Finanzen·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
18. Januar 2024

Das Geschäftskonto: Wichtige Wahl für Gründer

Die Rechtsform sollte nicht entscheidend sein

Nicht jeder Unternehmer muss ein Geschäftskonto eröffnen. Freiberufler oder Einzelunternehmer dürfen rein theoretisch auch ihr privates Bankkonto für Geschäftszwecke nutzen. In der Regel wird das Konto für das Unternehmen jedoch getrennt vom privaten Girokonto geführt. Auch, wenn ein Geschäftskonto nicht zwingend erforderlich ist, sollten Unternehmer das Berufliche in diesem Fall strikt vom Privaten trennen. Ansonsten kann es schnell zu Unstimmigkeiten, falschen Abrechnungen oder Schwierigkeiten bei der laufenden Buchführung kommen. Auch gegenüber dem Finanzamt herrscht oft Erklärungsbedarf, warum eine Ausgabe nun beruflich oder privat zu verbuchen ist. Für juristische Personen wie GmbHs, UGs oder eingetragene Vereine stellt sich die Frage nach dem Konto erst gar nicht. Jede Kapitalgesellschaft muss ein eigenes Geschäftskonto eröffnen. Doch auch für Freiberufler und Einzelunternehmen kommt ein günstiges Geschäftskonto GmbH mit Echtzeitüberweisung und weiteren Funktionen infrage. Denn viele Banken verbieten die Nutzung eines privaten Girokontos als Unternehmenskonto. Hier lohnt sich also vorab stets ein Blick in die AGB. Verstoßen Sie gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, darf die Hausbank das Konto schließen.

Kostenfaktor Geschäftskonto: Welche Gebühren fallen an?

Bei den meisten Banken fallen für ein Geschäftskonto gewisse Gebühren an. Preis und Leistung müssen dabei nicht immer direkt in Verbindung zueinander stehen. Oft sind die Gebühren unnötig hoch. Vor allem in den ersten Monaten nach der Gründung müssen Unternehmer ihre Ausgaben im Blick behalten. Eine hohe Kontoführungsgebühr und anfallende Kosten pro Buchung werden dann schnell zum Preisfaktor. Auch für Bargeldabhebung, Fremdwährungen und Buchungen in Echtzeit werden bei den verschiedenen Kreditinstituten unterschiedliche Beträge fällig. Immer mehr Unternehmen setzen mittlerweile auf Online-Banken. Diese bieten deutlich günstigere Tarife an und sind vor allem für Unternehmen mit wenigen Buchungen geeignet. Für größere Betriebe bietet sich aber auch nach wie vor die klassische Hausbank an. Denn hier steht vor allem die Beratung rund um Finanzierungs- und Geldthemen im Vordergrund. Auch bei regelmäßigem Bargeldverkehr ist eine Online-Bank nur bedingt zu empfehlen. Immerhin muss das eingenommene Tagesgeld ja auch auf das Konto eingezahlt werden können.

Smarte Buchführung dank moderner Unternehmenskonten

Viele Banken bieten mittlerweile die Möglichkeit an, das Unternehmenskonto direkt mit der Buchhaltungssoftware zu verknüpfen. Manuelle Buchungen sind dann nur noch bei Barzahlung notwendig. Alle anderen Buchungen müssen nur noch auf Richtigkeit kontrolliert werden. Vor allem kleine Betriebe und Einzelunternehmen stemmen die Buchhaltung oft ohne eigenes Personal. Der Aufwand sollte dabei stets so gering wie nötig, aber so hoch wie möglich sein. Denn das Finanzamt verzeiht keine Fehler. Bei falschen oder fehlerhaften Buchungen ist bei einer Prüfung mit Nachzahlungen oder hohen Strafen zu rechnen. Die smarte Buchführung verlangt auch meist keine umfassenden Kenntnisse im Rechnungswesen. Unternehmer können ihre Buchhaltung mit fundiertem Basiswissen und mithilfe der passenden Software ohne Bedenken selbst in die Hand nehmen.

