Aktie – Wertpapier für Anteile am Grundkapital eines Unternehmens
Damit Grundkapital -eines-unternehmens-_id38730.html‘>Aktie n gehandelt werden können, müssen die Gesellschaften ihr Grundkapital in Aktien zerlegen und diesen Anteil verbriefen. Diese Gesellschaften werden entweder Aktiengesellschaft (AG) (zur Aktiengesellschaft Definition) oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) genannt. Der Handel der Aktien erfolgt beispielsweise über Wertpapierbörsen oder außerhalb der Börse.
Geschichte der Aktie
Der Name Wertpapier, das Synonym für die Aktie, ergibt sich aus der geschichtlichen Entwicklung. Aktien wurden früher als effektive Stücke ausgegeben. Dabei handelte es sich beispielsweise um Urkunden mit einem Nominalwert oder einer Stückzahl. Der älteste Anteilschein stammt aus dem Jahr 1288. Das erste Unternehmen, das sich in Europa 1602 an die Börse wagte, war ein Firmenzusammenschluss mit dem Namen „Vereinigte Ostindische Kompanie“. Die ersten Aktien, die in Deutschland gehandelt wurden, stammten 1809 von der Firma Dillinger Hütte.
Ablauf und Aktienformen
Sobald die Aktiengesellschaft gegründet wird, erfolgt die Festlegung, in wie viele Aktien das Grundkapital aufgeteilt wird. Für diese Festlegung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen können die Aktien in einem Buch verbrieft oder gedruckt und herausgegeben werden. Ausgegebene Aktien werden auch als Emission bezeichnet. Die Verbriefung des Aktienanteils am Unternehmen wird in Form von Nennwert- oder Stückaktien vorgenommen. Wie der Name bereits andeutet, entspricht bei der Nennwertaktie der Nennwert der Aktie dem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft. Das Grundkapital ist also nicht gleich auf die Aktien verteilt. Bei den nennwertlosen Aktien bzw. Stückaktien gibt es keinen eigenen fixen Nennwert. Diese Aktien entsprechen ihrem Anteil am Grundkapital.
Verschiedene Arten von Aktien
Im modernen Aktienrecht verbleibt die Freiheit, alle Aktionäre gleich zu behandeln, beim Unternehmen. Hierfür gibt es die sogenannte Einheitsaktie. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weitere Aktienformen, die mit besonderen Gewichtungen beim Stimmrecht einhergehen. Auch auf anderen Ebenen gibt es Unterscheidungen zwischen verschiedenen Aktientypen.
Aktien nach Stimmrecht:
- Stammaktien
- Vorzugsaktien
Aktien nach Emissionszeitpunkt:
- Junge Aktien
- Alte Aktien
Aktien nach Übertragbarkeit:
- Namensaktien
- Inhaberaktien
- Vinkulierte Aktien
Aktien nach Unternehmensanteil:
- Stückaktien
- Nennbetragsaktien
Die Emission von Aktien
Die Ausgabe von Aktien bezeichnet man als Emission. Das ausgebende Unternehmen wird entsprechend als Emittent bezeichnet. Es gibt verschiedene Situationen, in der es zu einer Ausgabe von Aktien kommt:
- die Neugründung einer Aktiengesellschaft
- die Umwandlung einer anderen Gesellschaftsform in eine AG
- die Ausgabe junger Aktien bei einer Kapitalerhöhung
- der Aktien-Split
Meistens werden die neuen Aktien über eine Investmentbank platziert. Die erhält dafür in der Regel einen Anteil an dem Emissionserlös. Bei der Ermittlung des Aktienpreises gibt es dabei verschiedene Verfahren. Hier unterscheidet man das Festpreisverfahren, das Auktionsverfahren und das Bookbuilding-Verfahren.
Der Aktiensplit stellt insofern eine Besonderheit dar, als der Aktionär für eine Aktie zwei erhält, wobei sich der eigentliche Wert nicht ändert. Man nutzt diese Methode zum Beispiel, um den Handel mit der Aktie zu erleichtern. So kann man zum Beispiel einen Teil der Aktie veräußern, während man die Aktionärsrechte behält.
Florian Weis
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