Verantwortung hinter dem Lenkrad – Süfyan Arslan über medizinische Fahreignung bei Berufskraftfahrern

Berufskraftfahrer tragen nicht nur die Verantwortung für Mensch und Material, sondern auch für die Sicherheit auf unseren Straßen. Doch was passiert, wenn gesundheitliche Einschränkungen die Fahrtüchtigkeit beeinflussen?
Während in der öffentlichen Debatte oft nur die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) Beachtung findet, beginnt die Frage der Fahreignung für Berufskraftfahrer weit früher – etwa bei grundlegenden Tests wie der Sehstärke. Wer beispielsweise in Duisburg den Sehtest für einen Führerschein machen möchte, findet bei der Verkehrspraxis eine spezialisierte Anlaufstelle mit verkehrsmedizinischer Expertise. Neben dem Sehtest zählen auch regelmäßige ärztliche Untersuchungen und die Beurteilung gemäß Fahrerlaubnisverordnung (FeV) zu den gesetzlichen Anforderungen.
business-on.de spricht mit Süfyan Arslan, Leiter der Verkehrspraxis und Experte für verkehrsmedizinische Begutachtung, über Anforderungen, Abläufe und Risiken – und warum eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema nicht nur rechtlich, sondern auch menschlich wichtig ist.
business-on.de: Herr Arslan, was genau bedeutet „medizinische Fahreignung“ für Berufskraftfahrer?
Süfyan Arslan: Ganz einfach gesagt: Ein Fahrer muss gesundheitlich in der Lage sein, ein Fahrzeug sicher zu führen – und das dauerhaft. Das betrifft sowohl körperliche als auch psychische Voraussetzungen. Bei Berufskraftfahrern, etwa LKW- oder Busfahrern, gelten strengere Maßstäbe als im privaten Bereich, weil sie regelmäßig viele Stunden unterwegs sind und dabei Menschen oder Güter transportieren. Deshalb sind regelmäßige ärztliche Untersuchungen gesetzlich vorgeschrieben.
business-on.de: Welche Anforderungen an die medizinische Fahreignung gelten konkret?
Süfyan Arslan: Die Anforderungen sind in der Anlage 4 und 5 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) geregelt. Dort ist für jede Erkrankung oder Einschränkung festgelegt, unter welchen Umständen die Fahreignung bestehen bleibt oder eingeschränkt ist. Für Berufskraftfahrer gelten in vielen Fällen strengere Anforderungen als für Privatpersonen. Beispielsweise sind bestimmte Sehschwächen oder neurologische Erkrankungen, die im privaten Bereich noch toleriert würden, im gewerblichen Bereich oft ein Ausschlusskriterium – zumindest, solange keine kompensierenden Maßnahmen vorliegen.
business-on.de: Wann müssen Berufskraftfahrer zur ärztlichen Untersuchung?
Süfyan Arslan: Bei der Verlängerung des Führerscheins der Klassen C und D – also LKW und Bus – ist eine ärztliche Untersuchung Pflicht. Für LKW-Fahrer alle fünf Jahre, für Busfahrer bereits alle fünf Jahre ab dem 50. Lebensjahr. Die Untersuchung umfasst unter anderem ein ärztliches Gutachten, einen Sehtest und gegebenenfalls eine Untersuchung der Leistungsfähigkeit, zum Beispiel durch einen Reaktionstest. Die Untersuchung zur Führerscheinverlängerung für LKW-Fahrer ist also mehr als eine Formsache – sie ist ein zentrales Instrument der Verkehrssicherheit.
business-on.de: Was steht genau in der FeV Anlage 4 und 5?
Süfyan Arslan: Anlage 4 listet Krankheiten und Mängel auf, die die Fahreignung beeinträchtigen können – etwa Epilepsie, schwere Herzrhythmusstörungen oder insulinpflichtiger Diabetes. Anlage 5 legt fest, welche speziellen Eignungsvoraussetzungen für Fahrer bestimmter Klassen gelten, insbesondere für Berufskraftfahrer. Hier sind auch ergänzende Untersuchungen definiert, zum Beispiel psychometrische Tests bei neurologischen Erkrankungen. Entscheidend ist: Die Beurteilung erfolgt individuell. Es geht also nicht nur darum, ob jemand eine Diagnose hat, sondern wie stark sie die Fähigkeit zum sicheren Führen eines Fahrzeugs tatsächlich beeinträchtigt.
business-on.de: Wie häufig erleben Sie, dass gesundheitliche Einschränkungen im Alltag verdrängt werden?
Süfyan Arslan: Leider sehr häufig. Viele Fahrer, gerade im gewerblichen Bereich, nehmen erste Warnzeichen nicht ernst – sei es Konzentrationsmangel, Müdigkeit oder ungeklärte Sehstörungen. Oft aus Sorge um den Arbeitsplatz. Dabei ist es gerade in solchen Fällen sinnvoll, frühzeitig eine medizinische Einschätzung einzuholen. In vielen Fällen lässt sich die Fahreignung durch Hilfsmittel, Therapie oder Fahrtraining erhalten – aber nur, wenn man es rechtzeitig angeht.
business-on.de: Welche Rolle spielt der Arbeitgeber in diesem Zusammenhang?
