Wo lassen sich in der Gründungsphase Kosten sparen?

Unumgänglich: Geschäftskontovergleich
Ungeachtet der Geschäftsidee oder der Art des Unternehmens, ist ein gutes Geschäftskonto absolut notwendig. Bereits hier warten unter Umständen Kostenfallen, besonders bei einigen der angepriesenen kostenlosen Konten, bei denen anschließend hohe Gebühren für Überweisungen oder Daueraufträge fällig werden.
Man sollte daher dringend bereits während der Gründung das Geschäftskonto vergleichen und dann ein Modell auswählen, das für den individuellen Unternehmenszweck am besten geeignet ist. Hier kann es beispielsweise zwischen Freiberuflern oder Handelsbetrieben große Unterschiede geben.
Zu beachten sind beim Geschäftskonto beispielsweise nicht nur die aktuellen Konditionen, sondern eventuell auch Standorte für Besuche vor Ort, persönliche Ansprechpartner, zusätzliche Serviceleistungen und eine komfortable Bedienung beim Online-Banking.
Alle Kosten alleine tragen oder lieber gemeinsam?
Es gibt für Freiberufler oder Selbstständige wie Autoren oder Webdesigner, die aus dem Home Office arbeiten, andere Möglichkeiten, Kosten bei der Gründung einzusparen, als für Personen, die beispielsweise große Unternehmen kaufen oder völlig neu aufbauen. Daher stellt sich zu Beginn auch die Frage, ob eine gemeinsame Firmengründung möglich ist, um weitere anfallende Kosten teilen zu können.
Zum gemeinsamen Start können unterschiedliche Rechtsformen gewählt werden, die auch unterschiedliche Haftungsrisiken sowie ein verschieden hohes Mindestkapital oder Stammkapital mit sich bringen. Beispielsweise bei einer GmbH beträgt dieses Stammkapital 25.000 Euro. Günstiger sind andere Rechtsformen, die sich jeder Gründer vorher genau anschauen sollte. Übersichten gibt es hierzu beispielsweise auf den Webseiten der IHK.
Kosten senken durch Zuschüsse von öffentlicher Stelle
Neugründungen werden auch von vielen Seiten unterstützt. Business Angels oder Investoren sowie Crowdfunding sind einige der bekannten und gern genutzten Optionen, die sich allerdings nicht bei jeder Gründung eignen und daher keine sicheren Varianten sind.
Es gibt jedoch weitere Zuschussmöglichkeiten:
- Förderungsmöglichkeiten des Landes für diverse Unternehmenszwecke.
- Zuschüsse vom Arbeitsamt bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus. Hier ist nach einer individuellen Beratung und der Erfüllung diverser Kriterien ebenfalls eine Unterstützung möglich.
Günstiger Standort oder Home Office
Jedes Unternehmen benötigt einen Standort – dies kann eine Immobilie oder das eigene Home Office sein. Daher ist der Standort inklusive der unterschiedlichen Einsparmöglichkeiten auch differenziert zu bewerten.
In vielen Bereichen lassen sich Arbeitsbereiche im eigenen Haus unterbringen. Beispielsweise gibt es diese Möglichkeit bei kleinen Friseursalons, Heilpraktikern, Coaches oder Berufen mit Schreibtätigkeit, die sich im Home Office durchführen lassen. So lassen sich zusätzliche Mietkosten einsparen.
Für große Unternehmen mit Produktionsanlagen und vielen Angestellten ist ein einzelner Raum im Eigenheim jedoch nicht geeignet, diese benötigen eine Gewerbeimmobilie, die sie selbst bauen, anmieten oder kaufen müssen.
Standortwahl
Ein guter Standort kann durchaus teuer sein. Gewerbeimmobilien oder Ladengeschäfte sollten sehr genau nach ihrer Lage ausgewählt werden. Beispielsweise sind Standorte in kleinen Städten oder am Stadtrand günstiger, dafür teilweise schlechter erreichbar (verkehrstechnisch) und von der Laufkundschaft nicht sehr häufig frequentiert.
Bei der Suche nach einem kostengünstigen Standort ist daher eine genaue Überlegung und eventuell die Einbeziehung eines Maklers empfehlenswert. Die Maklerkosten werden sich in diesem Fall auf lange Sicht wieder amortisieren. Aber auch durch Eigeninitiative und Sichtung von Online-Angeboten, Zeitungsinseraten oder Umfragen im Bekanntenkreis lassen sich unter Umständen wertvolle Tipps für gute Gebäude erhalten.
Sparen bei der Betriebsausstattung
Auch hier hängt das Einsparpotenzial vom Unternehmen ab. Für die Produktion müssen Maschinen angeschafft werden, die sich eventuell aus Konkurskäufen günstiger einkaufen lassen. Auch beim Fuhrpark oder dem Auto der Geschäftsführung lassen sich beim Kostenvergleich rentable Miet- oder Leasingmodelle finden. Davon können auch Freiberufler und Selbstständige profitieren.
Wer Waren oder Produktionsmaterial einkaufen muss, sollte sich äußerst sorgfältig um die Auswahl möglicher Lieferanten kümmern. Diese müssen nicht nur günstige Konditionen vorweisen, sondern auch zuverlässig sein und falls möglich nicht weit entfernt liegen. So können auch in einer Notsituation rasch Waren oder Produktionsmaterial beschafft werden.
Bürokosten und Unterhaltskosten
Im Büro lässt sich sowohl im großen Unternehmen als auch im Home Office sparen, wenn günstige Möbel angeschafft werden. Diese können aus Schnäppchenverkäufen bestehen oder auch angemietet oder gebraucht aus Konkurs oder Firmenverkäufen übernommen werden.
Bei der Ausstattung lässt sich im technischen Bereich bei PC, Fax, Drucker aber auch Papier und ähnlichem Bedarf ebenfalls viel einsparen, wenn ein günstiger Lieferant oder Online-Händler gefunden wird.
Darüber hinaus sind Kostenvergleiche besonders wichtig bei:
- Personalkosten (hier ist eine genaue Personalplanung notwendig)
- Software
- Webseiteneinrichtung
- Werbematerial, Visitenkarten, Briefpapier
- Marketingmaßnahmen
Versicherungen und Verträge:
- Alle anfallenden notwendigen Versicherungen (betrieblich und privat)
- Krankenkassenkosten (unterschiedliche Angebote für Freiberufler und Selbstständige)
- Telefonverträge
- IT-Support
- Internetanbieter
Energieversorgung:
Dabei sollten wichtige Verträge auch für Strom oder Gas und Wasser in den Gebäuden nicht unterschätzt werden. Hier könnten sich ebenfalls Kostenfallen verbergen oder die Anbieter könnten in Krisenzeiten plötzlich die Verträge aufkündigen.

Fazit
Kosteneinsparungen sind für alle Arten von Gründern möglich, liegen jedoch in unterschiedlichen Bereichen. Es zeigt sich jedoch, dass auch Start-ups oder Einzelgründer mit geringem Budget die Möglichkeit haben, eine erfolgreiche kostengünstige Gründung auf die Beine zu stellen.
Dennoch ist zu beachten, dass zu große Einsparungen oder regelrechter Geiz sich auch nachteilig auswirken können. Falsche Standorte (weil günstig) oder gebrauchte Rechner und alte Software können sich schnell als regelrecht geschäftsschädigend erweisen. Ein gesundes Mittelmaß aus Sparen und Investieren ist aus diesen Gründen empfehlenswert.
Insbesondere die Einbeziehung eines guten Steuerberaters ist von Anfang an ein guter Schachzug. Der Steuerberater kennt wichtige Tipps und Tricks und auch weiß, welche Kosten sich später steuerlich berücksichtigen lassen.
Übrigens: falls es zur Vereinbarung von Kooperationen beziehungsweise einer gemeinsamen Gründung kommt, ist ein Rechtsanwalt eine kluge Investition, die später vor großem Schaden bewahrt. Einsparungen sind also durchaus machbar, aber bitte an den richtigen Stellen!
Quellen:
https://www.geld-online-blog.de/existenzgruendung-online/gruenden-mit-kleinem-budget/
https://selbstaendig-in-mitteldeutschland.de/existenzgruender-wareneinkauf/
- Titelbild: Bild von StartupStockPhotos auf Pixabay
- Bild 1: Bild von Steve Buissinne auf Pixabay
KarriereVersicherungsmakler arbeiten an einer sensiblen Schnittstelle zwischen Beratung, Risikoanalyse und wirtschaftlicher Verantwortung. Wer in diesen Beruf einsteigen will, braucht deshalb nicht nur Interesse an Versicherungen und Finanzen, sondern auch Fachwissen, rechtliche Sicherheit und ein belastbares Gespür für die Anliegen verschiedener Kunden. Der Weg in die Maklerschaft ist geregelt, zugleich aber vielseitig. Es gibt den klassischen Einstieg über eine Ausbildung, den Wechsel aus einem Versicherungsunternehmen und ebenso Chancen für Quereinsteiger mit der passenden Vorbereitung. Entscheidend ist dabei eine nüchterne Einordnung. Die Tätigkeit als Versicherungsmakler beginnt nicht mit einer einfachen Gewerbeanmeldung und auch nicht mit Vertriebsinteresse allein. Erforderlich sind fachliche Voraussetzungen, eine Erlaubniserteilung, eine Registrierung und ein tragfähiges Konzept für den späteren Berufsalltag. Wer diesen Weg sauber vorbereitet, kann sich in einer anspruchsvollen Versicherungsbranche eine langfristige Position aufbauen. Was macht ein Versicherungsmakler eigentlich?
KarriereWer Sozialpädagoge werden will, braucht in Deutschland in der Regel ein Studium. Der klassische Weg führt heute meist über Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder einen eng verwandten Studiengang an einer Hochschule. Dazu kommen Praxisphasen, häufig ein Anerkennungsjahr oder eine staatliche Anerkennung, je nachdem, wie die Hochschule den Studiengang aufgebaut hat und in welchem Bundesland der Berufseinstieg erfolgt. Eine einheitliche, bundesweit geregelte Sozialpädagogik-Ausbildung als klassischer Ausbildungsberuf ist dagegen nicht der typische Zugang. Damit beginnt die eigentliche Entscheidung aber erst. Denn die Frage, wie man Sozialpädagoge wird, lässt sich nicht allein mit dem Wort Studium beantworten. Wichtig ist auch, in welchem Bereich später gearbeitet werden soll, etwa mit Kindern und Jugendlichen, in der Familienhilfe, an Schulen, in der Jugendhilfe, in der Beratungsarbeit oder im Feld von Menschen mit Behinderung. Wer diese Unterschiede früh versteht, trifft die bessere Studienwahl und vermeidet Umwege. Wie wird man Sozialpädagoge in Deutschland?
BusinessSelfcare hat sich längst von einem kurzfristigen Lifestyle-Trend zu einem festen Bestandteil eines gesundheitsbewussten Lebensstils entwickelt. Immer mehr Menschen investieren gezielt in ihr körperliches und mentales Wohlbefinden sei es durch Entspannungsangebote, natürliche Pflegeprodukte oder individuelle Gesundheitskonzepte. Zugleich wächst das Bewusstsein für Prävention und eine ausgewogene Work-Life-Balance. Diese Entwicklung eröffnet der Wellness-Branche attraktive wirtschaftliche Perspektiven. Für Unternehmen, Gründer und Dienstleister entstehen neue Möglichkeiten, innovative Angebote zu entwickeln und auf die steigende Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen für mehr Wohlbefinden zu reagieren.