Das Prestige der Banken nicht unterschätzen

Hausbanken haben in den letzten Jahren zwar immer wieder mit Problemen zu kämpfen gehabt. Der Ruf der bekanntesten Kreditinstitute in Deutschland ist vor allem in der Unternehmenswelt aber nach wie vor hoch. Vor allem im B2B-Bereich sollte dieser Aspekt daher nicht unterschätzt werden. Durch das Unternehmenskonto bei einem modernen Zahlungsdienstleister oder Online-Anbieter können im Worst Case auch Aufträge verloren gehen. Die Finanzen sind ein heikles Thema und unbekannte Banken werden in vielen Betrieben mit Vorsicht genossen. In der Start-up-Kultur hingegen spielt das Renommee der Bank meist keine Rolle mehr. Auch im B2C-Bereich ist es weniger wichtig, an welche Bank der Rechnungsbetrag überwiesen wird.

Teilen:
Weitere Artikel
Bestattungshaus Klingner: Ein Chemnitzer Bestattungsunternehmen zwischen Tradition und persönlicher Nähe
Ratgeber
Bestattungshaus Klingner: Ein Chemnitzer Bestattungsunternehmen zwischen Tradition und persönlicher Nähe

Der Verlust eines nahestehenden Menschen stellt das Leben von einem Moment auf den anderen auf den Kopf. Während die Trauer Zeit und Raum braucht, drängen gleichzeitig Fragen, die keine lange Bedenkzeit erlauben: Welche Bestattungsform ist die richtige? Wer kümmert sich um Formalitäten, Trauerfeier und die vielen Entscheidungen, die in wenigen Tagen getroffen werden müssen? In dieser Ausnahmesituation ist ein erfahrener Bestatter weit mehr als ein Dienstleister er wird zum verlässlichen Begleiter durch eine der schwierigsten Phasen des Lebens. Wie diese verantwortungsvolle Aufgabe konkret aussehen kann, zeigt das Beispiel des Bestattungshauses Klingner, eines etablierten Bestattungsunternehmens aus Chemnitz Wenn der Ernstfall eintritt: Warum ein verlässlicher Ansprechpartner zählt

6 Min. LesezeitLesen
Website-Check & SEO-Audit-Tools 2026 im Vergleich: Welches Tool findet welche Fehler?
IT & Software
Website-Check & SEO-Audit-Tools 2026 im Vergleich: Welches Tool findet welche Fehler?

Sinkende Sichtbarkeit oder plötzliche Ranking-Verluste erfordern schnelles und präzises Handeln. Für Führungskräfte und Entscheider im Mittelstand ist eine funktionierende digitale Infrastruktur geschäftskritisch. Wer die technischen Ursachen für Traffic-Einbrüche sucht, benötigt deutlich mehr als einen oberflächlichen Blick auf die Ladezeit der Startseite. Professionelle Analyse-Software durchleuchtet die gesamte Domain, deckt strukturelle Fehler auf und priorisiert diese nach geschäftlicher Dringlichkeit. Dabei hat sich der Software-Markt im Jahr 2026 massiv gewandelt. Neben der klassischen Onpage-Analyse rückt die Präsenz in KI-generierten Antworten immer stärker in den Fokus der strategischen Ausrichtung. Die Auswahl der passenden Software für das eigene Unternehmen hängt maßgeblich von den verfügbaren Crawl-Limits, der Integration dieser neuen KI-Sichtbarkeit und den tatsächlichen Kosten ab. Dieser Vergleich beleuchtet die aktuellen Marktführer und ihre Einstiegstarife im Detail.

6 Min. LesezeitLesen
Ehegattenschaukel: Steuern sparen mit Immobilien
Steuertipps
Ehegattenschaukel: Steuern sparen mit Immobilien

Die Ehegattenschaukel ist ein steuerliches Gestaltungsmodell, bei dem ein Ehepartner eine vermietete Immobilie zum aktuellen Marktwert an den anderen verkauft. Dadurch entstehen beim Käufer neue Anschaffungskosten und häufig eine höhere Bemessungsgrundlage für die Gebäudeabschreibung. Besonders interessant kann das bei älteren, deutlich im Wert gestiegenen Mietobjekten sein. Ob sich die Gestaltung lohnt, hängt jedoch von Wertentwicklung, Gebäudeanteil, Steuersatz und Nebenkosten ab. Was Sie wissen sollten Der Verkauf an den Ehepartner kann die AfA-Bemessungsgrundlage deutlich erhöhen.

19 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite