Wirtschaft·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
7. August 2019

Fokussiert Aufmerksamkeit erregen: 6 Anregungen für gezielte Werbung

1. Auf Stärken besinnen – Kanäle priorisieren

Die Möglichkeiten, um die Öffentlichkeit auf ein Startup aufmerksam zu machen, sind schier grenzenlos. Das Spektrum reicht von der Präsenz auf Veranstaltungen wie Messen über soziale Medien bis zur klassischen Pressemeldung. Viele Gründer machen dabei den Fehler, davon auszugehen, dass sie möglichst viele Kanäle bespielen müssen, um im Haifischbecken voller etablierter Mitbewerber Fuß zu fassen. Das Gegenteil kann der der Fall sein. Insbesondere dann, wenn planlos vorgegangen wird, ohne Ziel und konkrete Strategie. Im schlechtesten Fall wird eine Menge Budget verfeuert, ohne dass die Zielgruppe ernstzunehmend erreicht wird. Da es vorwiegend in der Gründerphase oft an Zeit und Geld fehlt, sollten sich Startups entsprechend auf die für die Zielgruppe relevantesten Kanäle konzentrieren. Ob dazu Lokalzeitungen, Radiosender, Instagram oder Kinowerbung zählen, lässt sich nicht pauschalisieren.

2. Visitenkarten und Flyer in Umlauf bringen

Eine der günstigsten Varianten zum Erregen von Aufmerksamkeit, ist das Verteilen von Visitenkarten, Flyern und Broschüren. Derartige Druckartikel lassen sich auch mit knappem Budget schnell realisieren. Besonders flott klappt der Prozess mit Hilfe von Internet-Druckereien. Als Beispiel dient der seit 15 Jahren bestehende Anbieter HelloPrint. Das in Duisburg ansässige Unternehmen verkauft Druckerzeugnisse aller Art. Wer Visitenkarten und Ähnliches online bestellen will, wird bei HelloPrint fündig. Gründer, die beim Erstellen eines Designs professionelle Unterstützung benötigen, müssen nicht zwangsweise teure Grafiker beauftragen. Viele Online-Druckereien präsentierten attraktive Designvorlagen, die sich für die Gründerphase durchaus eignen und über die Farbwahl an das Corporate Design anpassen lassen. Gleiches gilt für Flyer. Auch dahingehend finden Startups moderne Vorlagen zum Integrieren individueller Texte. Druckartikel wie Visitenkarten, verkaufsfördernde Flyer und informative Broschüren sollten immer griffbereit sein. Egal ob Gespräche mit potenziellen Kunden, Geschäftspartnern oder möglichen Förderern. Jeder Kontakt zählt!

3. Social Media nutzen

Gründer haben gegenüber Konzernen einen entscheidenden Vorteil: Sie können als Sympathieträger punkten, weil sie mit ihrem Startup etwas wagen, Neues ausprobieren und als besonders mutig wahrgenommen werden. Um den Sympathiefaktor zu verstärken, sind Existenzgrüner gut beraten ihre Werbestrategie auf emotionaler Ebene anzugehen. Betriebe mit echten Werten und Menschen sind gefragt. Die sozialen Medien bieten ideale Kanäle, um Emotionen über Bilder, Videos und smarte Texte zielgruppengerecht zu transportieren. Facebook ist dahingehend besonders interessant. Mit gekonnter Facebook Werbung können Startups ihre Reichweite in kurzer Zeit erhöhen, ohne immense Kosten zu verursachen. Hinzu kommt, dass Gründer mit den gesammelten Daten durch Werbeanzeigen wertvolle Erkenntnisse über wirksame Maßnahmen und die Ansprüche der Zielgruppe gewinnen. Die Social-Media-Management-Plattform Hootsuite erklärt in einem Leitfaden zum Werben auf Facebook, wie Einsteiger sich schnell zurechtfinden und in wenigen Schritten Kampagnen starten.

4. Suchmaschinenoptimierung für Einsteiger mit Google My Business

Professionelle Suchmaschinenoptimierung erfordert erfahrene Experten und ein nicht zu unterschätzendes Budget, das viele Gründer nicht zur Verfügung haben. Um bei Google dennoch Aufmerksamkeit zu erregen und nicht auf die letzten Plätze in den Suchergebnissen zu rutschen, lohnt sich der Blick auf Google My Business. Die von Google kostenlose Plattform erlaubt Zugriff auf diverse Dienste und bringt diese in einem Dashboard übersichtlich zusammen. Gründer können damit ein Unternehmensprofil erstellen und ohne finanziellen Aufwand neue Kunden generieren. Suchen User nach dem entsprechenden Unternehmen oder vergleichbaren Angeboten, sorgt das via Google My Business erstelle Profil dafür, dass Startups gefunden werden. Es lässt sich einfach erstellen, jederzeit ändern und informiert Suchende beispielsweise über

  • Adresse,
  • Öffnungszeiten,
  • Telefonnummer
  • und gewährt Einblicke in Kundenbewertungen.

Weitere Informationen lassen sich auf der My Business Onlinepräsenz von Google nachlesen.

5. Gesehen werden dank Lichtwerbung

Beleuchtete Werbeelemente spielen bei der Außenwerbung eine große Rolle. Sie können erhebliche Umsatzsteigerungen fördern. Nicht allein wegen der visuellen Reize und der damit verbundenen Aufmerksamkeit, sondern auch, weil Leuchtwerbung mit Vertrauen und Seriosität assoziiert wird. Der Erinnerungswert ist enorm. Einer Studie von FEPE International zufolge, einer internationalen Vereinigung von Unternehmen für Außenwerbung, wählten 1.000 Befragte Leuchtwerbung beim Thema Vertrauen auf Platz 2 direkt hinter TV-Spots. Macht es angesichts der Standortbedingungen Sinn, sind Gründer gut beraten eine hochwertige Lichtwerbung anzubringen. Um die laufenden Kosten auf einem geringen Niveau zu halten, sind LEDs ein Muss. Wichtig ist, dass Lichtwerbung clever ausgewählt wird. In einem Artikel der Online-Zeitschirft Journal of Business and Media Psychology wird über eine Studie berichtet, welche Antworten auf die Frage liefern sollte, wie Lichtwerbeanlagen gestaltet sein müssen, um „die größtmögliche visuelle Aufmerksamkeit und eine hohe Erinnerungsleistung“ zu erzielen.

6. Eine weitere Option: Gründerwettbewerbe

Nicht nur Preisgelder locken Startups in den Wettbewerb. Der Zugang zu Netzwerken, die Presse und der Kontakt zur Branche sollten ebenso Motivation genug sein, um sich anzumelden. Zu den bekanntesten Gründerwettbewerben zählen:

  • IHK-Gründerpreis
  • CeBIT Innovation Award
  • BARC Startup Award
  • European Youth Award
  • Neumacher

Diese Liste ist längst nicht vollständig. Die Auswahl an regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben ist groß und hält für jede Branche etwas Passendes bereit.

Teilen:
Weitere Artikel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
Handel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

5 Min. LesezeitLesen
Produktivität im Büro steigern: Warum Bewegung am Arbeitsplatz entscheidend ist
Arbeitsleben
Produktivität im Büro steigern: Warum Bewegung am Arbeitsplatz entscheidend ist

Die Anforderungen an moderne Büroarbeit haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Digitale Prozesse, lange Bildschirmzeiten und ein hoher Anteil sitzender Tätigkeiten prägen den Arbeitsalltag vieler Menschen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass starre Arbeitsweisen langfristig zu Einschränkungen führen können – sowohl in Bezug auf die Leistungsfähigkeit als auch auf das allgemeine Wohlbefinden. Bewegung am Arbeitsplatz wird daher zunehmend als wichtiger Bestandteil eines produktiven Arbeitsumfelds betrachtet. Dabei geht es nicht um intensive körperliche Aktivität, sondern vielmehr um regelmäßige, kleine Veränderungen im Arbeitsablauf. Diese tragen dazu bei, Routinen aufzubrechen und die Arbeitsweise dynamischer zu gestalten. Die folgenden Abschnitte zeigen, worauf es im Einzelnen zu achten gilt.

4 Min. LesezeitLesen
Effizienter, nachhaltiger, digitaler – so modernisieren Gastronomen ihren Einkauf
Marketing
Effizienter, nachhaltiger, digitaler – so modernisieren Gastronomen ihren Einkauf

Digitale Transformation verändert das Beschaffungswesen grundlegend Die Gastronomie durchlebt einen fundamentalen Wandel. Während traditionelle Bestellprozesse über Telefon, Fax oder persönliche Lieferantenkontakte jahrzehntelang Standard waren, etablieren sich zunehmend digitale Beschaffungslösungen als Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit. Moderne Gastronomiebetriebe erkennen die strategischen Vorteile automatisierter Bestellsysteme und cloudbasierter Einkaufsplattformen. Die Umstellung auf digitale Prozesse erfordert zwar anfängliche Investitionen, zahlt sich jedoch bereits kurzfristig durch Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen aus. Die Digitalisierung des Einkaufs bedeutet weit mehr als nur den Wechsel vom Telefonhörer zur Maus. Sie ermöglicht Echtzeit-Preisvergleiche, automatische Bestandsführung und vorausschauende Bedarfsplanung. Gastronomen profitieren von transparenten Lieferketten und können Schwankungen im Verbrauch präzise analysieren. Diese datengetriebene Herangehensweise reduziert Fehlerquellen und schafft Zeit für das Kerngeschäft: exzellente Bewirtung und Gästezufriedenheit. Besonders bei zeitkritischen Entscheidungen während des laufenden Betriebs erweisen sich digitale Systeme als unverzichtbare Unterstützung. Die permanente Verfügbarkeit von Produktinformationen, Lagerbeständen und Lieferzeiten ermöglicht schnelle Reaktionen auf spontane Anforderungen.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite