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14. Oktober 2014

Elektroofenschlacke – Baustoff für den Straßenbau

Ein Blick in die Historie: Am 1. Juli 1933 gründete Hermann Lüdecke das Unternehmen in Kettenkamp. Mit Transporten aller Art und dem Handel mit Brenn- und Baustoffen wurde die Basis für die heutige Entwicklung geschaffen. Mit großem Einsatzwillen und unternehmerischem Geschick erweiterte Lüdecke das Unternehmen. So wurde der Abbau von Naturstein in Osnabrück betrieben, kleine Sand- und Kiesgruben ausgebeutet, Transporte im Nah- und Fernverkehr ausgeführt und die Verarbeitung von Schlacke aus der Stahlindustrie immer weiter vorangetrieben.

Im Jahre 1965 zählte das Unternehmen bereits 120 Mitarbeiter. Aufgrund einer anhaltenden Flaute in der Baukonjunktur wurde der Abbau von Naturstein aufgegeben und die Verarbeitung der Schlacke aus der Stahlindustrie forciert. Die Produktionsanlagen wurden im Jahre 1964 aus der Ortsmitte an den heutigen Standort an der Bockradener Straße verlegt. Der Fahrzeugstellplatz mit Tankstelle und die Verwaltung folgten im Jahr 1982, Ende 1985 wurde eine neue großzügige Werkstatt mit Ersatzteillager für die Reparatur und Wartung der Lkw, Baumaschinen und Produktionsanlagen in Betrieb genommen. Passend zum 75-jährigen Betriebsjubiläum im Jahr 2008 konnte die Inbetriebnahme einer neuen Produktionsanlage mit erheblich höherer Leistungsfähigkeit unter Teilnahme der Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür gefeiert werden.

Verwendung der Schlacken

Die Umstellung der Stahlproduktion vom Siemens-Martin- Verfahren zur Stahlschmelze im Elektrolichtbogenofen war für die Verwendungsfähigkeit der Stahlwerksschlacken von großer Bedeutung. War der Einsatz bislang auf den allgemeinen Erd- und Wegebau beschränkt, so ist die Elektroofenschlacke auch für den Einbau als Frostschutz- und Schottertragschichten im Straßenbau, zu Edelsplitten aufbereitet als Zuschlagsstoff für die Asphaltindustrie in den Asphalttrag- und Deckschichten hervorragend geeignet. Dort, wo Raumbeständigkeit und Druckfestigkeit gefragt sind, hat sich die Elektroofenschlacke als qualifizierter Baustoff bewährt. Sie ist unempfindlich gegenüber Wassergehaltsschwankungen und zeigt auch durch Beständigkeit gegen Witterungsveränderungen ihre besonderen Stärken.

250 000 Tonnen Schlacke

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet das mittelständische Unternehmen mit rund 250 000 Tonnen Elektroofenschlacke, die von den Stahlwerken Benteler Steel/Tube GmbH und Georgsmarienhütte GmbH im gleichnamigen Ort nach Kettenkamp zur Weiterverarbeitung transportiert und dort zu ver-schiedenen Körnungen und Korngemischen verarbeitet wird. Insbesondere die zu Edelsplitten verarbeitete Elektroofenschlacke wird zukünftig den Absatz sichern, da diese immer öfter bei der Herstellung von Asphaltschichten zum Einsatz kommen, um die Qualität der Straßen zu verbessern. Eine vor über zehn Jahren mit einem hohen Anteil Elektroofenschlacke gebaute Teilstrecke der Zufahrtsstraße beweist, dass mit dem Material Verkehrswege gebaut werden können, die höchsten Beanspruchungen Asphaltindauerhaft gewachsen sind und deren Haltbarkeit erheblich verlängert wird. Die im Jahr 2008 in Betrieb genommene Produktionsanlage mit automatisierter Steuerung und einem flexiblen Förderbandsystem erlaubt variable Produktionsabläufe, um Kundenwünsche noch schneller umsetzen zu können. Außerdem garantiert eine konsequente Eigen- und Fremdüberwachung eine gleichbleibend hohe Qualität. Somit ist eine zertifizierte werkseigene Produktionskontrolle und die CEKennzeichnung der güteüberwachten Produkte, sowie die Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetrieb und die Implementierung eines integrierten Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagementsystems für die Geschäftsleitung eine Selbstverständlichkeit.

Hermann Lüdecke GmbH & Co. KG
Schlackeaufbereitung
Bockradener Str. 7
49577 Kettenkamp
Tel. 05436 96970
Fax 05436 969717
info@luedecke-schlacke.de www.luedecke-schlacke.de

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