LEVETO: Mehr als ein klassisches Kundenmanagement

Herr Zillgen, Sie haben LEVETO im Jahre 2016 gegründet. Erklären Sie doch mal in einfachen Worten was genau LEVETO macht.
Stefan Zillgen: LEVETO ist: Lead, Qualifizierung, Terminierung, Routenplanung, CRM, (Online-) Beratung, (digitaler) Verkauf.
Auf Ihrer klar strukturierten Website www.leveto.de liest man viel über Leads, Lead-Management-Tools und Lead-Processing. Was haben wir uns darunter vorzustellen?
Stefan Zillgen: LEVETO bietet von der Lead-Einlieferung, über die Qualifizierung und Beratung im individuellen Endkundenportal (geschützter Bereich für die LEVETO Software-Nutzer) einen durchgehenden Prozess für erklärungsbedürftige Produkte wie z.B. eine Solaranlage oder Stromspeicher. Der Produktberater kann, noch während der Interessent im Portal die empfohlenen Produkte erklärt bekommt, ein Angebot in Echtzeit erstellen, was der Interessent noch während der Beratung lesen und akzeptieren kann.
LEVTO ist eine Übersicht, Verwaltung und Auswertung von Leads. Prozesse, die der Lead durchlaufen hat, werden gelistet und man kann nachvollziehen, wem der Lead zugeteilt wurde und wie sein Bearbeitungsstand ist. Die Lead-Vergabe kann automatisiert werden und durch das Festlegen von Kriterien werden nur die Mitarbeiter oder Partner angezeigt, die zum Lead passen.
Sie sind jetzt seit fünf Jahren am Start. Ist LEVETO eine komplette Neugründung oder hat das Unternehmen sozusagen eine Vorgeschichte?
Stefan Zillgen: LEVETO ist durch die Idee meiner langjährigen Erfahrung aus dem Kundenbeziehungsmanagement und der Marktforschung entstanden. Hier war es wichtig eine Software zu entwickeln, die branchenübergreifend funktioniert und alle Belange zum Kunden speichert – weit über ein klassisches CRM hinaus. Wir sehen LEVETO als Bindeglied zwischen Lead-Lieferant/-Quelle, CRM und Warenwirtschaft.
Erläutern Sie doch mal an einem konkreten Beispiel was genau LEVETO für seine Kunden tun kann und wie der Kunde von den unterschiedlichen Tools profitiert.
LEVETO ist modular aufgebaut und wird individuell auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst. So können Leads einfach aus verschiedenen Quellen importiert werden, und beispielsweise durch externe Marktforschungs- oder Tele-Sales-Unternehmen durch individuelle Erfassungsbögen qualifiziert werden. Dieser Lead geht dann automatisch zum Lead-Management oder Lead-Manager und wird dort an einen Produkt- oder Fachberater weitervermittelt. Dieser wiederum kann einen Online-Beratungstermin mit seinem Interessenten vereinbaren, ihm Zugangsdaten zum geschützten Endkundenportal übermitteln (dieses ist individuell auf den LEVETO-Nutzer gebrandet) und kann anhand der qualifizierten Daten des Interessenten seine Beratung ausrichten. LEVETO hat hier sehr großen Erfolg im Bereich Solaranlagen oder im Heizungssektor. LEVETO wird überall dort eingesetzt, wo es z.B. Berechnungen erfordert, wo Interessenten z.B. ihre Stromverbräuche oder andere Energiedaten eingeben können, und LEVETO gibt dann entsprechende Produktempfehlungen aus (die der Berater vorher festgelegt hat). Durch die einheitlichen Prozesse bis hin zur kaufmännischen Abwicklung braucht der Kunde keine zusätzliche Software mehr. Und LEVETO ist durch die flexible Art der Programmierung individuell einstellbar auf die Nutzer. Und wenn es doch noch Wünsche geben sollte, kann jeder Kunde sein LEVETO noch individuell programmieren lassen, um ggf. noch über APIs oder an spezielle Haus-Software anzudocken.
Welche weiteren Vorteile bietet LEVETO?
Stefan Zillgen: LEVETO ist branchenneutral, hilft wertvolle Arbeitszeit einzusparen, bietet viele Auswertungen und Statistiken an und bindet Interessenten und/oder Kunden optimal in jeden Beratungs- und Arbeitsprozess ein, ohne das fremde Software benötigt wird.
LEVETO bietet eine Reihe unterschiedlicher Tools an. Zum Beispiel mit „LEVETO Praxis“ ein Patienten- und Terminmanagement-Tool oder mit „LEVETO Dachplaner“ ein kundenspezifisches Planungstool für Solarteure. Aber auch branchenübergreifende Bausteine wie etwa für Terminierung und Routenplanung sind Teil ihres Portfolios. Bedeutet das, dass Sie Unternehmen jeder Größenordnung maßgeschneiderte Angebote unterbreiten können?
Stefan Zillgen: Ja, so ist es. Nehmen wir z. B. die Routenplanung. Es gibt am Markt schon genug Tools die das gut können. LEVETO bietet darüber hinaus Terminslots an, und meldet sofort, dass z. B. der Außendienst XY am 06.06. in Bremen unterwegs ist, und dort noch zwei Termine vergeben werden können. Oder ein Beispiel für den Bereich Praxis. LEVETO bietet Onlinebuchungen für Patienten an, verwaltet aber auch gleichzeitig die Praxisräume der Ärzte, um so Doppelbuchungen zu vermeiden. Dadurch haben die Ärzte eine saubere Planung Ihrer Behandlungszeiträume. Das Modul Dachplaner ist für unsere vielen Solarteure programmiert worden. Diese setzen gerade in Corona-Zeiten LEVETO Portal und Dachplaner erfolgreich ein, um zu erkennen, wie viele Solarpaneele denn überhaupt auf das Dach des Kunden passen. Gleichzeitig entfällt ein erster Besuchstermin vor Ort.
Haben Sie eine Kernzielgruppe?
Stefan Zillgen: Ja. Stromkonzerne, Stromspeicher- und Modulhersteller, Solarteure, Heizungsmonteure, Energieberater, Versicherer und Arztpraxen.
Entwickeln Sie zum Beispiel in enger Zusammenarbeit mit Kunden sehr individuelle Lösungen – oder decken die vorhandenen Tools einen Großteil der gewünschten Anforderungen ab?
Stefan Zillgen: LEVETO hat über 12 Mannjahre Software-Entwicklung hinter sich. Die Software wurde wegen mangelnder oder fehlender Lösungen am Markt für unser Unternehmen entwickelt, dann aber sehr schnell von Kunden (angefragt und) lizenziert. Nachfolgend wurden, in Zusammenarbeit mit einem der deutschen Marktführer im Bereich Stromspeicherhersteller, besonders die Softwaremodule für Solarteure in den Vordergrund gestellt. Unsere Kunden haben zum großen Teil an der Individualität von LEVETO beigetragen. Außerdem wurde LEVETO neutral weiterentwickelt, um unterschiedlichen Branchen eine Softwarelösung anbieten zu können.
Wir haben heute eine Software, die fast alle Kundenwünsche abdeckt, und doch jeden Tag weiterentwickelt wird, weil wir sehr großen Wert auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden legen. Dadurch warten die Kunden nicht lange auf Updates und erhalten gleichzeitig ihre Wertschätzung – denn wir hören unseren Kunden zu.
Ihr Unternehmen hat sich seit 2016 kontinuierlich entwickelt. Inzwischen haben Sie 13 Mitarbeiter. Wo sehen Sie LEVETO in fünf Jahren, welche Ziele haben Sie definiert und wie wollen Sie diese erreichen?
Stefan Zillgen: Wir werden LEVETO noch im Jahr 2021 internationalisieren. Wir gehen im Sommer auf den italienischen Markt, im Spätsommer auf den skandinavischen Markt, im nächsten Jahr sogar nach Tokio. Wir investieren weiterhin in die Ausbildung unserer Mitarbeiter, und werden weiterhin einen tollen Support bieten, ohne lange Wartezeiten oder Warteschleifen. Wir erreichen die Expansion durch unsere Kunden, da LEVETO weiterempfohlen wird. Zusätzlich planen wir für die zweite Jahreshälfte gezieltes Online-Marketing, um unser Ziel von 3.000 Usern bis Ende des Jahres zu erreichen.
Was zeichnet LEVETO aus? Gibt es ein Unternehmensmotto, eine bestimmte Philosophie?
Stefan Zillgen: Wir werden als Team jeden Tag ein bisschen besser, und das spiegelt sich in unserer Software wider. Durch den hohen Automatismus in LEVETO – Beratung, Angebot, Auftragsbestätigung, bis hin zur automatischen Rechnungserstellung, ist unser interner Verwaltungsaufwand gering. So gewinnen wir wertvolle Arbeitszeit, und können uns auf die Entwicklung und auf unsere Kunden konzentrieren.
Was muss ein Bewerber mitbringen (3 Dinge) um bei LEVETO eine Herausforderung zu bekommen?
Stefan Zillgen: Teamgeist, die Fähigkeit quer zu denken, kommunikativ.
Was gibt es persönlich über Sie zu berichten, welche Hobbies haben Sie etwa?
Stefan Zillgen: Ich bin 53 Jahre alt, Vater einer erwachsenden Tochter und eines erwachsenen Sohnes, lebe in München und habe meine alte Leidenschaft zum Motorradfahren wieder entdeckt. LEVETO ist mein Lebenswerk und die besten Ideen fallen mir ein, wenn ich auf den kurvigen Straßen der Alpen unterwegs bin, oder an der Adria die Sonne genieße – auf dem Motorrad, wohlgemerkt.
- Titelbild: Image by StockSnap from Pixabay
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