Business·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
3. Juni 2025

Zukunft gestalten: Wie Jürgen Wunderlich den Immobilienmarkt in Bayreuth prägt

Angesichts eines Immobilienmarkts, der sich nicht mehr an festen Regeln orientiert, sind fundiertes Know-how, strategischer Weitblick und ein Gespür für regionale Entwicklungen längst keine Kür mehr – sondern Voraussetzung für nachhaltige Entscheidungen.

Genau hier setzt Jürgen Wunderlich an – ein Immobilienmakler aus Bayreuth mit Herz und Seele. Sein Unternehmen hat sich in der Region einen exzellenten Ruf erarbeitet und steht für ausgezeichnete Beratung und nachhaltige Lösungen.

Doch wie sieht die Zukunft des Immobilienmarkts in Franken aus? Welche Chancen und Herausforderungen begegnen Maklern heute – zwischen Digitalisierung, demografischem Wandel und steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit? Im Gespräch mit business-on.de gibt Jürgen Wunderlich exklusive Einblicke in seine Arbeit, die Entwicklung der Branche und seine Einschätzung zu aktuellen Trends.

Business-on: Herr Wunderlich, wie hat sich der Immobilienmarkt in Bayreuth in den letzten Jahren verändert – und was waren die wichtigsten Entwicklungen, die Sie beobachtet haben?

Jürgen Wunderlich: Wir sehen in Bayreuth seit Jahren eine stabile Nachfrage, insbesondere bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie bei Eigentumswohnungen. Der Markt hat sich preislich spürbar entwickelt – in vielen Segmenten reden wir von einem Plus von über 50 bis 60 % innerhalb eines Jahrzehnts. Was sich besonders verändert hat, ist der Anspruch an Beratung. Die Kunden erwarten heute nicht nur einen Makler, sondern einen echten Partner, der individuell berät, rechtlich sicher begleitet und auch bei Spezialfällen wie Erbschafts- oder Scheidungsimmobilien mit Erfahrung unterstützt.

Business-on: Digitalisierung ist in aller Munde – wie digital ist Ihr Maklergeschäft heute bereits, und wo sehen Sie noch Potenzial?

Jürgen Wunderlich: Wir arbeiten schon seit Jahren mit professioneller Maklersoftware und digitalen Tools zur Vermarktung, etwa mit aufbereiteten 3D-Grundrissen, digitalen Exposés oder automatisierten Preisanalysen. Das spart Zeit und sorgt für Transparenz – intern wie extern. Gleichzeitig setzen wir bei der Kommunikation bewusst auf persönlichen Kontakt. Denn digitale Prozesse sind hilfreich, ersetzen aber kein echtes Gespräch. Die größte Herausforderung ist es, beide Welten sinnvoll zu verknüpfen: digital effizient – menschlich verbindlich.

Business-on: Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein zentrales Thema – wie begegnen Sie der steigenden Nachfrage nach energieeffizientem Bauen und Sanieren?

Jürgen Wunderlich: Die Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen nimmt deutlich zu – vor allem bei Neubauten, aber auch im Bereich der Sanierung. Für Käufer ist der Energieausweis längst keine Formalie mehr, sondern Teil der Entscheidungsgrundlage. Wir beraten Eigentümer daher frühzeitig zu Sanierungsmaßnahmen, Dämmwerten und Potenzialen im Bestand, insbesondere vor dem Hintergrund dieses wichtigen Kostenfaktors. Auch das Thema altersgerechtes Wohnen wird relevanter. Hier helfen wir etwa bei Lösungen wie dem Modell „Verkaufen und wohnen bleiben“ – das gibt finanzielle Freiheit, ohne den Lebensmittelpunkt aufzugeben.

Business-on: Welche Trends sehen Sie aktuell am Markt, etwa in Bezug auf Bauprojekte, Nachfrageverhalten oder Investoreninteresse?

Jürgen Wunderlich: Wir beobachten zwei Dinge: Zum einen ein stark differenziertes Nachfrageverhalten – große, ländlich gelegene Objekte sind weniger gefragt als gut angebundene, kompaktere Immobilien. Zum anderen sehen wir weiterhin Interesse bei Investoren – besonders bei kleineren Mehrfamilienhäusern und Pflegeimmobilien. Entscheidend ist die Lage – die Stadtgrenze von Bayreuth ist heute nicht mehr das Ende des Marktes. Auch Orte wie Kulmbach, Pegnitz oder Bamberg sind hochinteressant – wenn die Infrastruktur passt.

Business-on: Wie begegnen Sie Herausforderungen wie Zinsentwicklung, Regulierung und dem Fachkräftemangel in der Branche?

Jürgen Wunderlich: Die Zinswende hat den Markt spürbar verändert – keine Frage. Aber sie führt auch dazu, dass sich Käufer und Verkäufer wieder bewusster mit Werten und Finanzierung auseinandersetzen. Wir helfen hier mit solider Wertermittlung, verlässlicher Begleitung und einem starken Netzwerk, etwa mit Banken, Versicherungsbüros oder Sachverständigen. Der Fachkräftemangel betrifft uns weniger stark, da wir als inhabergeführtes Unternehmen mit einem eingespielten Team und dem erwähnten, gut aufgestellten Netzwerk arbeiten. Unser Vorteil ist die langjährige Kontinuität mit einer Präsenz seit den 90er Jahren. Wir kennen den Markt und unsere Kunden persönlich.

Business-on: Zum Abschluss: Was raten Sie jungen Menschen, die sich für eine Karriere in der Immobilienbranche interessieren?

Jürgen Wunderlich: Wer Immobilien verkaufen will, sollte vor allem zuhören können. Es geht nicht nur um Zahlen und Objekte, sondern um Lebenssituationen. Deshalb ist Empathie genauso wichtig wie Fachwissen. Junge Menschen sollten bereit sein, sich stetig weiterzubilden – rechtlich, technisch, kommunikativ. Und: Es lohnt sich, klein anzufangen. Wer den Markt vor Ort kennt, der versteht auch die größeren Zusammenhänge. Unsere Branche bietet viele Chancen – aber sie verlangt auch echtes Engagement.

Herzlichen Dank an Jürgen Wunderlich für das Gespräch – und für den Einblick in eine Immobilienpraxis, die nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Substanz, Nähe und Erfahrung setzt.

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist
    Business
    Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist

    Passwörter als unterschätztes Sicherheitsrisiko Digitale Konten und Anwendungen sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. E-Mail-Postfächer, Cloud-Dienste, Onlineshops, Banking-Systeme und interne Plattformen erfordern meist eigene Zugangsdaten. Mit der wachsenden Zahl an Accounts steigt jedoch auch die Gefahr, dass Passwörter mehrfach verwendet, zu einfach gewählt oder unsicher abgelegt werden. Gerade für Unternehmen kann daraus ein erhebliches Sicherheitsrisiko entstehen. Wird ein Zugang kompromittiert, können nicht nur einzelne Konten betroffen sein. Unter Umständen erhalten Angreifer Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, Kundendaten oder interne Systeme. Ein durchdachtes Passwort-Management sollte deshalb ein fester Bestandteil der IT-Sicherheitsstrategie sein.

    3 Min. LesezeitLesen
    Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten
    Business
    Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten

    Verträge gehören zum Fundament jedes Unternehmens. Sie regeln Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten, definieren Zahlungsbedingungen, Laufzeiten und Verantwortlichkeiten und können im Streitfall entscheidend sein. Trotzdem werden Verträge in vielen Unternehmen noch immer über verschiedene Ordner, E-Mail-Postfächer, Netzlaufwerke oder Tabellen verwaltet. Mit zunehmender Vertragsmenge wird dieses Vorgehen unübersichtlich und kann unnötige Risiken verursachen. Vom Dokumentenarchiv zum aktiven Vertragsmanagement Nach der Unterzeichnung beginnt für Unternehmen die laufende Vertragsverwaltung. Dazu gehören die Überwachung von Fristen, die Kontrolle vereinbarter Leistungen und die rechtzeitige Prüfung von Verlängerungen. Gerade automatische Vertragsverlängerungen können zum Problem werden, wenn Kündigungsfristen nicht rechtzeitig beachtet werden.

    4 Min. LesezeitLesen
    Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt
    Expertentalk
    Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt

    Ob Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?

    6 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite