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Wirtschaftslexikon

Aktienkurs – Kurse an der Börse

Der Aktienkurs basiert auf dem im börslichen und außerbörslichen Handel festgestellten Marktpreis für Wertpapiere, Wechselkurse (Devisen) oder Waren. Aus diesem Grund wird der Aktienkurs auch als Börsenkurs bezeichnet. Der Aktienkurs bildet demnach den momentanen Handelswert einer Aktie ab. Je nach Angebot und Nachfrage ist der Kurs permanent Schwankungen unterworfen.

Definition Aktienkurs

Die Makler an der Börse nehmen Kauf- und Verkaufswünsche der Aktienhändler entgegen. Anhand dieser sogenannten „Orders“ errechnen sie, welcher Kurs für einen maximalen Umsatz (Umsatz Definition) an Aktien (Aktie Definition im Wirtschaftslexikon) zustande kommen muss. Ziel ist es, so viele Kauf- und Verkaufswünsche wie möglich zu erfüllen.

Wichtige Kursunterscheidungen

An der Börse werden verschiedene Kursarten voneinander abgegrenzt. Zum einen wird unterschieden, ob es sich um Kurse des Käufers (Geldkurs) oder des Verkäufers (Briefkurs) handelt. Eine weitere Unterscheidung erfolgt nach dem Zeitpunkt der Kursfeststellung. Beim ersten Kurs des Börsentages spricht man von dem Eröffnungskurs, der letzte Kurs des Börsentages wird folglich als Schlusskurs bezeichnet. Je nach Art der Kursfeststellung sind fortlaufende Kurse und Kassakurse (auch Einheitskurse genannt) zu unterscheiden. Schließlich werden die Börsenkurse auch nach ihrer Qualität unterschieden. Zum einen spricht man von einem gehandelten Kurs, zum anderen ist der sogenannte Taxakurs für die Betrachtung der Aktienkurse wichtig. Der Taxakurs wird vom zuständigen Wertpapierhändler als Schätzkurs festgelegt. Das geschieht immer dann, wenn für ein Wertpapier kein Kurs ermittelt werden kann, beispielsweise bei umsatzschwachen Wertpapieren, bei denen es keine Aufträge und damit auch keinen Aktienumsatz gegeben hat. Mithilfe der Schätzung lässt sich dann ein Wert ermitteln.

Wie wird der Kurs ermittelt?

Der ermittelte Kurs liegt zwischen dem Geldkurs – also dem Kurs des Käufers und dem Briefkurs – dem Kurs des Verkäufers. Mit der englischen Bezeichnung „Bid“ wird die Untergrenze markiert. Dabei handelt es sich um den maximalen Preis oder den Kurs, dem der Käufer für den Kauf des Wertpapiers einwilligt. Der minimale Preis für den Verkäufer bezeichnet man als „Ask“ – Obergrenze.

DAX 30 ist der führende Index des deutschen Aktienmarktes. Die dreißig größten deutschen Unternehmen, die an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind, bilden die DAX 30 Aktienkurse, weshalb sie auch als Bluechips bezeichnet werden. Die im DAX 30 enthaltenen Aktien haben die größte Kapitalisierung auf dem Markt und den höchsten börsengehandelten Umsatz aller deutschen Unternehmen. Diese Aktienunternehmen müssen außerdem zusätzliche Kriterien erfüllen, um sich für DAX 30 zu qualifizieren.

Alle DAX-Unternehmen müssen bei der Deutschen Börse registriert sein, mindestens zehn Prozent im freien Verkehr haben und ihren Hauptsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Der DAX-Preis setzt sich aus den Preisen der darin enthaltenen Unternehmen zusammen. Die Preise der DAX 30-Unternehmen werden jedoch unterschiedlich gewichtet, sodass die Aktienkurse der DAX 30-Unternehmen mit einer höheren Marktkapitalisierung einen größeren Einfluss auf den Indexpreis des DAX 30 haben. Der Preis wird jede Sekunde eines jeden Handelstages neu kalkuliert.

DAX Realtime Aktienkurse

Alle DAX-Aktien werden in Echtzeit bewertet. Unabhängige Updates stellen sicher, dass die Preise in Echtzeit auf dem neuesten Stand sind. Geld- und Briefkurse werden für alle DAX-Aktienkurse in Realtime, also in Echtzeit angezeigt. Aktuelle Stände des DAX-Echtzeitpreisindex werden sowohl als Echtzeitdiagramm als auch als Echtzeitpreise angegeben. Änderungen gegenüber dem Vortag werden selektiv und in Prozent in Echtzeit angezeigt. An jedem Handelstag von 8:00 bis 22:00 Uhr sind kostenlose Realtimekurse für alle Aktien in Echtzeit verfügbar und werden innerhalb weniger Sekunden regelmäßig aktualisiert.

Die Live DAX Aktienkurse bietet Ihnen an jedem Handelstag von 8.00 bis 22.00 Uhr einen vollständigen und völlig kostenlosen Überblick über den DAX-Index und seine einzelnen Werte in Echtzeit. Börsendienste liefern Indikationen sowohl für den Index als auch für die Preise der jeweiligen Aktienwerte. Durch ein Abonnent können auch Xetra-Preise angezeigt werden. Alle Preise können in Echtzeit automatisch per Push-Benachrichtigung aktualisiert werden, so sind Sie immer auf dem Laufenden.

Neben dem Index finden Sie ein Echtzeit-DAX-Diagramm, das ebenfalls automatisiert erneuert wird. Mit den 30 DAX-Aktienkursen in Echtzeit und den entsprechenden Echtzeit-Geld- und Briefkursen, den absoluten und relativen Tageskursen und der aktuellen Marktkapitalisierung sind Börsenhändler besten informiert.

Berechnung der DAX-Aktienkurse an der Frankfurter Wertpapierbörse

Seit dem 21. Juni 1999 basiert der Index auf den Preisen des elektronischen Handelssystems Xetra. Ab Januar 2016 beginnt die Abwicklung jeden Handelstag um 9:06 Uhr MEZ/MESZ. Liegen keine offenen Kurse für einzelne Aktien vor, werden die entsprechenden Schlusskurse des vorherigen Handelstages verwendet. Bis einschließlich 2005 wurde der DAX alle 15 Sekunden aktualisiert und seit dem 1. Januar 2006 wird er jede Sekunde erneuert.

Für die Berechnung nach der Etienne Laspeyres-Indexformel werden die Aktienkurse ausgewählter börsennotierter Unternehmen nach der Kapitalisierung gewichtet. Bei der Preisberechnung werden nur Streubesitzanteile gezählt. Wenn das Kapital der Gesellschaft in mehrere Arten von Aktien (z. B. Stamm- und Vorzugsaktien) aufgeteilt ist, wird die Art der Aktien mit höherer Liquidität verwendet. Berücksichtigt werden auch Sonderfälle, beispielsweise die 2011/2012 an der Börse gehandelten Aktien der Deutsche Börse AG.

Für Zeiträume, die nicht mit dem Xetra-Handel zusammenhängen (nach der Schlussauktion und vor dem Handelsbeginn), indiziert die Börse den LDAX (auch L-DAX, L / E-DAX) auf der Grundlage der Aktienkurse an der Frankfurter Wertpapierbörse. Wichtig: Das Gewicht wird im DAX nicht durch den Gesamtwert des Unternehmens bestimmt, sondern durch die frei verfügbaren Aktien des DAX-Mitglieds, den sogenannten Streubesitz.

Der einzige entscheidende Faktor ist die Marktkapitalisierung des Unternehmens im Streubesitz. Die Grundidee ist, dass je höher der Unternehmenswert auf dem Markt ist, desto höher sein Wert für die (nationale) Wirtschaft und desto mehr Investitionskapital zieht es an. Aber: Der Besitz von fünf Prozent oder mehr der Anteile an einem Unternehmen gilt nicht mehr als Streubesitz und wird daher nicht in die Gewichtung des Index einbezogen. Grund für diese Regel: Wenn ein Anleger 5 oder mehr Prozent der Aktien eines Unternehmens besitzt, können strategische langfristige Investitionen angenommen werden. Diese Aktien werden effektiv aus dem täglichen Handel an den Börsen genommen.

Die Fähigkeit eines einzelnen Unternehmens, den DAX zu beeinflussen, ist ebenfalls begrenzt. Ein Unternehmen kann nicht mehr als zehn Prozent des Gewichts im Index haben. Dies verhindert, dass der DAX übermäßig dominiert wird.

Unterschiedliche Auffassungen der Laspeyres-Formel

Da die Laspeyres-Berechnung lediglich die Preisänderungen anzeigt, ist sie leicht zu verstehen und ermöglicht eine sehr gute Korrelation mit dem Trend des Index. Andererseits ist zu erwähnen, dass Aktien von Unternehmen im Streubesitz nur vierteljährlich von der Deutschen Börse überprüft werden und erst danach in die Wägung einbezogen werden. Dies bedeutet, dass der Gewichtungsfaktor nur verzögert an den Aktienkurs angepasst wird.

Der Echtzeitpreis (auch Realtimekurs genannt) beschreibt den Wechselkurs, der vom Echtzeitpreissystem generiert wird, der für gewöhnlich unverzüglich geliefert wird. Beispielsweise werden die offiziell festgelegten Preise großer Indizes wie des S & P 500 oder der der DAX-Gruppe nur mit einer Verspätung von 15 Minuten veröffentlicht. Angebote, die nicht in Realtime geliefert werden, werden als „verzögert“ bezeichnet.

Um Preise in Echtzeit zu erhalten, ist normalerweise eine Gebühr erforderlich. Für den Privatgebrauch können Echtzeitpreise kostenlos an einigen Börsen online eingesehen werden, z. B. an der Stuttgarter Börse oder der Frankfurter Wertpapierbörse. Broker und Banken bieten ebenso sogenannte Realtimekurse an. Sie berechnen diese Kurse auf der Grundlage ihrer eigenen Preise, sodass sie möglicherweise vom offiziellen Kurs abweichen.

Fazit

Der Streubesitz multipliziert mit dem Aktienkurs ergibt das Gewicht des Index. Damit entspricht das Dax-Gewicht der Marktkapitalisierung des Streubesitzes. Somit wird nur der Wert der Streubesitzaktien für die Aktienkurse berücksichtigt und nicht der gesamte Marktwert der Unternehmen. Wenn ein Großaktionär mindestens fünf Prozent des Unternehmens besitzt, gilt dies als dauerhaftes Eigentum und ist nicht im Dax enthalten. Je höher die Anzahl der im Streubesitz befindlichen Aktien ist, desto höher ist das Gewicht im Index. Das maximale Gewicht für ein Unternehmen liegt im Index bei zehn Prozent. Kein einzelnes Indexmitglied kann einen größeren Einfluss auf den DAX haben.

Ein weiterer wichtiger Unterschied ist die Abweichung beim Preis- und Leistungsindex. DAX ist in beiden Varianten erhältlich, wobei der Leistungsindex die häufigste Option ist. Dividenden und andere Zahlungen an die Aktionäre werden bei der Berechnung des Performance-Index in den Index reinvestiert. Andererseits wird bei einem Preisindex das Niveau des Index ausschließlich auf der Grundlage der Aktienkurse bestimmt. Dividendenzahlungen und Eigenkapitalveränderungen sind hier nicht enthalten. Wenn Sie die beiden Indizes vergleichen, werden Sie feststellen, dass der Preisindex viel niedriger ist. Der DAX ist etwas Besonderes, da er als Leistungsindex kalkuliert wird. Viele wichtige Leitindizes werden als Preisindizes berechnet, einschließlich des Index des amerikanischen Bruders, des Dow Jones.

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