Kündigungsfristen regeln den Zeitraum zwischen Kündigung und Vertragsende

Eine wahlweise gesetzlich oder individuell vertraglich festgelegte Kündigungsfrist ermöglicht es, beiden Vertragspartnern sich auf das baldige Vertragsende einzustellen. Besonders lange Kündigungsfristen kommen dabei oft der unterlegenen Partei zugute, bspw. Wohnungsmieter oder Arbeitnehmer. Ziel der Fristen ist es, den Vertragspartnern zu ermöglichen, innerhalb eines festgelegten Zeitraumes Ausschau nach neuen Vertragspartnern zu halten, damit möglichst geringer Schaden für die Parteien entsteht. Bei ordentlicher Kündigung (zum ABC der Kündigungsgründe) ist das Vertragsverhältnis im § 622 BGB geregelt.

Es gibt gesetzlich geregelte Fristen

Die gesetzliche Regelung legt folgende Rahmenbedingungen bei einer ordentlichen Kündigung fest:

  • Die Mindestfrist beträgt vier Wochen zum 1. oder 15. jedes Kalendermonats.
  • Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis jederzeit mit einer zweiwöchigen Frist gekündigt werden.
  • Eine kürzere Kündigungsfrist kann vereinbart werden, wenn das Vertragsverhältnis im Vorfeld auf einen begrenzten Zeitraum von maximal drei Monaten festgelegt wurde.
  • Je länger das Arbeitsverhältnis anhält, desto mehr verlängert sich auch die Kündigungsfrist.
  • Individuelle Verlängerungen oder Kürzungen der Kündigungsfrist sind vertraglich festzuhalten.

Im Bereich der Mietverhältnisse kann es unterschiedliche Auslegungen geben. Grundsätzlich beträgt die Frist hierbei aber drei Monate. Die Mindestkündigungsfristen zum Schutz des schwächeren Vertragspartners variieren dabei von Bundesland zu Bundesland. Für bestimmte Arbeitnehmergruppen wie z.B. Schwerbehinderte, werdende Mütter oder Vorstandsmitglieder gelten gesonderte Fristen bzw. häufig auch ein eigener Kündigungsschutz.

Weitere Definitionen finden Sie in unserem Wirtschaftslexikon.

Florian Weis

Teilen:
Weitere Artikel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
Handel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

5 Min. LesezeitLesen
Was Baufi24 von anderen Anbietern unterscheidet
Wirtschaft
Was Baufi24 von anderen Anbietern unterscheidet

Der Markt für Baufinanzierungen in Deutschland ist vielfältig und dynamisch. Wer sich mit dem Kauf oder Bau einer Immobilie beschäftigt, stellt schnell fest: Es gibt zahlreiche Wege zur Finanzierung, unzählige Modelle und ebenso viele Anbieter. Dabei unterscheiden sich diese nicht nur in ihren Konditionen, sondern vor allem in ihrer Herangehensweise, ihrer Beratung und ihrem Serviceverständnis. In diesem Umfeld positioniert sich Baufi24 als Vermittler, der verschiedene Elemente miteinander kombiniert. Doch was genau macht diesen Ansatz besonders? Und worin unterscheidet er sich von anderen Angeboten auf dem Markt? Genau das (und vieles Weitere) beleuchtet dieser Artikel.

7 Min. LesezeitLesen
Auf dem Weg zum papierarmen Büro: So sparen Unternehmen Ressourcen
IT & Software
Auf dem Weg zum papierarmen Büro: So sparen Unternehmen Ressourcen

Die fortschreitende Digitalisierung verändert Arbeitsprozesse grundlegend und stellt Unternehmen vor die Herausforderung, Ressourcen effizienter einzusetzen. Papierbasierte Abläufe gelten dabei zunehmend als überholt nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch im Hinblick auf Kosten, Zeitaufwand und Transparenz. Der Weg zum papierarmen Büro ist jedoch kein abrupter Wandel, sondern ein schrittweiser Prozess, der strategische Entscheidungen, technische Anpassungen und ein Umdenken im Arbeitsalltag erfordert. Die folgenden Abschnitte liefern Tipps, zeigen jedoch auch, dass es (zumindest jetzt noch) nicht möglich ist, komplett auf Ausdrucke und Co. zu verzichten.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite