Expertentalk mit Dieter Scholz – Geschäftsführer der BMS Bau GmbH im Landkreis Forchheim

Die Bauwirtschaft steht derzeit vor erheblichen Herausforderungen: Steigende Materialkosten, Fachkräftemangel und eine stagnierende Nachfrage belasten die Branche. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen müssen innovative Lösungen finden, um in diesem schwierigen Umfeld zu bestehen. Die BMS Bau GmbH mit Sitz in Ebermannstadt, unter der Leitung von Geschäftsführer Dieter Scholz, bietet ein breites Leistungsspektrum an, das von schlüsselfertigem Bauen über Rohbauarbeiten bis hin zu Altbausanierungen reicht. Das Unternehmen ist in der Region Fränkische Schweiz tätig und bedient Städte wie Forchheim, Bamberg und Erlangen. Im heutigen Expertentalk möchten wir mit Dieter Scholz über die aktuellen Entwicklungen in der Bauwirtschaft sprechen, erfahren, wie sein Unternehmen auf die gegenwärtigen Herausforderungen reagiert, und einen Ausblick auf zukünftige Projekte und Strategien erhalten.
Business-On: Herzlich Willkommen Dieter Scholz, Geschäftsführer der BMS Bau GmbH. Sie sind Leiter eines Bauunternehmens bei Bamberg und tätig im gesamten Landkreis Forchheim sowie dem umliegenden Nord-Ost Bayern bzw. Franken. Ihre Region zählt zumindest in Bayern zu den eher ärmeren Gegenden und die Baubranche befindet sich seit rund 2 Jahren in einer strukturellen Krise. Wenn man sich im Handwerk umhört, sprechen viele Unternehmer jedoch noch immer von vollen Auftragsbüchern. Wie sind Sie und Ihre Firma durch die vergangenen Jahre gekommen?
Dieter Scholz: Wir haben es immer wieder geschafft, durch unsere Qualität und unserenmittlerweile großen Bekanntheitsgraddem Markt zu trotzen. Wir bestechen durch preisgünstige, zuverlässige und schnelle Bauabwicklung, deswegen konnten wir auch in der strukturellen Krise weiterhin Aufträge generieren. Trotzdem macht sich die Krise auch in unseren Auftragsbüchern bemerkbar. Eine bessere Planungssicherheit wäre in Zukunft wünschenswert.
Business-On: Wenn Sie sich drei konkrete Maßnahmen von der Politik wünschen könnten, welche wären das?
Dieter Scholz: Viel auf und ab mit dem Personal und der Auftragslage wegen fehlenderzielführender Angaben durch die Politik. Das Handwerk wird offenbar vernachlässigt gegenüber der Industrie. In dem Fall wird mit zwei Maßstäben gemessen. Wünschen würden wir uns finanzielle Anreize und Steuerliche Vergünstigungen für Handwerker, damit sich Arbeiten wieder lohnt gegenüber dem Bürgergeld… denn das Verhältnis scheint schon lange nicht mehr zu stimmen. Eine Steigerung der Attraktivität am Arbeitsmarkt wäre wünschenswert, denn, wer soll den Hunger auf Wohnraum stillen, wenn nicht wir? Die sprichwörtlichen Handwerker von nebenan!Die Arbeit macht sich nicht von selbst.
Business-On: Neben den angesprochenen Krisen und Herausforderungen rückt auch zunehmend ein weiteres Thema in den Fokus der Aufmerksamkeit: Die Lebensdauer vieler Stahlbetonbauten aus den 50er, 60er und 70er Jahren scheint sich dem Ende zuzuneigen. Betrifft das nur Brücken und Hochhäuser oder rechnen Sie auch bei ‘normalen’ Wohn- oder Mehrfamilienhäusern mit Schwierigkeiten?
Dieter Scholz: Das betrifft alles auf der Welt, nichts ist von Dauer!
Business-On: Was raten Sie Kunden oder auch Kommunen, die sich mit diesen Gefahren beschäftigen, zu tun? Bei Brücken und Hochhäusern scheint das Mittel der Wahl das Wegsprengen und Neubauen zu sein, aber im privaten Bereich gibt es sicherlich auch weniger dramatische Wege der Reparatur?
Dieter Scholz: Durch kleinere oder häufigere Modernisierungen wird in der Regel ein größerer Sanierungsstau vermieden. Es lohnt sich aber durchaus, im Einzelfall eine Sanierung durchzuführen. Durch eine fachgerechte Einschätzung, wie wir sie anbieten, wird klar, wie und in welchem Umfang diese möglich und bezahlbar ist.
Business-On: Vielen Dank, für diese spannenden Einschätzungen in einer Branche, die in einer modernen Gesellschaft eine nicht zu unterschätzende Bedeutung hat, Dieter Scholz, Maurer und Betonbauermeister im Raum Bamberg-Erlangen.
- Titelbild: Bild von Vukasin Stanojlovic auf IStockPhoto
KarriereVersicherungsmakler arbeiten an einer sensiblen Schnittstelle zwischen Beratung, Risikoanalyse und wirtschaftlicher Verantwortung. Wer in diesen Beruf einsteigen will, braucht deshalb nicht nur Interesse an Versicherungen und Finanzen, sondern auch Fachwissen, rechtliche Sicherheit und ein belastbares Gespür für die Anliegen verschiedener Kunden. Der Weg in die Maklerschaft ist geregelt, zugleich aber vielseitig. Es gibt den klassischen Einstieg über eine Ausbildung, den Wechsel aus einem Versicherungsunternehmen und ebenso Chancen für Quereinsteiger mit der passenden Vorbereitung. Entscheidend ist dabei eine nüchterne Einordnung. Die Tätigkeit als Versicherungsmakler beginnt nicht mit einer einfachen Gewerbeanmeldung und auch nicht mit Vertriebsinteresse allein. Erforderlich sind fachliche Voraussetzungen, eine Erlaubniserteilung, eine Registrierung und ein tragfähiges Konzept für den späteren Berufsalltag. Wer diesen Weg sauber vorbereitet, kann sich in einer anspruchsvollen Versicherungsbranche eine langfristige Position aufbauen. Was macht ein Versicherungsmakler eigentlich?
KarriereWer Sozialpädagoge werden will, braucht in Deutschland in der Regel ein Studium. Der klassische Weg führt heute meist über Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder einen eng verwandten Studiengang an einer Hochschule. Dazu kommen Praxisphasen, häufig ein Anerkennungsjahr oder eine staatliche Anerkennung, je nachdem, wie die Hochschule den Studiengang aufgebaut hat und in welchem Bundesland der Berufseinstieg erfolgt. Eine einheitliche, bundesweit geregelte Sozialpädagogik-Ausbildung als klassischer Ausbildungsberuf ist dagegen nicht der typische Zugang. Damit beginnt die eigentliche Entscheidung aber erst. Denn die Frage, wie man Sozialpädagoge wird, lässt sich nicht allein mit dem Wort Studium beantworten. Wichtig ist auch, in welchem Bereich später gearbeitet werden soll, etwa mit Kindern und Jugendlichen, in der Familienhilfe, an Schulen, in der Jugendhilfe, in der Beratungsarbeit oder im Feld von Menschen mit Behinderung. Wer diese Unterschiede früh versteht, trifft die bessere Studienwahl und vermeidet Umwege. Wie wird man Sozialpädagoge in Deutschland?
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