News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
14. September 2017

Mit Selbstgemachtem Geld verdienen – Von der Idee bis zum ersten verkauften Produkt

Ob selbstgemachte Wanduhren, Topflappen oder Marmeladen – mit dem eigenen Produkt lässt sich nicht nur im Internet Geld verdienen. Doch bis der erste Euro im Portemonnaie landet, gibt es einige Dinge zu beachten.

Die Idee

Bevor mit der Produktion begonnen werden kann, muss selbstverständlich erstmal klar sein, was überhaupt hergestellt werden soll. Das ist natürlich abhängig von den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben. Jemand der ein guter Handwerker, aber ein mieser Koch ist, sollte vielleicht lieber handgefertigte Holzprodukte als hausgemachte Konfitüren verkaufen.
Ein weiterer Faktor sind die Bestrebungen, die Produkte wirklich gewinnbringend zu verkaufen. Wenn es nur darum geht eventuell mit dem Hobby ein paar Euro zusätzlich zu verdienen, dann ist es auch egal, ob eine hohe Nachfrage nach dem Produkt besteht. Dann können auch gerne Strick- oder Häkelsachen verkauft werden.

Die Produktion

Strick- und Häkelsachen sind der Klassiker unter den DIY-Artikeln, da sie keine großen Ressourcen benötigen. Das notwendige Handwerkszeug befindet sich meisten eh schon im Besitz und als Arbeitsplatz eignen sich gleichermaßen Schreibtisch und Fernsehsessel. Bei Handwerkserzeugnissen, Lebensmitteln und Kosmetikprodukten sieht das allerdings schon anders aus. Um zum Beispiel ein noch so simples Regal anzufertigen wird zumindest eine hobbymäßig eingerichtete Werkstatt benötigt – Abhilfe können in diesem Fall aber auch spezielle Mietwerkstätten schaffen.
Bei Lebensmitteln und Kosmetikprodukten gibt es zudem noch besondere Auflagen und Richtlinien, die die Erzeuger erfüllen müssen. Daher empfiehlt es sich, sich vorher eingehend zu informieren, welche Produkte überhaupt hergestellt und öffentlich verkauft werden dürfen.

Die Präsentation

Auch wenn die Produkte noch so einzigartig oder qualitativ hochwertig sein mögen, wenn sie nicht ansprechend präsentiert werden, werden sie sicher nicht zu einem Verkaufsschlager. Daher sollten die Produkte wohlmöglich unter einem schmissigen Namen mit passendem Logo verkauft werden. Ganz getreu nach den Regeln des Corporate Design, sollte dies auch auf den Produkten prangen. Auch für zu Hause gibt es Möglichkeiten hochwertige Verpackungen anzufertigen und diese mit einem ansprechenden Etikett zu versehen. Denn das ist das Erste, was potenzielle Kunden sehen, noch bevor sie das Produkt überhaupt ausprobiert haben.

Das Gewerbe

Egal ob die Produkte im Internet oder auf Märkten verkauft werden, aus rechtlicher Sicht handelt es sich hierbei um eine Grauzone, da grundsätzlich alle Einnahmen – auch wenn es sich um Selbstgemachtes handeln mag – steuerpflichtig sind. Einkünfte aus nebenberuflicher Selbstständigkeit sind allerdings steuerfrei, wenn sie – abzüglich der Kosten – die Freigrenze von 410 Euro pro Jahr nicht übersteigen.

Die Einkünfte müssen jedoch trotzdem angegeben werden, weswegen es sich empfiehlt ein Kassenbuch anzulegen. In jedem Fall ist jedoch Pflicht ein Kleingewerbe anzumelden. Denn: Wer mit der späteren Kaufabsicht Produkte herstellt, agiert bereits gewerblich – egal in welchem Umfang. Die meisten Anfänger kommen mit der Kleinunternehmerregelung sehr gut aus, da diese bis zu einem Jahresumsatz von 17500 Euro gilt.

Der Nachteil dabei ist jedoch, dass bei einem Nicht-Ausweisen der Umsatzsteuer die enthaltene Vorsteuer der gekauften Produkte nicht geltend gemacht werden kann. Wer also hohe Kosten für Material hat, kann mit einem Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung besser bedient sein. Im Zweifelsfall hilft hier ein Steuerberater weiter.

