Mit Selbstgemachtem Geld verdienen – Von der Idee bis zum ersten verkauften Produkt

Ob selbstgemachte Wanduhren, Topflappen oder Marmeladen – mit dem eigenen Produkt lässt sich nicht nur im Internet Geld verdienen. Doch bis der erste Euro im Portemonnaie landet, gibt es einige Dinge zu beachten.
Die Idee
Bevor mit der Produktion begonnen werden kann, muss selbstverständlich erstmal klar sein, was überhaupt hergestellt werden soll. Das ist natürlich abhängig von den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben. Jemand der ein guter Handwerker, aber ein mieser Koch ist, sollte vielleicht lieber handgefertigte Holzprodukte als hausgemachte Konfitüren verkaufen.
Ein weiterer Faktor sind die Bestrebungen, die Produkte wirklich gewinnbringend zu verkaufen. Wenn es nur darum geht eventuell mit dem Hobby ein paar Euro zusätzlich zu verdienen, dann ist es auch egal, ob eine hohe Nachfrage nach dem Produkt besteht. Dann können auch gerne Strick- oder Häkelsachen verkauft werden.
Die Produktion
Strick- und Häkelsachen sind der Klassiker unter den DIY-Artikeln, da sie keine großen Ressourcen benötigen. Das notwendige Handwerkszeug befindet sich meisten eh schon im Besitz und als Arbeitsplatz eignen sich gleichermaßen Schreibtisch und Fernsehsessel. Bei Handwerkserzeugnissen, Lebensmitteln und Kosmetikprodukten sieht das allerdings schon anders aus. Um zum Beispiel ein noch so simples Regal anzufertigen wird zumindest eine hobbymäßig eingerichtete Werkstatt benötigt – Abhilfe können in diesem Fall aber auch spezielle Mietwerkstätten schaffen.
Bei Lebensmitteln und Kosmetikprodukten gibt es zudem noch besondere Auflagen und Richtlinien, die die Erzeuger erfüllen müssen. Daher empfiehlt es sich, sich vorher eingehend zu informieren, welche Produkte überhaupt hergestellt und öffentlich verkauft werden dürfen.
Die Präsentation
Auch wenn die Produkte noch so einzigartig oder qualitativ hochwertig sein mögen, wenn sie nicht ansprechend präsentiert werden, werden sie sicher nicht zu einem Verkaufsschlager. Daher sollten die Produkte wohlmöglich unter einem schmissigen Namen mit passendem Logo verkauft werden. Ganz getreu nach den Regeln des Corporate Design, sollte dies auch auf den Produkten prangen. Auch für zu Hause gibt es Möglichkeiten hochwertige Verpackungen anzufertigen und diese mit einem ansprechenden Etikett zu versehen. Denn das ist das Erste, was potenzielle Kunden sehen, noch bevor sie das Produkt überhaupt ausprobiert haben.
Das Gewerbe
Egal ob die Produkte im Internet oder auf Märkten verkauft werden, aus rechtlicher Sicht handelt es sich hierbei um eine Grauzone, da grundsätzlich alle Einnahmen – auch wenn es sich um Selbstgemachtes handeln mag – steuerpflichtig sind. Einkünfte aus nebenberuflicher Selbstständigkeit sind allerdings steuerfrei, wenn sie – abzüglich der Kosten – die Freigrenze von 410 Euro pro Jahr nicht übersteigen.
Die Einkünfte müssen jedoch trotzdem angegeben werden, weswegen es sich empfiehlt ein Kassenbuch anzulegen. In jedem Fall ist jedoch Pflicht ein Kleingewerbe anzumelden. Denn: Wer mit der späteren Kaufabsicht Produkte herstellt, agiert bereits gewerblich – egal in welchem Umfang. Die meisten Anfänger kommen mit der Kleinunternehmerregelung sehr gut aus, da diese bis zu einem Jahresumsatz von 17500 Euro gilt.
Der Nachteil dabei ist jedoch, dass bei einem Nicht-Ausweisen der Umsatzsteuer die enthaltene Vorsteuer der gekauften Produkte nicht geltend gemacht werden kann. Wer also hohe Kosten für Material hat, kann mit einem Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung besser bedient sein. Im Zweifelsfall hilft hier ein Steuerberater weiter.
Die Vermarktung
Werbung für das angebotene Produkt ist das A und O. Wer bereits alle vorangegangenen Schritte erfolgreich abgehakt hat, kann sich Gedanken um eine ansprechende und produktgerechte Werbung machen – online sowie offline. Der erste und einfachste Schritt zur Präsenz im Internet ist eine Unternehmensseite bei Facebook. Diese kostet nichts und Facebook-User können einen so schnell finden und Fan werden. Zudem lassen sich gesponserte Postings und Anzeigen schalten, die die Reichweite maßgeblich positiv beeinflussen.
Je nach Art des Produkts kann auch Instagram die richtige Plattform sein, so zum Beispiel bei handwerklich gefertigten Unikaten. Als Homepage reicht zunächst auch ein Blog, der alle wichtigen Informationen – unter anderem Kontaktdaten und ein Impressums – enthält. Nicht zu unterschätzen sind auch nach wie vor Druckerzeugnisse wie Flyer und Broschüren. Ausgefallen Ideen, offline und online, helfen dabei das angebotene Produkt gekonnt in Szene zu setzen.
Der Vertrieb
Als Hersteller von selbstgemachten Produkten stehen einem mehrere Verkaufsarten zur Verfügung. Die einfachste Art ist sicherlich sich bei einem der eingangs erwähnten Portale anzumelden und einen Shop einzurichten. Das geht nicht nur schnell und einfach, sondern auch die Kosten bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen.
Zudem ist es möglich seine Produkte auf Flohmärkten oder Wochenmärkten anzubieten, wofür jedoch stets eine Standmiete fällig wird, die sich abhängig von der Art des Produktes auch mal nicht lohnen kann. Teure Artikel des Kunsthandwerks werden auf einem Wochenmarkt eher seltener einen Abnehmer finden als hausgemachte Marmeladen oder Dips.
Quellen:
https://etiketten.shop/
https://arbeits-abc.de/geld-verdienen-mit-dawanda/
https://www.aktiv-online.de/nachrichten/detailseite/news/mit-dem-hobby-geld-verdienen-da-muessen-kreative-zeitgenossen-aufpassen-11011
https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/SichereLebensmittel/Hygiene/_Texte/LebensmittelhygieneImHandel.html
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