Definition: XYZ-Analyse

Materialklassifizierung in der XYZ-Analyse

Bei dieser Form der Auswertung werden die Artikel, die zum Verkauf stehen, in drei Klassen eingeteilt. Als X-Artikel zählen alle Produkte, die regelmäßig und mit einigermaßen gleichbleibender Stückzahl verkauft werden. Bei Y-Artikeln gibt es Schwankungen im Verbrauch bzw. Verkauf, diese können zum Beispiel saisonal bedingt sein. Z-Artikel werden unregelmäßig und in unvorhersehbaren Mengen verkauft. Durch die Analyse lässt sich die Planung in der Lagerhaltung ebenso wie die Materialbedarfsplanung (Material Requirement Planning) entsprechend anpassen und optimieren. Die XYZ-Analyse wird zum Teil auch als RSU-Analyse bezeichnet.

ABC- und XYZ-Analyse in Kombination

Oft findet man eine Kombination (zur Kombination Definition) der beiden ähnlichen Analyseformen. Während sich mit der einfach anwendbaren ABC-Analyse die IST-Situation darstellen lässt, erweitert die XYZ-Analyse die Auswertung um eine weitere Dimension, indem die Dienstleistungen oder Produkte nach der Regelmäßigkeit ihres Bedarfs klassifiziert werden. Während die ABC-Analyse die Beteiligung der Produkte am Unternehmensumsatz misst, werden hier auch die Schwankungen berücksichtigt. Insgesamt kann so die Lagerhaltung und Organisation zusätzlich optimiert werden. Insgesamt ergeben sich so neun verschiedene Kriterien, nach denen die Artikel bewertet und eingestuft werden können. So lässt sich auch ermitteln, welche Produkte bedarfssynchron hergestellt und geliefert werden können.

Christian Weis

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