Connect with us

Hi, what are you looking for?

News

Was Arbeitgeber und Arbeitnehmer über ihre Rechte und Pflichten wissen sollten

Die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern regelt in Deutschland das Arbeitsrecht. Die meisten sind vertraglich im Arbeitsvertrag festgehalten. Viele wissen dennoch nicht ausreichend über ihre Rechte und Pflichten Bescheid, das gilt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen.

Die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern regelt in Deutschland das Arbeitsrecht. Die meisten sind vertraglich im Arbeitsvertrag festgehalten. Viele wissen dennoch nicht ausreichend über ihre Rechte und Pflichten Bescheid, das gilt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen.

In einer Umfrage wurde erfasst, was der Gegenstand von Gerichtsverfahren war, an denen die Befragten in den letzten zehn Jahren beteiligt gewesen waren. Angelegenheiten aus dem Arbeitsrecht teilten sich im Ergebnis mit Straftaten wie Diebstahl und Körperverletzung mit 19 Prozent immerhin den zweiten Platz (Quelle: statista.com).

Der Informationsbedarf ist entsprechend hoch und es kann niemals schaden, bereits im Vorfeld Fallstricke bei Arbeitsvertrag oder Krankschreibungen zu erkennen.

Rechte von Arbeitnehmern

Arbeits Vertrag

Der Arbeitsvertrag ist die Basis der Geschäftsbeziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Entsprechend steht dem Arbeitnehmer ein schriftlicher Arbeitsvertrag zu. Am besten liegt der Vertrag bereits vor dem ersten Arbeitstag zur Unterschrift vor. Finden sich in dem Vertrag rechtswidrige Klauseln, so sind diese automatisch nichtig.

Gegenstand des Vertrages müssen Regelungen sein über:

  • Arbeitszeit
  • Eventuelle Befristung
  • Höhe des Gehalts
  • Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • Kündigungsfristen
  • Nebentätigkeiten
  • Ort der Arbeitsausübung
  • Länge der Probezeit
  • Schweigepflicht
  • Tätigkeit
  • Überstunden
  • Urlaub
  • Vertragsbruch
  • Vertragsparteien
  • Wettbewerbsverbot

Lohnzahlung

Das grundlegendste Recht von Arbeitnehmern ist das Recht auf Lohnzahlung. Darüber hinaus steht ihm eine Lohnabrechnung zu, damit er das Zustandekommen der jeweiligen Beträge nachvollziehen kann. Für diese Abrechnung steht der Arbeitnehmer allerdings in einer Holschuld. Das bedeutet, er muss selbst dafür sorgen, dass sie ihm zugestellt wird. Während größere Unternehmen oft eine eigene Abteilung für diese Angelegenheiten zur Verfügung haben, greifen kleinere Firmen häufig auf Steuerbüros oder eine Verwaltungssoftware wie von der Telekom zurück. Je nachdem wie viele Mitarbeiter für die Lohnangelegenheiten im Unternehmen eingesetzt werden, kann ein Nachfragen entsprechend auch mal notwendig werden.

Urlaub

Das Recht auf Urlaub bezieht sich nicht ausschließlich auf Erholungsurlaub. Arbeitnehmer haben außerdem Anspruch auf Sonderurlaub, beispielsweise wenn sich ein Todesfall von engen Familienmitgliedern ereignet hat. Auch für die eigene Hochzeit oder den Umzug kann Sonderurlaub beantragt werden. Mutterschaftsurlaub ist ebenfalls ein Recht; mindestens zur Entbindung, tendenziell aber auch für die Zeit vor und nach der Geburt.
Für Erholungsurlaub müssen im Jahr mindestens 24 Werktage zur Verfügung stehen. Durchschnittlich gewähren Betriebe etwa 30 Tage Urlaub.

Auszubildende

Besondere Zusatzrechte genießen Auszubildende im Betrieb. Je nach Alter gelten beispielsweise Vorgaben für die allgemeinen Arbeitszeiten, wie hier erläutert. Überstunden dürfen sie nicht ohne weiteres leisten; hier müssen die Überstunden wichtiger Bestandteil der Ausbildung sein und eine ausbildungsberechtigte Person muss die ganze Zeit anwesend sein. Zudem müssen die Überstunden vergütet werden oder es muss die Möglichkeit geben, dass sie abgefeiert werden.
Im Falle einer Kündigung haben Auszubildende ebenfalls besondere Rechte. So können sie auf einem Schlichtungsversuch bestehen, bei dem ein Vertreter der IHK in den Betrieb kommt, um die Situation zu klären. Es ist auch möglich, einen Aufhebungsvertrag auszuhandeln. In diesem beschließen Betrieb und Auszubildender einvernehmlich, dass das Ausbildungsverhältnis beendet wird.

Arbeitszeugnis

Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses steht dem Arbeitnehmer ein schriftliches Arbeitszeugnis zu. Dieses muss von einer höher gestellten Person ausgestellt werden, die darüber hinaus die Leistung des Arbeitnehmers auch bewerten kann. Ein Arbeitszeugnis muss darüber hinaus wohlwollend formuliert sein, auch wenn die tatsächliche Leistung zu wünschen übrig ließ. Demgemäß haben sich viele formelhafte Ausdrücke für Arbeitszeugnisse eingebürgert, die für Laien oft schwer einzuschätzen sind.

Pflichten von Arbeitnehmern

Leistungserbringung

Die hauptsächliche Verpflichtung des Arbeitnehmers besteht darin, die im Vertrag vereinbarte Arbeit zu vollbringen. Allerdings hat der Arbeitgeber keinen Anspruch auf eine festgesetzte Leistung, denn der Arbeitnehmer ist lediglich verpflichtet, im Rahmen seiner Möglichkeiten angebrachte Arbeit zu erbringen. Soll ein Mitarbeiter wegen schlechter Arbeitsleistung entlassen werden, liegt die Nachweisschuld dafür beim Arbeitgeber.

Verschwiegenheit und Treuepflicht

Je höher die Stellung eines Arbeitnehmers im Betrieb, umso größer fallen seine Pflichten im Bereich von Treue und Verschwiegenheit aus. Im Wesentlichen bedeutet das für den Arbeitgeber, dass er keine Betriebsgeheimnisse verraten darf und dass er auch keine Schmiergelder annehmen darf. Außerdem darf der Mitarbeiter nicht in Wettbewerb mit seinem Unternehmen treten, beispielsweise, indem er privat eine Software entwickelt, die in Konkurrenz zu einem der Produkte seiner Firma steht.
Diese Pflichten bleiben auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses rechtswirksam bestehen.

Krankmeldung

Arbeitnehmer haben im Falle einer krank heit die Pflicht, diese dem Arbeitgeber schnellstmöglich anzuzeigen. In der Regel genügt ein Telefonanruf dafür, allerdings muss ein Attest bis spätestens zum vierten Tag nachgereicht werden. Erkrankt der Arbeitnehmer während seines Urlaubs, muss er auch das dem Arbeitgeber mitteilen, denn dann hat er Anspruch darauf, die Urlaubstage nachzuholen, die er aus Krankheitsgründen nicht als Erholungsurlaub wahrnehmen konnte.

Das Thema Krankmeldung ist ein sehr strittiges und wirft viele Fragen auf. Viele Arbeitnehmer wissen zum Beispiel nicht, dass sie krank gar nicht erst zur Arbeit kommen dürfen. Der Arbeitgeber hat dann im Rahmen seiner Fürsorgepflicht sogar die Verantwortung, den kranken Mitarbeiter notfalls nach Hause zu schicken, auch um die Ansteckung von weiteren Kollegen zu vermeiden. Der Arbeitnehmer wiederum darf bei einer Krankschreibung nichts unternehmen, was seine Genesung verzögern würde. Kurze Spaziergänge oder kleine, notwendige Einkäufe sind aber erlaubt.

 

Premium-Partner

Kontakt zu business-on.de

Wir berichten tagesaktuell über News, die die Wirtschaft bewegen und verändern – sprechen Sie uns gerne an wenn Sie Ihr Unternehmen auf business-on.de präsentieren möchten.

Über business-on.de

✉️ Redaktion:
[email protected]

✉️ Werbung:
[email protected]

Arbeitsleben

Die Kombination aus einer beginnenden Schwangerschaft und einem neuen Arbeitsplatz stellt eine besondere Herausforderung dar. In dieser sensiblen Lebensphase treffen persönliche Veränderungen auf berufliche...

Arbeitsleben

Katastrophisieren gehört zu den häufigsten Denkfehlern bei Menschen, die unter Stress, Ängsten oder psychischen Belastungen leiden. Wer katastrophisiert, geht gedanklich vom schlimmsten Fall aus...

Arbeitsleben

Während der Gender-Pay-Gap weitläufig bekannt ist, sorgt nun ein weiteres Phänomen zunehmend für Unmut: Neueingestellte Mitarbeiter erhalten oft höhere Gehälter als ihre langjährigen Kollegen...

Aktuell

Influencer-Marketing ist längst mehr als ein kurzfristiger Hype – es ist ein entscheidender Bestandteil moderner Markenkommunikation. Auf dem OMR Festival 2025, einem der bedeutendsten...

Arbeitsleben

Eine Bewerbungssituation kann sich unerwartet zuspitzen, wenn eine Zusage von einem Unternehmen eintrifft, während gleichzeitig weitere Vorstellungsgespräche geplant oder bereits im Gange sind. In...

Arbeitsleben

Früher war die Geschäftsreise ein fester Bestandteil vieler Arbeitsmodelle – oft sogar ein Statussymbol. Wer viel unterwegs war, galt als gefragt. Doch diese Sichtweise...

Marketing-Partner

Weitere Beiträge

Arbeitsleben

Die Kombination aus einer beginnenden Schwangerschaft und einem neuen Arbeitsplatz stellt eine besondere Herausforderung dar. In dieser sensiblen Lebensphase treffen persönliche Veränderungen auf berufliche...

Arbeitsleben

Eine Bewerbungssituation kann sich unerwartet zuspitzen, wenn eine Zusage von einem Unternehmen eintrifft, während gleichzeitig weitere Vorstellungsgespräche geplant oder bereits im Gange sind. In...

Expertentalk

Was bedeutet ein guter Abschied – und wie lässt er sich gestalten, wenn der Kopf voll ist mit Gefühlen, Fragen und Formalitäten? Bei Bestattungen...

Arbeitsleben

Globalisierung, Digitalisierung, neue Marktanforderungen – die Rahmenbedingungen für Unternehmen verändern sich rasant. Wer langfristig bestehen will, muss nicht nur auf neue Herausforderungen reagieren, sondern...

Arbeitsleben

Die klassische Geschäftsreise hatte lange einen festen Rhythmus: Abflug, Termin, Hotel, Rückflug. Viel Bewegung, wenig Spielraum. Doch das Bild verändert sich. Immer mehr Menschen...

Expertentalk

Seit über vier Jahrzehnten steht die Weis Bernard GmbH in der Region rund um Trier für exzellente Qualität in den Bereichen Parkettverlegung und Raumausstattung....

Aktuell

Wenn Günther Stübler über Badplanung spricht, dann klingt das erstaunlich wenig nach Produktkatalog oder Verkaufsrhetorik. Es geht um Räume, in denen Menschen ihren Alltag...

Expertentalk

Wer in Bad Alexandersbad ankommt, betritt ein Heilbad mit Geschichte – und einen Raum, in dem architektonisches Erbe und wohltuende Gegenwart miteinander verschmelzen. Das...

Werbung