahrzeug für Kundentermine muss andere Aufgaben erfüllen als eines, das morgens Werkzeug zur Baustelle bringt oder tagsüber zwischen mehreren Standorten pendelt. Hilfreich ist es, typische Arbeitstage zu beschreiben: Wie viele Personen fahren mit? Welche Gegenstände werden transportiert? Gibt es feste Routen oder wechseln Ziele und Einsatzorte häufig? Auch die Frage, ob das Fahrzeug überwiegend kurz unterwegs ist oder regelmäßig längere Strecken zurücklegt, gehört in dieses Profil.
