Industrieunternehmen hadern mit der eigenen Fertigung

Der Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit in der verarbeitenden Industrie wandelt sich von einer hauptsächlich kostenorientierten zu einer holistischen Sichtweise, bei der auch CO2-Emissionen, politische Risiken oder die gestiegene Komplexität von Lieferketten eine viel größere Rolle spielen“, so Marcus Berret, Global Managing Director bei Roland Berger. „Unternehmen, die ihre Produktion nun neu ausrichten, bietet sich die Chance, sie von einer Belastung in einen Wettbewerbsvorteil zu verwandeln.“
Die Umstellung auf das Asset-Light-Prinzip schmälert Wettbewerbsfähigkeit
67 Prozent der Befragten geben an, das verarbeitende Gewerbe sei einem starken Druck in Bezug auf Effizienz und Kostensenkung ausgesetzt. Mehr als die Hälfte der Führungskräfte (51 Prozent) würde daher die Herstellung im eigenen Haus am liebsten einstellen und auf ein Asset-Light-Modell setzen. Die Unternehmen möchten zwar den Fokus auf Vertrieb und Marketing legen und die eigentliche Montage auslagern. Dieses Vorgehen würde aber nur die Probleme der ‚alten‘ Welt lösen. Das Outsourcing der Produktion kann Unternehmen sogar eher schaden. Eine Neugestaltung der Produktion unter Berücksichtigung von Megatrends wie Nachhaltigkeit, Regionalisierung oder Individualisierung, hingegen schafft Wettbewerbsvorteile“, sagt Oliver Knapp, Partner bei Roland Berger.
Sechs Megatrends befördern Umdenken in der Fertigung
Sechs Megatrends wirken auf die Fertigung. Sie alle stellen die Unternehmen zwar zunächst vor Herausforderungen, verschaffen ihnen aber auch die Chance, sich von Wettbewerbern abzuheben und ihre Produktion langfristig neu auszurichten. Nachhaltigkeit ist die bedeutendste Entwicklung. Hinzu kommt die Regionalisierung: Produktionsstätten werden näher an Heimatmärkte verlagert, etwa aufgrund von anfälligen Lieferketten oder weil Konsumenten einen höheren Wert auf regionale Produkte legen. Auch das politische Umfeld verschärft sich in vielen Ländern und stellt Risiken für verarbeitende Unternehmen dar. Darüber hinaus verändern disruptive Technologien Herstellungsverfahren, Produkte und Konsum. Als fünfter Megatrend gilt die Individualisierung. Kunden wünschen sich individuellere oder gar einzigartige Produkte; die Anzahl der zu produzierenden Variationen wächst somit. Schließlich durchdringt die Digitalisierung alle Bereiche der Wirtschaft und wird auch die Fertigung umgestalten.

Industrieunternehmen hadern mit der eigenen Fertigung – und riskieren so den Verlust eines strategischen Wettbewerbsvorteils
Asiatische Firmen und größere Unternehmen sehen Megatrends positiv
Der Umfrage zufolge fühlen sich Führungskräfte von Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 500 Mio. US-Dollar sehr viel häufiger unter Druck als kleinere Firmen (68 bis 76 Prozent gegenüber 38 Prozent). Allerdings erkennen diese größeren Unternehmen in den sechs Trends auch eher eine Chance zur Umgestaltung der Fertigung. Vor allem in Fernost sind Firmenchefs von den Möglichkeiten der gegenwärtigen Trends für die Neugestaltung der Produktion überzeugt: In China respektive Asien (ohne China) liegt dieser Wert bei 86 bzw. 81 Prozent, in der EU bei 71 Prozent und in den USA nur bei 67 Prozent.
„Um ein Hersteller der nächsten Generation zu werden, können Unternehmen verschiedene Hebel bedienen. Zunächst gilt es, das Produktionsnetzwerk zu überdenken. In der Fertigung sollten sie wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen verankern und digitale Produktionstechnologien einsetzen. Bei der Umstrukturierung Ihres Lieferantennetzes sollten Unternehmen neue Partnerschaften und Formen der Zusammenarbeit etablieren“, sagt Oliver Knapp.
(ots)
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
MarketingDigitale Transformation verändert das Beschaffungswesen grundlegend Die Gastronomie durchlebt einen fundamentalen Wandel. Während traditionelle Bestellprozesse über Telefon, Fax oder persönliche Lieferantenkontakte jahrzehntelang Standard waren, etablieren sich zunehmend digitale Beschaffungslösungen als Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit. Moderne Gastronomiebetriebe erkennen die strategischen Vorteile automatisierter Bestellsysteme und cloudbasierter Einkaufsplattformen. Die Umstellung auf digitale Prozesse erfordert zwar anfängliche Investitionen, zahlt sich jedoch bereits kurzfristig durch Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen aus. Die Digitalisierung des Einkaufs bedeutet weit mehr als nur den Wechsel vom Telefonhörer zur Maus. Sie ermöglicht Echtzeit-Preisvergleiche, automatische Bestandsführung und vorausschauende Bedarfsplanung. Gastronomen profitieren von transparenten Lieferketten und können Schwankungen im Verbrauch präzise analysieren. Diese datengetriebene Herangehensweise reduziert Fehlerquellen und schafft Zeit für das Kerngeschäft: exzellente Bewirtung und Gästezufriedenheit. Besonders bei zeitkritischen Entscheidungen während des laufenden Betriebs erweisen sich digitale Systeme als unverzichtbare Unterstützung. Die permanente Verfügbarkeit von Produktinformationen, Lagerbeständen und Lieferzeiten ermöglicht schnelle Reaktionen auf spontane Anforderungen.
IT & SoftwareWer kennt es nicht? Man besucht eine Fachmesse oder ein Firmenevent, schlendert durch die Gänge und wird an fast jedem Stand mit den gleichen Flyern, Kugelschreibern und langen Vorträgen konfrontiert. Nach der dritten Präsentation schaltet der Kopf meistens ab. Die Informationen rauschen vorbei, und am Ende des Tages bleibt oft nur ein Stapel Visitenkarten übrig, zu denen man kaum noch ein Gesicht vor Augen hat. In einer Welt, in der Aufmerksamkeit das wertvollste Gut ist, stoßen klassische Marketing Methoden immer häufiger an ihre Grenzen. Die Erwartungshaltung des Publikums hat sich gewandelt. Niemand möchte mehr nur passiv beschallt werden; Menschen wollen Teil der Geschichte sein, sie wollen interagieren und etwas erleben. Hier kommt Gamification ins Spiel. Der Begriff klingt im ersten Moment vielleicht nach Spielerei, doch dahinter verbirgt sich eine knallharte Strategie. Es geht darum, bewährte Spielmechaniken in den geschäftlichen Alltag zu übertragen, um Barrieren zu brechen und echte Begeisterung zu entfachen.