Süfyan Arslan: Eine sehr wichtige. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, nur fahrgeeignetes Personal einzusetzen. Gleichzeitig sollten sie aber auch als Partner auftreten – durch Sensibilisierung, gesundheitsfördernde Maßnahmen und ein offenes Ohr für gesundheitliche Sorgen der Fahrer. Idealerweise gibt es im Unternehmen einen festen Ansprechpartner für das Thema medizinische Fahreignung, zum Beispiel im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Prävention ist immer günstiger als ein Ausfall oder – schlimmer – ein Unfall.
business-on.de: Was passiert, wenn ein Fahrer eine chronische Erkrankung hat?
Süfyan Arslan: Das kommt sehr auf die Erkrankung an. Ein gut eingestellter Diabetiker kann grundsätzlich weiterhin fahren – aber nur unter bestimmten Auflagen und mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen. Ähnlich ist es bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen oder neurologischen Erkrankungen. Die Entscheidung trifft ein erfahrener Verkehrsmediziner anhand der medizinischen Akten, oft auch in Kombination mit Tests. Wichtig ist: Eine Erkrankung führt nicht automatisch zur Fahruntauglichkeit. Aber sie muss sorgfältig geprüft werden.
business-on.de: Was raten Sie Fahrern, die unsicher sind, ob sie noch fahrtauglich sind?
Süfyan Arslan: Suchen Sie frühzeitig das Gespräch mit einem verkehrsmedizinisch qualifizierten Arzt – am besten anonym und ohne behördlichen Zwang. Bei uns in der Verkehrspraxis führen wir auch freiwillige Eignungsuntersuchungen durch. Dort klären wir in Ruhe, ob Einschränkungen bestehen, wie diese zu bewerten sind und ob Fahrhilfen oder Auflagen helfen können. Diese Gespräche geben Sicherheit – für den Fahrer selbst, aber auch für den Arbeitgeber.
business-on.de: Herr Arslan, vielen Dank für das Gespräch.
BusinessDie beste mydealz-Alternative für Selbstständige ist ein Portal, das Zeit spart: Statt zahlreiche Community-Beiträge zu durchsuchen, finden sie auf kuratierten Schnäppchen-Portalen wie Preis-King eine redaktionelle Vorauswahl für Technik, Büroausstattung und Software. mydealz bleibt mit seiner großen Community stark, verlangt im Arbeitsalltag aber mehr eigene Suche. Welche Plattform zu welchem Bedarf passt und worauf Gewerbekunden achten müssen, zeigt der Vergleich. Für Unternehmer entscheidet sich der Wert eines Deals nicht allein am ausgewiesenen Rabatt. Wer Büro-Technik günstig kaufen möchte, braucht einen passenden Liefertermin, einen verlässlichen Verkäufer und eine Rechnung für die Buchhaltung. Gerade bei gewerblichen Käufen können andere Regeln gelten als beim privaten Einkauf. Ein Deal-Portal hilft bei der Suche; die Prüfung des konkreten Angebots bleibt Teil der Kaufentscheidung.
MarketingOb ein Unternehmen im regionalen Umfeld wahrgenommen wird oder online unsichtbar bleibt, hängt zunehmend von seiner Präsenz bei lokalen Suchanfragen ab. Handwerksbetriebe, lokale Dienstleister und der stationäre Einzelhandel bemerken die Unterschiede oft unmittelbar an der Zahl eingehender Anfragen. Geografische Signale können darüber entscheiden, ob eine Website bei standortbezogenen Suchen erscheint oder in den Suchergebnissen kaum Beachtung findet. Die zentrale Frage ist allerdings nicht, ob diese Signale grundsätzlich wirken, sondern wann sich der damit verbundene Aufwand in messbaren Anfragen auszahlt. Schließlich profitiert nicht jedes Geschäftsmodell gleichermaßen davon. Welche Ergebnisse möglich sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Wann standortbezogene Signale echte Anfragen erzeugen
ExpertentalkEin Friseurbesuch beginnt selten mit einer fertigen Lösung. Er beginnt mit Fragen: Welcher Schnitt trägt sich im Alltag gut? Welche Farbe passt zum Typ? Wie viel Pflegeaufwand ist realistisch? Gerade regionale Salons stehen für eine Verbindung aus Handwerk, Beratung und persönlicher Nähe, die über die reine Dienstleistung hinausgeht. Wie sich dieser Anspruch im Arbeitsalltag umsetzen lässt, erklärt Regina Käser im Gespräch. Die Friseurmeisterin betreibt den Salon Föhnlage in Tauting bei Murnau und verbindet dort klassisches Handwerk mit einer naturorientierten Arbeitsweise. Außerdem verrät sie, worauf Gäste vor einem Termin achten sollten. Zwischen Handwerk, Beratung und persönlichem Stil Regina Käser ist Friseurmeisterin. Ihr Salon liegt in Tauting, einer ruhigen Ortslage nahe dem Staffelsee mit Blick auf die Berge. Der Salon richtet sich an Kundinnen und Kunden aus Tauting, Murnau und der regionalen Umgebung. Wer beispielsweise einen professionellen Friseur in Murnau und Umgebung sucht, findet in Tauting einen persönlich geführten Betrieb mit festem Team.