Die Vermarktung

Werbung für das angebotene Produkt ist das A und O. Wer bereits alle vorangegangenen Schritte erfolgreich abgehakt hat, kann sich Gedanken um eine ansprechende und produktgerechte Werbung machen – online sowie offline. Der erste und einfachste Schritt zur Präsenz im Internet ist eine Unternehmensseite bei Facebook. Diese kostet nichts und Facebook-User können einen so schnell finden und Fan werden. Zudem lassen sich gesponserte Postings und Anzeigen schalten, die die Reichweite maßgeblich positiv beeinflussen.

Je nach Art des Produkts kann auch Instagram die richtige Plattform sein, so zum Beispiel bei handwerklich gefertigten Unikaten. Als Homepage reicht zunächst auch ein Blog, der alle wichtigen Informationen – unter anderem Kontaktdaten und ein Impressums – enthält. Nicht zu unterschätzen sind auch nach wie vor Druckerzeugnisse wie Flyer und Broschüren. Ausgefallen Ideen, offline und online, helfen dabei das angebotene Produkt gekonnt in Szene zu setzen.

Der Vertrieb

Als Hersteller von selbstgemachten Produkten stehen einem mehrere Verkaufsarten zur Verfügung. Die einfachste Art ist sicherlich sich bei einem der eingangs erwähnten Portale anzumelden und einen Shop einzurichten. Das geht nicht nur schnell und einfach, sondern auch die Kosten bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen.
Zudem ist es möglich seine Produkte auf Flohmärkten oder Wochenmärkten anzubieten, wofür jedoch stets eine Standmiete fällig wird, die sich abhängig von der Art des Produktes auch mal nicht lohnen kann. Teure Artikel des Kunsthandwerks werden auf einem Wochenmarkt eher seltener einen Abnehmer finden als hausgemachte Marmeladen oder Dips.

Quellen:

https://etiketten.shop/
https://arbeits-abc.de/geld-verdienen-mit-dawanda/
https://www.aktiv-online.de/nachrichten/detailseite/news/mit-dem-hobby-geld-verdienen-da-muessen-kreative-zeitgenossen-aufpassen-11011
https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/SichereLebensmittel/Hygiene/_Texte/LebensmittelhygieneImHandel.html

Teilen:
Weitere Artikel
Interview mit Nenad Tomic: Wie N.D Service Wohnanlagen und Gewerbeobjekte in Neufahrn bei Freising pflegt
Expertentalk
Interview mit Nenad Tomic: Wie N.D Service Wohnanlagen und Gewerbeobjekte in Neufahrn bei Freising pflegt

Wohnanlagen und Gewerbeobjekte sind anspruchsvolle Immobilien: Treppenhäuser sollen sauber bleiben, Grünflächen gepflegt aussehen und technische Anlagen zuverlässig laufen. Für Hausverwaltungen und Eigentümer heißt das im Alltag oft, mehrere Dienstleister gleichzeitig zu koordinieren. Wie sich diese Aufgaben sinnvoll bündeln lassen und worauf es bei der Auswahl eines Dienstleisters ankommt, erklärt Nenad Tomic, Inhaber von N.D Service aus Neufahrn bei Freising, im Gespräch. Seine Kernthese: Wer Reinigung, Grünpflege und die Betreuung der Haustechnik aus einer Hand vergibt, reduziert den Abstimmungsaufwand und weiß im Zweifel immer, wer für das Gesamtbild der Immobilie verantwortlich ist. Im Gespräch mit Nenad Tomic von N.D Service N.D Service ist ein Hausmeister- und Reinigungsdienstleister mit Sitz in der Thomastraße 19 in Neufahrn bei Freising, unweit der Kreisstadt Freising und des Flughafens München. Das Unternehmen betreut nach eigenen Angaben Wohnanlagen und gewerbliche Objekte in der Region und bündelt dabei Leistungen, die sonst häufig auf mehrere Firmen verteilt sind: von der Gebäudereinigung über die Treppenhaus- und Fensterreinigung bis hin zur Pflege von Grün- und Außenanlagen und der Betreuung haustechnischer Anlagen. Immobilieneigentümer und Hausverwaltungen, die einen Hausmeisterservice in Freising und Umgebung suchen, finden in dem Betrieb einen Ansprechpartner für die laufende Pflege ihrer Objekte. Im Interview beschreibt Inhaber Nenad Tomic, wie die einzelnen Leistungsbausteine zusammenhängen und was Auftraggeber bei der Vergabe beachten sollten.

5 Min. LesezeitLesen
Interview: Wie eine Wärmepumpen-Modernisierung in Bad Salzuflen in der Praxis abläuft
Expertentalk
Interview: Wie eine Wärmepumpen-Modernisierung in Bad Salzuflen in der Praxis abläuft

Wer heute über eine neue Heizung nachdenkt, kommt an der Wärmepumpe kaum vorbei. Steigende Energiekosten, staatliche Förderprogramme und der Wunsch nach klimafreundlichem Wohnen machen die Technik für Eigentümer von Bestandsgebäuden und Neubauten gleichermaßen interessant. Doch wie läuft der Umstieg von der alten Öl- oder Gasheizung in der Praxis tatsächlich ab und worauf sollten Hausbesitzer achten? Die kurze Antwort: in klar geordneten Schritten von der Gebäudeanalyse über Planung und Förderantrag bis zur Montage, die erfahrungsgemäß nur wenige Tage dauert. Antworten aus dem Handwerksalltag liefert Okan Bal, Inhaber eines Heizungs- und Sanitärbetriebs in Bad Salzuflen, der seit über 15 Jahren Wärmepumpen plant und installiert und bei der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld eingetragen ist. Im Gespräch erklärt er, wie eine Modernisierung Schritt für Schritt gelingt, welche Förderung möglich ist und warum Sanitär und Heizung oft zusammengehören. Wer steht hinter Bal Heizung & Sanitär? business-on.de: Herr Bal, stellen Sie sich und Ihren Betrieb kurz vor. Wer steht hinter Bal Heizung & Sanitär, und welche Leistungen bieten Sie an?

6 Min. LesezeitLesen
SPEKTRUM Malerwerkstätten: Ein sächsischer Malerbetrieb zwischen Handwerk und Fachkräftesuche
Arbeitsleben
SPEKTRUM Malerwerkstätten: Ein sächsischer Malerbetrieb zwischen Handwerk und Fachkräftesuche

Das Malerhandwerk hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. War früher vor allem der klassische Anstrich gefragt, reicht das Spektrum heute von der energetischen Fassadensanierung über die Restaurierung historischer Gebäude bis hin zur Werbetechnik. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Eigentümer erwarten langlebige Ergebnisse und öffentliche Auftraggeber strukturierte Abläufe; bei vielen Sanierungen spielen zudem energetische Fragen eine zentrale Rolle. Parallel dazu sucht die Branche händeringend qualifizierte Fachkräfte. Wie sich diese doppelte Herausforderung meistern lässt, zeigt ein Beispiel aus Sachsen: Die SPEKTRUM Malerwerkstätten GmbH, ein Malerbetrieb aus Chemnitz mit Niederlassung in Dresden, verbindet ein breites Leistungsangebot mit konsequenter Nachwuchsarbeit und steht damit beispielhaft für ein Handwerk im Wandel. Ein Malerbetrieb mit breitem Leistungsspektrum Der Betrieb ist für Kunden in Dresden und Umgebung tätig und beschäftigt nach Unternehmensangaben rund 60 qualifizierte Mitarbeitende. Betreut werden Privatkunden ebenso wie Unternehmen und öffentliche Auftraggeber. Sechs Leistungsfelder bilden das Angebot: Maler- und Tapezierarbeiten, Fassadenarbeiten, Bodenbeläge, Fallschutzbeschichtungen, Objektrestaurierung und Werbebeschriftung. Damit deckt das Unternehmen ein Spektrum ab, das deutlich über das Angebot eines klassischen Malerbetriebs hinausgeht. Wer für ein Bauvorhaben einen Maler mit Erfahrung in Dresden sucht, findet hier einen Ansprechpartner für all diese Gewerke von der einzelnen Renovierung bis zur umfassenden Sanierung.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite