IT & Software·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
27. Januar 2022

IT-Personalmangel durch Fachkräfte aus dem Ausland bekämpfen

Fachkräfte fehlen überall, besonders in der IT wird die Lücke immer größer. Dort sind laut IT-Fachverband Bitkom 96.000 Stellen im Jahr 2021 unbesetzt geblieben. Ortsunabhängiges Arbeiten, auch aus dem Ausland, erweist sich als große Chance für die deutsche Industrie, den Fachkräftemangel zu bewältigen. So sind laut aktuellem Randstad Arbeitsbarometer 56 % der Beschäftigten weltweit bereit, remote für einen Arbeitgeber im Ausland tätig zu sein.

80 % der Befragten der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung von Q4 2021 suchen im Jahr 2022 nach Fachkräften. Fast alle rechnen dabei mit mittleren bis sehr großen Problemen. Der Vergleich mit den Vorjahren zeigt: Das Finden von Fachkräften gestaltet sich immer schwieriger für die Unternehmen. Besonders häufig suchen sie nach Spezialist:innen aus IT, dem Ingenieurwesen oder dem Technikbereich.

Die Lösung: Fachkräfte aus dem Ausland?

Aktuell sehen 65 % der Personalleiter:innen Fachkräfte aus dem Ausland, die nach Deutschland ziehen, als geeignetes Mittel, um den Mangel zu bekämpfen. „Der Blick der Personalverantwortlichen muss sich wandeln“, sagt Marcus Opper, Head of IT Perm bei GULP, die auf die Vermittlung von ITlern spezialisierte Unternehmensmarke der Randstad Gruppe. „Oft kennen sie die zahlreichen Möglichkeiten nicht, um Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren.“ Es ist dabei nicht immer nötig, Talente aus dem Ausland für einen Umzug nach Deutschland zu begeistern. Gerade in digital-affinen Branchen bieten sich neue Möglichkeiten: Remote Work sei Dank! „Technisch ist es kein Hindernis mehr, wenn die Fachkraft im Ausland wohnt. Bürokratisch ist es allerdings aufwendig, daher lohnt es sich, hierfür Personalexperten ins Boot zu holen, die sich genau mit den Anforderungen auskennen“, sagt Marcus Opper. Wenn Unternehmen nur auf Fachkräfte aus Deutschland bestehen, verspielen sie wichtige Chancen. Jetzt ist es entscheidend, die Scheu vor dem Recruiting aus dem Ausland abzulegen. Dabei können erfahrene Personaldienstleister eine wertvolle Unterstützung sein.“

Die Bereitschaft bei Berufstätigen ist vorhanden, wie das aktuelle Randstad Arbeitsbarometer vom2. Halbjahr 2021 zeigt. Weltweit geben 56 % der Beschäftigten an, eine Anstellung im Ausland in Erwägung zu ziehen, wenn sich ihr Job vollständig remote ausführen lässt. Gerade Beschäftigte in Ost- und Südeuropa zeigen Interesse daran, remote für einen Arbeitgeber im Ausland zu arbeiten: Türkei (76 %), Griechenland (61 %) und Portugal (58 %).

Eine Chance für die IT-Branche

Arbeitskräfte aus dem Ausland könnten eine Lösung für den Fachkräftemangel in der IT sein. „ITler sind überall gefragt. Jetzt kommt es darauf an, ihnen das beste Angebot zu machen. Wer sich für Fachkräfte aus dem Ausland als Arbeitgeber attraktiv aufstellen will, hat gute Chancen, wenn er in Skill- und Sprach-Schulungen investiert“, verdeutlicht Marcus Opper. Denn eins ist deutlich: Ohne IT funktioniert die Digitalisierung und der damit verbundene Aufschwung nicht. Und der Fachverband Bitkom prognostiziert sogar, dass die Zahl freier IT-Stellen 2022 weiter ansteigen wird.“

(ots)

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Lebenslauf ohne Foto – wann er Ihre Chancen erhöht
    Bewerbungen
    Lebenslauf ohne Foto – wann er Ihre Chancen erhöht

    Ein Lebenslauf ohne Foto ist in Deutschland vollständig zulässig. Niemand darf ein Bewerbungsfoto verlangen. Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bleibt das Foto freiwillig, die Entscheidung liegt allein beim Bewerber. Die eigentliche Frage lautet also nicht, ob man ein Foto weglassen darf, sondern ob es sinnvoll ist, und das hängt von Branche, Region und Stellenanzeige ab. Weiter unten finden Sie dazu eine Branchen-Matrix, konkrete Layout-Hilfen und eine Entscheidungscheckliste, mit der Sie für Ihre nächste Bewerbung ohne Foto eine klare Wahl treffen können. Was Sie wissen sollten Ein Lebenslauf ohne Bild ist rechtlich vollständig zulässig. Niemand darf ein Foto verlangen.

    8 Min. LesezeitLesen
    Celius: Außerklinische Intensivpflege als Alternative zum Pflegeheim in Neu-Isenburg
    Firmenportrait
    Celius: Außerklinische Intensivpflege als Alternative zum Pflegeheim in Neu-Isenburg

    Wenn ein schwerer Unfall, eine neurologische Erkrankung oder eine chronische Krankheit dauerhaft intensive medizinische Betreuung erfordert, stehen Betroffene und ihre Angehörigen vor einer weitreichenden Entscheidung: stationäre Unterbringung im Pflegeheim oder Versorgung im vertrauten Zuhause. Viele Familien wünschen sich Letzteres – und spezialisierte Dienstleister wie Celius in Neu-Isenburg machen genau das möglich. Das Unternehmen bringt medizinisch anspruchsvolle Intensiv- und Beatmungspflege in die eigenen vier Wände und betreut Erwachsene, Jugendliche und Kinder rund um die Uhr. Für die Unternehmen der Branche bedeutet dieses wachsende Versorgungssegment hohe Anforderungen an Personal, Organisation und Qualifikation – und zugleich ein Marktumfeld mit stabiler, langfristig steigender Nachfrage. Was ist außerklinische Intensivpflege?

    5 Min. LesezeitLesen
    Virtuelle Geschäftsadresse mieten — Anbieter und Preise
    Recht & Steuern
    Virtuelle Geschäftsadresse mieten — Anbieter und Preise

    Eine virtuelle Geschäftsadresse lässt sich in Deutschland bereits ab etwa 20 Euro pro Monat mieten. Erweiterte Pakete mit Postscan, Telefonservice und Zugang zu Meetingräumen kosten je nach Dienstleister und Standort deutlich mehr, häufig im dreistelligen Bereich bis rund 300 Euro monatlich. Angeboten werden sie von spezialisierten Anbietern für ein virtuelles Büro, von Coworking-Diensten und von Business-Centern in Großstädten. Der Vorteil liegt in einem repräsentativen, rechtssicheren Firmenauftritt ohne physisches Büro und ohne die private Wohnanschrift im Impressum. Entscheidend ist, ob die Adresse tatsächlich ladungsfähig ist. Genau hier trennen sich seriöse Angebote von riskanten Massenadressen. Die Schlüsselfakten Ein virtuelles Büro mit eigener Geschäftsadresse gibt es ab etwa 20 Euro pro Monat, erweiterte Pakete kosten meist deutlich mehr, bis rund 300 Euro.

    8 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite