News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
10. Februar 2022

Carlyle und PayPal schießen 100 Millionen USD in Shopware

Shopware AG („Shopware“), ein führender Anbieter von Softwarelösungen für Digital Commerce in der DACH-Region, hat 100 Millionen US-Dollar Wachstumskapital von dem internationalen Investmentmanager Carlyle (NASDAQ: CG) und von PayPal (NASDAQ: PYPL), dem globalen Zahlungs- und Handelsunternehmen, erhalten. Das teilt Shopware heute mit.

Die Gründer Sebastian und Stefan Hamann werden nach der Transaktion weiter eine deutliche Mehrheit an dem Unternehmen halten und bleiben Co-CEOs. Das Wachstumskapital von Carlyle und PayPal wird die internationale Expansion von Shopware und die Entwicklung neuer Produkte vorantreiben.

Shopware hat seinen Hauptsitz in Schöppingen und wird von den Brüdern Sebastian und Stefan Hamann geführt. Das Unternehmen bietet eine ganzheitliche Omnichannel-Plattform für Digital Commerce, die hochflexibel ist und über eine Vielzahl von Funktionen verfügt und damit komplexe B2C-, D2C-, B2B- sowie serviceorientierte Geschäftsmodelle unterstützt. Die Technologie von Shopware ist API-first und verwendet eine Open-Source-Architektur, die es Händlern ermöglicht, zu skalieren und gleichzeitig einzigartige Kundenerlebnisse zu schaffen. Die Plattform von Shopware bedient einen breit gefächerten Kundenstamm in einer Vielzahl unterschiedlicher Branchen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf anspruchsvollen mittelständischen Händlern, aber auch multinationale Marktführer wie Philips, Jägermeister und Aston Martin werden bedient. Im Jahr 2021 hat Shopware einen Plattform-Bruttowarenwert (GMV) von knapp 20 Milliarden USD erzielt. Nach der erfolgreichen Einführung von Shopware 6 wurde das Unternehmen in den Gartner “Magic Quadrant for Digital Commerce” aufgenommen. Die jüngsten Produkt-Innovationen haben das Unternehmen an der Spitze des expandierenden Marktes für Digital-Commerce-Software mittelständischer Händler in der DACH-Region positioniert.

Carlyle wird seine umfangreiche Erfahrung bei der Unterstützung von Technologieunternehmen im Bereich des Digital Commerce nutzen, um Shopware dabei zu helfen, das internationale Wachstum voranzutreiben, die innovative Produktpalette zu erweitern sowie neue Markteinführungsstrategien umzusetzen. Das Eigenkapital für die Transaktion wird von Carlyle Europe Technology Partners (CETP) IV bereitgestellt, einem Fonds mit einem Volumen von 1,35 Milliarden Euro, der in kleine und mittelgroße Technologie-Unternehmen investiert. Carlyle hat umfangreiche Erfahrung in der Skalierung von Softwareunternehmen, darunter P&I AG, Eggplant, The Foundry, NetMotion und SER Group, sowie fundierte Kenntnisse im Bereich des Digital Commerce durch seine Partnerschaft mit der Digitalagentur DEPT und Investitionen in führende Verbrauchermarken und Einzelhändler wie Beautycounter, END. und Every Man Jack.

Stefan Hamann, Co-CEO von Shopware, sagte: „Diese Finanzierung wird unser internationales Wachstum beschleunigen und Shopware in die Lage versetzen, die vor uns liegenden großen Chancen zu nutzen. Wir sind stolz darauf, dass unser Unternehmen vom ersten Tag an profitabel war und freuen uns darauf, eng mit Carlyle und PayPal zusammenzuarbeiten, um die Positionierung von Shopware langfristig auszubauen.“

Co-CEO Sebastian Hamann sagte: „In den vergangenen Jahren hat sich die Notwendigkeit eines Open-Source-Ansatzes, der den Kunden hervorragende Einkaufserlebnisse bietet, beschleunigt. Dies ist eine große Chance für weiteres Wachstum, von der wir in Zukunft profitieren werden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Carlyle und PayPal – zwei Unternehmen mit großer Expertise im digitalen Handel – auf der nächsten Etappe unserer Reise.“

Michael Wand, Managing Director und Co-Head von CETP, sagte: „Shopware, ein Unternehmen, das bis zu dieser Investition zu 100 % eigenfinanziert war, passt ideal zu CETPs Strategie, Partnerschaften mit ambitionierten, von Gründern geführten Technologieunternehmen einzugehen. Die hochflexible Omnichannel-Plattform des Unternehmens, die starke Dynamik im unterversorgten mittelständischen Handelssegment und der unternehmerische Antrieb der beiden Mitgründer haben uns überzeugt. Wir freuen uns darauf, mit Sebastian und Stefan und dem gesamten Shopware-Team zusammenzuarbeiten, um das Unternehmen zu einem internationalen Marktführer im Digital Commerce zu entwickeln.

Michael Wand wird gemeinsam mit Constantin Boye, Direktor bei CETP, dem Aufsichtsrat von Shopware beitreten.

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
    Handel
    RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

    In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

    5 Min. LesezeitLesen
    Vom Hype zum echten Wettbewerbsvorteil: Wie KI den Mittelstand transformiert – ein Gespräch mit der Geschäftsführung von neura7
    Expertentalk
    Vom Hype zum echten Wettbewerbsvorteil: Wie KI den Mittelstand transformiert – ein Gespräch mit der Geschäftsführung von neura7

    Die deutsche Wirtschaft befindet sich an einem Wendepunkt. Während Themen wie Fachkräftemangel und steigender Kostendruck den Alltag in vielen Betrieben bestimmen, rückt eine Technologie immer stärker in den Fokus: die Künstliche Intelligenz. Was vor kurzem noch nach ferner Zukunftsmusik klang, ist heute längst in der Realität der Unternehmen angekommen. Doch der Weg vom bloßen Ausprobieren hin zu einer Lösung, die echten wirtschaftlichen Mehrwert bietet, ist oft steinig. Viele Firmen stehen vor der Herausforderung, aus der Flut an Möglichkeiten genau die Anwendungen herauszufiltern, die ihre Prozesse spürbar entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern. Hier setzt die Arbeit von neura7 einer Marke der CodeArchitekten GmbH an. Das Team unterstützt Unternehmen dabei, die Brücke zwischen komplexer Technik und praktischem Nutzen zu schlagen. Dabei geht es nicht um abstrakte Algorithmen, sondern um Werkzeuge, die Mitarbeitern den Rücken freihalten und Routineaufgaben automatisieren.

    7 Min. LesezeitLesen
    Wenn der Schatten ins Büro fällt: Empathie als Führungsaufgabe bei Trauer im Unternehmen
    Ratgeber
    Wenn der Schatten ins Büro fällt: Empathie als Führungsaufgabe bei Trauer im Unternehmen

    Der Arbeitsalltag ist meist von Effizienz, Zielen und Terminen geprägt. In dieser dynamischen Welt scheint für tiefes Mitgefühl und Stillstand oft kein Platz zu sein. Doch das Leben hält sich nicht an Dienstpläne. Wenn ein Mitarbeiter einen geliebten Menschen verliert oder das Team durch den Tod eines Kollegen erschüttert wird, ändert sich die Atmosphäre im Büro von einer Sekunde auf die andere. Plötzlich wirken die anstehenden Projekte unwichtig, und eine spürbare Betroffenheit legt sich über den Flur. In solchen Momenten zeigt sich die wahre Qualität einer Führungskraft. Es geht dann nicht mehr darum, Prozesse zu steuern, sondern für den Menschen da zu sein, der gerade den Boden unter den Füßen verloren hat. Ein richtiger Umgang mit Trauer im Unternehmen ist kein Hindernis für den Erfolg, sondern ein essenzieller Teil einer gesunden Unternehmenskultur. Wer als Chef in der Krise Menschlichkeit zeigt, schafft ein Fundament aus Vertrauen und Loyalität, das weit über den Moment hinaus Bestand hat.

    5 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite