fbpx
Connect with us

Hi, what are you looking for?

Steuertipps

Ungünstige Regelung trifft auch Rentennachzahlungen

Seit 2005 gilt das Alterseinkünftegesetz. Hierbei werden Renten aus gesetzlichen Versicherungen und berufsständischen Versorgungseinrichtungen zunehmend in voller Höhe steuerpflichtig. Begonnen wurde 2005 mit 50 Prozent, für Rentnerjahrgänge ab 2040 kommt es zu einer kompletten Erfassung der Rente.

Seit 2005 gilt das Alterseinkünftegesetz. Hierbei werden Renten aus gesetzlichen Versicherungen und berufsständischen Versorgungseinrichtungen zunehmend in voller Höhe steuerpflichtig. Begonnen wurde 2005 mit 50 Prozent, für Rentnerjahrgänge ab 2040 kommt es zu einer kompletten Erfassung der Rente.

Seit 2005 gilt das Alterseinkünftegesetz. Hierbei werden Renten aus gesetzlichen Versicherungen und berufsständischen Versorgungseinrichtungen zunehmend in voller Höhe steuerpflichtig. Begonnen wurde 2005 mit 50 Prozent, für Rentnerjahrgänge ab 2040 kommt es zu einer kompletten Erfassung der Rente.

Dabei spielt keine Rolle, ob oder inwieweit sich die Rentenversicherungsbeiträge zuvor als Sonderausgabe steuermindernd ausgewirkt haben. Sofern es ab 2005 Nachzahlungen für vorherige Zeiträume gibt, werden diese auch dann zumindest zur Hälfte erfasst, wenn sie bei rechtzeitiger Zahlung bis Ende 2004 lediglich mit dem geringeren Ertragsanteil besteuert worden wären.

Nach dem Urteil des FG Münster vom 22.4.2010 gilt die 2005 eingeführte Neuregelung unabhängig davon, ob Renten auf den Zeitraum (zur Definition Zeitraum) ab 2005 oder auf davor liegende Jahre entfallen (Az. 8 K 783/07 E). Denn auch im Bereich der Besteuerung der Renteneinkünfte nach § 22 EStG gilt das sog. Zuflussprinzip und zwar unabhängig davon, für welche Jahre und aus welchen Gründen die Nachzahlung erfolgt. Der Gesetzeswortlaut ist eindeutig und umfasst auch Überweisungen für vorherige Zeiträume. Dies stellt weder einen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot dar noch ist der Gesetzgeber verpflichtet, eine Übergangsregelung zu schaffen, nach der für Rentennachzahlungen die ursprünglich geltende günstigere Ertragswertbesteuerung fortbesteht, so die Richter.

 Zu einer anderen Auffassung war das FG Niedersachsen mit Urteil vom 18.11.2009 (Az. 2 K 309/07) gekommen. Hier ging es um Nachzahlungen für die Jahre 2003 und 2004, bei denen die Überweisung im Jahr 2005 nicht mit einem Ertragsanteil von 50 Prozent der Besteuerung zu Grunde gelegt werden muss. Bei Rentennachzahlungen für Zeiträume bis zum 31.12.2004, die erst ab 2005 ausgezahlt werden, gilt jedenfalls dann noch die bisherige Systematik der Rentenbesteuerung, wenn der Ruheständler die Zahlung so rechtzeitig beantragt hat, dass eine Zahlung bis zum 31.12.2004 hätte erfolgen müssen. Gegen das Urteil hat die Finanzverwaltung unter Az. X R 1/10 Revision beim BFH eingelegt. Betroffene mit Rentennachzahlungen sollten ihre Fälle daher mit Verweis auf das Aktenzeichen über einen ruhenden Einspruch so lange offenhalten, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

 

VSRW-Verlag

Kontakt zu business-on.de

Wir berichten tagesaktuell über News, die die Wirtschaft bewegen und verändern – sprechen Sie uns gerne an wenn Sie Ihr Unternehmen auf business-on.de präsentieren möchten.

Über business-on.de

✉️ Redaktion:
[email protected]

✉️ Werbung:
[email protected]

Aktuell

Wer auf einer der ersten drei Positionen in den organischen Suchergebnissen von Google erscheint, erfreut sich an einer großen Reichweite. Eine große Reichweite wiederum...

Personal

Konflikte im Team sind ein unvermeidlicher Bestandteil des Arbeitsalltags. Unterschiedliche Meinungen, Ziele und Persönlichkeiten führen zwangsläufig zu Spannungen und Missverständnissen. Doch Konflikte müssen nicht...

Aktuell

In der Fertigung stehen Unternehmen vor diversen Herausforderungen, da hohe Effizienz und möglichst kurze Stillstandzeiten als Grundvoraussetzung dienen. Immerhin ist die Maschine nur dann...

Ratgeber

Die Kündigung eines Gewerbemietvertrags ist ein bedeutender Schritt für jeden Gewerbetreibenden. Ob aufgrund geschäftlicher Veränderungen, wirtschaftlicher Zwänge oder strategischer Neuausrichtungen – die Entscheidung, einen...

Personal

Ein positives Arbeitsklima ist entscheidend für die Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeitenden. Unternehmen, die aktiv daran arbeiten, das Arbeitsumfeld zu verbessern, profitieren von motivierten...

Aktuell

In unserem heutigen Expertentalk sprechen wir mit Gerhard Meier, Geschäftsführer und Mitgründer der Pro-Aqua Deutschland GmbH & Co. KG, der  im Jahr 2000 gemeinsam...

Werbung

Balkonkraftwerk

Balkonkraftwerk – Alles, was Sie 2023 wissen müssen

Weitere Beiträge

Recht & Steuern

Sowohl Arbeitnehmer als auch Selbstständige können Laptops beziehungsweise Computer von der Steuer absetzen. Für die einen funktioniert das über die Werbungskosten, für die anderen...

Recht & Steuern

Gewohnheitsrechte kommen nicht durch Gesetze oder Vorschriften zustande, sondern entstehen aus einer andauernden Anwendung einer bestimmten Gepflogenheit, gegen die über längere Zeit kein Widerspruch...

Ratgeber

Das Thema ist nicht neu und doch sind die Details und sogar die wesentlichen Eckpunkte vielen Bundesbürgern unbekannt: Auch Renten müssen versteuert werden –...

Finanzen

Existenzgründer und auch langjährige Selbstständige gehen im Vergleich zu Angestellten grundsätzlich ein deutlich höheres finanzielles Risiko ein. Schließlich gibt es für Selbstständige am Ende...

News

Viele Eigentümer einer Immobilie haben im fortgeschrittenen Alter ein Problem: Sie wohnen zwar in einem Haus, dessen Darlehensraten sie ihr ganzes Leben über abbezahlt...

News

Mit dem Thema Altersvorsorge und auch mit den finanziellen Auswirkungen im Todesfall kann man sich eigentlich gar nicht früh genug auseinandersetzen. Der Ausspruch von...

Lifestyle

Der Umsatz mit Produkten, die das nicht psychoaktive Cannabinoid Cannabidiol (CBD) enthalten, lag laut einer Studie des irischen Marktforschungsunternehmen Research and Markets 2020 bei...

Steuertipps

Ab dem 1. Januar 2021 gibt es die Grundrente. Für rund 1,3 Millionen Menschen heißt das, sie müssen ihre kleine Rente nicht mehr mit...

Werbung