Wirtschaft·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
3. Juli 2012

Zahl der Bauernhöfe in Bayern geht weiter zurück

Etwa die Hälfte werde im Haupterwerb geführt. Der Agrarbericht wird alle zwei Jahre erstellt und erschien zuletzt 2010. Er gilt als umfangreichstes Datenwerk zur Lage der bayerischen Landwirtschaft.

Dennoch bleibt Bayern in Deutschland mit Abstand das Agrarland Nummer eins, wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) sagte. Jeder dritte deutsche Bauernhof befinde sich in Bayern. Zudem stehe der Freistaat mit einer Bruttowertschöpfung von 3,7 Milliarden Euro in der Agrar- und Forstwirtschaft im Jahr 2010 bundesweit an der Spitze. 2009 waren es noch 3,4 Milliarden Euro. 2007 hatte die Bruttowertschöpfung allerdings noch über 4,0 Milliarden Euro gelegen.

Immer mehr Agrargroßbetriebe in Bayern

Das Sterben kleiner Höfe hält unterdessen an, während die Zahl der Großbetriebe mit einer Fläche von 100 Hektar und mehr steigt. Sie legte von 2007 bis 2010 den Angaben zufolge von knapp 3.600 auf mehr als 4.000 zu. Dadurch verringerte sich die Zahl der Vollzeitbeschäftigten – von 277.000 im Jahr 2007 auf 219.000 im Jahr 2010. Die Zahl der insgesamt in Bayern landwirtschaftlich genutzten Fläche sank von 2008 bis 2010 allerdings nur geringfügig um 15.600 Hektar oder 0,4 Prozent auf knapp 3,5 Millionen Hektar.

Brunner sieht die Perspektiven für die Landwirtschaft in Bayern unterdessen „ausgesprochen positiv“. „Der Bedarf an Lebensmitteln und Agrarrohstoffen steigt beständig, und der Stellenwert der Land- und Forstwirtschaft nimmt weltweit zu. Das macht die Land- und Forstwirtschaft zu einer echten Zukunftsbranche“, sagte Brunner.

Zudem befänden sich die meisten Erzeugerpreise für Agrarprodukte seit Mitte 2010 wieder im Aufwind. Darüber hinaus gebe es eine starke Auslandsnachfrage nach bayerischen Agrarerzeugnissen.

dapd-bay

Teilen:
Weitere Artikel
Künstlersozialkasse verstehen: Wer versichert ist und was die KSK leistet
Business
Künstlersozialkasse verstehen: Wer versichert ist und was die KSK leistet

Die Künstlersozialkasse ist für viele Selbstständige in Musik, Kunst, Medien und Publizistik ein zentraler Baustein der sozialen Absicherung. Ihr besonderer Stellenwert liegt darin, dass sie selbstständige Künstler und Publizisten in die gesetzliche Sozialversicherung einbindet, ohne dass diese den gesamten Beitrag allein tragen müssen. Gerade für Berufsgruppen mit schwankenden Honoraren, projektbezogener Arbeit und unregelmäßigem Arbeitseinkommen macht das einen erheblichen Unterschied. Zugleich ist das Thema rechtlich anspruchsvoll. Wer in den Kreis der Versicherten fällt, entscheidet sich nicht nach Bauchgefühl oder Berufsbezeichnung, sondern nach der tatsächlichen Tätigkeit, der wirtschaftlichen Ausrichtung und den Voraussetzungen des Künstlersozialversicherungsgesetzes. Deshalb lohnt ein genauer Blick auf Aufbau, Leistungen und Systematik der Künstlersozialversicherung. Was die Künstlersozialkasse eigentlich macht

Lesen
Wie werde ich Berufsschullehrer? Studium, Voraussetzungen und Wege in den Schuldienst
Karriere
Wie werde ich Berufsschullehrer? Studium, Voraussetzungen und Wege in den Schuldienst

Wer Berufsschullehrer werden möchte, wählt einen Berufsweg mit besonderer Nähe zur Praxis. Anders als an vielen allgemeinbildenden Schulen geht es hier nicht nur um Fachwissen und Unterricht, sondern auch um den Bezug zur Arbeitswelt, zu Betrieben und zu ganz unterschiedlichen Bildungswegen. Der klassische Weg führt in der Regel über ein Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen, anschließend in den Vorbereitungsdienst und danach in den Schuldienst. Je nach Bundesland, Fachrichtung und Vorbildung gibt es daneben weitere Möglichkeiten, etwa über den Seiteneinstieg. Wer sich für das Berufsschullehramt interessiert, sollte deshalb früh unterscheiden: Welche Schularten kommen infrage? Welche Fachrichtung passt? Und führt der eigene Weg über ein reguläres Lehramtsstudium oder über einen späteren Einstieg mit beruflicher oder akademischer Vorqualifikation? Genau diese Fragen entscheiden darüber, wie die Ausbildung aufgebaut ist und wie lang der Weg bis in das Klassenzimmer dauert. Was macht ein Berufsschullehrer im Alltag?

Lesen
Wie werde ich Feuerwehrmann? Der Weg in einen Beruf mit Verantwortung, Technik und Einsatzbereitschaft
Karriere
Wie werde ich Feuerwehrmann? Der Weg in einen Beruf mit Verantwortung, Technik und Einsatzbereitschaft

Wer Feuerwehrmann werden will, braucht körperliche Belastbarkeit, technisches Verständnis, Disziplin und einen realistischen Blick auf den Berufsalltag. Der Einstieg führt in Deutschland in vielen Fällen über den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst, teils auch über kombinierte Ausbildungsmodelle bei der Berufsfeuerwehr oder über die Werkfeuerwehr. Entscheidend sind dabei nicht nur die formalen Voraussetzungen, sondern auch die persönliche Eignung. Der Beruf besteht dabei nicht nur aus Brandeinsätzen. Zum Dienst gehören ebenso Hilfe bei Unfällen, technische Einsätze, Arbeit mit Fahrzeugen und Geräten, Schichtdienst, Rettungsdienst und der Umgang mit Menschen in akuten Notlagen. Wer sich mit der Frage beschäftigt, wie man Feuerwehrmann wird, sucht meist nach einem verlässlichen Überblick: Welcher Schulabschluss wird verlangt, wie läuft die Ausbildung ab, was passiert im Einstellungstest und wie sieht der spätere Dienst wirklich aus? Genau darum geht es in diesem Beitrag.

Lesen
Zur Startseite