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business-on.de Redaktion
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9. November 2020

Digitale Banking-Angebote: Revolutioniert NAGA Pay die Art und Weise des Bankings?

Bankkunden wünschen sich immer mehr bequeme, mobile Dienste, mit denen sie ihre Bankgeschäfte abwickeln können. Viele Banken hinken diesem Trend aber hinterher. Ein gefundenes Fressen für Startups und Fintechs, die oft schneller und agiler auf Trends reagieren können und durch ihre Vernetzung näher an den Kunden bzw. an der Zielgruppe für ihre Dienste dran sind. Manche Fintechs konzentrieren sich dabei nun nicht mehr nur auf ein Geschäftsfeld, sondern expandieren in neue Bereiche. Der Trend, mehrere Funktionen in einer App zu vereinen, ist vor allem im asiatischen Raum schon weit verbreitet. So bietet die ursprünglich als Chat-App gestartete Anwendung WeChat mittlerweile das Bezahlsystem WeChat Pay an. Es ist kaum verwunderlich, dass dieser Trend nun auch in Deutschland aufkommt. So hat das Hamburger Fintech NAGA bereits angekündigt, seine Produktpalette zum 15. November 2020 zu erweitern. Bisher bot das Startup eine Neobroker-App an, die den Nutzern den Handel an der Börse ermöglichte. Nun will NAGA mit einem neuen Dienst namens NAGA Pay auch in den Zahlungsverkehr einsteigen.

Investment mit NAGA

Mit seinem Neobroker hat sich NAGA auf die Fahne geschrieben bisherigen Platzhirschen auf dem Neobroker-Markt Konkurrenz zu machen.

Mit NAGAs Neobroker-App konnten Nutzer bisher in ein breites Angebot an Börsen- und Kryptobörsenprodukten investieren. Das Investieren in Aktien, ETFs, Derivate (CFDs und andere Assets), Rohstoffe (Commodities), der Handel mit Kryptowährungen, sowie der Handel mit gewöhnlichen Währungen (Forex) sind bis dato möglich. Die App bietet außerdem die Funktion „Social Trading“ an, was Nutzern die Möglichkeit bietet, erfolgreichen anderen Nutzern zu folgen und deren Portfolio oder Investmentstrategien nachzubilden.

Das neue Geschäftsfeld NAGA Pay

Mit NAGA Pay will das Hamburger Fintech eine Marktlücke schließen und das Angebot eines Neobrokers, mit dem einer Neobank verknüpfen- für Nutzer ergeben sich zahlreiche Vorteile.

NAGA Pay stellt seinen Kunden ein kostenloses IBAN-Konto zur Verfügung, sowie eine Debit-Mastercard, mit der man bezahlen und Geld abheben kann. Außerdem gibt es einen Dienst, mit dem man innerhalb weniger Sekunden Geld an Freunde senden kann. Der größte Vorteil der Integration von NAGA Pay in die bisherige App ist, dass die Nutzer ihr Geld direkt per Knopfdruck in Aktien oder in andere handelbare Produkte, die der Neobroker im Angebot hat, investieren können.

So sollen die Funktionen, die die Konkurrenten Trade Republic und N26 bieten, in einer einzigen App vereint werden. Gründer und Geschäftsführer von NAGA, Benjamin Bilski, sagt dazu: „Wir haben beschlossen, unsere gesamte Expertise in NAGA Pay zu vereinen und entwickeln derzeit eine Super-App rund um Mobile Banking und Investing.“

Refinanzieren sollen sich die kostenlosen Angebote für den Zahlungsverkehr wie bisher durch das Brokerage. Das heißt, zum einen durch die Vermittlung von Anlegern an Handelspartner, und zum anderen durch den Verdienst am Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis börsennotierter Produkte). Auf Ordergebühren, wie sie bei Trade Republic anfallen, will NAGA komplett verzichten. Somit tritt NAGA in Zukunft als Challenger-Bank auf und fordert nicht nur gewöhnliche Banken heraus, sondern auch die Fintech-Konkurrenz, was in diesem hart umkämpften Markt möglicherweise eine Revolution auslösen könnte.

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