News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
26. Oktober 2020

Barcode Scanner, 5G und autonomes Fahren: Das ist die Logistik der Zukunft

Was ist die Logistik 4.0?

Ohne die Industrie 4.0 gibt es keine Logistik 4.0 und umgekehrt. Beide Bereiche beeinflussen sich gegenseitig in einem sehr großen Maße und bedingen sich auch. In erster Linie geht es darum, dass Prozesse in der Logistik durch das Internet und die Digitalisierung vereinfacht werden. Um sie möglichst automatisch zu gestalten ist hier auch der Fortschritt künstlicher Intelligenz ein wesentlicher Faktor.

Die Zukunft könnte eine Logistik sein, die nahezu ohne menschliche Interaktion auskommt. Allerdings ist das wiederum frag- und diskussionswürdig, weil durch eine komplette Automatisierung der Logistik unter anderem tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stünden und eine gewisse Kontrolle.

Heute sind wir glücklicherweise noch lange nicht an diesem Punkt angelangt und es ist noch fraglich, ob wir ihn überhaupt erreichen. Denn eigentlich ist eine Logistik ohne Menschen kaum vorstellbar. Viel besser ist es doch, wenn die Logistik 4.0 ein Bereich ist, der nicht durch die Digitalisierung ersetzt, sondern unterstützt wird. So sollte die Logistik der Zukunft aussehen.

Barcode Scanner als direkte Verbindung zum Kunden

Zettel und Stift waren gestern. Ein Barcode Scanner kann in der Logistik in sehr vielen Bereichen zum Einsatz kommen. Wenn man ganz am Anfang der Kette beginnt, kommt er zunächst im Lager zum Tragen. Bei Inventurmaßnahmen in der Industrie haben solche Geräte eine Menge an Arbeitserleichterung gebracht. Wo früher noch mühsam Artikel von Hand aufgeschrieben und erfasst werden mussten, reicht heute der Scan eines Etiketts. Über das Internet oder ein hausinternes Firmennetzwerk, werden die Daten direkt auf dem entsprechenden Server gespeichert.

Ein Barcode Scanner kann jedoch auch die direkte Verbindung zwischen Bestellung und Kunden herstellen. Er kann zu jedem Zeitpunkt feststellen, wo seine Ware ist, da sie unterwegs diverse Scanvorgänge durchläuft. Das schafft Transparenz, da der Kunde vor allem bei dringenden Bestellungen besser kalkulieren kann.

In Verbindung mit der 5G Technologie und autonomer Fahrzeugtechnologie wird sich wohl in Zukunft fast auf die Minute genau voraussagen lassen, wann die Ware beim Kunden eintrifft.

5G Grundvoraussetzung

Bei 5G handelt es sich um den neuen kommenden Mobilfunkstandard. Aktuell benutzen die meisten jedoch noch 4G oder, wie wir es besser kennen, LTE. Der Grund warum 5G noch nicht genutzt wird, ist die noch sehr lückenhafte Verbreitung in Deutschland. Außerdem gibt es noch nicht viele Geräte, die den Standard unterstützen.

Heutzutage sind nahezu alle Geräte mit dem Internet verbunden, jedoch wird das volle Potential noch nicht ausgeschöpft. Das mobile Internet ist schlichtweg zu langsam. Die neue 5G-Technologie soll vor allem die Geschwindigkeit des Internet schneller machen. 100 Mal schneller als LTE soll es sein, was Datenübertragungen in Echtzeit möglich macht. Geht es nach der Bundesregierung werden bis 2025 zumindest alle Autobahnen, Bundesstraßen und Schienenstraßen mit dem Netz abgedeckt. Aktuell müssen wir uns noch gedulden.

Allerdings verspricht der Mobilfunkstandard für die Logistikbranche schon ziemlich viel:

  • Über 5G kann die Abwicklung des Zolls schneller über die Bühne gehen, da sich Informationen zu den Ladungen der Container schneller übertragen lassen.
  • Möglicherweise können RFID Systeme, also kabellose Identifizierungssysteme, von 5G-Technologien ergänzt und vielleicht abgelöst werden, um effektiver Warensendungen zu bearbeiten.
  • Autonomes Fahren wird durch die 5G Technologie erst möglich. Da hier Informationen in Echtzeit von und zum Fahrzeug gelangen.

Autonomes Fahren und Drohnen

Noch verläuft die Entwicklung in Deutschland zwar eher schleppend allerdings wird es wohl in Zukunft so sein, dass das autonome Fahren aus der Logistikbranche nicht mehr wegzudenken sein wird. Fahrer werden wohl in Zukunft deutlich weniger hinter dem Steuer sitzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie bald ausgedient haben werden. Vielmehr sollen sie eine überwachende Funktion einnehmen. Entweder im Cockpit oder aus der Ferne. Ganz ähnlich wie die heutigen Piloten von Drohnen steuern sie ihren LKW aus der Ferne.

Das hat ganz klare Vorteile für die Logistikbranche: Beispielsweise entfallen so gesetzliche Ruhezeiten. Dadurch können die Fahrzeuge länger auf der Straße bleiben und die Produktivität im Transportwesen gesteigert werden. Hier liegt ein Potential, um die Kosten im Gütertransport drastisch zu reduzieren. Die Experten gehen von einer Reduktion um etwa 47 Prozent aus und das bis zum Jahr 2030.

Drohnen könnten die Logistik vor allem im urbanen Bereich entlasten. Vor allem die Prozesse im Bereich Post- und Paketzustellung könnten effektiver gestaltet werden. Insbesondere zu speziellen Stoßzeiten, in denen besonders viele Pakete verschickt werden, wie etwa in der Weihnachtszeit, könnten Drohnen die Lösung sein. Allerdings hat sich in Deutschland bei diesem Thema noch nicht viel getan.

Generell bleibt abzuwarten, welche weiteren Einflüsse die Digitalisierung auf die Logistikbranche in Zukunft haben wird. Fest steht, dass eine Logistik ohne menschliche Einflüsse wohl unmöglich scheint. Hier sollte man sich wirklich vor Augen halten, dass eine Logistik 4.0 keine ausschließlich digitale sein sollte, sondern eine Logistik, in der Mensch und Maschinen sich gegenseitig zur Hand gehen und entlasten.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Interview mit Nenad Tomic: Wie N.D Service Wohnanlagen und Gewerbeobjekte in Neufahrn bei Freising pflegt
Expertentalk
Interview mit Nenad Tomic: Wie N.D Service Wohnanlagen und Gewerbeobjekte in Neufahrn bei Freising pflegt

Wohnanlagen und Gewerbeobjekte sind anspruchsvolle Immobilien: Treppenhäuser sollen sauber bleiben, Grünflächen gepflegt aussehen und technische Anlagen zuverlässig laufen. Für Hausverwaltungen und Eigentümer heißt das im Alltag oft, mehrere Dienstleister gleichzeitig zu koordinieren. Wie sich diese Aufgaben sinnvoll bündeln lassen und worauf es bei der Auswahl eines Dienstleisters ankommt, erklärt Nenad Tomic, Inhaber von N.D Service aus Neufahrn bei Freising, im Gespräch. Seine Kernthese: Wer Reinigung, Grünpflege und die Betreuung der Haustechnik aus einer Hand vergibt, reduziert den Abstimmungsaufwand und weiß im Zweifel immer, wer für das Gesamtbild der Immobilie verantwortlich ist. Im Gespräch mit Nenad Tomic von N.D Service N.D Service ist ein Hausmeister- und Reinigungsdienstleister mit Sitz in der Thomastraße 19 in Neufahrn bei Freising, unweit der Kreisstadt Freising und des Flughafens München. Das Unternehmen betreut nach eigenen Angaben Wohnanlagen und gewerbliche Objekte in der Region und bündelt dabei Leistungen, die sonst häufig auf mehrere Firmen verteilt sind: von der Gebäudereinigung über die Treppenhaus- und Fensterreinigung bis hin zur Pflege von Grün- und Außenanlagen und der Betreuung haustechnischer Anlagen. Immobilieneigentümer und Hausverwaltungen, die einen Hausmeisterservice in Freising und Umgebung suchen, finden in dem Betrieb einen Ansprechpartner für die laufende Pflege ihrer Objekte. Im Interview beschreibt Inhaber Nenad Tomic, wie die einzelnen Leistungsbausteine zusammenhängen und was Auftraggeber bei der Vergabe beachten sollten.

5 Min. LesezeitLesen
Interview: Wie eine Wärmepumpen-Modernisierung in Bad Salzuflen in der Praxis abläuft
Expertentalk
Interview: Wie eine Wärmepumpen-Modernisierung in Bad Salzuflen in der Praxis abläuft

Wer heute über eine neue Heizung nachdenkt, kommt an der Wärmepumpe kaum vorbei. Steigende Energiekosten, staatliche Förderprogramme und der Wunsch nach klimafreundlichem Wohnen machen die Technik für Eigentümer von Bestandsgebäuden und Neubauten gleichermaßen interessant. Doch wie läuft der Umstieg von der alten Öl- oder Gasheizung in der Praxis tatsächlich ab und worauf sollten Hausbesitzer achten? Die kurze Antwort: in klar geordneten Schritten von der Gebäudeanalyse über Planung und Förderantrag bis zur Montage, die erfahrungsgemäß nur wenige Tage dauert. Antworten aus dem Handwerksalltag liefert Okan Bal, Inhaber eines Heizungs- und Sanitärbetriebs in Bad Salzuflen, der seit über 15 Jahren Wärmepumpen plant und installiert und bei der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld eingetragen ist. Im Gespräch erklärt er, wie eine Modernisierung Schritt für Schritt gelingt, welche Förderung möglich ist und warum Sanitär und Heizung oft zusammengehören. Wer steht hinter Bal Heizung & Sanitär? business-on.de: Herr Bal, stellen Sie sich und Ihren Betrieb kurz vor. Wer steht hinter Bal Heizung & Sanitär, und welche Leistungen bieten Sie an?

6 Min. LesezeitLesen
SPEKTRUM Malerwerkstätten: Ein sächsischer Malerbetrieb zwischen Handwerk und Fachkräftesuche
Arbeitsleben
SPEKTRUM Malerwerkstätten: Ein sächsischer Malerbetrieb zwischen Handwerk und Fachkräftesuche

Das Malerhandwerk hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. War früher vor allem der klassische Anstrich gefragt, reicht das Spektrum heute von der energetischen Fassadensanierung über die Restaurierung historischer Gebäude bis hin zur Werbetechnik. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Eigentümer erwarten langlebige Ergebnisse und öffentliche Auftraggeber strukturierte Abläufe; bei vielen Sanierungen spielen zudem energetische Fragen eine zentrale Rolle. Parallel dazu sucht die Branche händeringend qualifizierte Fachkräfte. Wie sich diese doppelte Herausforderung meistern lässt, zeigt ein Beispiel aus Sachsen: Die SPEKTRUM Malerwerkstätten GmbH, ein Malerbetrieb aus Chemnitz mit Niederlassung in Dresden, verbindet ein breites Leistungsangebot mit konsequenter Nachwuchsarbeit und steht damit beispielhaft für ein Handwerk im Wandel. Ein Malerbetrieb mit breitem Leistungsspektrum Der Betrieb ist für Kunden in Dresden und Umgebung tätig und beschäftigt nach Unternehmensangaben rund 60 qualifizierte Mitarbeitende. Betreut werden Privatkunden ebenso wie Unternehmen und öffentliche Auftraggeber. Sechs Leistungsfelder bilden das Angebot: Maler- und Tapezierarbeiten, Fassadenarbeiten, Bodenbeläge, Fallschutzbeschichtungen, Objektrestaurierung und Werbebeschriftung. Damit deckt das Unternehmen ein Spektrum ab, das deutlich über das Angebot eines klassischen Malerbetriebs hinausgeht. Wer für ein Bauvorhaben einen Maler mit Erfahrung in Dresden sucht, findet hier einen Ansprechpartner für all diese Gewerke von der einzelnen Renovierung bis zur umfassenden Sanierung.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite