Outsourcing: Auslagerung von bisher selbst erbrachten Leistungen
In erster Linie profitieren die Dienstleistungsbranchen vom Outsourcing. Der Mann in der Pförtnerloge, das Personal in der Kantine und die Reinigungskräfte sowie das Sicherheitspersonal sind typische Beispiele für Dienstleister, die als Externe bei den Auftraggebern täglich ihre Leistung erbringen. Diese Branchen waren die ersten, die mit Outsourcingin Berührung kamen.
Komplette Arbeitsprozesse werden ausgelagert
Später wurden von produzierenden Betrieben weitere Leistungen ausgeschrieben und an fremde Unternehmen vergeben, einschließlich der Entwicklung neuer Bauteile sowie deren Fertigung, wenn nicht komplett, so doch in Teilen. Mittlerweile werden sogar komplette Produktionen aufgrund der günstigeren Kosten beim Lohn wie auch der Infrastruktur (Infrastruktur Definition) ins Ausland verlagert.
Besonders deutlich wird das Thema Outsourcingin der Automobilwirtschaft. Rund um die Produktionsstätten siedeln sich die Zulieferbetriebe an. Diese qualifizierten Lieferanten sind bereits in der Entwicklung neuer Fahrzeuge beziehungsweise Komponenten involviert. Die Wege zu den Auftraggebern sind kurz, der Autoproduzent kann sich auf seine Kernaktivitäten konzentrieren. Er muss keine große Lagerhaltung vornehmen, sondern bekommt sämtliche benötigten Komponenten auf Zuruf ans Montageband geliefert.
IT-Branchen sind wichtige Outsourcingpartner
Ebenso setzen viele Unternehmen bei der EDV auf die Auslagerung. Kleine Firmen käme ein eigener IT-Spezialist zu teuer, und bei den umfangreichen Anforderungen an Computer, Netzwerke und Co hat man bei der Zusammenarbeit mit externen Leuten schnellen Zugriff auf den passenden Experten.
Die Übernahme einer kompletten Unternehmenslogistik, die Buchhaltung in externe Hände legen, in immer mehr Branchen wird Outsourcing betrieben. Ein Model, von dem sowohl das Unternehmen als auch der die Lücke füllende Dienstleister gleichermaßen profitieren.
Florian Weis
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WirtschaftBei Eigentumswohnungen wird beim Kauf oft zuerst auf Lage, Grundriss, Kaufpreis und monatliches Hausgeld geschaut. Das ist verständlich, reicht aber nicht aus. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft können Kosten entstehen, die nicht direkt in der eigenen Wohnung sichtbar sind. Ein undichtes Dach, alte Leitungen, eine marode Fassade oder verschlissene Fenster betreffen schnell die ganze Gemeinschaft. Wer diese Punkte zu spät erkennt, erlebt Sanierungsstau nicht als abstraktes Immobilienthema, sondern als konkrete Rechnung. Warum Sanierungsstau in WEGs oft unterschätzt wird Sanierungsstau entsteht selten über Nacht. Meist werden kleine Mängel jahrelang vertagt, weil die Rücklage knapp ist, die Eigentümer sich nicht einigen oder größere Maßnahmen unangenehm teuer wirken. Irgendwann wird aus dem kleinen Problem ein Beschluss mit fünfstelligen Kosten. Für Selbstnutzer ist das ärgerlich, für Kapitalanleger kann es die Rendite deutlich verändern.
