Gesundheitsfördernde Maßnahmen in der modernen Arbeitswelt

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Berufstätige an der Grenze der Belastbarkeit
Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren unter dem Eindruck von Faktoren wie Digitalisierung, Flexibilisierung, Leiharbeit, hohen Qualifikationsanforderungen, Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel erheblich verändert. Diese Faktoren bringen Arbeitnehmer oft an die Grenzen ihrer körperlichen und psychischen Belastbarkeit. Deshalb sollten sie generell an eine Berufsunfähigkeitsversicherung denken. Wenn etwa ein Burnout oder ein Bandscheibenvorfall als Folge schlechter Arbeitsbedingungen zum Verlust der Arbeitskraft führt, sind die Betroffenen dann finanziell abgesichert. Allerdings liegt es immer auch in der Verantwortung der Arbeitgeber, psychischen und körperlichen Erkrankungen ihrer Mitarbeiter durch eine betriebliche Gesundheitsförderung entgegenzuwirken. Denn für das Unternehmen bedeutet der krankheitsbedingte Ausfall eines Mitarbeiters stets einen Verzicht auf wertvolles Know-how, sein Engagement und seine berufliche Erfahrung. Durch Prävention lässt sich eine Berufsunfähigkeit jedoch in vielen Fällen vermeiden.
Krankheiten effektiv entgegenwirken
Was muss eine betriebliche Gesundheitsförderung umfassen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern? Damit beschäftigt sich zum Beispiel das Deutsche Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung, das eine umfassende Materialien-Datenbank zu diesem Thema zur Verfügung stellt, und das Bundesministerium für Gesundheit. Aus verschiedenen Studien beider Institutionen lassen sich die folgenden Erkenntnisse zusammenfassen:
- Angesichts der alternden Gesellschaft ist eine altersgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes erforderlich, um die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten bis zum Rentenalter zu erhalten.
- Für Mitarbeiter mit Kindern ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von großer Bedeutung. Die Digitalisierung zahlreicher Arbeitsprozesse ermöglicht es vielen berufstätigen Eltern, ihre Arbeit auch von zu Hause aus zu erledigen. Dies ist nicht zuletzt auch deswegen erforderlich, weil immer mehr Arbeitgeber hohe Mobilität und/oder ständige Erreichbarkeit erwarten.
- Das Aufweichen von Anwesenheitspflicht und starren Arbeitszeitmodellen hat jedoch auch seine Kehrseiten: Die Zeit fürs Privatleben wird knapper und das Stressniveau steigt insgesamt an; eine schlechte Work-Life-Balance kann die Folge sein. Das Ungleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben kann sich letztlich negativ auf die Motivation, Produktivität und Arbeitsmoral auswirken. Arbeitsbedingungen, die die Gesundheit der Mitarbeiter fördern, sind deshalb wichtig.
- Zu den sinnvollen Maßnahmen gehört auch ein Angebot an gesunder Kantinenkost oder frischem Obst sowie gesunder Getränke.
- Eine ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz ist wichtig, um beispielsweise Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats vorzubeugen. Die Arbeitsplätze sollten daher so eingerichtet sein, dass sie den körperlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter möglichst optimal angepasst sind.
- Für eine Verbesserung des Arbeitsklimas sorgen zum Beispiel Anti-Mobbing-Maßnahmen sowie eine transparente und wertschätzende Mitarbeiterführung.
- Ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz, Ernährungsberatung, Rückenkurse, Entspannungstraining, Stressmanagement und Weiterbildungen sind mögliche Maßnahmen, um die Gesundheit der Mitarbeiter langfristig zu erhalten.
Unternehmen sind bei der Förderung der Arbeitnehmergesundheit nicht auf sich allein gestellt. Anreize zur betrieblichen Gesundheitsförderung bieten zum Beispiel viele Krankenkassen; sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber gibt es verschiedene Bonusprogramme. Außerdem können Firmen bis zu 500 Euro im Jahr für jeden Mitarbeiter lohnsteuerfrei in Maßnahmen wie Bewegungs- und Ernährungsprogramme oder Stressbewältigung investieren.
VerbraucherDer moderne Arbeitsalltag findet für viele Menschen fast nur noch im Sitzen statt. Stundenlanges Arbeiten am Bildschirm und eine starre Haltung prägen den Tag im Büro oder im Homeoffice. Diese mangelnde Bewegung bleibt selten ohne Folgen. Früher oder später reagiert der Körper mit Verspannungen oder Schmerzen. Für Unternehmen ist das eine ernste Herausforderung, denn kranke Mitarbeiter bedeuten immer auch wirtschaftliche Einbußen und Störungen im Betriebsablauf. Ein gut durchdachtes Gesundheitsmanagement im Betrieb ist deshalb kein Luxus, sondern eine sinnvolle Investition. Es hilft dabei, die Leistungsfähigkeit im Team langfristig zu erhalten und teure Ausfallzeiten spürbar zu senken.
ArbeitslebenDie Anforderungen an den modernen Arbeitsplatz haben sich gewandelt. Lange Zeit galt das Büro primär als funktionale Betriebsstätte ein Ort, an dem Schreibtische und Computer für die tägliche Aufgabenerledigung bereitstanden. Durch die Etablierung flexibler Arbeitsmodelle und des Homeoffice hat der physische Raum jedoch eine andere Bedeutung erhalten. Er ist heute mehr als eine reine Produktionsstätte. Das Büro entwickelt sich zu einem zentralen Begegnungsort, der Identifikation stiften und die Zusammenarbeit im Team fördern soll. In Zeiten des Fachkräftemangels stehen Unternehmen vor der Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter nicht nur zu gewinnen, sondern auch langfristig an sich zu binden. Hierbei spielt die physische Umgebung eine wichtige Rolle. Ein durchdacht gestaltetes Büro transportiert die Werte eines Betriebes und macht die eigene Kultur greifbar. Wer Arbeitswelten schafft, die Wohlbefinden und Wertschätzung vermitteln, legt ein solides Fundament für eine loyale Belegschaft. Qualität, die man spürt – Materialien als Ausdruck von Wertschätzung
HandelDie Welt der Dienstleistungen verändert sich spürbar. Lange Zeit ging es in der Wirtschaft vor allem um Schnelligkeit, standardisierte Prozesse und sinkende Kosten. Effizienz war für viele Betriebe das oberste Ziel. Doch dieser Fokus verschiebt sich. In einer Zeit, in der viele Angebote digitalisiert und dadurch austauschbar sind, suchen Menschen wieder nach persönlicher Nähe und maßgeschneiderten Lösungen. Reine Standardprogramme reichen oft nicht mehr aus. Gefragt sind Dienstleister, die aufmerksam zuhören und flexibel auf die persönlichen Bedürfnisse eingehen. Die emotionale Begleitung wird zu einem zentralen Faktor bei der Entscheidung für einen Anbieter.
